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“Sturm der Liebe” auf dem iPad

Während das ZDF eine schicke Mediathek-App anbietet, ist die ARD-App auf die Tagesschau beschränkt.

Wer jedoch seine tägliche Dosis “Rote Rosen” oder Fürstenhof auf das iPad bekommen will, der braucht aber nicht verzweifeln. Der Alternative Webbrowser “Skyfire” kann Flash-Videos in iOS anzeigen. Skyfire ist im Appstore für knapp 4Euro zu haben. Die Videos werden dann über einen separaten Knopf angezeigt. Dies funktioniert nicht nur bei der ARD-Mediathek, sondern auch bei anderen Videoportalen. Welche genau unterstützt werden, ist unter http://skyfire.com/support/video-site-check zu erfahren.

Screenshot: ARD Mediathek in Skyfire Browser Screenshot: Rote Rosen auf dem iPad Screenshot: Anna und die Liebe

Traumschiff auf dem iPad

Traumschiff verpasst? Die Heute-Show unterwegs anschauen? Kein Problem. Mit der ZDF-Mediathek App für Apples iPad geht das recht problemlos. Warum bei “Lena – Liebe meines Lebens” auf dem iPad allerdings kein Play-Button erscheint, ist mir rätselhaft. Immerhin wird es in der “normalen Mediathek” angeboten…

Screenshot: iPad - Traumschiff Screenshot: Lena funktioniert nicht auf dem iPad Screenshot: Heute-Show auf dem iPad

 

Mobile Barcoder statt Eintippen

Auch wenn mein Motorola Milestone (und auch das Flipout meiner Frau) eine Harware-Tastatur hat: Es gibt schöneres, als URL einzutippen. Deshhalb habe ich mir das Firefox-Plugin “Mobile Barcoder” installiert.

Screenshot: QR-Code
Es fügt der Statusleiste des FF ein kleines schwarz-weißes Quadrat hinzu. Wenn man den Mauszeiger darüber schiebt, wird ein QR-Code mit der URL der geöffneten Webseite eingeblendet. Dieser kann dann mit dem Handy eingelesen werden.

Ganz praktisch, wenn man eine Website vom Desktop “mitnehmen” will.

VPN in the USA… (Android)

So, da muss man also Facebook überlisten, dass man Places ausprobieren kann. (Danke @BenjaminBuhl und @Stefan_Niemeyer)

Also gut, ein VPS-Service in den USA muss her. Aber HotspotShield funktioniert nur auf dem iPhone :( Und die einzigen Suchtreffer für “HotspotShield Android” sind Jammerpostings, dass es nicht funktioniert. Klasse.

Die Suche nach einem anderen Service brachte USAIP.eu hervor. Diese haben eine Anleitung für Android – aber ohne die zugehörige Serveradresse. Und die Serveradresse in der Ubuntu-Anleitung funktioniert nicht. Also muss ich mich doch anmelden.

Zum Glück gibt es für Blogger einen Gratis-Zugang. Nun gut, nicht ganz umsonst, aber es kostet mich immerhin nur diesen Blogpost (und dann nochmal einen über meine Erfahrungen).

Generation “Always On”

Digital Natives, Digital Imigrants, Generation Wasauchimmer – ich habe den Vorgeschmack auf die nächste Generation erlebt:

Generation “Always On”

Neulich auf der Autobahn, auf der Fahrt von Hanau nach Neuenburg kommen wir am Frankfurter Flughafen und somit auch am “Rosinenbomber” vorbei. Der Kleine (1. Klasse) frägt, ob der wirklich mit Rosinen geschossen hat und bis Heidelberg dreht sich das Gespräch im Auto über die Nachkriegszeit, die Belagerung Berlins, die Luftbrücke, die deutsche Teilung, die Vorgänge in der Westdeutschen Botschaft in Ungarn und das wohl folgenreichste Mißverständniss, das jemals bei einer Pressekonferenz vorgekommen ist.

Und so zahlreich die Facetten der Unterhaltung waren, so oft kam auch ein “Das muss ich Dir einmal auf Google-Maps zeigen” oder “Das können wir zu Hause dann auf Youtube zusammen anschauen“. Und die Antwort? Ganz klar: “Papa, wir haben doch das Laptop dabei. Das können wir doch hier anschauen…

Meinen Kinder (alle zwischen 7 und 14 Jahren) fällt es schwer zu akzeptieren, dass das Internet eben nicht immer und überall verfügbar ist. “Bei Papas Handy geht’s doch auch, warum nicht bei Mamas Laptop?” (Weil Opa den Surfstick ausgeliehen hat, aber das ist eine andere Geschichte) – Braucht denn jetzt bald jeder handesübliche Kinderwagen einen Internetzugang? Oder reicht auch schon eine Halterung für’s Smartphone? ;)

Fazit?

Wir leben in einer spannenden Zeit, in der sich nicht nur die Technik rasant verändert, sondern diese Veränderungen auch genau so schnell in der Bevölkerung ankommen. Nicht bei allen. Aber bei den “Early Adoptern” und bei den “Natives”. Und die Natives werden immer mehr…

App oder Mobile Website? Klare Sache!

Bei Facebook stellt Reinhard Lanner die Frage:

Warum sich Tripadvisor für eine reduzierte Mobile-Site anstelle einer iphone App entschieden hat? Keine Ahnung, auf jeden Fall ist die Seite am iphone sehr, sehr ansprechend.

Für mich ist die Antwort so klar, dass ich sie gerade nochmal hier verbloggen muss:

Warum Mobile-Site statt iPhone-App? Ist doch klar: Die Mobile-Site funktioniert auch auf Android-Handy, und dem Pre, und Symbian, und…

iPhone-Apps funktionieren genau dort: Auf dem iPhone. Selbst für das iPad werden ja seperate Apps empfohlen.

Apps sind ein leerer Hype. Es wird auf mobil-gepimpte Internetsites herauslaufen.

So, jetzt wisst ihr bescheid! :)

Mit Bauklötzen Android-Apps programmieren (oder: wie wird man Google Trusted Tester?)

Bei meinem letzten Besuch in Harvard, habe ich zufällig den Android App Inventor entdeckt. Mit dem App-Inventor kann man Android-Anwendungen nach dem Lego-Prinzip zusammenbauen. Auch der Entwurf der GUI scheint sehr viel geschmeidiger zu funktionieren, als mit dem Eclipse-Plugin. Außerdem ist der Inventor (wie Calenar, Mail, Docs, etc.) als Web-Anwendung ausgelegt und zeigt damit, wie sehr Google auf die Cloud setzt, aber auch was mit JavaScript möglich ist.

Das ganze basiert aufist “Scratch“, einer Smalltalk-IDE die auch auf dem OLPC-XO und normalen PCs läuft, nachempfunden.

Leider ist der Zugang bislang nur für “Google’s Trusted Testers”. Schade auch, aber das Video macht doch wirklich Appetit.

Update 10.03.2010: Ob dieses Formular echt ist, oder in Richtung Phishing geht, habe ich noch nicht rausgefunden…

Ein RFID-Empfänger für’s Handy – RFID for the Masses!

An RFID werden wir wohl nicht mehr vorbeikommen. Und genügend beängstigende Szenarien sind ja schon beschrieben worden. Warum denkt aber keiner an die Anwendungen, die entstehen könnten, wenn jeder einen kompakten portablen RFID-Empfänger besitzen würde. Am besten im Handy integriert so wie der Webbrowser und die Fotokamera. “RFID for the Masses” sozusagen…

  • Tourismus:
    Sehenswürdigkeiten, Statuen, Historische Bauwerke – alles touristisch Interessante könnte mit einem RFID-Chip getaggt werden. Über die eindeutige “ID” des Chips kann das Handy nach den Informationen suchen, und den Benutzer darauf aufmerksam machen. Die Informationen können über das Internet in verschiedenen Sprachen und auch als Audio- oder Videoguide zur Verfügung gestellt werden.
    Die Beschränkung auf 10m Empfangsradius pro Chip könnte auf großen Plätzen mit mehreren Chips umgangen werden. Ähnliche Konzepte werden bereits mit QR-Codes oder per GPS & Kompass (Google Goggle) realisiert - würden mit der RFID-Technik jedoch deutlich benutzerfreundlicher.
    Hotelzimmer könnten die Aussicht selbst erklären. Und Hotelflure könnten den Gästen den besten Weg zum Wellnessbereich zeigen. Alles über das Handy, das der Gast selbst mitbringt. (Und natürlich weiterhin durch eine sinnvolle, übersichtliche Beschilderung :)
    (Ich sehe gerade, ich habe schon vor einem halben Jahr darüber geschrieben)
  • Qualitätsmanagement – auch im heimischen Kühlschrank:
    Man stelle sich vor: Einmal das Handy vor den geschlossenen Kühlschrank halten, und man erhält eine Liste mit den darin enthaltenen Verpackungen – und wie lange die einzelnen Lebensmittel noch haltbar sind. Nur ein weiterer Klick, und man bekommt Rezeptvorschläge, die sich mit den entprechenden Zutaten zubereiten lassen. (Den Füllstand der Packungen muss man allerdings noch selbst bestimmen :)
  • Schlüsselfinder – nicht nur für Schlüssel:
    In den 80ern waren sie die Hits: Schlüsselanhänger, die auf den Pfiff  gehorchten! Durch ein Piepsen machten sie auf sich aufmerksam und jeder wusste sofort, wo der Schlüssel war. Mit einem RFID-Handy könnte man im “Topfschlagprinzip” durch die Wohnung laufen, und verlegte Gegenstände zumindest auf 10m genau orten.
  • RFID in der Waschmaschine:
    Die Trommel erkennt selbst, ob Wolle oder Leinen eingeworfen wurde und stellt das Waschprogramm entsprechend ein. Bei einem einzelnen (oder wenigen) Wollsocken in der Kochwäsche wird entsprechend gewarnt.

Bestimmt gibt es noch mehr praktische Anwendungen für einen RFID-Chip im Handy. Die wirklich interessanten werden wahrscheinlich erst erdacht, wenn die technik verfügbar ist. Ich fänd’s jedenfalls klasse, wenn die RFID-Technik nicht nur den totalen Verlust der Privatsphäre mit sich bringen würde (das wird sicher geschehen), sondern auch für jeden direkt nützlich wäre.

Habt ihr noch andere “RFID-Anwendungen für die Masse”?

(Dieser Artikel wurde inspiriert von meinem Kommentar bei Tourismuszukunft)

Motorola Milestone aka Droid

Ich habe mich ja schon lange damit auseinandergesetzt, welches mein nächstes Handy wird. Das Nokia E90 habe ich mir gekauft, kurz bevor das iPhone herauskam. Somit hatte ich nun zwei Jahre Zeit, mich damit auseinander zu setzen. Ganz grob gesagt, waren die Argumente die folgenden:

  • iPhone: Cool, ausgereift -> aber Apple, mit dem ganzen goldenen Käfig, der mit der Benutzerfreundlichkeit kommt.
  • Android: Geeky, Linux, offen -> aber Google, man holt sich Big Brother in die Hosentasche
  • Palm Pre: Offen, schön, weder Google noch Apple – eigentlich perfekt. Aber nicht zu bekommen. Ich sehe keine Chance für Palm, einen relevanten Marktanteil zu bekommen. Und Marktanteil ist wichtig, wenn es um die Anwendungen geht.
  • Nokia E90 Communicator: Funktioniert, kann eigentlich alles, was ein Handy braucht, hat einen festen Platz in meiner Hosentasche (und sogar einen ziemlich großen. Aber man merkt dem E90 sein Alter an: Der GPS-Chip ist zwar vorhanden, lieferte aber noch nie ein brauchbares Signal. Der Bildschirm ist klein, der Browser ist mit manchen modernen Websites überfordert, und so weiter, und so fort. Von dem abgeschabten Deckel des Batteriefachs und dem Riss im kleinen Display wollen wir ja noch gar nicht reden…

Mein Wahl fiel heute auf das Milestone von Motorola, welches in den USA mit leicht anderen technischen Daten als “Droid” im Handel ist. Das Smartphone ist das erste mit Android 2.0 und wohl das Beste, was man im Google-Universum momentan haben kann. Die Bedenken, dann ich meine persönlichen Daten bei Google speichern werde habe ich bei Seite geschoben. In letzten Zeit hat sich der Google-Kalender als sehr praktisch für mich erwiesen – und mit Wave bin ich schon viel öfter beim großen Bruder angemeldet, als mir das aus Datenschutz-Sicht lieb ist.

Also, das Milestone ist auf dem Weg zu mir – und ich bin gespannt, wie es sich im Alltag benutzen lassen wird.

Im “iPhone 3GS vs Motorola Droid: DogFight, Pt 3” habe ich jedenfalls schon das sehr beruhigende Fazit vernommen:

“Droid is more geared towards the geek than to the mainstream consumer
[...]
For some people this is the promised land.”

Wir werden sehen :)

Apple’s Netbook (kein Apple-Post, eher Netbook-Philosophie)

Was mich an den Netbooks der ersten Generation (also an meinem Eee-PC und auch meinem OLPC-XO) begeistert, ist ihre Größe. Oder besser gesagt ihre “Kleine“. Der Asus Eee PC 701 ist so klein, dass er auf dem Besprechungstisch nicht stört. Er passt ohne weiteres in die Hantasche meiner Frau – und sogar in die Tasche der Jeans meines Sohnes. Aufgrund der vollständigen Abwesenheit von beweglichen Teilen (Festplatte, CD-Laufwerk) kann man meinen Eee PC auch ohne weiteres wärend des Betriebs herumtragen.

Und trotzdem ist es ein Computer, mit dem man alles machen kann. Zumindest alles, was man von einem kleinen Linux-PC erwarten kann.

Ich finde, “moderne” Netbooks verdienen diese Bezeichnung nicht mehr. Denn sie haben sich sowohl in Ausstattung und Größe, als auch vom Preis her zu sehr an die normalen Laptops angenähert. Und durch den Einsatz von Festplatten statt SD-Speicher geht auch die “Mobilität im Betrieb” verloren. Wirklich sinnvolle Features für Unterwegs wie einen Platz für ein UMTS-Modem für eine beliebige SIM Karte, oder einen GPS-Empfänger sucht man in modernen Netbooks vergeblich.

Warum ich ausgerechnet heute so weit bin, dass ich diese Meinung in Worte fassen kann? Weil mir dieses Video begegnete:

Und eigentlich ist es doch ganz klar: Apple braucht kein Netbook – das iPhone ist das Apple-Netbook!

Mit einem iPhone kann der Apple-User all das machen, was er unterwegs machen will. Und die meisten PC Nutzer auch. Die Sache mit der Tastatur müsste noch gelöst werden – Bluetooth wäre vielleicht nicht schlecht. (Hat das 3GS schon Zähne?)

Aber eigentlich bin ich mir seit diesem Spaßvideo ziemlich sicher: Die Smartphones werden Funktionalität der Netbooks abdecken und diese aus der selbst geschaffenen Niesche verdrängen. Und gegen richtige Notebooks, die oft nicht viel mehr kosten, haben die Netbooks auch keine Chance.

Wieder einmal eine Produktgattung, die sich ganz schnell selbst überholt hat.