(via Laughing Squid)
DDoS ist DOoF…
Netzpolitik bringt es auf den Punkt:
Viel besser wäre es, wenn man sich auf die folgenden Meldungen konzentrieren könnte:
Live Preview: Netzsperren
Man mag ja von den neusten (letzten?) Wikileak-Enthüllungen halten, was man will. Es mag auch sein, dass die wirklich wichtigen Enthüllungen in der Die-haben-gesagt-der-Guido-sei-doof-Hysterie untergegangen sind. Und es mag auch sein, dass die Sache mit den Netzsperren auch über den JMStV und seiner Filtersoftware auf Providerebene ganz offiziell kommt.
Aber was wir jetzt schon sehen können ist, was passiert, wenn Webseiten gefiltert werden: Wikileaks wird zunächst aus dem Amazon-Wölkchen geworfen (nicht Zensur, sondern um die Amazon-Infrastruktur vor DDoS-Angriffen zu schützen. Schon klar, ne?), und verliert auch noch seinen DNS-Dienstleister (ebenfalls keine Zensur, sondern wegen der DDoS…).
Aber Server sind Massenware, und DNS ist ja auch nur ein schnelleres Telefonbuch. Und woher bekommt man die aktuelle IP-Adresse vom Wikileak-Server? Klar über Twitter.
Und somit zeigt sich wiedereinmal, dass das Internet “Zensur” als Netzstörung behandelt und darum herum arbeitet. Aber inzwischen mache ich mir nicht mehr so sehr um die Freiheit im Internet Sorgen. Ich denke, wir müssen uns eher um unsere Gesellschaft sorgen machen…
Definition: Shitstorm
Also, zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens hat Wikipedia offensichtlich nichts zu sagen (hier, hier). Also werde ich wohl wie auch schon beim Blogstöckchen einspringen…
Shitstorm: Eine Vorgehensweise, die eigentlich einem guten Zweck dienen sollte, jedoch zu einer chaotischen und unkontrollierbaren Situation führt, die auch nicht ohne weiteres zu Erklären ist.
(Quelle: UrbanDictionary.com)
Als Beispiel kann z.B. die Reaktion auf die Entscheidung der Grünen dienen, aus parlamentarischen Gründen für den JMSV zu stimmen, obwohl man eigentlich inhaltlich gegen die Regelung ist. (Twitter, Rivva)
Offline ins neue Jahr?
Nein. Denn erstens schreibe ich dieses Blog so, dass ich es ohne Bedenken meinen Kindern zeigen kann – auch dem Jüngsten.
Andererseits zeichnen sich neben der kompletten Abschaltung auch auch noch andere, gangbare(re) Alternativen ab: “Klagen statt sperren“.
Auch eine neue Vokabel durfte ich hierbei kennenlernen: “Shitstorm” – zum Glück ist gerade Nacht, da kann ich ja auf die Wikipedia zugreifen…
Gestern im Web
- Gib Deinen Fans etwas besonderes: Content nur für Freunde Deiner Facebook-Seiten: http://www.hyperarts.com/blog/facebook-fan-pages-content-for-fans-only-static-fbml/
- Ist Pulp Fiction immer noch Kult, wenn man aller der Reihe nach anschaut? http://www.nerdcore.de/wp/2010/11/19/pulp-fiction-%E2%80%93-the-chronological-cut/
- Sowas wollte ich auch schon lange einmal machen: http://www.be-jo.net/2010/11/schwarz-weis-bild-mit-farbigen-akzenten-howto/ (PS: Schickes neues Design bei Bejonet -> Gefällt mir…)
- Das WordPress-Plugin, das Tweets schick in Artikel einfügt: http://en.blog.wordpress.com/2010/11/05/bring-tweets-to-your-content/
- Foodspotting – enough said: http://mashable.com/2010/06/29/foodspotting/
Gestern im Web
- Ubuntu Wayland & Unity vs. X11 & Gnome – auch bei Nicubunu
- Nackscanner geraten in die Kritik (also, noch mehr als sie es eh’ schon sind) – mit Video.
- London in 80 Gigapixel – vergesst Streetview… oder doch nicht? Hier sind künstlerische Streetview-Aufnahmen (via Netzpolitik)
- Untangle - Firewall mit Captive Portal (via ProLinux.de)
- Carta frägt sich, warum bei Apple, Google und Facebook genau das verachtenswert erscheint, was bei Konzernen der Old-Economie eigentlich erwartet wird…
- Ich bin bei den Netzpiloten verlinkt! (Nun gut, nicht direkt…)
Ursprünglich hatte Stefan Mey meine Stöckchen-Definition in seinem Interview mit Frank Westphal rausgekramt. (Teil 1, Teil 2) Per Cross-Post ging der dann auch auf die Netzpiloten.
Trotz allem: Das Vorabendprogramm im ZDF brachte wieder einmal deutlich mehr Traffic als alles Andere
- Er schreibt für Studenten, die es selbst nicht tun. Fehlt nur noch, dass er [DIE LÖSUNG] findet, und wir haben genug Stoff für einen [Krimi|Schnulzfilm].
- Die WordPress Suche ist ganz einfach durch Google zu ersetzen. (via @wpSEO???)
Crowdsourcing: Die Guten, die Bösen und die Hässlichen
Es sind schon ein paar Ecken, die mich zur Blogparade: Crowdsourcing, Contests, Open Innovation – gut oder böse? gebracht haben. Trotzdem ist es doch immer wieder ein spannendes Thema, dem ich mich gerne aus der Richtung von OpenSource – also eigentlich der ersten ernstzunehmenden Crowdsourcing-Bewegung nähern möchte.
Für mich sind zwei Punkte für den Erfolg oder Mißerfolg von Crowdsourcing entscheidend: “Erwartungen” und “Belohnungen”.
Crowdsourcing ist nicht “professionell”
Warum sollen die Massen an meinem Projekt – oder gar an meinem Produkt – mitarbeiten? Auch wenn hier oft der Preis genannt wird, den es bei Wettbewerben oft zu gewinnen gibt, kann der doch nicht alles sein. Denn schließlich gibt es nur einen (oder wenige) Gewinner. Und wenn man aus der Sicht eines in der entsprechenden Branche aktiven Profis an die Sache herangeht, dann ist es nicht interessant, Teil der Crowd zu werden. Aber Crowdsourcing ist kein Ersatz für eine Ausschreibung – im Gegenteil: Es geht darum, dass Amateure (das hat im Wortstamm mit “Liebhaberei” zu tun) einzelne Teile beisteuern aus dem sich dann ein großes Ganzes zusammentut – oder der Initiator dieses eben zusammenfügen muss.
Crowdsourcing ist nicht “billig”
Dieses Bewerten und Zusammenfügen ist es auch, was trotz der “kostenlosen Arbeitskraft” dann doch Geld kostet. Nicht umsonst bittet Jimmy Wales regelmäßig um Spenden für Wikipedia. Außerdem erwartet die Crowd auch entsprechende “Entlohnung”. Und in den wenigsten Fällen ist diese monetär. Aber es geht um Anerkennung und auch darum, dass man das Resultat des öffentlichen Schöpfungsprozesses nicht einfach nimmt und in den Firmentresor einschließt. Offene Lizenzen wie die GPL oder viele der CC-Varianten fordern, dass die Werke, die auf den öffentlichen Fundamenten aufbauen auch wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Wer die eigene Arbeit nicht teilen mag – weil sie ihm zu wertvoll erscheint – der sollte auch nicht auf Crowdsourcing zurückgreifen.
Crowdsourcing ist nicht “exklusiv”
Wenn Ideen in der großen Gruppe erarbeitet werden, dann kann auch der Konkurrent diese anzapfen und sein eigenes Produkt verbessern. Der Wettbewerb ist somit intensiver – aber wird dadurch auch bessere Lösungen (für den Verbraucher) hervorbringen. Aber, wie sagt Guy Kawasaki so schön: “Die wenigsten Ideen sind so einmalig, dass sie nicht ein anderer auch haben könnte” – oder eben auch schon gehabt hat.
Crowdsourcing ist nicht “fertig”
Oliver Schuh verpflanzt das Konzept des Crowdsourcing in ein Restaurant – und dieses kommt bei ihm gar nicht gut weg. Vielleicht liegt das aber auch daran, wie das Konzept in diesem fiktiven Restaurant eingesetzt wird. Das fertige Gericht, das der Gast bestellen möchte gibt es tatsächlich nicht. Aber in der Küche, die dem Gast ja auch zur Verfügung steht, sind viele der Vorarbeiten schon erledigt. Er kann das Mise en Place der anderen benutzen, um sein Traumgericht (ohne Soßenbinder) zusammenzustellen. Der Einwand, dass man dies aber nicht tun kann oder will zählt hier nicht. In diesem Fall muss man dann tatsächlich in ein “normales Restaurant” gehen bzw. das Projekt auf konventionelle Weise realisieren. Beispiele wie “Restaurant” oder “Möbelhaus” taugen eh’ nur sehr eingeschränkt für Konzepte von Social Media, werden aber immer wieder gerne herangezogen. Aber das ist ein anderes Thema.
Crowdsourcing ist nicht “geheim”
Wer sein Projekt der Masse öffnet, der gibt der Masse auch die Möglichkeit vom Projekt zu lernen. Wer bei OpenStreetmap mitzeichnet lernt, wie die Grundlagendaten für Landkarten beschaffen sind. Wer an einem OpenSource Projekt mitprogrammiert, lernt viel über Programmierung. Wer bei einer Blogparade mitschreibt, beschäftigt sich viel intensiver mit dem Thema. Auch dies sind “Belohnungen” für diejenigen, die ihre Arbeitskraft und Kreativität einfließen lassen.
Fazit
Alle Punkte die ich aufgeführt habe, sind negativ formuliert. Aber meiner Meinung nach ist Crowdsourcing ein sehr gute Herangehensweise an viele Projekte und Probleme. Eine positive Einstellung zur offenen Kultur des Teilens vorausgesetzt. Wer die nicht hat, der sollte bei den klassischen Methoden bleiben.
PS: Habe ich bereits erwähnt, dass Blogparaden ein sehr schönes Beispiel für Crowdsourcing sind…?
Monikas Vater hat fünf Töchter
Lalla, Lelle, Lullu, Lollo und …?
Offensichtlich kann man damit Geld verdienen
Posted from WordPress for Android
Umlaute reparieren (WordPress, MySQL)
Heute bin ich endlich eine Arbeit angegangen, die ich schon lange vor mir her schob: Die zerschossenen Umlaute aus den alten Artikeln wollten repariert werden.
Ganz flott ging das mit dem “Suchen und Ersetzen Plugin” von Frank Bültge. Aber Achtung: Das Ding ist ein mächtiges Werkzeug – also richtig gefährlich. Ihr könnt damit Euer Blog bis zur Unkenntlichkeit zerschießen und es gibt kein UNDO.
Aber ein Backup macht Ihr ja eh, bevor ihr an wichtigen Daten herumspielt, oder?
Und anschließend habe ich dann folgende Ersetzungen durchgeführt:
ö -> ö
ü -> ü
ß -> ß
ä -> ä
€ -> €
Ü -> Ü
Anscheinend benutze ich nur sehr selten ‘Ä’ und ‘Ö’. Wenn Euch eines über den Weg läuft: Ich bin für die URL dankbar.
Ganz nebenbei habe ich dann auch noch “/bilder/” durch “/files/bilder/” ersetzt, und dadurch alle eingebetteten Grafiken die beim Umstieg auf WP3.0 verloren gingen wieder hervorgeholt.
Also nochmal:
- Achtung! Erst Backup, dann denken, dann tun.
- Umlaute reparieren ist möglich
- Pfade und Links können angepasst werden
- …
Und wer nicht mit WordPress arbeitet, sondern eine andere MySQL-Datenbank entsprechend behandeln will, findet bei jo:wra die entsprechende Anleitung.