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Firefox 3.5 für Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope

So toll die von Debian geerbte Paketverwaltung ist: Bei Versionssprüngen großer Softwarepakete hängt man immer ein wenig hinterher. So auch aktuell bei der neuen Version von Firefox.

Während man über die Mozilla-PPA-Repositories schon eine ganze Weile die Vorabversionen von FF3.5 testen kann, ist die Final nicht darauf zu finden – dafür schon die Alpha von 3.6… (Liegt das etwa an mir? Habe ich die falsche Quelle eingestellt?)

Also, jedenfalls sind hier die Schritte, wie man den aktuellen, veröffentlichten Firefox 3.5 auf Ubuntu (und wahrscheinlich auch vielen anderen Linux-Distributionen) installiert:

cp -r ~/.mozilla/firefox/ ~/firefox_backup
wget -O - http://releases.mozilla.org/pub/mozilla.org/firefox/releases/latest-3.5/linux-i686/de/firefox-3.5.3.tar.bz2 | tar xj -C ~
sudo mv ./firefox /usr/local/
sudo rm /usr/bin/firefox
sudo ln -s /usr/local/firefox/firefox /usr/bin/firefox

Und das machen diese Zeilen:

  1. Backup der Konfiguration und der Plugins erstellen
  2. Das Paket herunterladen und entpacken
  3. Das Installationsverzeichniss an den richtigen Platz verschieben
  4. Den bestehenden symbolischen Link zur alten Version entfernen
  5. Einen neue symbolischen Link zur aktuellen Version erzeugen

Nun sollte überall wo bisher Firefox 3.0 gestartet wurde die neue Version ans Werk gehen.

Viel Spaß!

Freiheit brauch das Urheberrecht!

Update: Habe soeben gelernt, dass die Piratenpartei nicht für die Abschaffung des Urheberrechts ist. Trotzdem stimmt das hier gesagt grundsätzlich trotzdem :)

Ein wichtiger Punkt bei der Diskusion um “Freiheit der Kultur” ist, dass die Freien Lizenzen (GPL, CC, …) ein wirksames und starkes Urheberrecht benötigen, um die Kontinuität eben dieser Freiheit zu sichern.

Denn nur aufgrund eines wirksamen Urheberrechts konnte z.B. GPL-violations.org erzwingen, dass sich auch die “Großen und Mächtigen” an die Lizenzen halten, die die Programmierer bestimmt haben.

Je mehr Kultur unter freier Lizenz geschaffen wird, desto größer wird auch die Basis, auf die sich “Neu-Schaffende” beziehen können. Und wer dann seine Werke auf freien Grundlagen aufbaut, der muss sich dann auch an die Spielregeln halten.

Dass es der “Industrie” nicht um den Urheberschutz geht, konnte man schon 2005 erkennen: Zum Schutz der eigenen Musik wurde freie Software raubkopiert

Also: Urheberrecht kann/soll bleiben (aber auch nicht ausgedehnt werden!). Eine wirklich Freie Kultur wird dann die geschlossene Kultur überwuchern, verdecken und in die Bedeutungslosigkeit verdrängen.

Mit Software hat es begonnen. Aber dies ist erst der Anfang.

Warum die Käufer Windows bevorzugen

Warum ist Linux (so gut wie?) komplett von den neuen Netbooks verschwunden? Pamela Jones von Groklaw hat die Antwort gefunden:

They want to promote open source and Linux. But if you begin from the PC you are afraid of Microsoft. They try to go to the smart phone or PDA to start again.

oder

“Sie wollen Open Source und Linux voranbringen. Aber wenn man dies vom PC beginnend tut, dann hat man Angst vor Microsoft. Sie versuchen einen Neubegin vom Smartphone oder PDA aus.”

Also wie wir es schon lange wussten: Es sind nicht hauptsächlich die Käufer der Netbooks, die Windows vorinstalliert haben wollten. Es ist die Angst der Hersteller vor dem Monopolisten.

Zu doof, dass MS auch bei den PDAs schon Palm verdrängt hat. :(

Offene Tabs: Linuxanwendungen

Da die offenen Tabs in meinem Browser zu viel werden, gibt es jetzt ein Paar Artikel, in denen ich die wichtigen Links thematisch sortiert zusammenfasse. Heute:

Tips zu Linuxanwendungen

  • Photoshop-Plugins in GIMP verwenden
    Es ist mir doch egel, ob GIMP jemals ein Ersatz für Photoshop sein wird. Mir reicht es aus. Aber so manches Plug-In ist schon interessant :) (Auch: Liquid Rescale, Layer Styles, …)
  • X2X – Drei Computer, drei Monitore, eine Tastatur, eine Maus
    Irgendwie habe ich diese vier Webseiten genommen, zusammengewurstelt, und dann hat es funktioniert. Cinerama für Arme, mit einem Desktop, einem Laptop und dem Eee-PC. Die genauen Befehlszeilen sind mit der Neuinstallation von Ubuntu 9.04 leider aus der Bash-History verschwunden… :(
  • Die Vorgeschichte von Linux
    Gibt’s bei ProLinux – für alle die, die nicht selbst dabei waren ;)
  • Pimp my Shell – Bash-History
    Dieser Tip hätte mir geholfen, den X2X Syntax zu archivieren (s.o.)
  • Ubuntu verkleidet sich als MacOS X
    Über einen Artikel bei I’ Been to Ubuntu zu Turn Your Ubuntu Hardy to Mac OSX Leopard gekommen. Ich finde es zwar doof, andere Betriebssysteme nachzuahmen, aber der Avant Window Navigator hat seinen festen Platz als “mein Dock” gefunden.
  • [Linux] Conky Desktop Themes
    Auch wenn mir der Sinn von Systemmonitoren nicht ganz einleuchtet: Conky sieht gut aus.
  • Xmind
    Mindmaps, zwar nicht frei, aber kostenlos

VMware Player auf Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope

Manchmal muss es auch gar nicht der dicke VMware Server sein. Oft reicht auch der VMplayer aus. Dieser lässt sich ganz leicht unter Ubuntu installieren:

  • Die aktuelle Version des VMPlayers auswählen und sich registrieren. (Klick auf “Download”
  • Nach etlichen Eingaben, und nachdem man die Lizenz akzeptiert hat, kommt man zu den tatsächlichen Download-Links. Für Ubuntu wählen wir das “Bundle”: wget http://download3.vmware.com/software/vmplayer/VMware-layer-2.5.2-156735.i386.bundle
  • Als nächstes müssen wir die heruntergeladene Datei ausführbar machen: chmod a+x VMware-Player-2.5.2-156735.i386.bundle
  • …und ausführen: sudo ./VMware-Player-2.5.2-156735.i386.bundle
  • Nach der grafischen Installation ist der VMware Player über Anwendungen -> Systemwerkzeuge -> VMplaer oder auch von der Kommandozeile aus zu starten: vmplayer whatever.vmx
    (Wobei “whatever” mit dem tatsächlichen Namen der virtuellen Maschine ersetzt werden muss)

Offene Tabs: Kiosk Browsing, öffentliche Surfstationen

Da die offenen Tabs in meinem Browser zu viel werden, gibt es jetzt ein Paar Artikel, in denen ich die wichtigen Links thematisch sortiert zusammenfasse. Heute:

Öffentliche Surfstationen, Kiosk Browsing, etc.

Vielleicht gibt es einmal einen strukturierteren Artikel drüber. Wober Link #2 zum Ubuntuwiki schon recht gut ist.

iFolder auf Debian oder Ubuntu?

Hat jemand iFolder tatsächlich unter Debian oder Ubuntu am Laufen?

Ich komm einfach nicht weiter…
Die “Bubbleman-DEBs” lassen sich weder unter Debian Lenny noch unter Ubuntu 9.04 installieren.

Zuerst wird gemeckert, dass das Verzeichniss »./etc/simias/apache« sich nicht erstellen lässt. Tut man dies, dann meckert es, dass »./etc/simias/apache« keine normale Datei sei, und wenn ich dann nur »./etc/simias/« erstelle, dann braucht es doch wieder das ganze als Verzeichnis…

Auf Freenode war auch nicht zu viel dazu zu erfahren:

* Das Thema für #ifolder ist:  [...] some debs and help here http://blog.rldn.net/?q=node/2 [...]
<stw> Hi. I am looking for pointer on how to run iFolder on Debian or Ubuntu. URLs, anybody?
<dl9pf> stw: see the topic .deb for packages
<stw> The bubbleman-DEBs do not install – wants to create »./etc/simias/apache« but fails. If I create the directory, it still fails “Not a regular file”. If I create only ./etc/simias, it fails when creating »./etc/simias/apache/ifolder_apache.conf«. Both, on Debian Lenny and Ubuntu 9.04
<dl9pf> mog:  ping  ^^^

VMware Server 1.0.9 auf Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope

Warum ist es jedes Mal wieder ein Kampf, bis VMware auf aktuellen Distributionen läuft…

Also, VMware 1.09 läuft auf Ubuntu 9.04 nach folgenden Schritten:

Update, 20.08.2009 – Bis auf eine kleine Änderung im “apt-get install” funktioniert diese Anleitung immer noch. Ob es neue Versionen von VMserver gibt oder nicht, habe ich nicht überprüft.

  • sudo apt-get install build-essential linux-libc-dev xinetd
  • wget http://download3.vmware.com/software/vmserver/VMware-server-1.0.9-156507.tar.gz http://www.insecure.ws/warehouse/vmware-update-2.6.27-5.5.7-2.tar.gz
  • tar xvzf VMware-server-1.0.9-156507.tar.gz
  • tar xvzf vmware-update-2.6.27-5.5.7-2.tar.gz
  • cd vmware-server-distrib/
  • sudo ./vmware-install.pl
    Achtung: “vmware-config.pl” nicht starten lassen!
    Das ist die einzige von gefühlten 580.000 Fragen, die man mit “No” beantworten muss :)
  • cd ../vmware-update-2.6.27-5.5.7-2/
  • sudo ./runme.pl
    vmware-config.pl” jetzt starten lassen!

Und gut ist!

(via Insecure.ws)

Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope – Drucker installieren

Falls (wie bei mir gerade eben) die Installation des Druckers über das Menü “System -> Systemverwaltung -> Drucker” nicht installieren lässt (CUPS-Fehler), dann kann man das ganz einfach auch über die Web-Oberfläche von CUPS erledigen.

http://localhost:631/

Es werden im Laufe der Installation Username und Passwort benötigt – ganz im Stil von Ubuntu sind hier die Daten des Hauptbenutzers anzugeben.

Funkioniert :)

Mit welcher Brennweite fotografierst Du am meisten?

Bei Martin Gommel – Kwerfeldein habe ich im Artikel “Ein neues Objektiv kaufen: 8 feine Tipps” einen prima Tip gefunden:

Nicht den Brennweitenbereich zu kaufen, der toll wäre, sondern den, den man wirklich braucht und verwendet.

Gute Ansage – nur welche Brennweiten verwende ich denn am meisten? Das eigene Gefühl kann einen da ganz schön täuschen. Das schreit doch förmlich nach einem Script, dass meine Bildersammlung durchsucht und die EXIF-Informationen zur Brennweite auswertet!

Gesagt, getan! (Das Skript wird für die technisch interessierten am Ende des Artikels erklärt)

Auswertung

Folgende Beobachtungen konnte ich bei meiner Fotosammlung von etwas mehr als 11.000 Bildern machen:

  • ca. 3000 Fotos mit einer Brennweite unter 18mm
    Das sind “historische Aufnahmen” mit der 3-Megapixel-Kompaktkamera oder gelegentliche Aufnahmen mit dem Handy. Für diese Auswertung nicht relevant
  • ca. 1800 Fotos mit Brennweite ab 18mm bis 28mm
    Diese sind mit dem Objektiv entstanden, das mit der Canon 300D im Kit verkauft wurde
  • ca. 4400 Fotos mit Brennweite ab 28mm bis 55mm
    Diese Fotos können mit dem “Kit-Objektiv” oder mit dem “SpannerSuperzoom” (s.u.) gemacht worden sein.
  • ca. 1700 Fotos mit Brennweite ab 55mm bis 300mm
    Diese sind mit dem Tamron 28-300 Zoom gemacht worden. Häufungen mit mehr als 100 Aufnahmen sind bei 59mm, 70mm, 77mm, 83mm, 92mm, 100mm, 109mm, und 154mm  zu beobachten. Am “Anschlag” bei 300mm wurden fast 200 Fotos gemacht.
  • Apropos “Anschlag”: An den Endpunkten der Objektive (also 18mm, 28mm, 55mm und 300mm) wurden über 4700 Fotos gemacht. Bedeutet das, dass ich durch meine Objektive beschränkt werde?
  • Am “unteren Anschlag” (18mm und 28mm) entstehen fast 3500 Fotos,
    am “oberen Anschlag” (55mm und 300mm) entstehen nur ca. 1200 Fotos.

Das Ergebniss überrascht mich, denn eigentlich dachte ich, die großen Brennweiten mehr zu benutzen. Aber offensichtlich ist der Weitwinkelbereich doch wichtiger als ich mir das bisher eingestehen wollte.

Beide Objektive decken ungefähr den gleichen Anteil meiner Fotos ab.Verzichten wollte ich auf keines der beiden, und manchmal hat man ausgerechnet das falsche auf der Kamera. Eine Ergänzung zu den vorhandenen Objektiven ist aber wohl eher in den kürzeren Brennweitenbereich sinnvoll. Einerseits aufgrund der obigen Auswertung, andererseits auch weil alles über 300mm mein Budget deutlich sprengt. (Sind aber nicht Optiken unter 18mm auch ganz ordentlich teuer…?)

Aber eine Objektiv-Neuanschaffung steht momentan ja auch gar nicht an…

Das Skript

Wie versprochen, hier mein Lösungsansatz. Läuft unter Linux, müsste aber auch unter MacOS funktionieren, falls es dort auch den “exif” Befehl gibt.

time LANG=C find . -iname "*.jpg" -exec exif {} ; | grep "Focal Length" | cut -d"|" -f 2 | sort | uniq -c | sort -n

Erklärung:

  • time misst die Zeit – reine Neugier meinerseits – das Skript benötigte für über 11000 Fotos nur 3:45 Minuten.
  • LANG=C stellt die Ausgabe auf englisch um, damit das Script unabhängig von der Systemsprache funktioniert
  • find . -iname “*.jpg” sucht in aktuellen Verzeichniss und den Unterverzeichnissen nach JPG-Dateien
  • -exec exif {} gibt für jede gefundene Datei die EXIF-Informationen aus
  • grep “Focal Length” filtert die Zeile mit der Brennweite heraus
  • cut -d”|” -2 schneidet die reine Millimeterzahl aus
  • sort sortiert die Millimeterangaben damit
  • uniq -c sie zusammenfassen kann und
  • das letzte sort -n die Ausgabe nochmals sortiert

Das Ergebniss:

[...]
     79 34.0 mm
     84 100.0 mm
     84 50.0 mm
     95 84.0 mm
    100 6.3 mm
    102 24.0 mm
    103 37.0 mm
    104 59.0 mm
    105 109.0 mm
    106 38
    109 92.0 mm
    118 77.0 mm
    119 33.0 mm
    120 31.0 mm
[...]

Das sieht nicht schön aus, aber nach einigen Spielereien in OpenOffice.org-Calc (andere nehmen wohl Excel dazu) habe die oben beschriebenen Zahlen ermitteln können.