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Consumer’s Digital Rights – Rechte der Verbraucher in der Informationsgesellschaft

Freiheit brauch das Urheberrecht!

Update: Habe soeben gelernt, dass die Piratenpartei nicht für die Abschaffung des Urheberrechts ist. Trotzdem stimmt das hier gesagt grundsätzlich trotzdem :)

Ein wichtiger Punkt bei der Diskusion um “Freiheit der Kultur” ist, dass die Freien Lizenzen (GPL, CC, …) ein wirksames und starkes Urheberrecht benötigen, um die Kontinuität eben dieser Freiheit zu sichern.

Denn nur aufgrund eines wirksamen Urheberrechts konnte z.B. GPL-violations.org erzwingen, dass sich auch die “Großen und Mächtigen” an die Lizenzen halten, die die Programmierer bestimmt haben.

Je mehr Kultur unter freier Lizenz geschaffen wird, desto größer wird auch die Basis, auf die sich “Neu-Schaffende” beziehen können. Und wer dann seine Werke auf freien Grundlagen aufbaut, der muss sich dann auch an die Spielregeln halten.

Dass es der “Industrie” nicht um den Urheberschutz geht, konnte man schon 2005 erkennen: Zum Schutz der eigenen Musik wurde freie Software raubkopiert

Also: Urheberrecht kann/soll bleiben (aber auch nicht ausgedehnt werden!). Eine wirklich Freie Kultur wird dann die geschlossene Kultur überwuchern, verdecken und in die Bedeutungslosigkeit verdrängen.

Mit Software hat es begonnen. Aber dies ist erst der Anfang.

Mixtapes mit Freier Musik bei Phlow

Kürzlich habe ich bei Phlow deren “Compilations” entdeckt. Es lohnt sich eben doch, ab und zu auf die Seiten zu gehen, und nicht nur die Feeds zu lesen. Die Lieder lassen sich im Browser hören, oder als ZIP-Datei runterladen.

Mit dem Umweg über die jeweiligen Rezensionen kommt man auch an die direkten Links zu den MP3s, die man nutzen kann, um Blip.fm mit legaler Musik zu füttern.

Bis jetzt durchweg hörbar!

Was tun wenn das Windows-Backup nicht funktioniert?

Oder nicht vorhanden ist? Scheinbar schaut man da mit legalen Mitteln recht dumm in die Röhre – oder installiert Linux (Was aber auch nicht für jeden als Windows-Ersatz recht ist).

Ich habe jedenfalls diese Anfrage bekommen:

[...] habe ich einen grossen Fehler gemacht und die Partition gelöscht, auf der die Recovery Information von meinem Pavilion s7749.de war… :(

Ich habe im Internet gesucht und Ihr blog gefunden, wo steht, dass Sie auch den gleichen Computer haben. [Können Sie] die Dateien auf Ihren Computer zu kopieren und via FTP oder etwas ähnliches zu schicken?

Mein Antwort dazu:

Hallo,

das Problem ist, dass beim Pavillion keine Windows-Installations CD dabei war. Eigentlich hätte direkt beim ersten Start zwei Backup-DVDs gebrannt werden sollen. Ich gehe davon aus, dass Du das nicht gemacht hast – denn sonst hättest Du Dein Problem nicht.

Ein Kopie von meinen Backup-DVDs kann ich Dir leider nicht zusenden, da die Backups nur auf den jeweiligen Computern funktionieren.

Ansonsten kann ich Dir nur empfehlen, bei dem Händler nachzufragen, bei dem Du den PC gepauft hast – oder bei einem Freund/Studienkollegen, der sich auch mit PCs auskennt. Im schlimmsten Fall musst Du eine Windows-Lizenz kaufen. Das ist das Problem bei der momentanen Kopierschutzpolitik von Microsoft.

Wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du Dich gerne nochmal melden.

Viele Grüße,

Stefan

Stimmt doch so, oder? Eigentlich hilft da doch nur eine “Raubkopie” oder der Neukauf einer Windows-Vollversion – oder gibt es die Möglichkeit über den Händler oder HP an einen Ersatz zu kommen? Ist doch irgendwie ein “Defekt”…

Wer weiß besseren Rat als ich zu geben wusste?

Wenn die Benutzer Firefox nicht mehr trauen können, ist Firefox tot…

(via ProLinux.de: Mozilla-Chefin erklärt Pläne zur Datensammlung)

Die Mozilla-Vorsitzende Mitchell Baker hat einige Beispiele gegeben, welche Daten Firefox sammeln könnte.

  • Die Datenmenge, die bestimmte Websites ausliefern.
  • Popularität von Websites (in Form von Visits und Pagehits)
  • Download Statistiken

MaMrs. Baker schwingt sich sogar zum Retter des freien Internets auf: Ohne diese Daten wären die Vorgänge im Internet nicht zu verstehen. “Geheimnisstuerische Firmen” erhebten diese bereits (stimmt). Man bräuchte sie aber öffentlich.

Welche Daten will Mozilla also da erheben? Wem gehören die Daten?

Darüber wird ja immer wieder diskutiert: Gehören meine “Bewegungsdaten” im Internet mir – oder den Websites auf denen ich mich bewege?

Als Nutzer beanspruche ich meine Browser-History, denn diese beschreibt, was ich getan habe. Als Site-Betreiber beanspruche ich meine Server-Statistiken, denn das ist es, was ich ausgeliefert habe. Der Nutzer kann mit seinen Daten nicht auf die Popularität der Website schließen, und der Websitebetreiber kann den Benutzer nur nach den Aufrufen auf seiner eigenen Site beurteilen.

Egal wie man diese Frage beantwortet: Es versuchen sich weitere “Mitspieler” zwischen diese beiden Positionen zu drängen. Da ist ganz offensichtlich Google mit Google Analytics und Chrome. Auch “Popularitätsdienste” wie StumbleUpon oder Besucherzähler wie Blogoscoop, die jeden Seitenaufruf an ihre Server melden sammeln kräftig Daten. Was Microsoft mit dem InternetExplorer macht, weiß ich nicht.

Und nun formuliert auch noch Mozilla Begehrlichkeiten. (Als Robert Basic im November sein Mißtrauen gegen die Mozilla Foundation formulierte, tat ich es noch als FUD ab. Heute nicht mehr)

Man-in-the-Middle-Datensammler

Diese “Man-in-the-Middle-Datensammler” füllen Ihre Festplatten mit Daten, die dem Nutzer gehören. Und die dem Sitebetreiber gehören. Sie sammeln von vielen Nutzern und vielen Sites.

Wer auch immer diese Daten hat (auch wenn es “die Öffentlichkeit” sein sollte) ist der Big Brother von Nutzern und Seitenbetreibern. Anfangs würden die Daten bestaunt werden, wenn man nicht mehr auf geschätzte Daten zurückgreifen müsste, um Websites miteinander zu vergleichen. Man könnte tatsächliche (oder eher: hochgerechnete) Reichweite von Webseiten ablesen.

Aber wer sind denn die Seitenbetreiber der Zukunft? Im Web 2.0, im Read-Write-Web oder wie auch immer man es nennt, wird die Trennung zwischen Lesern und Schreibern aufgehoben. Die Grenze zwischen Betreibern und Benutzern einer Plattform verschwimmt. Und wer hat trotzdem alle Daten? Die “Man-in-the-Middle-Datensammler”!

Das ist es, was Google Analytics aus Datenschutz-Sicht so gefährlich macht. Und deshalb sollte kein Browserhersteller solche Daten erheben. Auch wenn als Ziel die freie Wissenserweiterung formuliert wird. Es wäre wohl bei manchen auch eine Gewissenserweiterung notwendig.

Oder wie OliverMMS es fomuliert: Die Frage sollte nicht sein, ob es nützlich ist, sondern ob es notwendig ist.

Oder eben: “If the user can’t trust firefox, firefox is dead…

PS: Der Blogoscoop-Zähler verschwindet hiermit aus meinem Blog.

Sonntagslektüre: Digitaler Content

Drei Artikel, die sich aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen, aber im Prinzip doch vom gleichen Thema handeln:

Drei schöne, lange Artikel, für die man sich Zeit nehmen sollte.

Gericht: Verschlüsselungsmethode für DVDs ist “nicht wirksam”!

Die EU-Vorgaben, die auch im deutschen Urheberrechtsgesetz in Kraft sind, verbieten einen “wirksamen Kopierschutz” zu umgehen. Na gut. Nun hat erstmals ein Gericht die Frage klären müssen, was ein wirksamer Schutz ist.

Das Gericht erklärte, dass das für verschlüsselte DVDs eingesetzte Content Scrambling System (CSS) den Schutz nicht mehr erfüllt (und somit eigentlich zur anfertigung von Privatkopien umgangen werden dürfte…ABER: Ich bin kein Anwalt – also nicht auf mich berufen, wenn Sony/MGM/Disney/whoever an Eurere Tür klopft!

Die Englische Pressemeldung gibt’s bei Turre Legal.

(via Groklaw Newspicks)

Und für echte Geeks, hier noch den Link zu den illegalen Primzahlen…

Kostenlose MP3s, DRM, Plattenlabels und Piraten…

Achtung: An den Link zu mp3net.de bin ich via Blogpay.eu gekommen. Den Betrag, den ich für die Vorstellung dieses Dienstes gutgeschrieben bekommen würde werde ich nicht annehmen. Denn es fühlt sich beschissen an, für Geld zu bloggen. So, jetzt geht’s mir wieder besser :)

Now playing: “Plea_From_A_Cat_Named_Virtue.mp3

Das kann man ja sogar anhören. Im Gegensatz zu dem, was ich auf einigen Second Life Tanzflächen hören musste! Aber dies ist ja auch das gute alte Web 1.0 :) An den Song (wie heißt die Band überhaupt?) bin ich über mp3net.de gekommen. War auf der Titelseite gefeatured. Für einen wahllosen Klick auf irgendeinen Listeneintrag kann ich nicht meckern.

Now playing: “Psalm_For_The_Elks_Lodge_Last_Call.mp3

Na ja, eigentlich ja nicht nur ein Klick. Eher drei: Von der Startseite auf die Detailseite (die auch nicht viel mehr aussagt, dafür aber Links zum Konzertkartenkauf, Klingeltonkauf und anderem anbietet), dann auf die Seite der Band, die sich übrigens “The Weakerthans” nennt, und dann noch nach einigem Suchen auf den eigentlichen Downloadlink. Und da sind wir auch schon bei der Sache, die an mp3net.de nervt: Die Downloads sind “dezentral” auf den Seiten der Bands gespeichert. Also, kein einheitliches Look and Feel. Was auch nicht verwunderlich ist, denn bei den meisten Titeln handelt es sich um Promo-Tracks aus den Alben der Bands. Und die wollen natürlich, dass man ihre Website besucht. Verständlich.

Unverständlich ist es dann aber, wenn diese Bands (wie z.B. “Seeeds”) eine Registrierung verlangen, bevor man an die Songs kommt. Sorry, wieder ein Werbekontakt verschenkt :) “Jamaram” wären auch beinahe durchgefallen, weil sie zuoberst nur “Liedschnipsel” zum Download anbieten. Weiter unten sind dann aber doch ganze Songs…

Now playing: “breakfast-love.mp3” Ach ne, doch auch nur ein Schnippsel :(

Es ist doch ziemlich aufwendig, sich immer wieder durch andere Webseiten zu klicken und immer wieder andere “Hürden” zu bewältigen. Wem dies nichts ausmacht, der kann via mp3net.de auf gute, unbekannte Bands stoßen, die Ihre Musik kostenlos und DRM-frei zum Download anbieten. Hut ab.

Now playing: “bus-song.mp3

Neuigkeiten gibt es in Punkto Digitalem Kopierschutz
(DRM, Digital Restriction Management) zu vermelden: Musikload plant, seine Downloads künftig als MP3s ohne Kopierschutz anzubieten. Das ist ein echter Anreitz, den bislang war es für Linuxbenutzer unmöglich legal erworbene, mit DRM versehene Musik abzuspielen.

Der Grund liegt hierbei nicht in den neu zu erschließenden Märkten. Auch sind die Erfolge des Independant-Labels der Fantastischen Vier (Die stellen Ihre Videos bei YouTube zum anschauen rein! GEIL!) nicht ausschlaggebend. Als Grund wird angegeben, dass sich 75% der Probleme mit Musikdownloads auf das DRM zurückführen lassen. Eine beeindruckende Quote, wenn man bedenkt dass DRM hauptsächlich die Einnahmen der Plattenfirmen sichert, die Supportkosten jedoch bei den Vertriebspartnern anfallen. (Supportkosten sind momentan noch Dell’s Ausrede wenn es um die Installation von Linux geht. Lächerlich!)

Now playing: “love-song.mp3

Womit wir beim Thema Plattenlabels angekommen wären:
(Habe ich schon gesagt, dass Ihr unbedingt bei Four Music reinschauen solltet? Die stellen Ihre Videos bei YouTube rein!)

David Byrne (ehem. “Talking Heads“) spricht davon, dass im nächsten Jahr der Online-Vertrieb von Musik noch wichtiger werden wird wir CD-Verkäufe. Er bemängelt, dass die Künstler trotz deutlich geringeren Kosten beim Online-Vertrieb nur gleich viel Tantiemen wie beim CD-Verkauf bekommen. Auch arbeitet er in seinem Vortrag in Austin, TX heraus, welche möglichkeiten es für Band gibt, auch ohne Plattenlabels erfolgreich verbreitet zu werden.

Ganz nebenbei gesteht Byrne, dass er Musik illegal herunterlädt. Ziemlich mutig, denn die RIAA (in etwa die Amerikanische GEMA) verklagt Studenten wegen kopierter Musik. Selbstverständlich nur aus moralischen Gründen. Der Kommentar auf BoingBoing: Lächerlich, die Leute, die “Sex, Drugs & Rock’n'Roll” erfunden haben, und die [...] Waffen verherrlicht haben, sich jetzt um die Moral und den Charakter Amerikanischer Teenager sorgen!

Und für was sind Downloads über Peer-to-peer Netzwerke gut? Klar: Damit legt man Raubkopierern das Handwerk! Und zwar denen, die schon immer Platten, Kassetten und CDs im großen Stil vervielfältigt und verkauft haben. Diese “echten Piraten” haben nämlich Ihren Markt verloren, weil man heutzutage entweder das Orginal kauft, oder die Kopie runterlädt. Eine Kopie auf dem Flohmarkt kaufen ist out…

Now playing: “Hows_It_Gonna_End.mp3