Meine Anmeldung zum Hotelcamp hat prompt erstaute Reaktionen hervorgerufen:
Du zahlst echt Geld für ein Barcamp?? Interessant!
Ja, das tue ich. Und Ihr auch. Hotel, Anreise, Verpflegung (außer das obligatorisch gesponsorte Mittagessen), etc. Kein Barcamp-Besuch ist wirklich umsonst.
Was im Vorfeld des Hotelcamps für Mißstimmung sorgte, war aber die Teilnahmegebühr von 149€, welche “strukturelle Rahmenbedingungen” erhoben wird. ... Und anscheinend ist es tatsächlich so, dass auf Barcamps normalerweise kein “Eintritt” kassiert wird.
Was durch die verbindlichere Form der Anmeldung sicher geschehen wird: Die Zahl der NoShows wird wohl deutlich geringer ausfallen als normalerweise – ich rechne damit, dass wohl fast alle kommen werden. (Moment mal – ich finde gar keine Details zur Zahlung. Wird die Gebühr etwa erst beim Camp eingesammelt?)
Aber auch mir war (und ist) die Gebühr nicht sympathisch. Auch wenn jedes der bisherigen touristischen Barcamps ohne weiteres die 150€ wert gewesen wäre.
Warum habe ich mich also nicht schon viel früher angemeldet?
Weil meines erachtens die Mischung noch nicht richtig war. An den Tourismuscamps in Eichstätt und in Kaprun schätze ich den Austausch quer durch die “touristische Wertschöpfungskette” einerseits und die verschiedenen Betrachtungsweisen der unterschiedlichen “Betriebsgrößen”. Wo sonst kann ein ich als kleiner Hotellier aus dem Südschwarzwald auf Augenhöhe mit einem “ganzen Land“, mit Anbietern von Pauschalreisen, oder Bewertungsplattformen, mit Forschern und Beratern im Tourismus und noch mit vielen anderen sprechen? Nur auf den Tourismuscamps!
Ich selbst habe auf dem Castlecamp eine Session “Wirtestammtisch” vorgeschlagen – bei denen die Hotels in der Masse der anderen Teilnehmer untergingen. Im Frühjahr in Eichstätt war mein Vorschlag, eine Session nur für Hotelliers durchzuführen deshhalb zum Scheitern verurteilt, weil nicht genügent Hoteliers dabei waren.
Und prompt melden sich zum Hotelcamp genau diese “üblichen Verdächtigen” an. Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde genau die Mischung der verschiedenen im Tourismus beteiligten aller Größenordnungen gut und wichtig!
Aber von einem Hotelcamp erwarte ich eine stärkere Ausrichtung auf Hotels – also Ketten und einzelne Häuser. Dies war bei einem Blick auf die Teilnehmerliste zu Begin nicht der Fall. (Jörg Schlottke hat sich wohl als neunter angemeldet, aber nicht als Hotellier ge-outed. Erste “richtige Hotelanmeldung” waren die Travel Charme Hotels, an 19. Stelle).
Inzwischen stimmt die Mischung!
Zumindest, wenn man dies aus der Teilnehmerliste ableiten kann. Mit grob gezählten 19 Hotels bzw. Ketten sind beim Hotelcamp deutlich mehr Leistungsträger mit im Boot als bei allen anderen Tourimuscamps (zusammen???).
Und das macht es für mich interessant und wertvoll. Deshhalb investiere ich das Wochenende, die Hin- und Rückfahrt und wenn es denn sein muss eben auch die 150€ Kostenbeteiligung.