Archive | Linux

RSS feed for this section

Ubuntu 12.10 – ISO-Image zu groß

Anscheinend ist das Problem bekannt, aber trotzdem kann man drüber stolpern:

Das ISO-Image von Ubuntu 12.10 ist zu groß für eine normale 700MB CD. Und sowohl der “Windows7-Brenner für Datenträgerabbilder” als auch Nero Essentials weigern sich zunächst, das ISO-Image auf eine DVD zu brennen.

Lösung: Bei Nero muss man im Brenndialog bei “Disktyp” angeben, dass es sich um eine DVD handelt. Dann wird ohne zu meckern gebrannt.

Ich hatte schon befürchtet, ich muss mir 2012 tatsächlich neue CD-Rohlinge kaufen…

Android auf dem Milestone “rooten” ist gar nicht schwer :) HOWTO

NachScreenshot: Android Screenshot Utility über (oder ist es nur “fast”) einem Jahr habe ich nun endlich den Schritt gewagt, und habe mein Motorola Milestone “ge-root-et”. Das bedeutet, ich bin nun nicht mehr nur “User” meines Handys, sondern kann jederzeit Administratorrechte erlangen. Warum interessiert mich diese “Freiheit zum Unbrauchbarmachen” so sehr?

  • Komplett-Backup des Systems, der Anwendungen und der Daten
    (Eigentlich geschieht dies in “Recovery-Modus”, bevor man das Handy rootet. Aber wenn man die Vorarbeiten für das Backup erledigt hat, ist der Rest nur noch einen Klick entfernt)
  • Network Time Protocol. Das Milestone ist ein Gerät, das sowohl über das Handynetz, als auch über die GPS-Satelliten regelmäßig mit der korrekten Uhrzeit versorgt wird. Trotzdem geht die Uhr regelmäßig falsch. Ein NTP-Client, der die Uhrzeit aus dem Internet holt, benötigt aber Root-Rechte, um die Systemzeit zu setzen. Ich benutze “Clock Sync”
  • Screenshots. Was haben wir uns amüsiert! Über iPhones weder Copy & Paste noch Screenshots machen konnten. Aber beim Thema Screenshot wurden wir doch wieder still, denn auch Android kann von Haus aus keine Bildschirmfotos…
    Mit Adminrechten ist das aber kein Problem. “Screenshot” von Geeksofts scheint unbrauchbar zu sein – bei mir sind die PNGs nur schwarz. DroCap2 funktioniert.
  • Entfernen von ungenutzen (aber zähen) Anwendungen (Firmenverzeichniss, etc.)
  • Tethering. Die Möglichkeit die Internetverbindung des Handy per WLAN mit dem Laptop zu teilen. Sehr schick, aber da muss ich zuerst nochmal meinen Vertrag anschauen, ob ich das darf.
  • Spiel- und Basteltrieb :)
    Ich mag es einfach nicht, wenn mir ein Gerät sagt: “Du DARFST das nicht tun.”

Warum ich trotz dieser Gründe erst jetzt den Schritt gewagt habe? Ganz einfach: Die Anleitungen sind recht unübersichtlich in Foren geschrieben. Es wird immer wieder auf andere Diskussionen Bezug genommen und die Sache kann ja auch darin enden, dass das Telefon nicht mehr brauchbar ist. (Allerdings lässt sich das meist mehr oder weniger Aufwändig wieder beheben).

Was die Sache so kompliziert und kniffelig macht ist, das “Rooten” und “ROM flashen” meist miteinander gleich gesetzt werden. Dies ist jedoch nicht korrekt. Denn während der Austausch des ROMs wohl eine diverse Fehlerquellen mit sich bringt ist das Erlangen der Adminrechte ziemlich unkompliziert. So geht’s:

  • Achtung: So hat das zwar bei mir funktioniert – aber ich übernehme keine Verantwortung, wenn Euer Handy nach dem befolgen dieser Schritte nur noch ein Häufchen Elektroschrott ist.
  • Das Android SDK installieren.
  • ADBRecovery.zip herunterladen, entpacken und den Inhalt von “in_sd_root” auf das Handy kopieren.
    Dies stellte sich als größtes Problem dar – weil die Links in den Tutorials nicht mehr aktuell sind. Ich wurde bei “Milestone Downloads” fündig.
  • Das Milestone im Recovery-Modus starten
    (Ausschalten, bei gedrückter Kamerataste einschalten, Kamerataste weiter gedrückt halten, wenn das Warn-Logo erscheint: Kamerataste loslassen, Lautstärke-Hoch gedrückt halten & Kamerataste drücken. Alles loslassen)
  • apply sdcard:update.zip” aufrufen
  • Handy per USB mit dem PC verbinden und “adb shell” aufrufen. (Teil des SDK)
  • In der ADB-Shell: “nandroid-mobile.sh –backup” erstellt das Backup. Dieses wird auf der SD-Karte gespeichert. Dieses Backup enthält (hoffentlich?) alles: System, Benutzerdaten, Anwendungen. Aber nicht den Inhalt der SD-Karte.
  • In der ADB-Shell: “install_root.sh” installiert alles, was für den Root-Zugriff notwendig ist.
  • Am Handy “Reboot System Now” aufrufen.
  • Fertig.

Hätte ich gewusst, dass es so einfach ist, wäre mein Milestone schon lange befreit….

Quellen und weitere Infos:

ZDF-Mediathek Videos herunterladen (Download) – Mai 2010

Dies ist eine Überarbeitung eines älteren Artikels und eine Zusammenfassung der dort gesammelten Kommentare.

 

Die öffentlich-rechtlichen Sender stellen Ihre Sendungen im Internet zum Anschauen bereit. Obwohl diese durch die Gebühren finanziert & bezahlt sind, werden sie jedoch nach einer gewissen Zeit wieder “gelöscht”. Wer also eine Sendung länger aufbewahren möchte, oder diese im Zug (ohne Internetverbindung) anschauen will, muss sich das gewünschte Video also herunterladen – so wie man auch ein Hörbuch runterladen muss, um es unterwegs zu hören.

Und so funktioniert das bei der ZDF-Mediathek unter Linux:

  1. Die ZDF-Mediathek in die HTML-Version umschalten:
    Screenshot: HTML-Version
  2. Link zur “Windows Media Player” Datei kopieren (je nach gewünschter Qualität, die Auflösung wählen):
    Screenshot: Linkadresse kopieren
  3. Folgende Zeile im Terminal speichert das Video auf der Festplatte:
    curl VIDEO-URL  | grep mms: | cut -d \" -f 2 | xargs -n1 mplayer -dumpstream -dumpfile DATEINAME.wmv
    wobei VIDEO-URL durch die kopierte Link-Adresse zu ersetzen ist, und DATEINAME für den genwünschten Dateinamen steht.
  4. Selbstverständlich kann man sich auch das ganze in ein Shellscript packen. Man muss dies aber nicht tun :)

Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope auf dem ALDI-PC Medion Akoya E7330 D

Die ganze Familie grinst mich an und sagt: “Soso, dein PC ist heute morgen kaputt gegangen…” – Und ich kann nicht anders als mitzugrinsen. Da wir mit dem alten PC auch schon so manche Probleme hatten war der Plan ganz klar: Ersatzbeschaffung!

Angeschlossen & Hochgefahren. Windows Vista sollte die erste und einzige Aufgabe übernehmen: Runterladen und Brennen der aktuellen Ubuntu-Version.

Mit Freude habe ich festgestellt, dass Medion im Akoya E7330 D ein DVD-RAM Laufwerk verbaut hat – ha habe ich doch noch einige passende Scheiben im Schrank. Somit habe ich das Ubuntu-ISO auf DVD-RAM gebrannt und keinen DVD-Rohling dauerhaft verloren.

Die Installation klappte – jedoch nicht ganz reibungsfrei: Der Ubuntu-Installer hat die Vista-Partition verkleinert, konnte dann aber dem Kernel die Änderung am der Partitionstabelle nicht ordnungsgemäß mitteilen. Daher startete ich Rechner und Installation von Neuem, teilte die Partitionen selbst ein (genügend Platz war ja), und alle lief gut.

Lediglich die Bildschirmauflösung war mit 800×640 Punkten nicht ganz so berauschend. Das Ubuntu-Modul zur konfiguration proprietärer Treiber erkannte die NVIDIA Gforce GT 220 nicht. Daher musste ich den Treiber von NVIDIA direkt herunterladen. Vor dessen Einrichtung habe ich dann noch die anstehenden Updates und das Paket “build-essential” installiert.

Wer noch nie einen NVIDIA-Treiber von Hand aufgespielt hat:

  • Alle Anwendungen schließen – ich will nicht Schuld haben, wenn ihr im vierten Schritt Daten verliert!
  • Wechsel auf die Textkonsole per <Strg>+<Alt>+<F1>
  • Als Nutzer anmelden und per “sudo su” Systemverwalter werden
  • /etc/init.d/gdm stop – spätestens jetzt sind alle Anwendungen weg :)
  • Ins Verzeichniss mit dem Treiberdownload wechseln (cd Desktop)
  • ./NVIDIA-Linux-x86-185.18.36-pkg1.run
  • Und die Fragen beantworten – alles wird gut :)

Alles in allem macht der ALDI-PC Medion Akoya E7330 D einen ganz ordentlichen und flotten Eindruck – sofern ich das nach der kurzen Zeit schon sagen kann.

Und jetzt muss ich schauen, ob ich noch ein paar Daten und Einstellungen von den alten Festplatten retten kann. Die wichtigen Dinge sind zwar auf dem Server, aber dieses und jenes wäre doch nett, wenn man es noch hätte.

Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope auf dem ALDI-PC Medion Akoya E7330 D

Die ganze Familie grinst mich an und sagt: “Soso, dein PC ist heute morgen kaputt gegangen…” – Und ich kann nicht anders als mitzugrinsen. Da wir mit dem alten PC auch schon so manche Probleme hatten war der Plan ganz klar: Ersatzbeschaffung!

Angeschlossen & Hochgefahren. Windows Vista sollte die erste und einzige Aufgabe übernehmen: Runterladen und Brennen der aktuellen Ubuntu-Version.

Mit Freude habe ich festgestellt, dass Medion im Akoya E7330 D ein DVD-RAM Laufwerk verbaut hat – ha habe ich doch noch einige passende Scheiben im Schrank. Somit habe ich das Ubuntu-ISO auf DVD-RAM gebrannt und keinen DVD-Rohling dauerhaft verloren.

Die Installation klappte – jedoch nicht ganz reibungsfrei: Der Ubuntu-Installer hat die Vista-Partition verkleinert, konnte dann aber dem Kernel die Änderung am der Partitionstabelle nicht ordnungsgemäß mitteilen. Daher startete ich Rechner und Installation von Neuem, teilte die Partitionen selbst ein (genügend Platz war ja), und alle lief gut.

Lediglich die Bildschirmauflösung war mit 800×640 Punkten nicht ganz so berauschend. Das Ubuntu-Modul zur konfiguration proprietärer Treiber erkannte die NVIDIA Gforce GT 220 nicht. Daher musste ich den Treiber von NVIDIA direkt herunterladen. Vor dessen Einrichtung habe ich dann noch die anstehenden Updates und das Paket “build-essential” installiert.

Wer noch nie einen NVIDIA-Treiber von Hand aufgespielt hat:

  • Alle Anwendungen schließen – ich will nicht Schuld haben, wenn ihr im vierten Schritt Daten verliert!
  • Wechsel auf die Textkonsole per <Strg>+<Alt>+<F1>
  • Als Nutzer anmelden und per “sudo su” Systemverwalter werden
  • /etc/init.d/gdm stop – spätestens jetzt sind alle Anwendungen weg :)
  • Ins Verzeichniss mit dem Treiberdownload wechseln (cd Desktop)
  • ./NVIDIA-Linux-x86-185.18.36-pkg1.run
  • Und die Fragen beantworten – alles wird gut :)

Alles in allem macht der ALDI-PC Medion Akoya E7330 D einen ganz ordentlichen und flotten Eindruck – sofern ich das nach der kurzen Zeit schon sagen kann.

Und jetzt muss ich schauen, ob ich noch ein paar Daten und Einstellungen von den alten Festplatten retten kann. Die wichtigen Dinge sind zwar auf dem Server, aber dieses und jenes wäre doch nett, wenn man es noch hätte.

Notizblock: Server neu Aufsetzen

Wie manche vielleicht mitbekommen haben, hatte ich über das Wochenende etwas Stress mit meinem Webserver. Das ging dann so weit, dass ich das komplette System neu aufgesetzt habe. Hier die Liste von Programmen, Websites und Tutorials, die mir dabei geholfen haben:

  • MySQLdump: Datenbank sichern! (Machen wir ja alle regelmäßig, oder? :) )
    Anleitung dazu gibt es im MySQL-Referenzhandbuch – bzw. kurz:
    Auf dem alten System:

    mysqldump --all-databases > alle_datenbanken.sql

    die Datei auf das neue System rüberkopieren, und mit

    mysql -u root -p < datensicherung.sql

    wieder einspielen.

  • Apropos MySQL Rootpasswort:
    Das ist ja sicher auch gerade nicht parat. Und bei HowtoForge lesen wir, wie man das auf einen bekannten Wert zurücksetzen kann:

    /etc/init.d/mysql stop
    mysqld_safe --skip-grant-tables &
    mysql -u root
    use mysql;
    update user set password=PASSWORD("NEW-ROOT-PASSWORD") where User='root';
    flush privileges;
    quit

    (So, jetzt kennt ihr mein MySQL-Passwort ;) )

  • “debian-sys-maint” Account:
    Wenn auf Grund der kopierten Datenbank, der debian-sys-maint Account meckert, dass er sich nicht mehr anmelden kann, dann ist dieser Thread im Ubuntuforum hilfreich. Bei mir meckerte das Skript “/etc/init.d/mysql” wie folgt:

    error: 'Access denied for user 'debian-sys-maint'@'localhost' (using password: YES)'

    Lösung: Das Passwort ist in der Datei /etc/mysql/debian.cnf gespeichert. Einfach auf dem alten System nachschauen und im neuen eintragen. (Alternativ hätte ich wohl auch das Passwort in MySQL auf den entsprechenden Wert ändern können – aber das ist mir zu spät eingefallen).

  • VMware – Virtualisierung auf Hetzner-Rootservern:
    Im Hetzner-Wiki ist erklärt, wie man trotz restriktivem Routing im Rechenzentrum bis zu sechs virtuelle Maschinen mit routbaren IP-Adressen laufen lassen kann.
    Auf der alten Kiste lief zwar XEN, aber VMware ist mir sympatischer – fragt nicht warum, ich kann es nicht sagen.
  • Mailserver: Postfix für SMTP, Courier für IMAP, MySQL für die Nutzerverwaltung:
    Da hat die Anleitung bei HowtoForge auch schon mehrfach gut Dienste erwiesen.
  • Gespeicherte E-Mail übernehmen mit IMAPcopy
    Einfach klasse, wenn man die Passworte der ganzen Familie kennt ;)IMAPcopy
  • Auf virtuelle XEN-Festplatten zugreifen:
    Novell erklärt, wie man auf Festplattenimages im XEN-Format auch aus der DOM0 heraus zugreifen kann. War dann aber doch nicht notwendig.

Medion Webstick / Aldi-Talk Surfstick und Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope

Eigentlich wurde es mir schon ein wenig mulmig: Da habe ich kurz vor der Abreise in den Urlaub mir heute den Surfstickgekauft und erst hinterher gegoogelt, ob das Ding auch unter Ubuntu läuft.

In diversen Foren habe ich dann auch Lösungsansätze mit UTMSmon gefunden. Aber da es keine Garantien gibt, wollte ich die Verbindung schon zu Hause testen – so lange ich noch über normales DSL zur Verfügung habe.

Und siehe da: Trotz aller Problembeschreibungen hat es auf anhieb funtioniert: Einstecken und der Dialog zur automatischen Konfiguration startet. Aldi-Talk (aka Eplus) als Provider wählen und die PIN eingeben. Und schon kann man über den Netzwerkmanager die Verbindung aufbauen – wie auch bei WLANs.

Jetzt muss ich nur noch die Flatrate aktivieren – denn sonst wird die Sache teuer ;)

(Dieser Artikel wurde über UMTS getippt – Quälend langsam, aber es funktioniert!)

Google 1 + 1 und nochmal 1 = “Will Photoshop run on Chrome OS?”

Da kommt ja so einiges aus dem Hause Google. Täglich neue Ankündigungen und Releases. Und ich sehe ind den Puzzleteilen recht interssante Möglichkeiten (für Google). Die Hauptfrage, die zu ChromeOS gestellt wird ist: “Will it run Word and Photoshop?“, also “Läuft auf Chrome OS auch Word? Läuft auf Chrome OS auch Photoshop?”.

Und diese beiden Fragen hat Google diese Woche beantwortet: “Yes, it will run Word and Photoshop – more or less.”

  • “Word” ist bei vielen Nutzern inzwischen das Wort für “Textverarbeitung”. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen – das ist inzwischen alles wunderbar schon mit Web-Anwendungen zu erledigen. Microsoft Word wird da ebensowenig benötigt wie “OpenOffice Word”.
  • Photoshop ist da schon ein anderes Kaliber. Große Datenmengen, aufwändige Berrechungen. Das schreit ja förmlich nach einem PC unter dem Schreibtich. Aber nun kündigt Google eine eigene Version eines NX-Servers an. Mit NX lassen sich Unix/Linux Anwendungen fernsteuern, ähnlich wie mit VNC, nur effektiver. Damit könnten daten- und rechenintensive Programme in den Google-Rechenzentrums-Containern ausgeführt werden – und von den Chrome-Dumb-Terminals bedient werden. Fehlende Features in der NX-Implementierung wie Samba-Tunneling werden in einem solchen Setup gar nicht mehr benötigt, da die Daten ja im Rechenzentrum lagern.
  • Photoshop ist aber kein Linux X11-Programm. Wie sollte es dann unter Chrome/Linux ausgeführt werden? Dafür könnte Adobe selbst sorgen. Denn Adobe ist einer der Partner von Google. Die Aussicht auf zentral gepflegte (und von Google lizensierte) Photoshop Installationen hört sich doch verlockend an. Bleibt nur die Frage, ob dieses Photoshop for Chrome dann auch auf normalen Linuxen läuft oder ob es auf die Google-GUI angepasst sein wird

Fehlende Puzzleteile? Ich vermisse nur noch eines: NX ist eine Technologie, die auf dem X11-Protokoll basiert. Google will aber für Chrome ein eigenes Grafiksystem entwickeln. Eigentlich doof, denn für X11 gibt es schon eine Menge Treiber. Also, mein Tip ist: ChromeOS wird unter der Haube doch X11 verwenden, mit einem eigenen Desktop Environment aufwarten und die Sache ist geregelt.

Oder im Rechenzentrum läuft X11/NX und der Client eben nur auf Chrome OS.

Ich hatte schon einmal von “Monopol ausweiten” gesprochen, oder?

Google Chrome OS – Web-Apps on the Desktop

(The german version of this article is also available on my blog)

Finally, Google does what many of us were expecting for a while: The new and improved, revolutionary “Google Chrome OS” is announced. Why am I not overwhelmed by the news?

Maybe because the buzzwords in the announcement are pretty overused: Faster, better, more web-oriented, less virus-prone, more usable – we have heard all of this before.

They tell us the systems which run today’s webbrowser were developed without the internet. That is not completely correct: The Internet is rooted so deeply in UNIX/Linux, that it should be safe to say the internet was developed alongside with UNIX.

The user-interface, but also services like printing or logging of system events are done via the internet-protocol – even if there is only one PC involved. We can  access servers on the internet as if they were local harddrives. We can remotly control computer on the internet, as if they were standing under our own desk. Yes, usability can be improved, but all the basics are available. – “Those who don’t understand UNIX are condemned to reinvent it, poorly.” – Henry Spencer

And the fact that Google announces Chrome OS to be based on a Linux kernel also confirms that Linux alread has many of the promised features, like the lack of viruses, being internet based, etc.

So, Chrome OS is only yet another graphical user interface for Linux. Next to KDE, Gnome and all the lightweight windowmanagers – another one will arrive. The linux-community is tollerant. The linux-community has learned to live with alternatives.

The Google Browser – sorry, the Google Operating System is basically just another Webbrowser, running on a slim OS.  That also explains why GMail, Google-Docs and other web-applications went out of beta yesterday: They need them to be operative in order to be able to work with Chrome.

Why should we use ChromeOS? The applications run on every PC with a webbrowser. Those who want to migrate their complete workflow into the web and sell their soul to google can do that on Windows with the Internet Explorer, on Linux with Firefox or on Apple MacOS with Safari.

Oh, btw: Those who run a complete operating system also has access to alternatives beyond Google, and even beyond the Cloud. And I think that is the real motive behind Google OS: User Lock In.

Maybe I am doing Google wrong on this point, and maybe ChromeOS will be the best invention since the spoon. But right now, all of this looks like a monopolist, trying to step into another business field.

Not with me, thank you very much!

Google Chrome OS – Web-Apps auf dem Desktop

(Due to many visitors from Googleblog, I translated this article into english.)

So, nun macht Google endlich, was schon lange erwartet wird: Das neue, revolutionäre, einfach bessere “Google Chrome OS” ist angekündigt. Warum haut mich das gar nicht vom Hocker?

Vielleicht, weil das was in der offiziellen Ankündigung steht, inzwischen ziemlich ausgelutscht ist: Schneller, besser, Web-orientierter, virenfreier, benutzerfreundlicher – das Übliche.

Soso, die Betriebssysteme, auf denen Webbrowser laufen, wurden angeblich ohne das Internet entwickelt. Das stimmt so nicht ganz. Das Internet ist so tief in Unix/Linux verwurzelt, dass man sagen könnte, das Internet wurde mit Unix zusammen entwickelt.

Sowohl die grafische Benutzeroberfläche als auch Dienste wie das Drucken, oder auch das Protokollieren von Systemmeldungen über das Internetprotokoll erledigt werden – selbst wenn nur ein einziger Computer beteiligt ist. Man kann Server im Internet so ansprechen, als wären sie lokale Festplatten. Man kann Rechner im Internet fernsteuern, als seien sie direkt unter dem Schreibtisch. Ja, an der Benutzerfreundlichkeit kann man noch feilen – aber viele Grundlagen sind schon vorhanden. – “Those who don’t understand UNIX are condemned to reinvent it, poorly.” – Henry Spencer

Und dass Google selbst ankündigt, dass Chrome OS auf einem Linux-Kernel basiert bestätigt doch, dass viele der Features auch schon in normalem Linux vorhanden sind: Virenfreiheit, Ausrichtung auf das Internet, usw.

Chrome OS ist also nur eine weitere grafische Oberfläche für Linux. Da haben wir neben KDE und Gnome schon etliche Windowmanager – es kommt auf einen weiteren nicht darauf an. Linuxer sind tollerant. Linuxer haben gelernt, mit Alternativen umzugehen.

Der Google Browser – sorry, das Google Betriebssystem ist also im Grunde nichts als ein Webbrowser, der auf einem Abgespeckten Betriebssystem läuft. Das erklärt auch, warum GMail, Google-Docs und andere Web-Anwendungen von Google gestern aus dem Beta-Stadium entlassen wurden: Man brauch diese, um mit Chrome arbeiten zu können.

Aber warum dann überhaupt noch ChromeOS einsetzen? Die Anwendungen laufen auf jedem Rechner mit Webbrowser. Wer seinen kompletten Arbeitsablauf ins Web verlagern und an Google ausliefern will, der kann das auch mit Windows und dem Internet Explorer. Oder mit Linux und dem Firefox. Oder mit Apple MacOS und Safari.

Ach so: Wer ein komplettes Betriebssystem auf seinem Rechner hat, der hat Zugriff auf Alternativen jenseits von Google und sogar jenseits der Cloud. Und ich denke das ist das tatsächliche Ziel hinter Google OS: User Lock In.

Vielleicht tue ich Google damit unrecht, und Chrome OS wird tatsächlich die beste Erfindung seit dem Löffel. Aber momentan sieht das ganze nach einem Monopolisten aus, der seine Stellung auf einen weiteren Bereich ausweiten will.

Dankeschön, nicht mit mir.