Archive | Web2.0

RSS feed for this section

Freiburg: The Internet of Elsewhere

Folgende Einladung flatterte mir gerade in den Posteingang – klingt interessant:

In der Reihe Life On Line (LOL)- Neue Medien und Demokratie stellt am 18. Mai 2011 um 20:15 Uhr im Carl-Schurz-Haus (Deutsch-Amerikanisches Institut e.V., Eisenbahnstr. 62, Freiburg/Br.) Cyrus Farivar, sein Buch „The Internet of Elsewhere“ vor.

Farivar ist Wissenschafts- und Technikredakteur bei der englischen Abteilung der Deutschen Welle und Moderator der dortigen Radiosendung “Spectrum”. Eigentlich aus Kalifornien stammend, lebt er mittlerweile in Bonn und arbeitet von dort aus u.a. für The World von PRI, Spark von CBC und das National Public Radio. Darüber hinaus waren seine Texte auch schon in The Economist, Wired, der New York Times oder auch Popular Science zu finden.

Mit “The Internet of Elsewhere” wird Farivar im Mai dieses Jahres außerdem ein Buch veröffentlichen, das sich mit dem Internet und dessen Rolle als Katalysator befasst und wie es Kommunikation, Politik und Wirtschaft beeinflusst bzw. sogar nachhaltig verändert. Diese Geschichte des Internets und seiner Entwicklung verfolgt er anhand von vier äußerst unterschiedlichen Gesellschaftsformen, nämlich dem Iran, Estland, Südkorea und dem Senegal.

Im Anschluss an den Vortrag wird eine Diskussion stattfinden. Zwei Gesprächspartner diskutieren mit Cyrus Farivar auf Englisch über demokratiebildende und demokratiegefährende Aspekte des Internets sowohl lokal als auch global. Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, junge Freiburger aus unterschiedlichen Bereichen anzuschreiben um eine fruchtbare Diskussion anzuregen.

Facebook Like-Virus loswerden (HOWTO)

Seit einigen Tagen ist ein “Facebook-Virus” im Umlauf, bei dem man durch einen unbedarften Klick auf ein Video dieses sofort “liked” – also mit “Gefällt mir” markiert. Facebook-Kontakte sehen dies, sind schokiert, dass ein Freund einen solchen Schweinkram auf der Liste hat und klicken selbst. Zu spät, schon steht es bei einem selbst unter “Gefällt mir.”

Bedauerlicher Weise hat Facebook keinen einfach ersichtlichen Weg, wie man diesen Link wieder schnell von der eigenen Seite entfernen kann. Also hier die Anleitung mit Bildern:

Aus dem eigenen Nachrichtenstrom

Screenshot: Meldung löschenZunächst sollte man die Weiterverbreitung verhindern, und die Meldung, dass man das Video mag aus dem eigenen Nachrichtenstrom löschen. Dies geschieht mit einem Klick auf “Profil”, anschließend auf das kleine graue Kreuz bei der entsprechenden Meldung, und dann auf “Beitrag und gefält mir entfernen”.

Aus den “Infos” entfernen

Aus den Infos entfernenDas Problem: Das “Gefällt mir” wird hiermit nicht entfernt – unter “Info” -> “Weitere Interessen” ist die Seite immer noch aufgelistet. Also: Nochmals auf “Bearbeiten” -> “Andere Seiten anzeigen” -> “Seite entfernen”. Erst dann hat man verlässlich Ruhe.Like Entfernen

Ach ja: Sag’s weiter!

Ich gehe davon aus, dass nicht jeder weiß, was er sich da eingefangen hat. Macht diejenigen Eurer Freunde, die vom Virus befallen sind darauf aufmerksam. (Aber ohne alle damit zu nerven – Virenwarnungen sind fast schlimmer als die Viren selbst!)

Einige Betreffzeilen der Videos sind: “LOL, dieser Frau kann man keinen Wunsch abschlagen!”, “The Hidden Body Part The Artists at Disney Didnt Want You To See.”, “LOL This girl gets OWNED after a POLICE OFFICER reads her STATUS MESSAGE.”, “This man took a picture of his face every day for 8 years!!”, “You’ll NEVER believe what OBAMA did on TV”, “The Prom Dress That Got This Girl Suspended From School.”

Es werden sicher bald noch weitere Titel auftauchen.

Auf den ersten Blick… #Facebook #Changes

Aus der Benutzerperspekive ist es auf den ersten Blick schwer, etwas in den heutigen Ankündigungen zu finden, für das man Facebook kritisieren kann. Diese Kritik wird jedoch zweifellos geäußert werden, sobald man sich über die Einzelheiten Gedanken gemacht hat. Prinzipiell wird Facebook jedoch so sehr im Internet gegenwärtig sein, dass dies ein echter Grund zur Sorge sein kann. Zentralisation ist gefärlich, und Facebook ist ein junges Unternehmen, das gezeigt hat, dass es seine Vereinbarungen mit den Benutzern bricht.

oder eben im Orginal bei ReadWriteWeb:

At first blush, it’s hard from a user’s perspective to find anything to criticize Facebook for in today’s announcements. Those criticisms will no doubt start to form once people wrap their heads around all the particulars. On principal, though, there’s going to be so much more Facebook around the internet that it feels like a real cause for concern. Centralization is a dangerous thing and Facebook is a young company that’s proven willing to break its contract with users in the past (see Facebook’s Privacy Move Violates Contract With Users).

…Vertrauen gewinnen…

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner rügt Facebook wegen deren AGB. So weit so gut. Die Facebook-AGB hat so manches, was rügenwert ist. Jedoch hat auch Frau Aigners Kritik einen entscheidenenden Fehler:

Mit solchen Entscheidungen könne ein Unternehmen auf Dauer kein Vertrauen gewinnen.

(Zitat vom Zitat…ganz großer Journalismus… ;)

Also, die Sache mit Facebook, Google und diesem ganzen “Internet Ding von dem alle so viel reden” ist folgende:

Vertrauen ist schlecht! Vertrauen ist das Grundübel beim Datenschutz. (Und auch in einer Demokratie, aber das ist ein anderes Problem).

Bevor ich irgendetwas bei Facebook poste (oder sonstwo im Internet veröffentliche), muss ich mir bewusst sein, dass es in der Öffentlichkeit landet. Egal welche “Privatsphäreneinstellungen” ich dafür wähle. Das ist so wie mit den Feder, die im Wind zerstreut werden und nie mehr eingesammelt werden können.

Und nur, man sich dessen bewusst ist, kann man verantwortlich mit den “Neuen Medien” umgehen.

(siehe auch Frankfurter Rundschau)

Was ist “Timescape”?

Meine Antwort: “Ist doch egal. Hauptsache es hört sich nach Apple an.”

Aber da meine Familie das durchschaut hat, musste ich mich schlau machen: Sony Timescape speichert die Bilder, Videos, SMS-Nachrichten, Tweets und Facebook-Postings der entsprechenden Kontakte.

So, bitteschön – wieder ein Buzzword-Bingo gewonnen…

Antispam-Bee: Neue Option gegen False-Negatives

Zugegeben, die Überschrift ist nicht ganz korrekt. Denn die Option gibt es schon eine Weile. Aber beginnen wir von vorne:

Seit März 2009 benutzt ich Antispam-Bee und war damit auch lange Zeit sehr zufrieden. Lange flog das Bienchen sogar ohne Update – und dann begannen irgendwann die Probleme: Es kamen immer mehr Spamkommentare ins Blog. Das ist ja auch verständlich, Spammer und Antispammer liefern sich ja einen Wettlauf, und jeder will dem anderen ein Schnippchen schlagen. Und als Reaktion darauf habe ich Antispam-Bee deaktiviert und bin zu WPs Haus-Filter Akismet gewechselt, und gut war. Aber eigentlich hatte ich die Biene doch bewusst ausgewählt, weil sie mit den Daten meiner Blogleser sehr schonend umgeht.

Also habe ich Antispam-Bee auf den neusten Stand gebracht, und meinte auch damit Erfolg gehabt zu haben. Aber die Freude währte nicht lange. Also doch wieder zu Akismet? Ich entschloss mich zunächst das Problem an Sergej Müller, den Programmierer des Plugins zu melden. Und nachdem ich mich dort ausgeheult hatte, habe ich mich daran gemacht, Informationen über meine Einstellungen zusammenzutragen, um die Fehlersuche zu ermöglichen.

Oh, was ist denn das? Da fehlt bei meinen Einstellungen ein Haken bei “Schärfere Prüfung für eingehende Kommentare anwenden“. Das ist auch (von Sergej) so gewollt, weil für diese schärfere Prüfung die IP-Adressen der Kommentatoren auswertet. Und siehe da: Wenn man alle Möglichkeiten Aktiviert, dann sticht die Biene auch wieder richtig zu!

Speziell mit der bequemen “Auto-Update” Funktion von WordPress sollte man sich also zwischendurch dazu zwingen, die Releasenotes auch tatsächlich zu lesen.

Mozilla Contacts: “Meine Daten” vs. “Deine Privatsphäre”

Das Mozilla-Projekt bringt es auf den Punkt: Im Adressbuch (aka. Freundesliste aka. Follower aka …) verläuft die Grenze zwischen “meinen Daten” und “Deiner Privatsphäre”. Das erfährt man immer wieder schmerzhaft, wenn die eigene E-Mail Adresse zusammen mit 500 anderen im CC-Feld statt im BCC-Feld landet.

Proprietäre Dienste lösen die Spannung dadurch, dass Sie “meine Daten” vor mir selbst schützen. So ist es z.B. mir nicht erlaubt, meine Kontaktliste bei Facebook herunter zu laden.

Und genau hier zeigt sich dann auch der Wert von OpenSource Software: Die Kontrolle des Nutzers über die Daten wird bei Freier Software nicht eingeschränkt. Nur wenn der Nutzer die Daten bequem dort nutzen kann, wo er sie benötigt, sind diese wirklich wertvoll. Und nur wenn der Benutzer die Datem bestimmungsgemäß (an Dienste und Programme) freigeben kann, sind diese auch sicher. (Ausnahme: Bedienungsfehler, s.o.)

Und genau da setzt Mozilla Contacts an. Und obwohl die Beta bei mir noch nicht wirklich sinnvoll funktioniert, bin ich sehr gespannt, was aus dem Projekt wird.

(via The Next Web)

Ist in Facebook immer Frauentag? (Und andere Links zu Fanpage-Ideen)

Nein, natürlich nicht. Aber als ich diese Statistik einer meiner Fanpages gesehen habe, fiel mir auch gleich wieder der passende Artikel bei Mashable ein: “10 Musts for Marketing to Women on Facebook

Und wenn man jetzt weiß, dass diese ganzen “Interaktionen” sich auf einen Hinweis zum Verkaufsoffenen Sonntag beziehen, dann muss man hier trotz aller Emanzipation schon schmunzeln, oder?

Ideen für das Konzept

Auch wenn Mashable fünf Ideen verspricht – es sind nur drei: Interaktion, Website in Facebook und Sonderangebote.

Anleitung zur Umsetzung

Und wie bringen wir nun unseren Individuellen Stil ins weiß-blaue Facebook-Design? Zum Beispiel mit FBML – der Facebook Markup Language. Das gute: Die meisten HTML-Tags funktionieren ;)

Leider nur die meisten – IFRAME geht z.B. nicht. Schade auch. Trotzdem kann man so gut seine HTML-Kenntnisse in FB nutzen. Und wer Flash oder Youtube in seine Fanpage integrieren will, dem wird in folgendem Tutorial geholfen: (YouTube) Videos und Flash-Files in eigenem Tab

Schöne URLs für Fanpages

…gibts bei www.Facebook.com/username – Aber das wusstet ihr sicher schon, oder?

Sonst noch was?

Sicher. Im laufe der letzten Wochen haben sich so manche Bookmarks zum Thema Facebook und Fampages gesammelt. Aber am schönsten ist es, seine Fanpages zu hegen, zu pflegen, und plötzlich (ohne erkennbaren Grund) wachsen zu sehen :)

Auf Facebook verstecken wir uns… hinter uns selbst!

Wie verhalten wir uns, in der Digitalen Anonymität? In den sogenannten “Socialen Netzwerken” in denen uns das Gegenüber nicht direkt erreicht, sondern nur über den Umweg von Tastatur und Bildschirm? Wie sehr verstellen wir uns, wie sehr lassen wir “die Sau raus”, oder nähern wir uns etwa unserem eigenen Idealbild an?

Wie eine Studie nahelegt (via ReadWriteWeb), sind wir auf Facebook unserem “echten Ich” ganz ähnlich. Eigentlich ist das auch nicht wirklich verwunderlich – denn das digitale Netzwerk bildet im Falle von Facebook ja das analoge Netzwerk ab – bzw. wird Teil davon. Die Grenzen zwischen “Internet” und “Echter Welt” sind für viele verschwommen – das Internet gehört zur echten Welt dazu.

Somit sind die meisten von uns im digitalen Raum also nicht wesentlich “besser” oder “schlechter” als in Fleisch und Blut.

Was hierbei dann beunruhigend wird, ist eher die Tatsache, dass man sich gar nicht mehr verstecken kann. Aber auch dies ist nicht auf die digitale Welt beschränkt, sondern schon längst sogar in der Wirklichkeit von Internetverweigerern angekommen…