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wget: Webseiten für Unterwegs

(Update: siehe Kommentar 1 & 2)

Leser dieses Blogs haben “wget” schon als Befehl kennengelernt, der Dateien aus dem Internet herunterlädt. Wget hat aber eine große Zahl an Optionen, die eine riesige Funktionalität bereitstellen.

Wer eine ganze Website mit auf die Reise nehmen möchte, der sollte folgendes Ausprobieren:

wget --mirror --page-requisites --convert-links http://solitudr.com
oder in der Kurzform
wget -mpk http://solitudr.com

Dies spiegelt die komplette Website (“–mirror” bzw “-m”), lädt auch alle zur Anzeige der Seiten benötigten externen Elemente (“–page-requisites” bzw. “-p”) und wandelt die Hyperlinks so um, dass sich das Resultat von der lokalen Platte durchsurfen lässt (“–convert-links” bzw. “-k”).

Das gespeicherte Resultat öffnet man einfach in Dateibrowser. Auf diese Weise kann man sich Webseiten bequem auf seinem Asus Eee PC “mitnehmen” und in Ruhe betrachten/lesen. Es erfordert etwas an Vorausplanung, aber kann den GPRS-Adapter für die eine oder andere Zugfahrt ersetzen.

Die mirror-Option sollte jedoch nur sehr vorsichtig gebraucht werden. Es ist nicht nett, unnötig viel Seiten von einem fremden Server zu saugen. Dass das Spiegeln zum Weitervertrieb ohne Einwilligung des Urhebers nicht erlaubt ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?

Sehr empfehlenswert ist die sogenante “Manpage” für wget, die alle Optionen sehr detailiert beschreibt. Man ruft diese mit “man wget” auf. Am Anfang und am Schluß sind darin allgemeinverständliche Tipps und Beispiele zu finden – also nicht vom technischen Jargon dazwischen einschüchtern lassen.

Das Eee-Wörterbuch funktioniert – auch auf anderen Linux-Distributionen

Da es auch hier in den Kommentaren angesprochen wurde: Es gibt inzwischen ein Update für das schicke aber bisher unbrauchbare Berlitz-Wörterbuch Deutsch-Englisch. Eine Update-Anleitung gibt es bei Günther, die muss ich nicht nochmal hier reintippen :)

Was mich an der Geschichte erfreut, ist die Tatsache, dass man mit eben dieser Anleitung das Wörterbuch auch unter anderen Linux-Distributionen installieren kann. Zumindest unter den Debian-basierten. Einfach die Schritte ab ” Es geht auch fixer, wenn man sich mit der Konsole auskennt” befolgen und das Wörterbuch kann mit “xlex” von der Kommandozeile aufgerufen werden. (Soeben unter Ubuntu 8.04b getestet).

Was mich jedoch sehr verwundert – eigentlich sogar schon verärgert: Wie kann man so verbohrt sein, und einem Softwarepacket für Linux eine Textdatei im MS-Wordformat *.DOC beipacken? Ich habe die Release-Notes noch nicht gelesen – doch jetzt gerade eben. Lächerlicher Inhalt! Da hätte es auch ein simpler ASCII-Text getan!

Wo sind die Programme – und wie finde ich sie?

Zum Artikel “Kooldock – Das andere Startmenü” kam per Kommentat die Frage rein: “Wie kann ich die Textverarbeitung einbinden?”. Dies läuft auf die allgemeinere Fragestellung hinaus: “Wo liegen die Programme unter Linux, und wie kann ich selbst herausfinden?”.

Die kurze Antwort zuerst: Die Textverarbeitung von OpenOffice hört auf den Namen “oowriter” und der volle Pfad lautet “/usr/bin/oowriter

Wenn man sich nicht ganz sicher ist, wie der genaue Programmname lautet, kann man auf der Kommandozeile (Strg+Alt+T) die ersten paar Buchstaben eingeben und dann die Tabulatortaste drücken. Ist die eingegebene Buchstabenfolge schon eindeutig, dann wird direkt der ganze Name ergänzt. Bei Mehrdeutigkeiten geschieht beim ersten Druck von “Tab” nichts, nach einem zweiten Druck wird einem eine Liste von möglichen Befehlen angezeigt. Mit einem oder zwei weiteren Tastendrücken und einem weiteren “Tab” kann man sich dann einiges an Tipparbeit sparen.

Und wie erfahren wir den vollständigen Pfad, unter dem “oowriter” (oder ein anderes Programm) gespeichert ist?

Mit dem Befehl “which“. Immer noch auf der Kommandozeile verrät uns “which oowriter“, dass der ganze Pfad “/usr/bin/oowriter” lautet. Diesen können wir dann in der Kooldock Konfiguration (oder andernorts) weiterverwenden.

Um Euch die Arbeit zu sparen, habe ich hier die Pfade einiger wichtiger (?) Easymode-Anwendungen:

  • Firefox: /opt/firefox/firefox
  • Thunderbird: /opt/thunderbird/thunderbird
  • AOL: /opt/xandros/bin/p701-aol.sh
  • Messengen: /usr/bin/pidgin
  • Skype: /usr/bin/skype
  • Netzwerk: /usr/bin/sudo -H /usr/bin/xandrosncs-proxy –launch-manage-tool
  • OpenOffice.org Textverarbeitung: /usr/bin/oowriter
  • OpenOffice.org Tabellenkalkulation: /usr/bin/oocalc
  • OpenOffice.org Präsentationen (“Powerpoint”): /usr/bin/ooimpress
  • Adobe Acrobat PDF-Reader: /usr/bin/acroread
  • Taschenrechner: /usr/bin/kcalc
  • Dateimanager: /usr/bin/XandrosFileManager
  • PIM: /usr/bin/kontact
  • Weltzeituhr: /usr/bin/kworldclock
  • Photomanager: /usr/bin/gwenview /home/user/My Documents/My Pictures

Advanced Desktop Mode – Full Desktop Mode

Jedes mal, nach einem F9-Boot bin ich am Suchen. Wie war das nochmal mit dem Advanced Desktop Mode?

Eigentlich doch ganz einfach:


sudo apt-get update
sudo apt-get install kicker ksmserver

…und gut ist. Warum kann ich mir die beiden Pakete nicht auswendig merken? Warscheinlich kann ich es – jetzt :)

Oder einmal hier klicken, und anschließend hier. Oder aber per PimpmEEE-Skript: “pimpmEEE install-fulldesktop

Und wie man dann das deutsche Tastatur-Layout einstellt, das habe ich ja schon hier geschrieben (und wieder vergessen :)

PimpmEEE-Skripts: Ein Befehl und gut ist!

Der Ausu Eee PC bietet mit dem “Easy Mode” eine schöne, einfache Benutzeroberfläche, die es erlaubt, den Computer zu nutzen, ohne etwas vom darunter installierten Linux zu merken.

Wem jedoch die vorinstallierten Programme nicht ausreichen, oder wenn man alternative Lösungen ausprobieren will, bleibt es dem Eee-Besitzer nicht erspart, sich mit Linux auseinanderzusetzen.

Hier auf pimpmEEE.de sollen diese Grundlagen denen vermittelt werden, die sich auf das Abenteuerland Linux einlassen wollen. Alle anderen – die den Eee “einfach nur Benutzen” wollen finden hier die PimpmEEE-Scripts!

Die PimpmEEE-Scripts sind von mir vorbereitete Miniprogramme, die das tun, was im jeweiligen Blogartikel beschrieben wird. Manche installieren zusätzliche Software, manche nehmen bestimmte Einstellungen vor. Sie sollen komplexe Vorgänge für den Benutzer darauf reduzieren, dass dieser einen einzigen, einfachen Befehl eingibt (“pimpmEEE <befehl>), und das Skript erledigt den Rest.

Hierfür ist ein ganz klein wenig Vorbereitung notwendig. Keine Angst – es beschränkt sich darauf eine Befehlszeile, die kopiert werden muss.

Momentan habe ich nur das Skript zur automatischen Installation von Opera fertig (“pimpmEEE install-opera“). Ich werde jedoch zu allen Artikeln, in denen aufwändigere Vorgänge beschrieben werden ein solches erstellen. Artikel mit (und über) PimpmEEE-Skripts sind alle in der Kategorie “pimpmEEE-enabled” zu finden.

Also, Wunschkonzert: Welches PimpmEEE-Skript wollt ihr haben?

Tastaturbefehle: uxterm oder Konsole?

Als alter Linuxer will ich natürlich zuerst einmal ein Paar Textbefehle abfeuern. Bei der PC-Welt gibt es den Tip, im Dateimanager Alt-T zu drücken. Dies startet auch “Konsole”, die Eingabeaufforderung des KDE-Projektes. Aber je nach gerade geöffneten Fenstern ist das recht fiddelig: Häuschen-Taste, Arbeiten-Tab, Dateimanager starten, und dann die Tastenkombination. Und wenn man bedenkt, dass die “shell” (so heißt die Kommandoeingabe unter Linux) mit ein wenig Übung den Dateimanager eigentlich ersetzt, dann ist es doppelt umständlich.

Aber es gibt noch eine zweite Möglichkeit: Strg-Alt-T startet jederzeit das Terminalprogramm “uxterm”, das zwar von der Farbgebung etwas anders daherkommt als Konsole, aber genau die gleiche “shell” beinhaltet. Sehr Praktisch.

PS: Die Befehlseingabe per Tastatur erfolgt über ein Terminal (aka. console) das die Eingaben an den Befehlsinterpreter (aka. shell) weiterreicht. Für beide Teilaufgaben gibt es unter Unix/Linux mehrere Alternativen. Somit bezeichnen die Begriffe Terminal, Console, Konsole, Term, xterm, uxterm, gnome-terminal, shell, bash, csh, und so weiter eigentlich immer die Eingabe und Verarbeitung von Textbefehlen.

PPS: Es ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört.