Archive | Als Gastblogger anderswo

RSS feed for this section

Meine Linuxartikel auf/vom “Basic Thinking Blog”

Basicthinking.de/blog - Inside Scoop

So, es steht also fest, Robert vertickt sein Blog. (bei ebay)

Da kommt natürlich die Frage auf, was mit meinen Artikel geschehen soll, die ich im Sommer 2006 auf Basicthinking.de veröffentlicht habe.

Robert fragte damals, ob nicht jemand Lust hätte, bei ihm als Gastblogger mitzubloggen. Ich habe mich in einem Anflug von Größenwahn gemeldet, und tatsächlich eine Artikelreihe über Linux angefangen. Diese Reihe verlief sich dann im Sande. Dafür habe ich tatsächlich mein Gastrecht gemissbraucht, um zwei Themenfremde Artikel einzustellen: Einen zur Fußball-WM und einen weiteren in der Reihe “Night”.

Also, jetzt wird das Blog verkauft, und meine Artikel sind da mit drin. Dürfen sie vorerst auch gerne bleiben. Blanko-Lizenzen verteile ich hier noch nicht. Aber was ist, wenn der Käufer meine Artikel gar nicht will? Dann wären diese eventuell schneller weg, als dass es mir lieb ist.

Also, habe ich meinen fast vergessenen Account bei Basicthinking.de noch einmal ausgegraben und mir die Artikel rausgesucht und hier in mein Blog reingestellt:

Der Spaziergang durch Linux

Sowie die beiden “Fun Posts”:

Die Orginalartikel müssten eigentlich unter den gleichen Adressen verfügbar sein wie meine Kopien. Lediglich muss das “stefan.waidele.info/” durch ein “www.basicthinking.de/blog/” ersetzt werden.

Guest-Night

Als Robert mir Schreibrechte für die Linux-Artikel gab, meinte er: “Sei mein Gast, fühl Dich wie zu Hause oder im Hotel :-) )”

Also, ich will jetzt mal nicht wie im Hotel alles serviert bekommen, sondern bei den Vorbereitungen für die Party heute Abend mithelfen. Deshalb hier das Video, das heute einfach nicht fehlen darf:

Wegen “Verherrlichung von Alkoholmissbrauchs” wurde das Video bei YouTube als anstößig markiert.

“This video may contain content that is inappropriate for some users, as flagged by YouTube’s user community.
By clicking “Confirm,” you are agreeing that all videos flagged by the YouTube community will be viewable by this account.”

Also:Ihr müsst nochmal auf “Confirm” klicken, um zu bestätigen dass Ihr solchen Schweinkram anschauen wollt…

Webbrowser unter Linux

Ja, mich gibt es auch noch. Im Hotel ging es personaltechnisch ziemlich drunter und drüber, und somit musste ich tatsächlich richtig arbeiten, anstatt über freie Software zu schreiben. Aber wie heisst es so schön: “Es gibt kein hartes Brot – kein Brot ist ein hartes Brot”

Hier ist die versprochene Aufstellung der Linux-Browser von denen man etwas gehört haben sollte. Ich maße mir hier keinen Browser-Test an. Da die Installation der verschiedenen Möglichkeiten jedoch kein Problem darstellt, kann sich jeder selbst ein Bild von den verschiedenen Programmen machen.

  • Konqueror – Der KDE-Browser. Er ist in die Benutzeroberfläche KDE integriert wie der Internet Explorer in Windows. KDE zeigt mit dem Konqueror so ziemlich alles an, von Ordnern auf der Festplatte, über Internetseiten bis hin zu den Titeln einer eingelegten Audio-CD (die man dann auch direkt rippen kann, aber dazu ein ander mal mehr). Ist bei Ubuntu nicht automatisch mit dabei, kann jedoch nachinstalliert werden. Kubuntu bringt KDE und somit Konqueror als Vorgabebrowser mit. “sudo apt-get install konqueror” installiert den Browser. Oder man wählt den Dampfhammer und installiert das ganze Kubuntu-System nach: “sudo apt-get install kubuntu-desktop”
  • Epiphany – Der Browser von Gnome. Passt sich gut in die Gnome-Oberfläche ein (Menüs etc.). Wird bei Ubuntu nicht automatisch mitinstalliert. Ein “sudo apt-get install epiphany-browser epiphany-extensions” erledigt dies ohne Probleme.
  • w3m / lynx / links – Webbrowser für die Befehlszeile. Wer vom “Mausschubsen” genug hat, der ist hier richtig :) . Ich benutze diese Browser um meine Webseiten auf Accessibility zu testen. Wenn eine Seite im Textmodus noch gut aussieht, dann kann sie nicht so schlecht sein. Ausserdem können die Textmodus-Browser nützlich sein, wenn man Probleme mit der Konfiguration der Grafikkarte hat, und somit ohne die gewohnten Browser nach Hilfe suchen muss. “sudo apt-get install w3m links lynx” installiert alle drei Browser in einem Rutsch.
    (Bei http://LinuxBasics.org waren immerhin 16 Besucher im Monat Juni mit w3m, links oder lynx im Netz unterwegs). Den Homepages dieser Browser merkt man an, dass sie für den Textmodus “optimiert” wurden :)
  • Opera – Der erste Browser, der mehrere Webseiten in einem Fenster anzeigte gibt es schon seit einiger Zeit auch für Linux. Hier ist auch die neuste Version keine Ausnahme. Opera 9 läuft prima. Beim klick auf den Download-Link schlägt Ubuntu vor, die Datei mit dem GDebi Paket-Installer zu öffnen. Dieser installiert dann Opera 9 nach Eingabe des Passworts ohne zu meckern
  • Mozilla Firefox – Mein Browser.
    Läuft unter Wndows, Linux und Max OS, womit ich überall den gleichen Browser verwenden kann. Zeigt die meisten Webseiten ohne Probleme an, und die Funktionen, die Firefox fehlen, sind per Extension leicht nachrüstbar. Mehr dazu im nächsten Artikel

So, nun bleibt nur noch die Frage: Wann habt Ihr das letzte mal Sonntag morgens um 8:00 Uhr gebloggt?

Bis bald,

Euer Stefan

Paketverwaltung: Softwareinstallation bei der Ubuntu Live-CD

So, da sind wir wieder.

So wie Robert’s Blog vom Spamattacken behindert wurde, so kam bei mir “das echte Leben” in die Quere. Keine Angst – ich jammere ja nicht rum, aber die Zeit hat mir einfach nicht zum Schreiben gereicht.

Zwischendurch hatte ich auch schon den Artikel über Internetanwendungen fertig, als mir auffiel, dass wir zunächt darüber reden sollten, wie man unter Ubuntu Software installiert. Ubuntu ist ein ziemlich fertiges System. Schon von der Live-CD aus stehen einem für die meisten Aufgaben Programme zur Verfügung: Firefox als Webbrowser, Evolution als E-Mail- und Kalenderprogramm, OpenOffice als Büroanwendung und so weiter. Wenn man aber Alternativen zu den vorinstallierten Programmen ausprobieren möchte, dann kann man dies auch tun.

Unter Windows werden Anwendungen durch das starten des Installationsprogrammes auf die Fesplatte installiert. Dieser Installer und die Dateien, die er noch braucht muss man sich irgendwoher besorgen. In der Regel kauft man sich eine CD oder man lädt das Programm aus dem Internet runter. Die Herkunft der Programmdateien ist also so unterschiedlich wie die Anbieter von Software. Wenn man genug von einem Programm hat, so ist meistens auch wieder die Programmspezifische Deinstallationsroutine für’s Löschen verantwortlich.

Unter Linux gibt es eine (nun ja, eigentlich 3-5, je nachdem wie man zählt :) Paketverwaltung. Diese ist fest ins System integriert und steuert die Installation und Deinstallation von Anwendungen. Die Softwarepakete mit den Programmdateien und Informationen zur Installation stellt die jeweilige Distribution entweder auf CD/DVD oder über das Internet zur Verfügung. Wer also eine dicke Leitung ins Internet hat, für den steht eine schier unüberschauliche Anzahl von Programmen bereit, die alle über eine einheitliche Oberfläche durchsucht und bei Bedarf installiert werden können.

Die einfachste Möglichkeit, bei Ubuntu neue Programme zu installieren findet sich im Menü “Anwendungen”, beim Punkt “Hinzufügen/Entfernen”. Der Assistent will beim ersten Starten die neuesten Paketinformationen aus dem Internet laden, was man auch erlauben sollte. Anschließend kann man die verschiedenen Programmkategorien durchstöbern, oder im Suchfeld gezielt nach Programmnamen suchen. So findet sich im Bereich “Internt” etwa der IRC-Client “xchat”. Diesen hätten wir auch finden können, wenn wir in der Kategorie “Alle” die Buchstaben “xch” ins Suchfeld getippt hätten.

Ein Klick in die Checkbox for dem Programmnamen merkt das Paket zur Installation vor. Der Klick auf “OK” installiert dann alle vorgemerkten Programme. Am Ende bekommt man dann noch mitgeteilt in welcher Rubrik des Anwendungs-Menüs man den Eintrag für dan frisch installierte Programm findet.

Die funktioniert mit einigen Einschränkungen sogar im Live-System. Dort werden die Programme zwar installiert, jedoch wird das Anwendungs-Menü nicht aktualisiert. Die Programme können dann aber über die berühmt-berüchtigte Kommandozeile gestartet werden. Diese findet sich unter Anwendungen->Zubehör->Terminal. Im Fenster dass sich da öffnet, kann man einfach den Programmnamen (meist klein geschrieben) eingeben, um das Programm zu starten.

Hiermit erschließen sich Euch die vielen Linux-Anwendungen auch dann, wenn Ihr Ubuntu noch nicht auf die Platte installiert habt. Das kommt eh’ erst später dran :)

Also, stöbert einfach einmal bei den Programmen rum. Ihr werden sehen, dass es einiges gibt. Speziell in der Rubrik Spiele lässt sich einiges an Zeit vergeuden… :)

Bis bald,

Euer Stefan

Sicherheit – 17 Fehler…

Keine Angst – die Linux-Serie geht bald weiter. In der Zwischenzeit bin ich über eine Seite gestolpert, die sehr schön aufzeigt, wie Sicherheitslücken entstehen und bestehen bleiben. Dass es dabei ausgerechnet Microsoft erwischt hat, ist eigentlich zweitrangig. Jedoch ist es bezeichnend, dass einige Angriffsmöglichkeiten dadurch entstanden, dass versucht wurde, die Installation von Linux auf der Xbox zu verhindern…

Am Ende des langen Artikel werden die Gründe zusammengefasst, die das Sicherheitssystem der Xbox zu Fall gebracht haben. Meine Favoriten sind dabei:

  • Kosten und Geschwindigkeit haben höhere Priorität als Sicherheit
  • Barrieren und Hindernisse: “Don’t make anything “harder for hackers”. Instead make it “impossible for hackers”, or, if it cannot be made impossible, don’t care about it.”
  • “Sicherheit durch Unübersichtlichkeit” funktioniert nicht!

17 Mistakes Microsoft Made in the Xbox Security System” ist ein langer, sehr technischer Artikel auf englisch. Wer sich davon nicht abhalten lässt, für den bietet er sich eine sehr interesante Lektüre für einen lauen Sommerabend an… :)

Jetzt geht’s LO-OS! Jetzt geht’s LO-OS!

Genug geredet und philosophiert! Die Ubuntu-CD ist heruntergeladen und gebrannt. Nun ist es Zeit, den PC auch einmal von dieser CD zu booten. Die meisten modernen PCs booten automatisch von CD-ROM, ansonsten kann man das im BIOS-Setup entsprechend einstellen.


Der Boot-Screen

<a href="http://de.LinuxBasics.org/media/Ubuntu-Bootscreen.png" Direkt nachdem der PC von CD gestartet wurde, erscheint das sogenannte Boot-Menü. Hier kann man einige Einstellungen vornehmen, um die Live-CD an die eignen Bedürfnisse anzupassen: Ein Druck auf F2 öffnet das Menü zur Auswahl der Sprache und mit F4 kann man die Bildschirmauflösung festlegen.

Die verschiedenen Boot-Optionen (Ubuntu starten oder installieren, CD testen, von Festplatte starten, …) sind mit den Pfeiltasten erreichbar. Nachdem Sprache und Auflösung eingestellt ist, interessiert jedoch jetzt nur die oberste: Ubuntu starten.


Der Bootvorgang

Während das System startet, wird der Benutzer über Meldungen auf dem Laufenden gehalten. So kann man immer sehen, was gerade passiert. Wenn ein DHCP-Server die Rechner im Netz mit den relevanten Daten versorgt, dann kann die Live-CD auch ohne weiteres auf das Internet zugreifen. Bei den meisten DSL-Nutzern mit Router sollten hiermit keine Probleme haben.


Eine Schockwelle sagt mehr als tausend Worte…

Anstatt hier jetzt kilobyteweise zu schreiben, habe ich ein Screencast erstellt, in dem man sehen kann, wie Ubuntu von der CD startet, die Menüs kurz durchgesehen werden, ein Paar Programme gestartet werden und dann das System wieder heruntergefahren wird.

Wenn es Euch zu schnell geht, dann benutzt die Pausetaste – wenn es Euch zu langsam geht, dann denkt daran, dass das System 1. von CD lief, 2. in einer Virtuellen Maschiene lief, und 3. der gleiche PC auch noch die Screenshots machen musste :)

Das Abspielen des Interviews mit Nelson Mandela hat im Screencast nicht geklappt, da die Soundkarte nicht erkannt wurde. Wie sie Mandela zu diesem Interview gebracht haben möchte ich wirklich gerne wissen! Man hat den Eindruck, er spricht über das Wort “Ubuntu” (etwa: Menschlichkeit), hat aber kein Ahnung was Linux (oder ein PC) überhaupt ist :)


Unterschiede zu Windows

Unabhängig von den Grunlegenden Unterschieden, ist die Benutzeroberfläche Gnome, die von Ubuntu benutzt wird in einigen Punkten doch offensichtlich anders als Windows. Das offensichtlichste ist wahrscheinlich die Menüleiste am oberen Bildschirmrand. Diese hat die drei Abteilungen “Anwendungen” für (welch Überraschung!) Anwendungen, “Orte” für den Zugriff auf Speichermedien. Hier findet man auch Netzwerkverzeichnisse, USB-Medien und alles, was irgendwie Daten speichern kann. Unter “System” sind Konfiguration und Hilfe zu finden.

Die Konfiguration ist aufgeteilt in “Einstellungen” und “Systemverwaltung”. Einstellungen sind benutzerspezifische Vorlieben, die auch individuell gespeichert werden. Systemverwaltung sind Einstellungen, die nur vom Systemverwalter vorgenommen werden können. Dies macht sich unter anderem durch eine erneute Passwortabfrage bemerkbar.

Im Anschluss an die drei Menüs finden sich die Schnellstartknopfe, die nach persönlichen Vorlieben gestaltet werden können. Ein Rechtsklick auf eine freie Stelle öffnet ein Menü mit den Möglichkeiten.

In der rechten, oberen Ecke findet sich noch das System-Tray, die Uhr und der “Knopf zum Ausschalten”.

Am Unteren Bildschirmrand ist ein Knopf der alle Fenster verkleinert, die Leiste mit den Titeln der offenen Fenster, sowie der Umschalter für die vier virtuellen Desktops und dem Mülleimer. Die virtuellen Desktops hat man die Möglichkeit, sich getrennte Arbeitsbereiche einzurichten. Dies ist besonders für Leute interessant, die beim Arbeiten viele Fenster offen halten. Probier es einfach einmal aus: Öffne ein Paar Fenster, klicke auf eines der kleinen Rechtecke, öffne noch mehr Fenster und schalte dann hin und her.


Jetzt bist Du dran!

Also, spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Du Deine Ubuntu-CD ins Laufwerk schieben solltest, und Linux (vielleicht zum ersten Mal) startest. Probiere einfach aus, was Dich interessiert. Die Softwaremischung bei Ubuntu ist vielseitig, und es gibt einiges zu sehen. Und wie gesagt: “Keine Panik!” Um Dein installiertes Windows-System zu beschädigen musst Du Dich schon ein wenig besser mit Linux auskennen ;) Bleibe einfach dem “Install System”-Icon und allem was mit “Partitionierung” zu tun hat fern,

Ich freue mich über jede Rückmeldung. Besonders ermutigen möchte ich jedoch diejenigen, die zum ersten Mal Linux “live erleben”. Bitte schreibt kurz, was Euch auffällt und was Ihr wissen wollt. Entweder als Kommentar oder Ping hier bei Robert, oder per Mail an Spaziergang@Waidele.info. Ich bin echt gespannt!

Also, bis zum nächsten Mal,

Euer Stefan

Wer hat gewonnen?

Gerade wurde ich im Restaurant Zeuge dieser Unterhaltung:

  • “Wer hat gewonnen?”
  • “Die Weißen.”
  • “Das waren die Schwarzen, oder?”
  • Mit gerunzelter Stirn: “Ja, und was ist mit den Roten?”
  • “Das waren die Weißen.”

Soviel zum Thema “Political Correctness”. Wenn ich ich nicht mit unseren tschechischen Hotelgästen mitgelitten hätte, dann wäre die Freude über den Sieg Ghanas komplett ungetrübt.

Herzlichen Glückwunsch zum “ersten Afrikanischen Sieg bei der WM-Endrunde”!

Feedback zu den Linuxartikeln

So, nach eineinhalb Tagen “Urlaub zuhause” und dem Erreichen des Achtelsfinale wollen wir uns wieder dem Pinguin zuwenden.

Frank Hamm wollte wissen: “Ist Linux (auch) ein Desktop-OS? Benutzt er im hoteleigenen Netzwerk auch Linux für Desktops?”

In dem Artiel Rant: Is Linux ready for prime-time? auf meinem Blog habe mich das schon auf englisch genügend ausgelassen. Deshalb beantworte ich die Frage hier nur indem ich mein eigenes Büro beschreibe:

Zuhause habe ich auf dem PC Ubuntu paralell zu Windows XP installiert. Ich nutze dort Linux um im Web zu surfen und E-Mails zu schreiben. Meine Frau besteht noch auf Windows, um die Familienvideos zu schneiden. Die CD-Sammlung haben wir inzwischen fast komplett auf die Festplatte gerippt und in den Keller verbannt. Die Musik kommt jetzt aus dem Laptop, auf dem Ubuntu installiert ist.

Im Hotel benutze ich Suse, meist in der aktuellen Version. Damit erledige ich alles, außer die Hotelreservierungen. Hotelsoftware (wie wahrscheinlich auch die meiste andere “Branchensoftware”) ist einer der weißen Flecken auf der Software-Landkarte von Linux. Also muß da der Marktführer bei Hotelsoftware auf dem Marktführer bei Betriebssystemen ran. Wegen der einfacheren Wartung läuft auf dem “Rezeptions-PC” ein Suse-Linux, das Windows in einem virtuellen Maschiene ausführt, worin dann wiederum die Buchungssoftware Fidelio läuft.

Fileserver, Mailserver, Webserver, Surfstation für die Hotelgäste, Bilder von diversen Events verwalten und für Gäste aufbereiten, Speisekarten, Werbung, und all’ die täglichen Arbeiten erledige ich unter Linux.

In den Kommentaren fragte J: “Warum gerade Ubuntu?”
Die Gründe hierfür sind nicht so klar formuliebar wie ich es gerne hätte. Ich denke, hierin spiegelt sich meine eigene Entwicklung wieder. Auch wenn ich Suse seit der 5.3 (oder so) benutze, gibt es doch immer wieder Momente, in denen ich mit einem “debian-basierten” System geliebäugelt habe. Knoppix war mir aber immer ein wenig zu sehr auf Live-CD getrimmt, womit ich dann doch immer wieder bei Suse landete. Ubuntu “fühlt sich gut an”, läßt sich grafisch gut und im Textmodus standardgemäß konfigurieren. Dank dem Debian-Unterbau ist die Paketauswahl ist riesig und das Multimedia-System ist (zumindest nach der Installation diverser “unfreier” Formate) intakt. Ubuntu wird immer mehr zu “meiner Distro”, was ausschlaggebend für die Auswahl für diese Artikelserie war.

Linux im VMplayer
In seinem Artikel “Ubuntu mit VMware Player” erklärt Frank Hamm dann noch, wie man die Live-CD mit VMware in einem zusätzlichen Sicherheitsnetz ausprobieren kann. Also: Live-CD in einem virtuellen PC, wenn da was schief geht, dann weiß ich auch nicht mehr! Wer einen leeren virtuellen PC für den VMplayer benötigt, kann diesen unter LinuxBasics.org herunterladen.

Jetzt reicht es aber mit dem Gerede! Morgen geht’s dann aber wirklich los mit Linux. Egal was kommt, wir werden Ubuntu booten :)

Wie bekomme ich Linux?

Nachdem ich im letzten Artikel einige Gründe aufgezählt habe, warum man sich Linux anschauen sollte, werden wir nun daran gehen, Linux aus dem Internet herunterzuladen.

Zuvor möchte ich jedoch kurz auf die Kommentare eingehen. Es freut mich, dass der Artikel recht oft gelesen wurde. Auch die Tatsache, dass einige Linux schon ausprobiert haben und sogar Nutzen ist prima. Die Artikelserie soll jedoch auch gerade denen Linux nahebringen, die bisher nur Windows kennen.

Dabei will ich niemanden “zu Linux bekehren”. Auch wenn der erste Artikel recht kritisch mit Microsoft umgeht, will und werde ich an keiner “Mein-OS-ist-besser-als-Dein-OS-Diskussion” teilnehmen. Zumindes nicht hier auf Roberts friedlichem Blog :) Linux ist nicht perfekt. Aber immer mehr Firman nutzen Linux und so kann es nicht schaden, dieses System einmal persönlich kennen zu lernen.

Auch bin ich weiterhin dankbar für Rechtschreibkorrekturen. Besserung gelobe ich vorsichtshalber aber nicht :)


Was ist bitteschön eine Distribution?

Wenn heute von “Linux” gesprochen wird, so ist meist ein komplettes System aus dem Kern Linux, dem Grafiksystem X11, einer Benutzeroberfläche (KDE oder Gnome), einem Installationsprogramm, das die ganze Sache auf die Platte bringt sowie einer großen Sammlung von Anwendungsprogrammen gemeint. Eine solche Zusammenstellung wird im Linux-Jargon auch als “Distribution” oder kurz “Distro” genannt.

Die bekanntesten Linux-Distributionen sind Suse (Novell), Red Hat, Debian, Knoppix und Ubuntu. Typische Vertriebswege von Linux-Distributionen sind:

  • Verkauf in Buchläden (online oder IRL) – Hauptsächlich die “großen”, wie z.B. Red Hat oder Suse.
  • Verkauf im Zeitschriftenhandel – Als Heftbeilagen. Alle Distributionen, Suse und Red Hat jedoch oft erst kurz bevor die neue Version in den Handel kommt.
  • Weitergabe von Kopien – Im Gegensatz zu “unfreier” Software darf Linux weitergegeben werden. Somit ist es ohne weiteres möglich, Installations-CDs oder DVDs zu kopieren und weiterzugeben. Auch wenn Red Hat und Suse dies durch Beigabe von unfreien Programmen dies schwerer machen, so gibt es auch hier die Versionen, die uneingeschränkt kopiert werden dürfen (Red Hat → Fedora Core und Suse → OpenSuse)
  • Download direkt von der Projektseite im Internet


Und welche Distribution nehmen wir?

Wärend alle diese Distributionen inzwischen auch für Anfänger geeignet sind, werden wir unseren Spaziergang mit Ubunutu machen. Dies hat neben dem unendlich hohen “Hype-Faktor” auch den Vorteil, dass wir das System von der gleichen CD ohne Installation benutzen, aber auch auf der Festplatte installieren können. Außerdem habe ich Ubuntu als System kennengelernt, das sowohl eine einfachen Konfiguration als auch die Debian-typische Flexibilität bietet.


Download

Der Download erfolgt am besten von einem der Server, die auf http://www.ubuntu.com/download verlinkt sind. Die “PC (Intel x86) desktop CD” ist für die meisten wohl die beste Wahl. Alternativ stehen auch CDs für Apple-Hardware oder AMD64-Prozessoren zur Verfügung.

Die Datei mit dem Namen “ubuntu-6.06-desktop-i386.iso” ist ein sogenanntes ISO-Image, also ein Abbild einer CD auf der Festplatte. Dieses kann man mit jedem CD-Brennprogramm auf einem Rohling brennen. Fertig ist die Linux-Live und Installations-CD.


Heft-CDs am Kiosk?

Falls jemand am Kiosk eine Computerzeitschrift mit beiliegender Ubuntu-CD findet, wäre es prima uns den Titel zu nennen (Einfach als Kommentar posten). Speziell für diejenigen ohne dicker Flatrate ist dies eine prima Gelegenheit, Bandbreite zu sparen. Alternativ könnt Ihr auch bei mir vorbeikommen, und die CD abholen :)


Und wann soll es denn losgehen?

Mit dem nächsten Artikel geht’s los. Ihr macht bis dahin Eure “Hausaufgaben” und brennt Euch Eure CD. Dann steht dem Linux-Live-Erlebniss nichts mehr im Wege.