World of Warcraft nur für Erwachsene!

Zumindest der „Kriminologe Pfeiffer“ fordert dies in einer N24 – Reportage „Süchtig nach PC Games – Jeder sechste 15-jährige ist abhängig“ (Unter mediencenter.n24.de, dann „Panorama“). Als Begründung nennt er das hohe Suchtpotential.

Das muss in diesem Fall herhalten, weil WoW nämlich nicht als „besonders gewalttätig“ gilt, und somit in der Diskussion um Killerspiele nicht wirklich „helfen kann“.

Also, wenn „hohes Suchtpotential“ für eine Altersfreigabe ab 18 herhalten muss, dann bin ich dafür auch andere Dinge mit ebendiesem hohen Suchtpotential zu verbieten. Fangen wir beim Gameboy (der jetzt DS lite genannt wird) an: Tetris, Mario World und sogar Dr. Kawashimas Gehirnjogging erweisen sich in unserer Familie als große Versuchungen, deren Suchtpotential wir nur mit Mühe und eiserner Disziplin widerstehen können.

Machen wir direkt bei den Nachmittags-Serien oder „Telenovelas“ weiter. Dann noch alle Gerichts- und Talkshows – hier ist neben der Suchtgefahr auch noch hohe Verdummungsgefahr mit einhergehendem Realitätsverlust gegeben.

Und wenn wir dann noch die Castingshows sowie Sportübertragungen (Fußball hat ein besonders hohes Suchtpotential gezeigt) mit dazu nehmen, dann bleibt nicht mehr viel, was für die Jugend übrig bleibt. Und uns auch nicht. Suchtpotential ist jedenfalls überall gegeben.

All diese hochgradig jugendgefährdenden Fernsehsendungen inklusive der ARD Sportschau sollten aus dem Programm verschwinden.

Ich spiele nicht World of Warcraft. Aber lieber Herr Pfeiffer: Games do not kill. Guns do.

(Bild wird aufgrund der CC-by-nc-sa Lizenz genutzt. Details bei Flickr.)