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Nicht nur Neulinge finden bei SLinside immer wieder interessantes über Second Life.

Neben SL-News bietet SLinside vor allem ein deutschsprachiges Forum sowie einen Treffpunkt für regionale Second Life Gruppen an.

Das Forum ist klasse sortiert – eigentlich fehlt hier kein Thema. Wer das englische Forum von Linden Lab nicht mag – oder wegen fehlender Zahlungsinfo nicht reinkommt – der hat hier eine gute deutschsprachige Alternative.

Darf ich vorstellen: Ruth

Ruthed GalleryRuth ist der Spitzname für die Grundlegende Körperform (“Shape”) in Second Life. Immer wenn ein Avatar nach einem Teleport erscheint, tut er dies in dieser – weiblichen – Form, wandelt sich jedoch so schnell in die jeweilig gewünschte Form, dass man dies in der Regel nicht mitbekommt. Ausser es geht etwas schief…

Dann kann es nämlich durchaus passieren, dass man mehrere Minuten oder sogar bis zum lächsten Login als “Ruth” dargestellt wird. Man wurde sozusagen “ge-Ruth-t” oder im englischen SL-Lingo “ruthed”. Besonders auffällig ist der Effekt, bei männlichen Avataren mit Bart, denen dann plötzlich Brüste gewachsen sind… :)

Ruth in Bildern

Um “die Ruth im Manne” gebürend zu würdigen, gibt es auf Turvile (235,193,40) nun eine Ausstellung mit Bildern von Ruth. Da wünscht man sich doch fast, selbst wieder einmal diese Shape zu tragen, und wenn es nur kurz ist um einen Screenshot davon zu machen.

Sag tschüß zu Ruth

Und dann? Wie wird man Ruth wieder los, wenn man keine dauerhaft Bindung mit ihr will und sie sich aber als zu klammernd und anhänglich erweist? Hier hat VTOR die passende Antwort: Einfach das Tortenmenü öffnen und auf “Appearance” klicken. Das Öffnen des Dialogs erzwingt offensichtlich das Laden der notwendigen Daten.

Puh! Die sind wir los…

Freunde: (waiting)

Hab’s gerade hier auf englisch gelesen, was mich auch eine ganze Weile genervt hat: Die Liste der Kontakte wird nicht – oder zumindest nicht komplett angezeigt: (waiting)

Waiting for Friends

Als mein Kommentar dann aber trotz doppeltem Captcha nicht erschien fiel mir ein, dass auch diesem Blog hier wieder einmal ein Artikel ganz gut tun würde :)

Also: Wenn die Liste mit den Kontakten in Second Life nicht angeteigt wird, dann klicke ich auf einen der (waiting)-Einträge, erlaube diesem, mich auf der Karte zu sehen, und verbiete es anschließend gleich wieder.

Danach ist die List aktuell und benutzbar.

Nebenbei habe ich dann auch noch einen Kontakt wiederentdeckt, von dem man auch schon lange nichts mehr gehört hat:

Jan Böhmermann

Womit auch die Frage “Böhmermann…echt oder was?” beantwortet wäre…

Körpersprache – Körper, Kleidung, Accesoires

Wieder einmal Zeit für einen Grundlagenartikel :)

Das Aussehen eines Avatars wird von verschiedenen Komponenten bestimmt, die einander Ergänzen, aber auch Überlappungen Aufweisen. Hier ein Überblick:

Der Körper

Zum Körper eines Avatars gehören die Form (Shape), die Haut (Skin) und die Haare (Hair). Diese drei Bestandteile kann man nicht ablegen sondern nur durch andere ersetzen.

Die Haut besteht aus einer Textur die mehr oder weniger aufwändig gestaltet sein kann. Ein englisches Haut-Tutorial findet sich bei Natalia Zelmanov (wo sonst :)
Hier ist erwähnenswert, das die meisten Tätovierungen nicht in dieser Haut-Schicht zu finden sind, sondern als “Kleidung” getragen werden.

Die Körperform und die Haare sind über Parameter definiert, die im Appearance-Menü per Schieberegler einzustellen sind. Abnehmen bzw. Haare wachsen lassen ist also in SL ganz einfach :)

Noch einmal: Shape, Skin und Hair kann man in SL nicht “ablegen” sondern nur durch andere ersetzen. Selbst ein Glatze wird als (zugegebener Maßen sehr kurzes) Haar definiert.

Die Kleidung

Unter Kleidung finden wir all das, was man auch im echten Leben als solches Bezeichnet: Unterhemd und -hose, Hemd/Pullover, Hose, Rock (auch bei Männern als Verlängerung der Jacke genutzt), Strümpfe/Socken und Handschuhe. Längen und Farben können über Schieberegler eingestellt werden, aber auch per Textur definiert sein.

Durch teilweise transparente Texturen können die jeweils darunterliegenden Schichten durchscheinen. So sind auch “ausgefallene Schnitte” möglich, die per Schieberegler alleine nicht zu realisieren wären.

Wie obern erwähnt, sind Tatoos in Secon Life meist als “Unterwäsche” realisiert und dadurch wie eben diese auswechselbar.

Accesoires – Attachments

Diese “Anhängsel” können Körper und Kleidung ergänzen oder erweitern. So lassen sich Besen, Waffen, Musikinstrumente und vieles mehr an einen Avatar hinzufügen.

Aber auch Aufwändig gestaltete Haare (“Prim Hair”), Flügel, Bärte, Hüte, Krawatten, Gürtel und Schuhe sind machbar, womit Attachments in den Bereich des Körpers und der Kleidung “eindringen”.

Phantasie-Avatare wie Tiere (“Furries”) oder Roboter werden oft mit vielen Details aus Attachments erstellt. Die eigentliche Shape wird in diesen Fällen so unauffällig wie möglich gehalten und von den Attachments größtenteils verdeckt.

Für Attachments gibt es bestimmte Punkte, an denen diese angehängt werden. Die tatsächliche Position und Größe kann bei entsprechender Berechtigung noch geändert werden.

Oft ergänzen Kleidung und Attachments sich auch gegenseitig: So ist bei meinem SL-Anzug der Krawattenknoten Teil des Hemdes, die Krawatte jedoch ein angehägtes Prim.

Bauen ohne Land – und in Gesellschaft

Wer in Second Life zu den landbesitzern gehört, der kann ohne weiteres auf dem eigenen Grundstück Gegenstände und Gebäude bauen. Wer kein Land besitzt oder gemietet hat, oder nicht mehr genügend Prims darauf unterbringen kann, der entwickelt seine Bauwerke in einem Sandkasten, oder in SL-Slang: In der Sandbox. In regelmäßigen Abständen werden die hinterlassenen Prims gelöscht bzw. zurückgegeben (“returned”). Höflicher ist es jedoch, wenn man seine Gegenstände nach dem Bauen wieder selbst aufräumt.

Sanbox der RFH-Köln

Auch das German Tutorial der RFH-Köln hat seit neustem eine solche Sandbox, in der es ausdrücklich erlaubt ist, zu bauen. Ich habe hier gleich einmal meinen “Blog-Pavillion” aufgestellt (und entsprechend der Etikette nach dem Snapshot wieder weggeräumt). Wie das Photo zeigt, ist das German Tutorial inzwischen ein Imposanter Anblick mit der Sandbox im Vordergrund, und dahinter das Hauptgebäude mit der großen Bühne rechts und den Werbetürmen links davon.

Die RFH-Sandbox ist auch sehr erfolgreich und zieht sehr viele Avatare an. Und das genau ist der Grund warum ich mir einen anderen Platz zum Bauen suche:

Sandbox Suche

Anstatt die populären Plätze noch mehr zu füllen, scrolle ich bei der Suche nach dem Wort “Sandbox” ganz nach unten. Dort tummeln sich oft Einträge, die nicht unbedingt einladend sind (z.B. “Private Sandbox”, “L$15000″ oder ähnliches). Also gehe ich von unten durch die Liste bis zum ersten “richtigen” Sandbox-Eintrag. Dieser lässt sich durch Beschreibungen wie “wiped every 3hrs”, “everybody welcome” oder dergleichen erkennen. Heute war dies eine Box, die einen Traffic-Wert von 350 hatte. Ziemlich schlecht besucht gegen 14000 bei den populärsten. Aber das ist es ja, was wir wollen: Einen fast leeren Sim!

Leere Sandbox

Eine Ausnahme zu diesem Tip gibt es natürlich: Wenn ich eben nicht alleine, sondern zusammen mit anderen Bauen will. Dann sind Locations wie die RFH-Sandbox selbstverständlich prima. Dort findet sich immer jemand, den man um Hilfe oder eine Kritik bitten kann. Aber dann muss man eben auch mit den entsprechenden Nachteilen wie Lag oder weniger Platz zurechtkommen.

Die 2. Einsamkeit bei Neu.de

Neu.de hat in Second Life eine Depandance eröffnet. (Pixelsebi und andere berichteten)

Also ich heute wieder einmal im Metavers unterwegs war, habe ich dort vorbeigeschaut, und das übliche Bild von “Firmenauftritten in SL” vorgefunden: Ein schön eingerichtetes Sim, das ziemlich leer war. Die für deutsche Projekte offensichtlich zum guten Ton gehörenden Werbetafeln durften natürlich auch nicht fehlen. (Aber das ist ja auch beim Webauftritt von Neu.de der Fall: Nur weil ich kein “Premium Mitglied” bin (sorry, ich brauch Eure Dienste nicht), kanllen die mir eine Bildschirmfüllende Otto-Werbung ins Gesicht! Ich dachte die machen mit Partnervermittlung Geld, und nicht mit Bannerwerbung! Und warum packen die eine Penthouse-Werbung in ein PG-Sim? Aber ich schweife ab…)

Also, von anderen Avataren war jedenfalls nicht viel zu sehen. 2-3 Neugeborene haben Ihre ersten Flugstunden absolviert, die Lounge war leer, die Bar verlassem, im Club waren nur Animationsbälle auf der Tanzfläche…

Nichts da mit “um die Wette surfen”, “gemeinsam lustige Kinofile schauen” und so weiter. Gemeinsam einsam…the second lonelyness…wenigstens gab’s nicht so viel Lag wie sonst in letzter Zeit…

Fertige Häuser zu günstigen Preisen

Miller Copeland ist gerade dabei, sein Geschäft in Second Life aufzubauen. Er erstellt fertige Häuser (“Prefabs”). Dabei orietiert er sich nicht so sehr an echter Architektur, sondern viel mehr an den Anforderungen von Second Life.

So hat sein erstes Haus, das für kleine Grundstücke gedacht ist, ein sehr hohes Erdgeschoss. Dies erleichtert die Navigation auf dem ansonsten doch engen Raum.

Er erklärt sehr gut auf was er geachtet hat, und warum er das Design so gewählt hat. Sehr interesant, mit vielen Bildern.

Wie verdient man Geld?

Robert Basic fragt sich (wie so viele): “Wie verdient man Geld in Second Life?

Zunächst noch einmal: Wer “nach Second Life” kommt um Geld zu verdienen, der ist auf dem Holzweg.

Das ist ungefär so, als wollte man mit Fußball oder Schach Geld verdienen.
Second Life ist (wie Schach und Fußball) eine tolle Plattform. Man kann dort Zeit verbringen und seine Fähigkeiten in einem wichtigen, neuen Medium erweitern (oder welche überhaupt erst erwerben). Mit diesen Fähigkeiten kann man dann Geld verdienen – aber eher in First Life als im Metaverse.

Wer keine Schuhe in den zahlreichen Freebie-Locations findet, kann versuchen über “Camping” und Glückspiel an den einen oder anderen L$ zu kommen. Jedoch ist dies eine sehr beschränkte Einnahmequelle, denn beim Campen verdient man nur sehr wenig und muss dafür sehr lange eingeloggt sein. Spielspaß kommt dabei nicht wirklich auf. Außerdem gibt es Berechnungen Vermutungen, dass der Strom den man dafür braucht teurer ist als was man dabei an L$ verdient. (Sorry, kein Link vorhanden)

Und die Sache mit den Glückspielen ist eben so: Auf Dauer verliert man mehr als man gewinnt.
Gut, daraus ergibt sich natürlich die Möglichkeit, selbst einen Spielautomaten aufzustellen. Abgesehen von der rechtlichen Unsicherheit (darf man das in D? …in EU? …in USA? …in SL? – Würdet Ihr im Web 2.0 ein Online-Casino betreiben?) ist es auch fraglich, ob man ohne Events drumherum damit einen solchen Erfolg haben wird, denn er muss ja mehr einbringen, als das Land auf dem er steht kostet.

Sprich: Bevor man den ersten L$ echten Gewinn verbuchen kann, muss man erst mal ordentlich ins System reinbuttern. Zuerst verdienen die Landbesitzer, Mallbetreiber, Automatenhersteller und natürlich LindenLab. Wie im echten Leben.

Auch Wettbewerbe (“Disco XY sucht den Superavatar”) oder Spiele wie “Tringo” sind verglichen mit dem zu erwartenden Gewinn sehr Zeitintensiv. Zumal es eben Wettbewerbe sind, und man der/die Beste sein muß, um das Preisgeld einzustreichen.

Oft ist mit “echter Arbeit” oder “Konsumverzicht” mehr verdient. Ein RL-Cappuccino weniger, und man kann sich in SL einen tollen Tag machen. Eine RL-CD weniger, und die Miete für das tolle Strandgrundstück ist bezahlt. (Tip für die jungen unter uns: Einmal Papa’s Auto gewaschen bringt sicher mehr als ein ganzes Wochenende in SL gecampen und zocken. Ach so, Ihr dürft ja eh’ nur ins Teen-Grid… :) Die LinkLift-Einnahmen auf meinen “echten Blog” bringen mir mehr ein, als ich mir in SL überhaupt nur erträumen könnte!

Mein Artikel, der beim Second Life Herald veröffentlicht wurde, brachte mir ein sattes Honorar von L$1000 ein. Pille-palle, aber es hat für einen schicken Anzug und die erste Miete für das In-World-Blog gereicht. Die dort aufgestellte Trinkgeldbüchse (“Tip Jar”) muss erst noch von den Lesern entdeckt werden :) Ach ja, ein “sprechendes Werbeschild” habe ich auch “In Auftrag” erstellt und tatsächlich Geld dafür bekommen. Aber das war eine ziemlich einfach gestrickte Sache, und der kommerzielle Erfolg dürfte sich deshalb sehr in Grenzen halten.
Ich will nicht kleinkarriert oder pessimistisch daherkommen, aber wenn es ums Geld verdienen geht, dann sollte man Second Life als Spiel betrachten: Klar, auch mit Schach und Fußball kann man Geld verdienen (manche werden sogar stinkereich damit!). Die meisten spielen jedoch Schach, Fußball und Second Life um damit Spaß zu haben und um fit zu bleiben (oder werden). Dann macht die Sache auch Spaß.

Und nochmal: Anshe Chung wurde in SL zur Millionärin. David Beckham wurde im Fußball zum Millionär. Die Chancen es einem von beiden nachzumachen sind miteinander vergleichbar.

Abgezockt!

Nach dem letzten Webmontag hatte ich die Idee eine Gruppe in SL aufzumachen. Für das Blog. Also, L$100 hingeblättert und gut ist.

Gestern dann kam die “Message from Second Life”: Die Gruppe wird aufgelöst, wenn ich nicht bis spätestens heute noch ein zweites Mitglied auftreibe. Also, nichts wie eingeloggt und schauen, wer denn da aushelfen könnte.

Prompt taucht auch schon ein Neuling auf, der gerade seit vorgestern in SL ist, und der – was denn sonst – einen Job sucht. Job habe ich keinen, aber L$ 50 wenn er in meine Gruppe eintritt. Er tritt ein, und ich bezahle. Nun weiß ich, was Robert mit “Trafficschlampen” meint :)

Das wirklich ärgerliche kam dann heute: Die Nachricht, dass meine Gruppe wegen Vereinsamung  aufgelöst wurde. Also habe ich nicht nur L$100 in den Wind geschossen, weil ich die Gruppe zu früh eröffnet habe, und nochmal L$50 weil ich sie nicht nochmal aufmachen wollte. Und dann kommen nochmal L$100 dazu, um die Gruppe nochmal aufzumachen, wenn ich sie dann wirklich brauche…

Super dumm gelaufen…