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Von der Digitalen Bohème zum Kommerzpunk

Wieder einmal ein Spaziergang durch die Wikipedia:

Bohème: …bezeichnet eine non-konforme, oft „wilde“, „schillernde“ Art zu leben neben oder sogar gegen gesellschaftliche Konventionen…

Fin de siècle: …Diese Zeit ist geprägt von einem Schwanken zwischen Aufbruchsstimmung, Zukunftseuphorie, diffuser Zukunftsangst (siehe Degeneration) und Regression, Endzeitstimmung, Lebensüberdruss, Weltschmerz, Faszination von Tod und Vergänglichkeit, Leichtlebigkeit, Frivolität und Dekadenz…

Annett Louisan: …Ihre Texte thematisieren das in der modernen Gesellschaft stark politisierte Thema des weiblichen Selbst- und Rollenverständnisses und provozieren dabei durch eine vielschichtige Ambivalenz, vor allem in Text und Interpretation….

Bohemian Rhapsody: …Der Song wurde seit seinem Erscheinen in jedem Konzert von Queen gespielt…

Rhapsodie: …Die musikalischen Themen der Rhapsodie sind regelmäßig lose miteinander verbunden, sie können flüchtige, unzusammenhängende Motive sein, die nicht unbedingt aufeinander aufbauen oder verschränkt sind…

Punk: …Vorher war in England für diese Art von Musik der Begriff „Working Class Rock’n'Roll“ geläufig…

Kommerzpunk: …In einzelnen Subszenen liegt die Zuordnungsschwelle für Kommerzpunk so niedrig, dass schon ein Vertrag mit einem Plattenlabel als „Kommerz“ gilt…

Quellensammlung: Rudi Dutschke

Ich bin offensichtlich Mitglied der “Generation Inbetween”: Zu spät geboren, um die 68er miterlebt zu haben. Zu jung, um mich wirklich noch an den deutschen Linksterrorismus erinnern zu können. Anti-Atomkraft-Demos und Startbahn-West flimmerten zwar über den Bildschirm, als ich schaute – die Politik dahinter habe ich jedoch damals nicht verstanden. Die Anfänge der Neuen Deutschen Welle habe ich auch verpasst (und bin erst mit Nena und Peter Schilling mitgeschwommen – Ideal, Extrabreit und DAF waren da schon wieder am verebben).

Unter der Rubrik Quellensammlung will ich solche Themen der jüngeren deutschen Vergangenheit beleuchten, indem ich auf Informationsseiten die ich bei meinen Erkundigungen gefunden habe verlinke. Auf bewusste Bewertung verzichte ich hierbei bewusst. Es kann auch vorkommen, dass eine Seite der Medallie mehr Links bekommt als die andere. Das spiegelt nicht einmal meine eigene Meinung wieder – sondern viel eher die Verteilung der Informationen im Netz.

Gerne könnt Ihr in den Kommentaren weitere Quellen hinzufügen. Da die behandelten Themen jedoch zu den kontroverseren der deutschen Gechichte gehören, bitte ich darum, keine “extremen” Seiten zu verlinken, und auch nicht das Thema an sich hier zu diskutieren – dies ist und bleibt ein Blog und kein Schlachtfeld.

Also, beginnen wir mit der ersten Quellensammlung: Rudi Dutschke

Auf die Idee, mehr über Dutschke zu erfahren kam ich durch einen Artikel in der Badischen Zeitung (Artikel nicht frei zugänglich, daher kein Link) über die Umbenennung der Berliner Kochstraße (Checkpoint Charlie) in Rudi-Dutschke-Straße. Hier die Links, auf die ich bei meinem Webspaziergang gestoßen bin:

Wie auch immer der Streit um die Straße ausgeht: Es gibt sowohl eine weitere Kochstraße als auch einen Rudi-Dutschke-Weg in Berlin. Es wird also keiner der beiden leer ausgehen. Die Tatsache, dass sich die neue Dutschkestraße mit der Springerstraße “kreuzt” finde ich sehr symbolträchtig. Und selbst wenn es sich um eine Straße in der Bundeshauptstadt handelt, so ist der ganze Konflikt – wenn man ihn aus dem Südwesten der Republik betrachtet – recht amüsant :)