Archive | Web2.0

RSS feed for this section

Sag mir, welches Lied Du hörst und ich sage Dir…

Spotify ist da! Endlich auch in Deutschland! Und trotzdem melde ich mich nicht an.

Screenshot: Spotify AnmeldungDer Spotify-Account ist anscheinend nur in Verknüpfung mit dem Facebook-Account zu haben. Und auch wenn ich dort angeben kann, dass nur ich (und nicht die ganze Welt) erfahren darf was ich höre: “Nur ich” bedeutet in diesem Fall doch “Nur Facebook & ich”.

Und speziell bei der Musik ist es doch so, dass man alleine mit dem “Soundtrack of my Life” sehr viel preisgibt.

Und wenn das der Preis für bequemen Musikgenuss ist, dann ist mir persönlich dieser Preis zu hoch.

“via” vs. “Marketing”

Da wurden also Tweets und Ihre Click-Through-Rates analysiert, und am Ende kommt dabei heraus, dass Kurznachrichten mit dem Wort “Marketing” beim Klickverhalten der Leser sehr schlecht abschneiden. Jene mit dem Wörtchen “via” jedoch sind wahre CTR-Superhelden.

Warum wundert mich das nicht? Wenn sich 6,4% einer Nachricht mit Werbung beschäftigen, dann bedeutet das für die restlichen 131 Zeichen, dass es sich eben entweder direkt um Werbung handelt, oder sie beschäftigen sich mit Werbung. Da kann man von “Relevanz” für den Endverbraucher” reden so lange man will: Nur die wenigsten holen sich Werbung freiwillig auf den Bildschirm.

Somit meine kühne, unbelegte These: Die wenigen, die tatsächlich in Marketing-Tweets auf den Link klicken gehören zu einem großen Prozentsatz zu den Leuten, die sich beruflich mit Marketing beschäftigen.

Aber warum sind die drei Buchstaben “VIA” so mächtig? Weil sie in ihrer ursprünglichen Form genau das Gegenteil von Eigenwerbung versprechen. Mit “via” sagen wir unseren Lesern: Diese Info hinter diesem Link ist nicht von mir. Aber sie ist so gut, dass ich sie weiterempfehle. Dieser Link hat wurde nicht nur getwittert, und nicht nur schnöde ge-retwittert. Nein, über diesen Link habe ich mir Gedanken gemacht, einen eigenen Tweet verfasst. Und dieser Link ist so gut, dass ich meiner Quelle gerne einen beachtlichen Anteil der mir zur Verfügung stehen 140 Zeichen überlasse.

Noch eine kühne, intuitionsgestützte These: Wer auf einen solchen Link nicht klickt, der liest seine Tweets auf Papier ;)

…aber jetzt haben das ja die Werber auch rausgefunden. Wer weiß wie lange man noch darauf vertrauen kann…

Social-Seating meets Dating-Websites

via Jens Oellrich auf Facebook:

Fenster oder Gang? Hühnchen oder Lasagne? Beim Fliegen kann man sich vieles aussuchen, nur den Sitznachbarn nicht. Was bisher dem Zufall überlassen ist, will KLM nun planbar machen – mittels sozialer Netzwerke wie Facebook.

Denken wir das einmal ganz konsequent zu Ende, in einer Zeit, in der man bei manchen Fluggesellschaften nicht überrascht wäre, wenn eine seperate Toilettengebühr erhoben würde:

Beim Check-In wird man nicht nur freundlich auf die Möglichkeiten des Priority Boarding hingewiesen, sondern auch auf das Priority Social Seating:  ‎”In unserem Standardpreis ist das Social-Seating mithilfe von Facebook oder Google+ inbegriffen. Gegen Aufpreis beziehen wir partnerbörse.ru sowie andere Dating-Sites in den Algorithmus mit ein. In der Business-Class ist die XING-Option inklusive.”

Gar nicht auszudenken, wenn man das jetzt noch mit Ebay verknüpft und die ledigen Flieger um den Platz neben der Blondine (und selbstverständlich auch umgekehrt) bieten lässt. Und das Objekt der Begierde darf mitbieten, um sich freizukaufen.
Ich bin gleich wieder da, muss nur kurz rüber zum Patentamt… ;)

Interessantes zum Thema Crowdsourcing

Crowdsourcing –  speziell per Wiki oder Blog – hat mich schon immer fasziniert. Kein Wunder konnte ich meinen Mund nicht halten konnte, als es eine entsprechende Blogparade gab. Nun arbeiten Michael und Felicitas an Ihrer Masterarbeit genau zu diesem Thema.

Und IMO machen die beiden schon einmal das Grundlegende dabei richtig: Sie nutzen selbst Crowdsourcing!
Neben einigen interessanten Videos zum Thema gibt es auf Ihrem Blog einen Ideewettbewerb: “Wie können wir möglichst viele Leute dazu bringen, an unserer Umfrage, die wir für die Masterarbeit benötigen, teilzunehmen?” Und die Ideen sind auch im Blog zu finden. (Ach ja: Ich habe den Fragebogen gerade ausgefüllt. Ihr könnt den Kuchen gerne irgendwann einmal vorbeibringen. Alternativ wären die Ergebnisse der Umfrage auch nicht schlecht als Anreiz  ;)

Also: Tut den beiden den Gefallen und klickt Euch durch die 10 Minuten Umfrage. Es kommt der Forschung zu gute!

PS: Wer meint, besonders witzig zu sein, in dem er den Zusammenhang zwischen der UNI BAYREUTH und CROWDSOURCING herausstellt, dem muss ich sagen: Ich war zuerst. (Wahrscheinlich auch nicht. Ich gehe davon aus, dass der Witz schon einen ziemlichen Bart hat…)

PPS: Mich stört die Definition: “Crowdsourcing ist eine Strategie des Auslagerns von ursprünglich im Unternehmen ausgeführten Aufgaben an externe Akteure.” Denn die wirklich erfolgreichen Crowdsourcing-Projekte sind nicht auf Initiative der Unternehmen, sondern von der Crowd selbst ausgegangen. Einige Beispiele hierfür sind Groklaw, Khan-Academy, viele OpenSource Projekte (Linux, PHP,…). Crowdsourcing funktioniert am besten, wenn es von den Massen ausgeht. Aber darüber werde ich wohl einen eigenen Artikel schreiben. (Im Jeff Howe Video ist das besser definiert: “…what we can see with those successful form of crowdsourcing is  they came organically from the people formerly known as customers…”)

 

Facebook Fanpages & Gruppen werden sichtbarer (oder zumindest gleicher…)

Bei Facebook wird gerade das Seitenlayout geändert. Speziell die Navigation am linken Rand wurde überarbeitet. Die Änderungen könnten sich als gut für die Sichtbarkeit von Gruppen und Fanpages herausstellen.

Bereits mit Einführung der “neuen Gruppenfunktion” wurden Benachrichtigungen aus Gruppen in der linken Spalte angezeigt. Da Gruppenmeldungen nicht im normalen Nachrichtenfluss angezeigt werden, war das die einzige Möglichkeit entsprechende News mitzubekommen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass dieser Platz nicht besonders vorteilhaft ist – was auch im Artikel “Eyetracking: Kaum Unterschiede zwischen Google+ und Facebook” bestätigt wird.

Nun bekommen auch die Fanpages ihren Bereich in der Navigation, wie man bei Mashable schon sehen kann. Auch falls das bedeutet, dass Gruppen im eigentlichen Stream nicht mehr so prominent dargestellt werden wie bisher, wird es hoffentlich doch dazu führen, dass mehr Leute ihren Blick auf den bislang “weißen Fleck” am Bisdschirm wandern lassen. Es ist zumindest zu hoffen, dass sich das Nutzerverhalten  ändern wird, wenn dort auch wirklich Interessante Dinge stehen.

Gruppen und Fanpages könnten sich hierdurch in der Wahrnehmung der Nutzer weiter annähern. Dann wäre die Wahl zwischen diesen beiden Werkzeugen tatsächlich nach Features zu entscheiden. Bislang waren Fanpages ja aufgrund der höheren Sichtbarkeit normalerweise deutlich im Vorteil.

Was lernen wir daraus?

  • Man kann sich nicht darauf verlassen, dass bei Facebook alles bleibt, wie es ist.
  • Vor Gericht, auf hoher See und bei Zuckerberg ist der Mensch in Gottes Hand.
  • Ich will das alte Facebook wieder!” wird neuen Zulauf bekommen :)

WordPress als Wiki – Moving Quickly to Hawaii

Im Artikel „WordPress als Wiki“ habe ich beschrieben, wie verschiedene Anwendungsfälle im Web mit verschiedenen Werkzeugen angegangen werden. Aber auch, wie ein CMS durchaus auch Dinge erledigen kann, für die es ursprünglich gar nicht gedacht war. Zum Beispiel kann man mit der Wiki-Software Dokuwiki ohne Probleme bloggen.

Der umgekehrte Ansatz, nämlich die Blogging-Engine WordPress zu nutzen um ein Wiki zu betreiben, wurde meines Wissens noch nicht ausprobiert.

Muss man WordPress für alles benutzen? Mit spezialisierten Werkzeugen (WP fürs Bloggen und DW fürs Wiki) erreicht man doch ein besseres Ergebniss!

Mag sein. „Wiki“, „Blog“, „Forum“ sind drei Begriffe, die meines Erachtens mehr mit der Einstellung zu tun haben als mit der dahinterstehenden Software. Warum sollte man also nicht einmal testen wie es sich anfühlt, wenn man mit einem Wiki-Mindset an ein Blog herangeht, so wie es Robert Basic in deinen Artikeln „Rolling Blogging“ und „Editing Blogging“ beschreibt? Der Wiki-Syntax ist meiner Meinung nach schon lange unnötig.

Roberts Artikel habe ich zum Anlass genommen, genau dies auszuprobieren: Ein Wiki mit WordPress. Das Thema der Wissenssammlung ist naheliegend: „Wordpress als Wiki“. Das Wiki selbst soll die Informationen sammeln und zusammentragen, die für den Erfolg eben dieses Konzeptes benötigt sind. Wer weiß, Vielleicht wird mit wenigen Anpassungen am Design und einem kleinen Plugin WordPress tatsächlich zur respektablen Wiki-Engine…

Also, wer Lust hat bei diesem Versuch mitzumachen, der kann sich gerne bei wiki.310g.com anmelden und mitschreiben. Ich bin gespannt, was daraus wird…

DDoS ist DOoF…

Netzpolitik bringt es auf den Punkt:

DDoS-Attacken sind [...] das plumpeste, ineffektivste und kontraproduktivste, was man im Internet tun kann. Wenn dir gar nichts anderes mehr einfällt, dann eben DDoS oder Steinewerfen.

Insofern war es prinzipiell amüsant, sich anzuschauen, wie Wikileaks in den letzten Tagen geDDoSt wurde – zeigte es doch, dass seinen Gegnern nichts besseres mehr einfiel.

[...]Irgendwo sitzen ein paar picklige Teenager und halten sich für die rechte Hand Julian Assanges. Sie merken nicht, wie sehr sie Wikileaks und generell der “guten Sache” damit schaden.

Viel besser wäre es, wenn man sich auf die folgenden Meldungen konzentrieren könnte: