Archive | Overhyped Plastic Gadgets

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Remember Berlin?

Remember Berlin

Details bei der Berliner Morgenpost, bei Cicero Online und beim Spiegel Online 1, 2, 3, beim Handelsblatt, …

Ich glaube Herr Thierse, dass er das weder böse noch fremdenfeidlich gemeint hat. Wobei Peter Eich in seinem Kommentar auf Facebook wohl recht hat:

Wäre der Schwabe ein Türke, wäre Thierse ein Nazi und müsste zurücktreten.

Mal schauen, wer stärker ist: Thierse oder der Shitstorm. Aber an den “Schwabenskandal” wird man sich wohl noch eine Weile erinnern…

PS: Die Meldung über das geplante Verbot von Privatvermietungen an Touristen passt da auch dazu.

Karrieretipp: Was sollte man jetzt studieren?

…bzw. am besten schon studiert haben?

Zu Beginn des neuen Jahres bin ich auf zwei interessante Links aufmerksam geworden, die beide eine Richtung der Entwicklung aufzeigen:

Die Zukunft ist offensichtlich “Big Data”, und “the biggest data” ist offensichtlich das, was wir sagen und schreiben.

 

Linksammlung: Responsive Webdesign aka RWD

Fluid war sch…lecht. Haben zumindest die Designer gesagt. Und manchmal habe ich ihnen geglaubt. Aber nur manchmal. Meistens waren meine liebsten Maßangaben in Prozent.

Aber jetzt ist Responsive Web Design total en vogue – sogar Designer sind begeistert. Klar, denn jetzt haben sie die Möglichkeit für eine Website nicht nur ein festes Layout zu definieren, sondern gleich beliebig viele! Und vor lauter Begeisterung macht es auch nichts, wenn diese Designs dann Fluid oder Liquid sind :)

Beim mTourismuscamp letzte Woche in Hannover gab es selbstverständlich auch eine Session zum Thema RWD. Hierbei habe ich mich zwischenzeitlich zurück zum ersten Tourismuscamp zurückversetzt. Damals (also 2008) wurde diskutiert, ob man dieses Social Media / Facebook tatsächlich braucht, oder ob das nicht von alleine wieder weggeht. Das bringt doch so viel Unsicherheit in die heile Welt. So viele offene Fragen, so viel Kontrollverlust.

Und tatsächlich: Das was Social Media für die Unternehmenskommunikation ist, das ist Responsive fürs Webdesign: Kontrollverlust. Offene Fragen. Neue Probleme. Schwer abgrenzbare Prozesse anstatt anschaulicher Projekte. Aber eben auch extreme Kundenorientierung und ein ganzer Strauß von neuen Möglichkeiten.

Im Gegensatz zu SM lässt sich RWD mehr auslagern – aber nie ganz. Denn die Entscheidung, welche Inhalte auf kleinen Bildschirmen wichtig und auf Großen nützlich sind, das kann keine Web-Agentur für den Anbieter entscheiden. Somit wird die Welt für die Anbieter von Informationen und Leistungen wieder ein Stück facettenreicher. Es läuft wohl wie bei neuen Diensten im Social Web darauf hinaus: Man muss nicht alles (selbst) machen, aber man sollte das meiste so weit ausprobieren, dass man eine kompetente Entscheidung treffen kann.

So, und hier die versprochenen Links:

Ein weiterer Aspekt ist das Zusammenwachsen von Responsive Design und Personalisierung:

Im touristischen Umfeld ist z.B. eine Unterscheidung “Vor Ort” vs. “Anreise” vs. “Inspiration” sowie “Besucher” vs. “Einwohner” denkbar. Dass dies vom System nicht immer eindeutig unterschieden werden kann ist klar. Allerdings weiß z.B. ein Reiseveranstalter wann die Kunden im Urlaub sind und könnte eingeloggten Web-Besuchern entsprechend relevante Inhalte präsentieren. (Vor der Reise: Routenplanung zum Flughafen, Checklisten, Inspiration; Wärend der Reise dann Sprachführer oder Last-Minute Ausflugbuchungen).

Oder wie Eric Horster herausgefunden hat:

 

Es ist an der Zeit, dass wir responsive Webdesign neu definieren! Responsive muss bedeuten, dass der Nutzer die Informationen, die er zum jeweiligen Zeitpunkt am entsprechenden Ort und im individuellen Nutzungskontext bekommt. Man mag mich lügen Strafen, aber alle Entwicklungen von Google bzw. Google Now gehen genau in diese Richtung. Die perfekte Vorbereitung auf ein Zwitalter omnipräsenter mobile Devices. Outernet here comes your application ;)

Wobei Google mit dem Durchwühlen der Inbox die Grenze zwischen “Personalisierung” und “Überwachung” deutlich macht (IMO deutlich überschreitet, aber das ist ja immer eine Frage des empfundenen Mehrwerts).

Adblocker, kleine Kinder und große Brüder

Oliver hat Ute ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil diese einen Adblocker verwendet. Das mag ich – auch wenn ich Ute nicht kenne – nicht so einfach stehen lassen. Also eile ich (ebenfalls in einem fiktiven Dialog) zu Hilfe:

  • Ich: Hey, Oliver, das war aber nicht nett, der Ute ein schlechtes Gewissen zu machen. Lass sie doch ihren Adblocker nutzen, wenn sie will.
  • Oliver: Unter keinen Umständen. Adblocker sind böse, lassen Bloggerkinder verhungern und gefährden durch Schmarotzertum das freie Internet an sich.
  • Ich: Das ist nur ein Nebeneffekt. Auf solche Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Speziell die Werbung von Google ist mit reichlich Nebenwirkungen verbunden.
  • Oliver: Wie meinst Du das?
  • Ich: Google hat mit der Kombination aus Suche, Werbung und Analytics die Möglichkeit, unser Surfverhalten über die Grenzen von Webseiten hinweg sehr genau zu analysieren. Die dadurch entstehenden Profile können in den falschen Händen sehr unangenehm sein. Auch Amazon hat mit seinem Speicherdienst S3 und Werbebannern da schon eine recht hohe Verbreitung.
  • Oliver: Aber diese Konzerne interessieren sich doch gar nicht dafür, welche Seiten Du und ich besuchen. Außerdem ist die Erstellung von persönlichen Profilen verboten.
  • Ich: Wenn die Werbeeinnahmen steigen, dann interessiert das sicherlich. Außerdem hat man nach dem 11.9.2001 gesehen, wie zerbrechlich Werte wie Freiheit und Privatsphäre sein können, wenn es um die “Nationale Sicherheit” geht.
  • Oliver: Aber es ist doch technisch gar nicht machbar, detaillierte Bewegungsprofile von Millionen von Internet-Nutzer zu erstellen.
  • Ich: Im Moment vielleicht schon. Aber es gab auch einmal eine Zeit, in der das Marktvolumen für Computer auf 5 Stück weltweit geschätzt wurde. Die Zeiten ändern sich – die technischen Möglichkeiten noch viel schneller.
  • Oliver: Stimmt. Ich sehe ein: Es gibt Gründe, Werbung im Browser auszublenden
  • Ich: Ja. Und es gibt auch Werbemöglichkeiten, bei denen die Internet-Giganten nicht mit Daten gefüttert werden. Ich blende auf meinem Blog z.B. nur dann Google-Ads ein, wenn der Besucher eh’ schon von Google kommt.

(Ich finde solche fiktiven Dialoge richtig klasse. Man kann das gegenüber genau dann einknicken lassen, wenn man selbst keine Argumente mehr hat… ;)

Ich mag keine Handy-Hüllen.

Echt nicht. Und deshalb sehen meine Handy nach den üblichen zwei Jahren… nun ja, sagen wir “ziemlich gebraucht” aus. Das war bei meinem Nokia Communicator so, das war bei meinem Milestone/Droid so. Eigentlich ist das iPad das einzige Gerät, das dauerhaft in einer Schutzhülle ist. Das kam mir günstiger vor, als die vom Händler angebotene Garantieverlängerung ;)

Und trotzdem habe ich auch brav für mein neues iPhone gleich zwei Schutzhüllen (und eine Displayschutzfolie) gekauft. Und beide liegen jetzt unbenutzt zu Hause rum. Die Lederhülle (zum Glück die billige) macht aus meinem schicken, schlanken  Edel-Handy einen dicken Klotz, den man glatt mit dem 4er verwechseln könnte. Und die kleine Gummihülle sammelt nur Staub und Dreck in den Ritzen. Nichts da. Jetzt ist das Schmuckstück wieder ohne Überzug in meiner Hosentasche.

Bleibt nur zu hoffen, dass ihm nicht das passiert, was mit diesem Galaxy Ace aus meinem Bekanntenkreis passiert ist. Denn da hilft nur die Haftpflichtversicherung (falls es nicht dem Besitzer heruntergefallen ist) oder  die spezielle Handyversicherung. Oder eben die Zeitmaschine, die aber noch nicht öffentlich angeboten wird…

PS: Kann es sein, dass Apple seine iPhones extrem unempfindlich gegenüber Kratzern gemacht hat? So ein richtig Ramponiertes habe ich bisher noch nicht gesehen.

PPS: WiiHaveAProblem.com ist offline? Da wären auch noch einige nette Bilder zu sehen gewesen… ;)

Liebe Facebook Freunde,

davon abgesehen, dass ich Euch schon immer lieber als “Kontakte” denn als “Freunde bezeichnet habe: Ich möchte gerne mit Euch in Verbindung bleiben. Facebook macht es einfach, Dinge mit anderen zu Teilen. Manchmal mit Freunden, manchmal mit der eigenen Familie, und manchmal eben auch mit Bekannten, die man auf einer Tagung, auf der Straße oder einfach im Internet kennen gelernt hat.

Wenn Ihr wollt, dass die Dinge, die Ihr mir mitteilt unter uns bleiben, dann schreib es nicht in Deine Status-Box. Und auch nicht auf meine Pinnwand. Schicke mir eine Facebook-Nachricht, und  Oder schicke mir eine E-Mail. Oder ruf mich an. Oder komm auf einen Milchkaffee vorbei, am besten nach 21:30 Uhr, dann dann ist im Geschäft weniger los, und wir können plaudern.

Aber bitte erwarte nicht, dass ich jedes mal hektisch aufspringe, wenn Zuckerberg ein weiteres Stück unserer eingebildeten Privatsphäre wegnimmt. Ich habe es schon einmal gesagt, und ich sage es nochmal: Was im WWW gepostet wird ist öffentlich. Als die Maus, fertig die Sache.

Wer jetzt wissen will in welche Richtung meine Bedenken gehen: Euer Surfverhalten sagt tausendmal mehr über Euch aus, als jedes Partyfoto, dass jemals in die FB-Öffentlichkeit gelangt.

Wo ist der Privatsphärenfanatiker von damals? Immer noch hier. Privatsphäre ist wichtig. Aber wenn ich mich dafür entscheide in die Öffentlichkeit zu treten, dann muss ich damit rechnen, dass man das liest was ich von mir gebe. Und Facebook ist nun einmal öffentlich. Gewöhnt Euch daran.

Also: viele Grüße – bis bald

Euer Stefan

 

PS: Hier der Orginaltext, für’s Archiv:

„An alle Facebook Freunde, könnt ihr bitte etwas für mich machen: Ich würde gerne privat mit euch in Verbindung bleiben. Mit den letzten Veränderungen auf FB, kann die Öffentlichkeit jetzt l eider alle Aktivitäten auf jeder Wand sehen. Drückt einer unserer Freunde auf “gefällt mir” oder auf “kommentieren”, sehen seine Freunde automatisch auch unsere posts. Leider hat FB das so eingerichtet, dass wir diese Einstellung nicht selbst verändern können. Deswegen brauche ich eure Hilfe. Nur ihr könnt das für mich machen. BITTE geh mit deiner Maus auf meinen Namen oben (nicht klicken), es erscheint ein Fenster, jetzt gehe mit der Maus auf “FREUNDE” (auch ohne zu klicken), dann runter zu “EINSTELLUNGEN”, hier klicke und eine Liste wird erscheinen. ENTFERNE das Häckchen bei “KOMMENTARE UND GEFÄLLT MIR” indem du darauf klickst. Wenn du das machst werden meine Aktivitäten unter meinen Freunden und meiner Familie bleiben und nicht länger veröffentlicht. Vielen Dank! Kopier das in deinen Status, damit auch deine Kontakte ihre Privatspähre behalten können wenn es ihnen wichtig ist. Danke“

PPS: Ist ja auch sehr treffend: Ich will, dass meine Nachrichten unter uns bleiben. Bitte kopiere sie deshhalb in Deinen Status ;)

Compared to what’s coming, the internet was just peanuts!

Yes, the Internet is cool. It did change the world big time! But the change that will be coming will go far beyond the internet. Our lives will be changed much more than we nerds (or “Imagineers“) have planned, and the internet will provide nothing more than mere plumming. Ok, let’s call that “infrastructure”.

The picture that has been shared on Facebook these days might look ridiculous, but so did the idea of sending textmessages from cellphones. So we should not laugh too loud about it.

But let’s imagine what this Korean supermarket could evolve into. Well, what is it right now?

  • Shelves are LCD-Screens which show products
  • Customers inform themselves via touchscreen and buy via QR-Codes (or vice versa)
  • The actual products are delivered home.

Some commenters argued that this combines the disadvantages of online- and offlineshopping without the benefits of either of them. But isn’t that in fact how we already shop for furniture? We stroll through the isles, through virtual appartments. We look and touch the products, choose what we want and then order them by the product-number. Or at stores like IKEA, we are even part of the logistics: We note where the items are and collect them on the way to the checkout lines.

Let’s combine that with the Korean supermarket. In those fake IKEA-rooms, we replace the dummy-televisions with real tv-sets and put an QR-Code (or NFC-Tag, or whatever) on it. Let’s also put real books there. The kitchen will also have spaghetti and tomato sauce, rice and other items there. The bathroom will be showcase for the latest electic toothbrush as well as other necesseties like dental floss, toilet-paper, cleaning products and the like. All equipped with a tag to order them.

Behind the scenes, the bought items are collected and brought to a pickup-station. There you get your goods and pay for them. We have the advanages of offline-shopping, combined with some of the advantages of online-shopping. What we will have is a far smaller market for household-products, since the “good spots” in the “best rooms” will be fought for by the manufactorers. IKEA already sells food. They just need to blend it in with the rest of their offerings.

If this will ever come true or not? If not, much wilder things are probably in store for us.  Shopping will become very different.

Unterschiedliche Accounts bei Evernote

Keine Ahnung warum, aber Evernote sorgt momentan in meinem Umfeld ziemlich für Aufsehen: Gestern als “Entschleunigungstip” in der SWR3 Kai Karstens Show, heute mit vielbeachteten Posts von Robert Basic drüben auf Facebook. Also, springen wir auf den Hype auf :)

Ich nutze Evernote um Dokumente einzuscannen. Dadurch habe ich eine “Volltextsuche durch meinen Papierstapel”, der ja dann nicht mehr Papier ist.

Das Handling von unterschiedlichen Accounts ist bei dabei nicht so prickelnd. Aber warum sollte ein vernünftig denkender Mensch mit zwei Evernote-Accounts arbeiten wollen? Hier meine Situation:

In der Hotelrezeption fällt viel Papier an. Hauptsächlich Gästekorrespondenz, aber auch Bestellzettel, Checklisten (im idealfall ausgefüllt), Meldezettel, usw. Das meiste wird abgeheftet und nicht mehr benötigt. Ob und wann man dieses Papier wieder braucht, kann man eigentlich erst sagen, wenn der Fall tatsächlich eintritt. Also füllen sich Ordner mit Akten, die dann irgendwann wieder vernichtet werden, weil sie zu viel Platz wegnehmen.
Diese Papiermassen werden durch einen  ”Allerweltsaccount” für die Hotelrezeptionsmitarbeiter vermieden. Durch die Volltextsuche lassen sich die gescannten Dokumente sehr komfortabel wieder finden. Einfach den Gastnamen eingeben und alle Bestätigungen (hin & her), Kostenübernamen, usw. wird angezeigt.

Allerdings gibt es eben auch Dokumente, an die nicht alle Mitarbeiter ran dürfen. Diese landen dann in meinem “persönlichen Account”. Wenn man für Evernote bezahlt kann man auch Notizbücher teilen. So weit so gut.

Nur tauchen dabei folgende Hürden auf, die es zu umgehen gilt:

  • Evernote Desktop kennt nur einen Nutzer:
    Klar, man kann sich ab- und wieder anmelden. Aber das ist nicht praktikabel. Mein Workaround: Das Hotel-Evernote ist auf dem Rezeptionsrechner installiert und mein Evernote auf meinem Arbeitsplatz.
  • Evernote kann von sich aus nicht Scannen:
    Kaum zu glauben aber wahr! Keine Funktion in den Menüs. Man braucht einen Scanner, dessen Treiber mit Evernote zusammenarbeitet oder ein Programm, dass die gescannten Dateien direkt zum Evernote-Server hochlädt. Meine Lösung: Meinen schicken Canon imageFORMULA P-150 nutze ich für meinen Evernote-Account. Den Hotel-Account befülle ich mit dem Scanner des Multifunktionsdruckers und Scandrop to Cloud.
  • Freigegebene Notebooks sind schlecht integriert:
    Ich kann zwar Notebooks   zwischen den Accounts teilen, aber diese sind dann in einem seperatem Tab aufgeführt, nicht bei den eigenen Notebooks. Auch bei der Suche muss man zwischen den eigenen und den eingebundenen Notebooks hin und herschalten.

Trotz dieser Mängel ist Evernote eine gute Möglichkeit, viel Papier schnell entsorgen zu können. Ganz wichtige Dinge kommen zwar immer noch ins Archiv, aber auch hier hilft Evernote durch die Volltextsuche schnell das richtige Dokument zu finden.

Auch Interessant: Evernote als Social-Media Archiv  bzw. http://ifttt.com/recipes/search?q=evernote (via Hans Kainz)

“via” vs. “Marketing”

Da wurden also Tweets und Ihre Click-Through-Rates analysiert, und am Ende kommt dabei heraus, dass Kurznachrichten mit dem Wort “Marketing” beim Klickverhalten der Leser sehr schlecht abschneiden. Jene mit dem Wörtchen “via” jedoch sind wahre CTR-Superhelden.

Warum wundert mich das nicht? Wenn sich 6,4% einer Nachricht mit Werbung beschäftigen, dann bedeutet das für die restlichen 131 Zeichen, dass es sich eben entweder direkt um Werbung handelt, oder sie beschäftigen sich mit Werbung. Da kann man von “Relevanz” für den Endverbraucher” reden so lange man will: Nur die wenigsten holen sich Werbung freiwillig auf den Bildschirm.

Somit meine kühne, unbelegte These: Die wenigen, die tatsächlich in Marketing-Tweets auf den Link klicken gehören zu einem großen Prozentsatz zu den Leuten, die sich beruflich mit Marketing beschäftigen.

Aber warum sind die drei Buchstaben “VIA” so mächtig? Weil sie in ihrer ursprünglichen Form genau das Gegenteil von Eigenwerbung versprechen. Mit “via” sagen wir unseren Lesern: Diese Info hinter diesem Link ist nicht von mir. Aber sie ist so gut, dass ich sie weiterempfehle. Dieser Link hat wurde nicht nur getwittert, und nicht nur schnöde ge-retwittert. Nein, über diesen Link habe ich mir Gedanken gemacht, einen eigenen Tweet verfasst. Und dieser Link ist so gut, dass ich meiner Quelle gerne einen beachtlichen Anteil der mir zur Verfügung stehen 140 Zeichen überlasse.

Noch eine kühne, intuitionsgestützte These: Wer auf einen solchen Link nicht klickt, der liest seine Tweets auf Papier ;)

…aber jetzt haben das ja die Werber auch rausgefunden. Wer weiß wie lange man noch darauf vertrauen kann…