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Der erste Copyright-Tote (#PDFtribute)

AaronSchwartzAaron Schwartz wollte die Forschung befreien. Oder zumindest wollte er 4,8 Millionen wissenschaftliche Papiere frei verteilen. Diese sind normalerweise hinter der Paywall JSTOR versteckt. Und deshalb war er mit einer Klage konfrontiert, die ihm 1.000.000 US-Dollar und 35 Jahre im Gefängnis hätte einbringen können.

Aaron Schwarz beging Selbstmord.

Und wärend Anonymous beschuldigend mit dem Finger auf das MIT zeigt, entsteht als Reaktion der geschockten Öffentlichkeit  ein Internet-Meme, welches nun genau das erreichen könnte, was Schwartz wollte: wissenschaftliche Dokumente, die tatsächlich allen interessierten zur Verfügung stehen. Unter dem Hashtag #PDFtribute erbieten Wissenschaftler aus Ihre Arbeiten kostenlos zum Download an. Nachdem die Dynamik ursprünglich aus den USA kam, werden im Moment hauptsächlich Tweets mit Japanischen Schriftzeichen veröffentlicht. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Aus lizenzrechtlicher Sicht kann zwar das “befreien” der eigenen Schriften auch problematisch sein – schließlich hat man ja mit dem Anbieter einen Verwertungsvertrag geschlossen. Aber ein einzelnes, noch dazu eigenes Dokument ist wohl nicht so belastend wie 4,8 Millionen fremder Dokumente.

Die eigentliche Arbeit wird aber erst beginnen, wenn der Hype wieder abflaut. Denn es ist nicht schwer, ein paar PDFs auf einen großen Haufen zu werfen. Es ist etwas ganz anderes, diese Dokumente auch tatsächlich zugänglich zu machen.

 

Karrieretipp: Was sollte man jetzt studieren?

…bzw. am besten schon studiert haben?

Zu Beginn des neuen Jahres bin ich auf zwei interessante Links aufmerksam geworden, die beide eine Richtung der Entwicklung aufzeigen:

Die Zukunft ist offensichtlich “Big Data”, und “the biggest data” ist offensichtlich das, was wir sagen und schreiben.

 

Assignment: Integrationsanforderungen von Informationssystemen

Im Rahmen meines Wirtschaftsinformatik-Studiums habe ich die Prozesse und Integrationsstufen in einem kleinen Hotel- und Restaurantbetrieb untersucht:

Modul ANS09 — Betriebswirtschaftliche Standardsoftware
und Enterprise Application Integration (EAI)
Assignment
Integrationsanforderungen von Informationssystemen
am Beispiel eines Hotel– und Restaurantbetriebs

Ziel dieser Arbeit ist die Analyse und Bewertung der Integrationsanforderungen des Hotelinformationssystems anhand definierter Anforderungsstufen und Integrationsgegenständen.

In dieser Arbeit soll das Hauptaugenmerk auf zwei Kernprozesse im Unternehmen gelegt werden, anhand derer die Integrationsanforderungen in einem kleinen Betrieb deutlich werden.  Das Augenmerk der Betrachtungen liegt an den zu erfassenden Daten, deren Weitergabe und die dafür notwendigen Schnittstellen bzw. die bestehenden Medienbrüchen.

  • Verkauf von Speisen & Getränken im Restaurant
    Dieser Prozess beschreibt einen großen Ausschnitt der kundenzugewandte Seite der Leistungserstellung im Restaurant. Für diese Arbeit relevant sind die Möglichkeiten der abteilungsübergreifenden Integration sowie die Schnittstellen für die Datenübergabe an die Hotelabteilung (horizontale Integration) bzw. an das Management (vertikale Integration) betrachtet.
  • Hotelreservierung
    Hier stehen weniger die Erfassung und Verwaltung der Gästedaten und Reservierungen im Blickpunkt, sondern der Umgang mit den Informationen über noch zu vermietende Zimmer und die anzusetzenden Preise.

Alles Weitere als PDF-Download.

LaTeX und die Hausarbeit

Kleine Linksammlung zu Dingen, die mir beim erstellen meines Assignments geholfen haben:

Bzgl. Literatur & Zitate:

Sonstiges:

…dann klappt’s auch mit der Hausarbeit ;)

Die Welt, wie sie sein sollte…

“Anything that is in the world when you’re born is normal and ordinary and is just a natural part of the way the world works.

Anything that’s invented between when you’re fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it.

Anything invented after you’re thirty-five is against the natural order of things.”

frei übersetzt

“All das, was in der Welt ist wenn man geboren wird empfinden wir normal und gewöhnlich, einfach ein natürlicher Teil der Welt, wie sie sein sollte.

All das, was zwischen unserem fünfzehnten und fünfunddreißigsten Lebensjahr erfunden wird ist neu, spannend und revolutionär. Man kann wahrscheinlich Geld damit verdienen.

Alles was danach erfunden wird, ist gegen jegliche natürliche Ordnung.”

Douglas Adams, via Nico Lumma

Adblocker, kleine Kinder und große Brüder

Oliver hat Ute ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil diese einen Adblocker verwendet. Das mag ich – auch wenn ich Ute nicht kenne – nicht so einfach stehen lassen. Also eile ich (ebenfalls in einem fiktiven Dialog) zu Hilfe:

  • Ich: Hey, Oliver, das war aber nicht nett, der Ute ein schlechtes Gewissen zu machen. Lass sie doch ihren Adblocker nutzen, wenn sie will.
  • Oliver: Unter keinen Umständen. Adblocker sind böse, lassen Bloggerkinder verhungern und gefährden durch Schmarotzertum das freie Internet an sich.
  • Ich: Das ist nur ein Nebeneffekt. Auf solche Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Speziell die Werbung von Google ist mit reichlich Nebenwirkungen verbunden.
  • Oliver: Wie meinst Du das?
  • Ich: Google hat mit der Kombination aus Suche, Werbung und Analytics die Möglichkeit, unser Surfverhalten über die Grenzen von Webseiten hinweg sehr genau zu analysieren. Die dadurch entstehenden Profile können in den falschen Händen sehr unangenehm sein. Auch Amazon hat mit seinem Speicherdienst S3 und Werbebannern da schon eine recht hohe Verbreitung.
  • Oliver: Aber diese Konzerne interessieren sich doch gar nicht dafür, welche Seiten Du und ich besuchen. Außerdem ist die Erstellung von persönlichen Profilen verboten.
  • Ich: Wenn die Werbeeinnahmen steigen, dann interessiert das sicherlich. Außerdem hat man nach dem 11.9.2001 gesehen, wie zerbrechlich Werte wie Freiheit und Privatsphäre sein können, wenn es um die “Nationale Sicherheit” geht.
  • Oliver: Aber es ist doch technisch gar nicht machbar, detaillierte Bewegungsprofile von Millionen von Internet-Nutzer zu erstellen.
  • Ich: Im Moment vielleicht schon. Aber es gab auch einmal eine Zeit, in der das Marktvolumen für Computer auf 5 Stück weltweit geschätzt wurde. Die Zeiten ändern sich – die technischen Möglichkeiten noch viel schneller.
  • Oliver: Stimmt. Ich sehe ein: Es gibt Gründe, Werbung im Browser auszublenden
  • Ich: Ja. Und es gibt auch Werbemöglichkeiten, bei denen die Internet-Giganten nicht mit Daten gefüttert werden. Ich blende auf meinem Blog z.B. nur dann Google-Ads ein, wenn der Besucher eh’ schon von Google kommt.

(Ich finde solche fiktiven Dialoge richtig klasse. Man kann das gegenüber genau dann einknicken lassen, wenn man selbst keine Argumente mehr hat… ;)

Installation LaTeX & GIT

Nach einer Windows-Neuinstallation finde ich die für “mein LaTeX-Setup” benötigten Komponenten hier:

  • MiKTeX – Das eigentliche LaTeX-System. (Achtung, der Installer muss zwei mal ausgeführt werden: Ein mal zum Herunterladen, und ein mal zum Installieren des Systems)
  • TeXnicCenter - Entwicklungsumgebung zum Schreiben des LaTeX-Dokuments. Organisiert Projekte mit mehreren Quelldateien (z.B. für die einzelnen Kapitel oder Abschnitte, BibTeX, etc.)
  • GitHub for Windows – Sehr schicke Windows-GUI für lokale & online Repositories
    oder als klassische Alternative, die nicht auf Github fixiert ist:

  • Was noch? Vielleicht diese Linkssammlung

 

Break-Even: Grafisch und rechnerisch ermittelt

Gegeben sind die Stückkosten bei 100 und 1000 produzierten/verkauften Einheiten, sowie der Preis von 50€ pro Einheit. Die variablen Stückkosten sind konstant.

Gefordert ist die grafische und rechnerische Ermittlung des Breakeven-Points (aka. Break-Even-Punkt / Kostendeckungspunkt / Gewinschwelle / … )

Grafisch ermittelt man den Break-Even-Punkt in dem man die Gesamtkostengerade und die Erlösgerade zeichnet. Am Schnittpunkt ist der Break-Even.

Break-Even: Grafische ErmittlungDie Gesamtkostengerade erhält man, wenn man die gegebenen Stückkosten bei 100 bzw. 1000 Stück in Gesamtkosten umrechnet und dann die daraus resultierenden Punkte K100(100|24000) und K1000(1000|30000) einzeichnet und verbindet. Diese Gerade schneidet die y-Achse in Höhe der Fixkosten, also bei ca. 23500€. (Dies ist für die grafische Ermittlung uninteressant, aber dient der Kontrolle für den rechnerischen Weg.)

Die Erlösgerade verläuft durch den Nullpunkt und hat eine Steigung von 50.

Die beiden Geraden schneiden sich im Break-Even-Punkt, bei ca. (550|27000) (siehe Grafik)

Rechnerisch macht man nun genau das gleiche: Gesamtkostenfunktion und Erlösfunktion müssen gleich sein.

Für die Gesamtkostenfunktion Kges(x) = m*x + b wird die Steigung m (also die variablen Kosten pro Stück), und die Verschiebung nach oben b (also die Fixkosten) benötigt.

Die Steigung erhält man in dem die Kostenveränderung durch die Mengenänderung zwischen K100 und K1000 teilt. Also m = dy : dx = 6000 : 900 = 20/3

Mit dieser Steigung reduziert man von K100 aus nun die produzierte Menge um 100 Stück auf Null, und erhält so die Fixkosten b = 24000 – 100*20/3 = 70000/3 = 23333,33

Somit lautet die Gesamtkostenfunktion Kges(x) = (20/3)*x + (70000/3)

Die Erlösfunktion hat nur die Steigung 50 und lautet somit E(x) = 50 * x

Diese beiden Funktionen werden gleichgesetzt, um den Schnittpunkt zu ermitteln:

50 * x = (20/3) * x + (70000/3) | -(20/3)*x
(130/3) * x = 70000/3 | : 130/3
x = 7000/13 = 538,46 Stück

Somit wird  ab 539 verkauften Einheiten Kostendeckung erreicht. Der Erlös beträgt hierbei E(539) = 50 * 539 = 26950

So, ich hoffe das hat die Sache erklärt und nicht noch weiter verwirrt.

Viele Grüße und viel Glück mit der Klausur,

 

Stefan

PS: Hier das ganze nochmal anschaulich mit verschiebbaren Punkten

Das ist ein mit GeoGebra www.geogebra.org erstelltes Java-Applet. Möglicherweise ist Java auf Ihrem Computer nicht installiert; bitte besuchen Sie in diesem Fall www.java.com
erstellt mit GeoGebra

Liebe Facebook Freunde,

davon abgesehen, dass ich Euch schon immer lieber als “Kontakte” denn als “Freunde bezeichnet habe: Ich möchte gerne mit Euch in Verbindung bleiben. Facebook macht es einfach, Dinge mit anderen zu Teilen. Manchmal mit Freunden, manchmal mit der eigenen Familie, und manchmal eben auch mit Bekannten, die man auf einer Tagung, auf der Straße oder einfach im Internet kennen gelernt hat.

Wenn Ihr wollt, dass die Dinge, die Ihr mir mitteilt unter uns bleiben, dann schreib es nicht in Deine Status-Box. Und auch nicht auf meine Pinnwand. Schicke mir eine Facebook-Nachricht, und  Oder schicke mir eine E-Mail. Oder ruf mich an. Oder komm auf einen Milchkaffee vorbei, am besten nach 21:30 Uhr, dann dann ist im Geschäft weniger los, und wir können plaudern.

Aber bitte erwarte nicht, dass ich jedes mal hektisch aufspringe, wenn Zuckerberg ein weiteres Stück unserer eingebildeten Privatsphäre wegnimmt. Ich habe es schon einmal gesagt, und ich sage es nochmal: Was im WWW gepostet wird ist öffentlich. Als die Maus, fertig die Sache.

Wer jetzt wissen will in welche Richtung meine Bedenken gehen: Euer Surfverhalten sagt tausendmal mehr über Euch aus, als jedes Partyfoto, dass jemals in die FB-Öffentlichkeit gelangt.

Wo ist der Privatsphärenfanatiker von damals? Immer noch hier. Privatsphäre ist wichtig. Aber wenn ich mich dafür entscheide in die Öffentlichkeit zu treten, dann muss ich damit rechnen, dass man das liest was ich von mir gebe. Und Facebook ist nun einmal öffentlich. Gewöhnt Euch daran.

Also: viele Grüße – bis bald

Euer Stefan

 

PS: Hier der Orginaltext, für’s Archiv:

„An alle Facebook Freunde, könnt ihr bitte etwas für mich machen: Ich würde gerne privat mit euch in Verbindung bleiben. Mit den letzten Veränderungen auf FB, kann die Öffentlichkeit jetzt l eider alle Aktivitäten auf jeder Wand sehen. Drückt einer unserer Freunde auf “gefällt mir” oder auf “kommentieren”, sehen seine Freunde automatisch auch unsere posts. Leider hat FB das so eingerichtet, dass wir diese Einstellung nicht selbst verändern können. Deswegen brauche ich eure Hilfe. Nur ihr könnt das für mich machen. BITTE geh mit deiner Maus auf meinen Namen oben (nicht klicken), es erscheint ein Fenster, jetzt gehe mit der Maus auf “FREUNDE” (auch ohne zu klicken), dann runter zu “EINSTELLUNGEN”, hier klicke und eine Liste wird erscheinen. ENTFERNE das Häckchen bei “KOMMENTARE UND GEFÄLLT MIR” indem du darauf klickst. Wenn du das machst werden meine Aktivitäten unter meinen Freunden und meiner Familie bleiben und nicht länger veröffentlicht. Vielen Dank! Kopier das in deinen Status, damit auch deine Kontakte ihre Privatspähre behalten können wenn es ihnen wichtig ist. Danke“

PPS: Ist ja auch sehr treffend: Ich will, dass meine Nachrichten unter uns bleiben. Bitte kopiere sie deshhalb in Deinen Status ;)