Recycling, mal anders…

2007-07-07
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„Guten Abend, hier spricht Frau Müller aus Mannheim. Sie liefern Fleisch an unseren türkischen Metzger hier, und ich wollte fragen, ob Sie wirklich koscher schlachten.“

Wie bitte? Wir haben nie behauptet koscher zu schlachten? Wie kommt die gute Frau denn da drauf?

Dies ist nun schon der zweite Fall, dass entweder unser Papierhändler oder dessen Druckerei Fehldrucke unserer Tüten an andere Metzgereien verkauft hat. Wahrscheinlich zu einem Spottpreis, aber Hauptsache das Zeug ist weg.

Auch wenn so viel Umweltbewusstsein eigentlich ganz ehrbar ist, sprechen aus unserer Sicht doch einige Gründe gegen diese Art von Recycling: Hier wird Fleisch eines anderen Metzgers mit unserem Betrieb in verbindung gebracht. In beiden Fällen hatten wir (bzw. der Papierlieferant) Glück: Die Kunden waren mit der Qualität des Kollegen zufrieden.
Aber was passiert, wenn die Qualität einmal nicht stimmt? Die Käufer des in unsere Tüten verpackten Fleisches waren der Meinung, das Fleisch kommt von uns!

Jetzt bleibt nur noch zu klären, ob dieser Fall etwas für das Best-Practice-Business Blog oder fürs Law Blog ist. Aber wahrscheinlich bleibt es bei zwei Anrufen bei unserem Papierlieferenten: Ein letzter beim Ehemaligen, und ein erster beim Neuen…