Als Gastblogger anderswo

So, es steht also fest, Robert vertickt sein Blog. (bei ebay) Da kommt natürlich die Frage auf, was mit meinen Artikel geschehen soll, die ich im Sommer 2006 auf Basicthinking.de veröffentlicht habe. Robert fragte damals, ob nicht jemand Lust hätte, bei ihm als Gastblogger mitzubloggen. Ich habe mich in einem Anflug von Größenwahn gemeldet, und tatsächlich eine Artikelreihe über Linux angefangen. Diese Reihe verlief sich dann im Sande. Dafür habe ich tatsächlich mein Gastrecht gemissbraucht, um zwei Themenfremde Artikel einzustellen: Einen zur Fußball-WM und einen weiteren in der Reihe „Night“.
Als Robert mir Schreibrechte für die Linux-Artikel gab, meinte er: „Sei mein Gast, fühl Dich wie zu Hause oder im Hotel :-))“ Also, ich will jetzt mal nicht wie im Hotel alles serviert bekommen, sondern bei den Vorbereitungen für die Party heute Abend mithelfen. Deshalb hier das Video, das heute einfach nicht fehlen darf: Wegen „Verherrlichung von Alkoholmissbrauchs“ wurde das Video bei YouTube als anstößig markiert. „This video may contain content that is inappropriate for some users, as flagged by YouTube’s user community.
Ja, mich gibt es auch noch. Im Hotel ging es personaltechnisch ziemlich drunter und drüber, und somit musste ich tatsächlich richtig arbeiten, anstatt über freie Software zu schreiben. Aber wie heisst es so schön: „Es gibt kein hartes Brot – kein Brot ist ein hartes Brot“ Hier ist die versprochene Aufstellung der Linux-Browser von denen man etwas gehört haben sollte. Ich maße mir hier keinen Browser-Test an. Da die Installation der verschiedenen Möglichkeiten jedoch kein Problem darstellt, kann sich jeder selbst ein Bild von den verschiedenen Programmen machen.
So, da sind wir wieder. So wie Robert’s Blog vom Spamattacken behindert wurde, so kam bei mir „das echte Leben“ in die Quere. Keine Angst – ich jammere ja nicht rum, aber die Zeit hat mir einfach nicht zum Schreiben gereicht. Zwischendurch hatte ich auch schon den Artikel über Internetanwendungen fertig, als mir auffiel, dass wir zunächt darüber reden sollten, wie man unter Ubuntu Software installiert. Ubuntu ist ein ziemlich fertiges System. Schon von der Live-CD aus stehen einem für die meisten Aufgaben Programme zur Verfügung: Firefox als Webbrowser, Evolution als E-Mail- und Kalenderprogramm, OpenOffice als Büroanwendung und so weiter.
Keine Angst – die Linux-Serie geht bald weiter. In der Zwischenzeit bin ich über eine Seite gestolpert, die sehr schön aufzeigt, wie Sicherheitslücken entstehen und bestehen bleiben. Dass es dabei ausgerechnet Microsoft erwischt hat, ist eigentlich zweitrangig. Jedoch ist es bezeichnend, dass einige Angriffsmöglichkeiten dadurch entstanden, dass versucht wurde, die Installation von Linux auf der Xbox zu verhindern… Am Ende des langen Artikel werden die Gründe zusammengefasst, die das Sicherheitssystem der Xbox zu Fall gebracht haben.
Genug geredet und philosophiert! Die Ubuntu-CD ist heruntergeladen und gebrannt. Nun ist es Zeit, den PC auch einmal von dieser CD zu booten. Die meisten modernen PCs booten automatisch von CD-ROM, ansonsten kann man das im BIOS-Setup entsprechend einstellen. Der Boot-Screen Direkt nachdem der PC von CD gestartet wurde, erscheint das sogenannte Boot-Menü. Hier kann man einige Einstellungen vornehmen, um die Live-CD an die eignen Bedürfnisse anzupassen: Ein Druck auf F2 öffnet das Menü zur Auswahl der Sprache und mit F4 kann man die Bildschirmauflösung festlegen.
Gerade wurde ich im Restaurant Zeuge dieser Unterhaltung: „Wer hat gewonnen?“ „Die Weißen.“ „Das waren die Schwarzen, oder?“ Mit gerunzelter Stirn: „Ja, und was ist mit den Roten?“ „Das waren die Weißen.“ Soviel zum Thema „Political Correctness“. Wenn ich ich nicht mit unseren tschechischen Hotelgästen mitgelitten hätte, dann wäre die Freude über den Sieg Ghanas komplett ungetrübt. Herzlichen Glückwunsch zum „ersten Afrikanischen Sieg bei der WM-Endrunde“!
So, nach eineinhalb Tagen “Urlaub zuhause” und dem Erreichen des Achtelsfinale wollen wir uns wieder dem Pinguin zuwenden. Frank Hamm wollte wissen: “Ist Linux (auch) ein Desktop-OS? Benutzt er im hoteleigenen Netzwerk auch Linux für Desktops?” In dem Artiel Rant: Is Linux ready for prime-time? auf meinem Blog habe mich das schon auf englisch genügend ausgelassen. Deshalb beantworte ich die Frage hier nur indem ich mein eigenes Büro beschreibe: Zuhause habe ich auf dem PC Ubuntu paralell zu Windows XP installiert.
Nachdem ich im letzten Artikel einige Gründe aufgezählt habe, warum man sich Linux anschauen sollte, werden wir nun daran gehen, Linux aus dem Internet herunterzuladen. Zuvor möchte ich jedoch kurz auf die Kommentare eingehen. Es freut mich, dass der Artikel recht oft gelesen wurde. Auch die Tatsache, dass einige Linux schon ausprobiert haben und sogar Nutzen ist prima. Die Artikelserie soll jedoch auch gerade denen Linux nahebringen, die bisher nur Windows kennen. Dabei will ich niemanden “zu Linux bekehren”.