Archive | SL-Entwicklung

RSS feed for this section

„Bescheid“

Ihr habt es sicher schon gemerkt – mein Interesse und Engagement in und für Second Life war in letzter Zeit nicht gerade groß. Ich logge mich zwar hin und wieder ein, damit mein Account nicht aufgelöst wird, aber viel mehr mache ich im Moment nicht.

Dies ist kein großer Verlust für SecondLife. Für mich auch nicht. Virtuelle Welten wie SL werden in Zukunft immer wichtiger werden. Ich werde die Sache beobachten, aber in nächster Zeit hier nicht aus SL–Perspektive bloggen.
Um auf dem Laufenden zu bleiben, muss man nicht so tief in der Sache drin stecken, wir ich dies zwischenzeitlich tat.

Wenn virtuelle Welten dann den Web–Desktop ersetzen, bin ich sicher wieder mit von der Partie :)

Kommentare und Pingbacks werden dann auch bald ausgeschaltet werden. Neues von mir gibt es weiterhin unter meinen „anderen Blog“: http://stefan.waidele.info

Also, man sieht sich,

Stefan „Stef Wade“ Waidele

Second Life – Their world, no imagination…

Schade. Seit dem 5. Geburtstag von Second Life ist mit der lockeren Haltung, die LL z.B gegenüber Projekten wie Get A First Life, aber auch gegenüber Community-Sites gezeigt hat vorbei.

Das waren noch Zeiten, in denen Linden Labs cool schrieb:

“Linden Lab ist bekannt für Ihre hohen Einstellungsvorraussetzungen, die auch einen Sinn für Humor einschließen, und von denen auch unsere Anwälte nicht ausgenommen sind. [...]Hieraus ist zu folgern, dass wir die Einladung Ihnen eine Abmahnung zukommen zu lassen hiermit ablehnen.”

Die Einstellungsvorraussetzungen für die Anwälte haben sich wohl inzwischen geändert.

Näheres bei Christian Scholz und anderen :(

Second Life, wie es sein sollte: Qwaq

Ich habe zwar nur Bernd’s Video dazu gesehen, aber Qwaq schein sehr viel von dem umzusetzen, was ich mir schon vor ein-einhalb Jahren von Second Life gewünscht habe. Integration und eigene Server.

Auch ist Qwaq ein schönes Beispiel, wie durch Freie Software sehr Leistungsfähige Mashups geschaffen werden können. Man nehme die virtuelle Welt Croquet, dazu Firefox und OpenOffice.org und noch weitere Komponenten, gießt diese in die eigene Form und man hat ein Produkt mit soliden, getesteten und bewährten Komponenten.

Wenn ich mich recht erinnere, bietet OpenCroquet sogar X11-Server an. Dadurch ist es möglich, die Ausgabe von jedem beliebigen Linuxprogramm in-world anzusehen – und dieses auch zu Steuern. Damit holt man sich nicht nur das 2D-Web, sondern die kompletten 2D-Anwendungsprogramme in die Virtuelle Welt. Somit werden solche Dinge wie In-World RSS-Reader, HTML-on-a-Prim und andere Hilfskonstrukte wie in Second Life unnötig.

Leider konnte ich OpenCroquet noch nicht selbst ausprobieren, da es bisher bei mir unter Linux Probleme mit der Grafikkarte hatte. Ich werde es jedoch weiterhin versuchen. Und bis es klappt, bewundere ich weiter den Hasen im Croquet-Wunderland:

SL-Client für Linux jetzt “Beta”

Nach jahrelangem “Alpha-Dasein” habe ich eigentlich schon lange aufgegeben, eine “echte Linuxversion” des Second Life Clients zu erwarten. Ich ging davon aus, dass es LindenLabs einfach zu aufwändig ist, eine weitere Plattform voll zu unterstützen. Der Alpha-Client lieft eigentlich gut genug, zumindest hatte ich keine größeren Probleme damit.

Download Beta

Und nun muss ich es aus ProLinux.de erfahren: Second Life für Linux ist inzwischen Beta.

“Laut Aussagen von Linden Lab stehen Linux-Anwendern nun dieselben Funktionen zur Verfügung, die auch unter Windows möglich sind.”

Wenn damit gestreamtes Video, Voice und HTML-on-a-Prim (wenn es dann so weit ist) gemeint ist, dann will ich hiermit offiziell meinen virtuellen Hut ziehen!.

Ich bin gerade am runterladen – bin gespannt was die Beta bringt!

HTML-on-a-prim – echt oder fake?

Ich habe kein eigenes Land, deshalb kann ich es nicht selbst überprüfen.

Gwyneth hat auf Flickr! ein “Photo” mit Kurzanleitung gepostet. Wenn selbst die Lindes darüber schreiben, sollte es wohl stimmen… (Auch wenn die beschriebene Funktionalität weit hinter meinen Erwartungen zurückbleibt).

Das lang ersehnte und brandneue Feature findet sich im neusten ReleaseCandidate, und ist somit noch nicht ganz bei der Mehrheit der SL-Residents angekommen.

SL-Immobilienkrise? Was passiert mit den ganzen CSI-NY Sims?

CSI-Sims

Nachdem die Electric Sheep Company und CBS die CSINY-Landfläche von 440 auf 32 Sims redurziert hat, frage ich mich: Was passiert mit den 408 nicht mehr benötigten Sims? Das sind bei normaler Auslastung immerhin 102 Server, die jetzt bei Linden Labs stehen und auf beschäftigung warten.

Ein Überangebot kann schnell zu sinkenden Preisen führen, was wiederunm nach sich zieht, dass Landbesitzer, die mit einem gewissen Mindestpreis kalkuliert haben, nun Probleme auf der Einnahmeseite (Vermietung, wg. sinkender Preise) bekommen. Andererseits werden Mieter Ihre Mieten nicht mehr so weit im voraus zahlen – wer weiß ob der Vermieter Bankrott geht. Und schon haben wir eine Abwärtsspirale, auf der das gegenseitige Vertrauen immer weiter sinkt.

Dead Wingman

In RL hat doch eine solche Entwicklung mehr oder weniger direkt auf die Börse und die internationale Finanzwelt durchgeschlagen. Wie wird das in Second Life ablaufen? Wird LL die Server bei ebay versteigern, um kein überangebot an Land entstehen zu lassen? Wird der virtuelle Immobilienmarkt durcheinandergeraten? Werden hier auch echte Existenzen Probleme haben, oder sind die Gebüren für Sims bei denen, die sie kaufen eh nur “Spielgeld”, das keine direkte Rendite bringen muss? (Kann ich mir bei einigen großen Landvermietern nicht wirklich vorstellen).

Wird sicher spannend – auch wenn ich auf diese Art von Spannung verzichten könnte…

X11 on a Prim

Nachdem “HTML on a Prim” anscheinend gar nicht mehr so weit ist, wird es Zeit, neue Begehrlichkeiten anzumelden: “X11 on a Prim!” oder von mir aus auch “VNC on a Prim”.

Damit könnte man dann richtig funktionierende Computer in Second Life erstellen. Man kann sich remote in SL auf einen “Desktop-Server” einloggen und mit den dort installierten Programmen und gespeicherten Daten arbeiten. Somit könnte man in Second Life auf die selbs Arbeitsumgebung zugreifen, wie man es vom eigenen PC aus tut. Mails lesen und Texte schreiben in SL, die dann auf dem heimischen Drucker rauskommen. Warum dann nicht gleich auf der eigenen Maschiene arbeiten? So könnten verschiedene Avatare gemeinsam an einem PC zusammenarbeiten oder Softwaredemos bzw. -schulungen oder Support wären auch über räumliche Distanzen möglich. Denn darin ist Second Life ja bekanntlich gut: Räumliche Distanzen irrelevant zu machen.

Realität gewinnt immer!

Bin über die Telepolis auf folgenden Artikel gestolpert: “Why Governments aren’t Gods and Gods aren’t Governments” (“Warum Regierungen keine Götter sind, und Götter keine Regierungen”) von Richard A. Bartle, dem Erfinder des “MUD” (Wikipedia), also quasi den Urahn jedes Online-Rollenspieles und jeder Virtuellen Welt.

In seinem Beitrag erläutert er auf prägnante Weise das Zusammenspiel zwischen realen Regierungen, den Erstellern der virtuellen Welten und den Nutzern. Wobei man ohne weiteres generell von Schöpfern, Verwaltern und Bürgern reden könnte, die auf verschiedenen Ebenen existieren (man denke an 13th Floor – gibt es schon ein MUD in Second Life? – oder lieber denkt man lieber nicht daran…)

Aber nun zu Richard A. Bartle:

  • Regierungen realer Staaten herrschen in der realen Welt. Virtuelle Welten sind Teil der realen Welt, den die Hardware befindet sich in der realen Welt, und ist dadurch durch deren Gesetze reguliert. Virtuelle Welten, die echen Gesetzen zuwiderhandeln, können abgeschaltet werden. Realität gewinnt immer – und aufgrund der Gesetzgebung in der Realität bedeutet dies Staatsregierungen gewinnen immer.
  • Die Schaffer virtueller Welten herrschen in diesen in dem Grad, den ihnen die realen Regierungen zubilligen. Sie üben ihre Kontrolle über die virtuelle Welt durch “Naturgesetze” (org. “Physics”) oder durch die Anwendung von realen Gesetzen aus. Zum Beispiel können sie den Diebstahl virtueller Objekte dadurch verhindern, dass sie das Konzept des Eigentums programmieren, so dass ein Spieler nur dann etwas nehmen kann, wenn es ihm selbst oder zumindest niemand anderen gehört. Oder sie verhindern Diebstahl durch ein Verbot eines solchen Handelns in den Bedingungen der Nutzungslizenz (EULA).
  • Spieler organisieren sich in Ihren eigenen Gruppen innerhalb der Grenzen der Möglichkeiten, die die virtuelle Welt bietet, und auch der Grenzen der realen Gesetzen. Die Entwickler Entscheiden, ob eine solche Verwaltung aktiv oder passiv in der Welt vorhanden ist. Die reale Welt bietet solche Verwaltung nur passiv durch die interaktion der Bürger. Virtuelle Welten können Verwaltungsmöglichkeiten direkt einprogramiert haben.

und weiter

Zwei Hauptunterschiede verurteilen jeden Versuch die Entwickler als Regierungen Ihre virtuellen Welten zu Betrachten zum Scheitern:

  • Regierungen können von denen die sie regieren abgesetzt werden; Götter nicht
  • Regierungen können Macht aufgeben; Götter nicht.

Die erste Aussage bedeutet, dass Entwickler in ihrer Welt machen können, was sie wollen. Die zweite Aussage bedeutet dass dies immer gilt, ob der Entwickler dies mag oder nicht.

(Übersetzung und Hervorhebungen von mir)

Diese Ausführungen machen es auch verständlich, warum die Lindens oft als “Game-Gods” bezeichnet werden: Sie sind es, die die fundamentalen Naturgesetze in Second Life festlegen. Dass sie sich dabei in vielen Punkten an denen der “übergeordneten Welt” orientiert haben, ist ihre willkürliche Entscheidung. Aber die Lindens müssen sich immer Ihre Macht ausüben. Entweden, sie ermöglichen Avataren das Fliegen oder sie verweigern es ihn – eine Kompromisshaltung gibt es nicht. Selbst wenn Grundstücks-Eigner sich für oder gegen das Fliegen entscheiden könnten, die “Macht” es überhaupt zu ermöglichen liegt bei den Lindens. (Genauso bei Voice, Schwerkraft, “RestrictedPush”,…)

Und trotz ihrer Allmacht in Second Life, müssen sie selbst sich doch den Regeln der echten Welt beugen – auch wenn diese (zum Glück) nicht einheitlich sind. Aber daran haben wir uns ja schon im “alten Internet” gewöhnen können.

SL-Benchmark (de)

(Click here for the english version of this post.)

Nachdem mein kleiner Vergleich zwischen Vista und Ubuntu im Second Life Herald veröffentlicht wurde , kam der berechtigte Einwand, dass mein Versuch keinem wissenschaftlichen Anspruch genügt (übersetzung von mir):

“Ich finde es immer wieder lächerlich [...] dass sie denken, ein 17-minütiger Test, der einmal um 2:00 Uhr morgens wenn kaum jemand eingeloggt ist, durchgeführt wird, als “Versuch” betrachtet werden kann. Als absolutes Minimum solte man annehmen, dass sie versuchen es verlässlicher machen, in dem man zum Beispiel 25 mal zu verschiednen Tageszeiten testet, oder 25 Tage, jeweils zur gleichen Zeit”

Und das ist auch wahr. Ein Test alleine ist nicht representativ.

Also, lasst uns das nach der Open-Source Methode tun, als geimeinschaftliche Anstrengung! Ich selbst kann die vorgeschlagenen 25 oder 50 Tests nicht durchführen. Aber zusammen können wir das. Ich schlage folgendes vor:

  • Starte WIndows, beendet alle unnötigen Hintergrundprogramme wie den Office-Schnellstart oder E-Mail benachrichtigung oder ähnliches. Die “Personal Firewall” sollte jedoch nicht abgeschaltet werden, da es gefährlich ist, ohne diese mit dem Internet verbunden zu sein. Diesen Schutz betrachte ich als “Teil des Betriebssystems”
  • Logge Dich in SL ein, such Dir einen Ort für den Test aus und warte bis die Umgebung komplet agezeigt wird
  • Schalte per Ctrl-Shift-1 die Leistungsstatistiken ein
  • Gehe eine Strecke auf und ab, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo die FPS hoch und wo sie niedrig sind.
  • Wenn die FPS recht hoch sind, drücke “Druck S-Abf” um einem Screenshot in die Zwischenablage zu kopieren.
  • Logge Dich aus SL aus, und füge den Screenshot in das Grafikprogramm Deiner Wahl ein (MS-Paint ist ausreichend). Speichere es mit einem Dateinamen wie dem folgenden: yyyy-mm-dd_hh:mmpm_Simname_OS.jpg (z.B.: “2007-07-16_02:15pm_Dublin_Vista.jpg” or “2007-07-17_01:45am_Berlin_WinXP.jpg”). Gib bitte die Zeit in SL-Zeit an, damit wir alle in der gleichen Zeitzone sind. Bitte speichert das Bild als jpg, png oder bmp.
  • Reboot nach Linux und stelle sicher, dass die Einstellungen in Second Life gleich wie beim Windows-Client sind. Wiederhole dann die Prozedur von oben. Versuche ungefähr den gleichen Bildausschnitt zu treffen wie unter Windows.
  • Schicke mit beide Bilder, zusammen mit Informationen zur Hardware (CPU, Graphik-Karte, Menge RAM), sowie Deiner Linux-Distro (Name, Version, Desktop Environment) an slbenchmark@stots.de.

Falls Du mehrere Tests an verschiedenen Orten und/oder zu verschiedenen Zeiten machen kannst, dann tu dies bitte. Aber sende die Resultate in getrennten E-Mails.

Ich werde jeden Helfer über das Resultat informieren. Falls ich tatsächlich mehr als 25 Stichproben zugesandt bekomme, werde ich das Resultat auch hier im Blog “veröffentlichen”.

Vielen Dank an alle, die mir hierbei helfen,

Stef Wade

SL-Benchmark (en)

(Hier gibt es eine deutsche Version dieses Artikels.)

After my short comparison between Vista and Ubuntu has been published in the Second Life Herald, there has been the observation that my “research” does not live up to scientific standarts:

“What I always find hilarious [...] is that they’d think that a 17-minute, 1-time test at 2:00 am when log-ons aren’t very high constitutes “a test”. At the very least, you’d think they’d try to make it more reliable by testing it, say, 25 times at different times of day; 25 times at the same time of day or something/”

And that is true. A one time test is not representative.

So, let’s do this in the open-source way – as a collaborative effort! I cannot run the proposed 25 or 50 tests. But together we can do much more than that. So I ask you to do the following:

  • Start WIndows, stop all unneccessary background tasks like office-quick-launch, mail-notification, and the like. Do not turn off personal firewall since it would not be wise to connect to the internet without it. So the personal firewall is regarded as being “part of the OS”
  • log into SL, pick a place to do the test and let the scenery rez.
  • Press Ctrl-Shift-1 to see the performance statistics
  • Walk up and down a little, so you get the feeling of where the FPS are high and where they are low
  • At some point, when they are quite high, press “Print Screen” to copy a screenshot into the clipboard
  • Log out of SL, and paste the screenshot into your graphic-program of choice (MS-Paint will do). Save it with a filename like this: yyyy-mm-dd_hh:mmpm_Gridname_OS.jpg (e.g.: “2007-07-16_02:15pm_Dublin_Vista.jpg” or “2007-07-17_01:45am_Berlin_WinXP.jpg”). Use Second Life time, so we are “in the same timezone”. Please use jpg, png or bmp as file formats.
  • Reboot into Linux, make sure the SL-settings are the same like in Windows, and do the same thing. Make sure you look into the same direction like in WIndows when doing the screenshot
  • Send both pictures, along with information on your hardware (CPU, graphics-card, amount of RAM) and your Linux-Distro (name, version, desktop environment) to slbenchmark@stots.de.

If you can run the test at different times and/or locations, please do so. But send each result in a seperate e-mail.

I will let every contributor know about the results. If I actually do get more than 25 sample, I will “publish” the result here.

Thanks alot for everybody who helps me out with this,

Stef Wade