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DRM ist prima!

Zumindest für die Hersteller von Abspielgeräten.

Apple’s Rechtemanagement bindet iTunes-Kunden effektiv an Apple-Hardware. Da für den iPod gekaufte Musik auf keinem anderen Player abgespielt werden kann, muss bei einem Systemwechsel die gesamte Sammlung neu gekauft werden. Und wenn die Sammlung fast so teuer war wie das neue Abspielgerät, dann überlegt man sich, was man kauft.

Tja, hätte man besser tun sollen, bevor man den iPod (und Steve’s Geldbeutel) gefüllt hat.

(via BoingBoing)

Es wird Zeit, dass das Urheberrecht respektiert wird!

Die MPAA stiehlt Patric Robins preisgünstige Software nur vorrübergehend und zu Testzwecken:
http://www.patrickrobin.co.uk/default.asp?Display=4
und
http://www.patrickrobin.co.uk/default.asp?Display=5
via
http://www.boingboing.net/2007/02/17/mpaa_rips_off_freewa.html

Die MPAA ist der Piraterie schuldig (und zwar nach ihren eigenen Maßstäben!)
http://www.slumdance.com/blogs/brian_flemming/archives/001953.html

Warner Music: Kinder unserer Geschäftsführer werden anders behandelt als ander Leute Kinder:
http://www.boingboing.net/2006/12/02/edgar_bronfman_jr_ow.html

Drei Gründe für MS Vista

Wenn an einem einzigen Tag gleich drei driftige Gründe ins Haus flattern, warum ich Wndows Vista kaufen sollte, dann muss ich das doch gleich an Euch weitergeben:

  1. Keine Microsoft-Software auf dem World Social Forum
    Also, wenn eizelne Firmen so unfair vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, dann muss man diese doch unterstützen! Microsoft hat bestimmt enorme Umsatzeinbußen erlitten, und ich will Bill Gates helfen, aus diesem Tal hinauszukommen…
    (via ProLinux)
  2. Die EICS warnt vor Vista

    Bereits im Jahr 2004 hatte die Europäische Kommission Microsoft für schuldig befunden, seine Monopolstellung illegal ausgenutzt zu haben. Nun warnt die ECIS, dass Microsoft in Windows Vista genau die gleichen illegalen Praktiken implementiert habe. Nach Ansicht der ECIS hat Microsoft bis heute nicht die Auflagen erfüllt, die die Europäische Kommission [...]verhängt hat, und die für die aktuellen genauso wie für alle künftigen Microsoft-Produkte gelten.

    Wer auch nur ein wenig gegen “Europa” protestieren will, der kauft Vista. Kein Grund mehr , auf die Straße zu gehen – kein Grund mehr, die Eurpoabrücke zu blockieren – kein Grund mehr, die Verfassung abzulehnen – kauft Vista und zeigt Brüssel, was Ihr von der EU haltet!
    (via ProLinux)

  3. Die Features, auf die wir schon lange gewartet haben:
    • Software, die sich selbst einschränkt
    • Funktionalitätsschwund durch Validierung
    • Entfernte Multimediafähigkeiten
    • Verbot Probleme zu lösen
    • Eingeschränkte Mobilität
    • Nur eine Weitergabe
    • Einschränkungen beim gebrauch von MP4-Video

    Das alles wird uns von der Vista-EULA garantiert. Super!
    (via Groklaw)

EMI folgt Sony: DRM-Malware

Wie auf BoingBoing zu lesen ist, verbreitet jetzt auch EMI (zumindest in Brasilien) einen Kopierschutzmechanismus, der sich ohne die Einwilligung des Besitzers hartnäckig auf dessen Computer festsetzt:

After reading all the above, I decided to reject it, and pressed the “reject” button. Immediately a screen with the word “Initializing” appeared, the proprietary software was installed, and the music started to play in my computer using the proprietary EMI player, as if I had “accepted” the whole thing.”

Übersetzung: “Nachdem ich [den oben stehenden Lizenzvertrag, Anm. d. Übers.] gelesen hatte, entschied ich mich, diesen Abzulehnen, und drückte den “Ablehnen” Knopf. Sofort erschien eine Anzeige mit dem Wort: “Einrichtung”, die geschützte Software wurde installiert, und die Musik wurde vom EMI-eigenen Abspielprogramm abgespielt, als ob ich die ganze Sache “Akzeptiert” hätte.”

 http://www.boingboing.net/2006/03/24/emi_releases_brazili.html

Aus Fehlern anderer zu lernen ist wohl in der Unterhaltungsindustrie so schwer wie überall… Dabei könnte es doch so leicht sein: Konsumenten wollen kein DRM. Echte Raubkopierer werden von DRM nicht gestoppt. Also, lasst es doch einfach sein!

Corrupt Disk – inferior Audio

Bei Telepolis ist ein interesanter Artikel erschienen, der die Möglichkeiten und Gefahren von modernen Kopieschutzmechanismen bei Unterhaltungselektronik aufzeigt:

“Bei DVD-Spielern fürs Wohnzimmer, die gar keinen Internetanschluss haben, werden diese Listen über die eingelegten Medien nachgeladen: wer sich eine neue Scheibe kauft und in sein Gerät schiebt, füttert dieses, bevor auch nur das erste Pixel des Filmbilds erscheint, mit einem Update. Wenn er Pech hat, stellt er anschließend fest, dass seine älteren Scheiben nicht mehr laufen oder gar das ganze Gerät scheinbar den Geist aufgegeben hat.”

“Sicher wird es früher oder später auch Scheiben geben, die man seinem ärgsten Feind schenkt und die nach dem Einlegen ins Gerät dieses mit einem Update der Liste verbotener Geräte abschalten, die schlichtweg alle bislang gebauten Geräte und Schlüssel enthält.”

Und wenn das dann soweit ist, dann ist die Situation so, wie unter Windows bei den E-Mails schon heute: Keine Anhänge mehr aufmachen (von niemandem), nur E-Mails von vertrauenswürdigen lesen und ständig Angst vor Phishing-Attacken. Übersetzt auf das Wohnzimmer im Jahre 2010: Nur DVDs (oder was immer dann aktuell ist) aus vertrauenswürdigen Quellen. Keine geschenkten Scheiben, und immer die Angst, das Angebot könnte sich als vireninfizierte Kopie herausstellen.

Und eines ist sicher: Professionelle Raubkopierer werden von den neuen Techniken nicht abgehalten. Im Gegenteil. Raubkopierer, deren Kopien ohne elektronische Fußfesseln benutzbar sind könnten Hochkonjungtur bekommen. Je mehr die Unterhaltungsindustrie die ehrliche Kundschaft gängelt, und je mehr sie das Recht zur Privatkopie durch Kopierschutz einschränkt, desto weniger wird der Verbraucher dieser Industrie vertrauen. Von Rootkits brauchen wir da noch gar nicht zu sprechen…

Too sexy for this world(cup)…?

Die Idee war ja ganz nett, die in Burkhard Schneiders blog “Best Practice Business” erwähnt wurde: Ein inoffizieller Lieferent für Fanartikel.

Nun ja, entweder war die Seite von Yasmin Abdul Hack und Birgit Schweyer zu erfolgreich für den hereinbrechenden Traffic, oder die Idee war zu erfolgreich für die FIFA, die ja sogar die deutsche Rechtschreibung ändern kann, indem sie in ihrer Wortmarke “Fussball” statt “Fußball” schreibt. (Als Verfechter der Innovativen deutschen Rechtschreibung hätte es nicht einmal gemerkt, aber ich schweife ab…)

Auf jeden Fall gilt für Hack & Schweyer das Prädikat:
Too sexy for this world(cup)!

Fashion – Pirates: IP in the world of skirts and suits

In the commentary “Control of creativity? Fashion’s secret“,

For virtually all players in fashion, some form of derivation, recombination, imitation, revival of old styles, and outright knockoff is the norm. Few denounce, let alone sue, the appropriator for “creative theft.” They’re too busy trying to stay ahead of the competition through the sheer power of their design and marketing prowess.

The fashion world understands that creativity is a collaborative and community affair. It’s far too big, robust, and evolving for any one player to “own” as a legal entitlement.

They even give a hint to the music and film industrie and tell them how they could start making money again:

But the fashion industry has a deeper faith in the power of creativity. Despite scant legal protection, fashion businesses invest enormous sums in each new season’s creative cycle – and reap substantial profits year after year.

Innovation and good, solid work is the key to profit. But many seem to have forgotten that…

Hart aber gerecht: Plattenfirma verteidigt “Raubkopierer” gegen RIAA

“Musikfans zu verklagen, ist nicht die Lösung, sondern das Problem”
Terry McBride, C.E.O Nettwerk Music Group

und

“Rechtsstreitigkeiten sind keine “Künstlerförderung”. Sie sind Gift für Kreativität und Leidenschaft und verletzen das Geschäft, das ich liebe. Die momentanen Aktionen der RIAA sind nicht im Interesse meiner Künstler.”
Terry McBride, C.E.O Nettwerk Music Group

spricht ziemlich für sich, oder?

Hier noch die Links zum Artikel von Telepolis, zur Nettwerk Music Group und zu Avril Lavigne.

Und ich muß mir jetzt dringend das Album kaufen… :)

Was wir vom momentanen Sony-Skandal über “IP-Firmen” lernen können

Sony, als Konzern der (unter Anderem) mit dem Verkauf von Musik Geld verdient gehört zu den Firmen, die sogenanntes “Geistiges Eigentum” (“Intellectual Property” ? IP) lizensieren. Zu diesem Schlag von Firmen gehören auch große Softwarekonzerne im klassischen Sinne, sowie die Filmindustrie. Die Verflechtungen zwischen diesen Industrien sind anscheinend nicht zu unterschätzen.

Gesetze wie die deutsche Urheberrechtsnovelle oder der us-amerikanische DMCA stärken die Position dieser großen IP-Firmen gegenüber Ihren Kunden und kleinen Konkurenten. Die Einführung von Patenten auf Software und Geschäftspraktiken in den USA (welche auch für die EU angestrebt wird) gibt diesen großen IP-Firmen eine noch mächtigere Waffe zur Hand.

Nach dem willen der IP-Firmen soll sich hierzu nun noch das sogenante “Trusted Computing” gesellen, bei dem jede Benutzeraktion von zentralen Servern genehmigt oder verweigert werden kann, Ein Vorgeschmack hierauf kann man heute schon haben, wenn man das Laptop an einen Beamer anschließt, dieser auch alle Fenster schön zeigt, aber das Fenster das die DVD abspield bleibt schwarz. (Orginal Windows XP, orginal DVD).

Microsoft wird den “Fall Sony” dazu benutzen um für “Trusted Computing” zu werben (“TC hätte die Installation des Rootkits unterbunden”). Jedoch wird diese Sicherheit (falls sie überhaupt geliefert würde) teuer bezahlt werden. Meldungen wie: “Das lesen dieser Datei ist nur nach erneuerung Ihrer Lizenz möglich” werden dann wohl an der Tagesordnung sein.

PS: Ich bin KEIN Kommunist!

Der aktuelle Fall (Nov. 2005) zeichnet folgendes Bild von “IP-Firmen”:

IP-Firmen kümmern sich nicht um die Selbstbestimmung Ihrer Kunden

Sony installiert ohne entsprechenden Hinweis oder Nachfrage Software auf den Rechnern der Kunden. Nicht nur dort, sondern auch auf all den Rechnern, in die eine entsprechend “geschützte” CD eingelegt wird (Firma, Bekannte, etc). Dies gilt sowohl für den momentan vielbesprochenen XCP-Mechanismus (ca. 50 CDs), als auch für den älteren SunnComm-MediaMax-Mechanismus:
http://www.freedom-to-tinker.com/?p=925

IP-Firmen kümmern sich nicht um die Sicherheit Ihrer Kunden

Sony installiert einen in Cracker-Kreisen weit verbreiteten Mechanismus, der bestimmte Dateien vor dem Benutzer versteckt (sog. “Rootkit”). Dies gibt Crackern, Viren und anderen Schadprogrammen die Möglichkeit sich des XCP-Systems zu bedienen, um sich vor dem Nutzer und Antivirensoftware zu verstecken. Dies ist auch inzwischen geschehen: http://www.sophos.com/pressoffice/news/articles/2005/11/stinxe.html

Die von Sony inzwischen Bereitgestellte Deinstallationsmethode hinterläßt weitere Lücken im System:
Technische Version und
weniger technische Version.

Hersteller von Anti-Viren-Programmen kümmern sich nicht um die Sicherheit Ihrer Kunden

Auf Seite 2 des Artikels Sony Rootkits: A Sign Of Security Industry Failure? erklärt Sam Curry (Vize-Präsident der Abteilung eTrust Security von Computer Associates), dass CA ‘schon im Juli’ einige wenige Exemplare des Rootkits zu sehen bekam.

CA habe nicht gehandelt, da es nicht sehr verbreitet war. Es war ‘keine große Alarmglocke’ die da läutete. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Sicherheitsfirmen dazu da sind, die ‘kleinen Alarmglocken’ zu hören, die dem normalen Benutzer im Tagesgeschäft nicht auffallen. Deshalb kaufen Leute Antiviren-Programme und Personal-Firewalls.

Es liegt offensichtlich nicht im Interesse der AV-Hersteller Gefahren zu beseitigen bevor diese sich weit verbreiten. Vom Medienrummel, der um Viren gemacht wird profitieren diese am meisten.

updated on 2005/11/21 17:08

IP-Firmen kümmern sich nicht um die Privatsphäre Ihrer Kunden

Entgegen der Beteuerungen von Seiten Sonys übermittelt die Software anscheinen welche CD gespielt wird. Bei der Anforderung über das Internet wird dem Server auch die IP-Adresse des abrufenden PC’s übermittelt (technisch notwendig). Sony bzw. seine Software-Lieferanten können somit auswerten welche CD wo gespielt wird. Ob dies bedenklich ist oder nicht, kann jeder für sich entscheiden. Aber die Aussage ‘keine Daten werden übermittelt’ stimmt somit nicht:
http://www.freedom-to-tinker.com/?p=925

IP-Firmen kümmern sich nicht um die Rechte anderer

In der von Sony installierten Software sind anscheinend Teile aus Freier und Open-Source-Software (FOSS) verwendet. (Update: Selbst 2011 hat sich die Lage offensichtlich nicht geändert – siehe Sixtus vs. Presseschauder.de) Dies ist zwar prinzipiell möglich, jedoch nur unter den Bedingungen, die der Author der FOSS bestimmt hat. Die verwendeten Teile unterliegen der LGPL bzw. der GPL. Im ersteren Fall hätte Sony den Benutzer des Players darauf aufmerksam machen müssen, dass die zugrundeliegende Software auch für ihn (den Nutzer) frei nutzbar ist. Um den Bestimmungen der GPL zu genügen, hätte Sony den Player auch unter der GPL vertreiben müssen, was unter anderem eine Offenlegung der Quellen beteutet.

Diese Bedingungen sind der “Preis”, den man als Softwareentwickler bezahlen muß, wenn man sich Arbeit, Zeit und Geld sparen will und deshalb auf ausgereifte FOSS zurückgreift. Offensichtlich war dieser Preis für Sony zu hoch.

Ironie #1: Um ihr eigenes Copyright durchzusetzten bedienen sich diese Firmen großzügig bei FOSS, ohne hierbei auf das Copyright zu achten.

Ironie #2: Es wurden Teile von Software benutzt, für die deren Autor vor einigen Jahren von großen IP-Firmen verklagt wurde.

http://hack.fi/~muzzy/sony-drm/ und http://www.theregister.com/2005/11/18/sony_copyright_infringement/

IP-Firmen behandeln ihre Kunden wir Kriminelle

In Deutschland werden “Werbespots” gesendet, die den Eindruck erwecken, jeder der darüber nachdenkt eine CD zu kopieren könne dafür schon ins Gefängnis gehen.

Kopierschutzmechanismen schränken die legale Benutzung ordnungsgemäß erworbener CDs, DVDs und Software stark ein.

In den USA ist es ist gesetzlich verboten, einen Kopierschutz zu entfernen. Wahrscheinlich haben die Hersteller von Antivirensoftware deshalb nicht auf den XCP-Schädling reagiert.

http://www.theregister.co.uk/2004/01/13/riaa_adopts_paramilitary_garb/

Nochmal die Links:

Sorry, alle auf englisch:

Overview

Tech

Making Matters worse

Late additions

Sony rootkit: The untold story] – Digital Restriction Management for text-content is on the way.

Sony

CD’s Containing XCP Content Protection Technology

Can you trust your computer? – GNU Project – Free Software Foundation (FSF)

Can you trust your computer?

��Treacherous computing� is a more appropriate name, because the plan is designed to make sure your computer will systematically disobey you. In fact, it is designed to stop your computer from functioning as a general-purpose computer. Every operation may require explicit permission.�