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Facebook Fanpages & Gruppen werden sichtbarer (oder zumindest gleicher…)

Bei Facebook wird gerade das Seitenlayout geändert. Speziell die Navigation am linken Rand wurde überarbeitet. Die Änderungen könnten sich als gut für die Sichtbarkeit von Gruppen und Fanpages herausstellen.

Bereits mit Einführung der “neuen Gruppenfunktion” wurden Benachrichtigungen aus Gruppen in der linken Spalte angezeigt. Da Gruppenmeldungen nicht im normalen Nachrichtenfluss angezeigt werden, war das die einzige Möglichkeit entsprechende News mitzubekommen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass dieser Platz nicht besonders vorteilhaft ist – was auch im Artikel “Eyetracking: Kaum Unterschiede zwischen Google+ und Facebook” bestätigt wird.

Nun bekommen auch die Fanpages ihren Bereich in der Navigation, wie man bei Mashable schon sehen kann. Auch falls das bedeutet, dass Gruppen im eigentlichen Stream nicht mehr so prominent dargestellt werden wie bisher, wird es hoffentlich doch dazu führen, dass mehr Leute ihren Blick auf den bislang “weißen Fleck” am Bisdschirm wandern lassen. Es ist zumindest zu hoffen, dass sich das Nutzerverhalten  ändern wird, wenn dort auch wirklich Interessante Dinge stehen.

Gruppen und Fanpages könnten sich hierdurch in der Wahrnehmung der Nutzer weiter annähern. Dann wäre die Wahl zwischen diesen beiden Werkzeugen tatsächlich nach Features zu entscheiden. Bislang waren Fanpages ja aufgrund der höheren Sichtbarkeit normalerweise deutlich im Vorteil.

Was lernen wir daraus?

  • Man kann sich nicht darauf verlassen, dass bei Facebook alles bleibt, wie es ist.
  • Vor Gericht, auf hoher See und bei Zuckerberg ist der Mensch in Gottes Hand.
  • Ich will das alte Facebook wieder!” wird neuen Zulauf bekommen :)

HYPEr, HYPEr!!!

Es ist mal wieder Hype-Cycle-Zeit.

Hype-Cycle

Wo würdet Ihr selbst den Gartner Hype-Cycle platzieren?

Destinationcamp 2011 – Das andere Barcamp?

Letztes Wochenende fand in Hamburg in den Räumen der ISM das Destinationcamp 2011 (Hashtag: #DC11) statt. Der Name lehnt sich an die aus dem technischen Umfeld kommenden Barcamps an. Das #DC11 steht damit in einer Reihe mit den bereits seit einigen Jahren etablierten Tourismuscamps, Castlecamps, Hotel-, MICE-, Kartoffel- und warscheinlich noch einigen anderen Camps, die die Prinzipien der “Unkonferenz” mit dem Tourismus zusammengebracht haben.

Aber in einigen Punkten wurde das Konzept des Barcamps dann doch verändert. So wurden bereits vor der Veranstaltung die Brennpunktthemen der Teilnehmer abgefragt, und entsprechende Sessions vorbereitet. Dieser Ansatz wurde auch schon von Reiner Edlinger für das Castlecamp 2010  in Erwägung gezogen – aber doch wieder verworfen. Die sechs “Hauptthemen der Branche” wurden dann bereits am Freitag Abend vorgestellt. Somit war die Sessionplanung, die bei Barcamps einen guten Teil des Samstag-Vormittags einnimmt bereits abgeschlossen. Für jedes Thema stand ein Moderator und ein Mindmapper bereit. Es war nicht möglich weitere Themen einzubringen.

Die Teilnehmer hatten dann am Samstag vier mal 90 Minuten Zeit, diese Themenworkshops zu besuchen. Die im Vergleich zu Barcamps längeren “Slots” empfand ich als angenehm, da hierdurch eine ausführlichere Bearbeitung der Themen möglich war. Am Vormittag war der Austausch auch entsprechend intensiv – die neue Camp-Spielart schien nur Vorteile zu bringen. Entsprechend begeistert waren auch meine ersten Rückmeldungen.
Der Nachmittag brachte dann aber auch erste Probleme zum Vorschein: Die Moderatoren hatten die Session schon zwei mal durchdiskutiert. Somit wurden viele Anregungen der Teilnehmer mit einem “Ja, das haben wir heute morgen schon durchgesprochen – hier steht das schon in der Mindmap.” abgehandelt. Oder – IMO die bessere Möglichkeit – das Thema wurde von vorneherein auf die noch nicht behandelten Unterpunkte gelenkt und beschränkt.

Der Sonntag Vormittag wurden die Ergebnisse vom Vortag präsentiert – was durchaus sinnvoll war, denn man konnte ja nicht an allen sechs Workshops teilnehmen. Danach bearbeiteten wir zwei Aussagen in Kleingruppen. Hier war sowohl Thema als auch Methode vorgegeben, was schon für etwas Irritation bei den Teilnehmern sorgte. Aber die anschließenden Präsentationen der Kleingruppenarbeit (also: acht mal über die gleichen Themen) hätten wir uns sparen können.

Die anschließende E-Bike Tour bei schönem Wetter durch Hamburg munterte dann aber wieder all diejenigen auf, die die Heimfahrt nicht so knapp gebucht hatten. (Ebenfalls ein Highlight des Rahmenprogramms: Die geführte Kietz-Tour von & mit Oliver “Ich wohne hier & habe einen Ruf zu verlieren” Puhe)

Fazit

Im Ganzen betrachtet war das #DC11 ohne Zweifel eine gute, gelungene Veranstaltung. Ich bereue weder die Zeit noch das Geld für dieses Wochenende. Aber von den klassischen Barcamps habe ich bisher mehr “mitgenommen” – auch wenn es nicht in einem schicken Whitepaper aufbereitet wurde. Aber vielleicht passt dieser Top-Down Ansatz auch ganz gut zum Thema Destinationen, denn auch in den Workshops zeigte sich (naturgemäß) bei vielen eine Top-Down Einstellung.

Hier nochmal die für mich wichtigsten Punkte:

Positiv Negativ
  • Vorbereitete Themen
  • Einbeziehung vieler Teilnehmer
  • Aufbereitung der Ergebnisse
  • Organisation, Location, Catering, Helfer, Musik, Rahmenprogramm, …

Ergebnisse

Meine Hauptergebnisse vom Wochenende sind: “Keine Angst vor Kontrollverlust” und das Statement von Konstantin Feustel: “Auch wenn alle DMOs untergehen, wird die Destination weiterbestehen.” (verkürzt & nur aus dem Gedächtnis)

Die erarbeiteten Folien mit den Ergebnissen sind schon online, weitere Nachlesen finden sich bei Netzvitamine – Ute Dallmeier und bei Ideas4Hotels – Michael Rotteler.

Hier die offiziellen Zusammenfassungen:

Weitere Whitepapers werden noch folgen.

Teamviewer 6 jetzt auch als Android App

Screenshot: HS/3 im TeamViewer 6 auf AndroidEigentlich bin ich durch Zufall über TeamViewer gestolpert – und seither habe ich ihn an fast jeder Ecke wiederentdeckt. Sowohl der Support des von uns eingesetzten Hotelprogramms als auch der Restaurantkasse arbeitet damit. Mit Teamviewer kann man einen anderen Rechner über das Internet fernsteuern. Das ist an sich ja noch nichts besonderes. Allerdings geschieht dies mit einer Geschwindigkeit, bei der man tatsächlich arbeiten kann und nicht auf jeden Klick einzeln warten muss.

Für den “Ferngesteuerten” Rechner fallen keine Lizenzkosten an. Einfach das Kundenmodul starten und die Verbindungsdaten durchgeben, fertig.

Da ich im Familienbetrieb für alles zuständig bin, was mit Computern zu tun hat, bin ich selbstverständlich auch derjenige, der als erstes Angerufen wird, wenn der PC nicht tut was er soll. Oft musste ich wegen Kleinigkeiten am freien Tag in den Betrieb. Zwei Klicks und wieder nach Hause. Typischer Fall für eine Remote-Desktop Anwendung. Daher habe ich mir dann auch recht bald eine TeamViewer-Lizenz gekauft. Nicht wirklich billig, aber inzwischen möchten wir die Möglichkeiten des Fernzugriffs auf den Rezeptionsrechner nicht mehr missen.

Und mit der Version 6 gibt es jetzt noch ein weiteres Schmankerl: Ich benötige um meinen “Damen an der Rezeption” zu helfen nicht einmal mehr mein Laptop! Mit der Android-Application lässt sich selbst über das Mobilfunknetz ganz ordentlich arbeiten. Nicht so komfortabel dass ich damit dauerhaft Zimmerreservierungen eingeben möchte, aber für einen schnellen Hilfsklick oder einen kurzen Blick auf die Belegung ist diese Lösung sehr praktisch. Selbst auf dem kleinen Bildschirm meines Motorola Milestone.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob es wirklich so gut ist, dass ich jetzt selbst auf der Skipiste oder am Strand Support leisten kann… :)

Die Android-App gibt es kostenlos – ebenso eine Ap für das iPhone bzw. den iPad. Damit kann man auch eine Testverbindung zu einem einfachen Desktop herstellen, um das Ganze zu testen.

Crowdsourcing: Die Guten, die Bösen und die Hässlichen

Es sind schon ein paar Ecken, die mich zur Blogparade: Crowdsourcing, Contests, Open Innovation – gut oder böse? gebracht haben. Trotzdem ist es doch immer wieder ein spannendes Thema, dem ich mich gerne aus der Richtung von OpenSource – also eigentlich der ersten ernstzunehmenden Crowdsourcing-Bewegung nähern möchte.

Für mich sind zwei Punkte für den Erfolg oder Mißerfolg von Crowdsourcing entscheidend: “Erwartungen” und “Belohnungen”.

Crowdsourcing ist nicht “professionell”

Warum sollen die Massen an meinem Projekt – oder gar an meinem Produkt – mitarbeiten? Auch wenn hier oft der Preis genannt wird, den es bei Wettbewerben oft zu gewinnen gibt, kann der doch nicht alles sein. Denn schließlich gibt es nur einen (oder wenige) Gewinner. Und wenn man aus der Sicht eines in der entsprechenden Branche aktiven Profis an die Sache herangeht, dann ist es nicht interessant, Teil der Crowd zu werden. Aber Crowdsourcing ist kein Ersatz für eine Ausschreibung – im Gegenteil: Es geht darum, dass Amateure (das hat im Wortstamm mit “Liebhaberei” zu tun) einzelne Teile beisteuern aus dem sich dann ein großes Ganzes zusammentut – oder der Initiator dieses eben zusammenfügen muss.

Crowdsourcing ist nicht “billig”

Dieses Bewerten und Zusammenfügen ist es auch, was trotz der “kostenlosen Arbeitskraft” dann doch Geld kostet. Nicht umsonst bittet Jimmy Wales regelmäßig um Spenden für Wikipedia. Außerdem erwartet die Crowd auch entsprechende “Entlohnung”. Und in den wenigsten Fällen ist diese monetär. Aber es geht um Anerkennung und auch darum, dass man das Resultat des öffentlichen Schöpfungsprozesses nicht einfach nimmt und in den Firmentresor einschließt. Offene Lizenzen wie die GPL oder viele der CC-Varianten fordern, dass die Werke, die auf den öffentlichen Fundamenten aufbauen auch wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Wer die eigene Arbeit nicht teilen mag – weil sie ihm zu wertvoll erscheint – der sollte auch nicht auf Crowdsourcing zurückgreifen.

Crowdsourcing ist nicht “exklusiv”

Wenn Ideen in der großen Gruppe erarbeitet werden, dann kann auch der Konkurrent diese anzapfen und sein eigenes Produkt verbessern. Der Wettbewerb ist somit intensiver – aber wird dadurch auch bessere Lösungen (für den Verbraucher) hervorbringen. Aber, wie sagt Guy Kawasaki so schön: “Die wenigsten Ideen sind so einmalig, dass sie nicht ein anderer auch haben könnte” – oder eben auch schon gehabt hat.

Crowdsourcing ist nicht “fertig”

Oliver Schuh verpflanzt das Konzept des Crowdsourcing in ein Restaurant – und dieses kommt bei ihm gar nicht gut weg. Vielleicht liegt das aber auch daran, wie das Konzept in diesem fiktiven Restaurant eingesetzt wird. Das fertige Gericht, das der Gast bestellen möchte gibt es tatsächlich nicht. Aber in der Küche, die dem Gast ja auch zur Verfügung steht, sind viele der Vorarbeiten schon erledigt. Er kann das Mise en Place der anderen benutzen, um sein Traumgericht (ohne Soßenbinder) zusammenzustellen. Der Einwand, dass man dies aber nicht tun kann oder will zählt hier nicht. In diesem Fall muss man dann tatsächlich in ein “normales Restaurant” gehen bzw. das Projekt auf konventionelle Weise realisieren. Beispiele wie “Restaurant” oder “Möbelhaus” taugen eh’ nur sehr eingeschränkt für Konzepte von Social Media, werden aber immer wieder gerne herangezogen. Aber das ist ein anderes Thema.

Crowdsourcing ist nicht “geheim”

Wer sein Projekt der Masse öffnet, der gibt der Masse auch die Möglichkeit vom Projekt zu lernen. Wer bei OpenStreetmap mitzeichnet lernt, wie die Grundlagendaten für Landkarten beschaffen sind. Wer an einem OpenSource Projekt mitprogrammiert, lernt viel über Programmierung. Wer bei einer Blogparade mitschreibt, beschäftigt sich viel intensiver mit dem Thema. Auch dies sind “Belohnungen” für diejenigen, die ihre Arbeitskraft und Kreativität einfließen lassen.

Fazit

Alle Punkte die ich aufgeführt habe, sind negativ formuliert. Aber meiner Meinung nach ist Crowdsourcing ein sehr gute Herangehensweise an viele Projekte und Probleme. Eine positive Einstellung zur offenen Kultur des Teilens vorausgesetzt. Wer die nicht hat, der sollte bei den klassischen Methoden bleiben.

PS: Habe ich bereits erwähnt, dass Blogparaden ein sehr schönes Beispiel für Crowdsourcing sind…?

Rückkehr der Normalität – also weiterhin “Free”?

Heute morgen hat mich ein iPhone von der Titelseite des Handelsblatt angelächelt. Dieser Heilsbringer der Verlagsbranche ist dann auch das richtige Foto, wenn es darum geht, den neuen Trend zu Bezahlinhalten in der Verlagsbranche zu preisen. Eigentlich macht das schon Sinn, dass man für Qualitätsjournalismus auch bezahlt. Da spreche ich gar nicht dagegen. Aber beim folgendem Satz musste ich dann doch schmunzeln:

“Das beste Restaurant der Stadt geht unter, wenn es am Hintereingang Speisen verschenkt”

Stimmt schon. Aber warum lese ich diesen Satz in einer Papierzeitung, die mir seit ca. 3 Jahren kostenlos täglich ins Haus geliefert wird? Warum habe ich jede Woche 3 Exemplare des “Kicker” zu verschenken? Warum musste ich mich gegen die 2 Exemplare “Die Süddeutsche” wehren als der Altpapiercontainer regelmäßig überquoll? Warum bekomme ich zwei “Oberbadische” zum Preis von Einer? Oder, was eigentlich viel absurder ist: Warum bezahle ich für die “Badische Zeitung” eigentlich noch den vollen Abo-Preis?

Eigentlich kann ich doch nur annehmen, dass die “Normalität” in der Verlagsbranche schon lange darin besteht, dass an der Hintertür die Zeitungen verschenkt werden.

PS: Ich würde ja gerne auf den Artikel bei Handelsblatt.com verlinken, aber er ist noch nicht online. Zumindest nicht im kostenlosen Angebot :)

Update: Netzwertig.com und Neunetz.com behandeln das Interview sehr ausführlich.
Nochmal Update: Thomas Knüwer, der  bis 2009 für das Handelsblatt arbeitete hat den Artikel auch analysiert – sehr lesenswert bei Indiskretion Ehrensache.

Warum bin ich Freund einer Seite die mir nicht gefällt?

Alle die beim Marketing (oder sonstwofür) auf Facebook setzen, sollten sich dessen bewusst sein, dass man im Zweifelsfall der Willkür dieser Firma ausgesetzt ist. Deshhalb gibt es nur Ergänzungen, aber keine Alternative zur selbst gehosteten Website.

PR für Anfänger

Bei Online-PR geht es darum, Teil der Gemeinschaft zu werden!

Online-PR ohne Spam

Das Zauberwort ist “Relevanz”

Helden oder Bremsklötze? Oracle OpenOffice.org vs. LibreOffice

Wenn Oracle klug ist, kann es das Ansehen (und den eigenen Markenwert?) erheblich steigern, wenn sie nicht an der Marke OpenOffice festhalten, sondern diese an die “The Document Foundation” weitergeben -> Aus OpenOffice wird LibreOffice

(Siehe auch IBM, SCO, Sun, MySQL, etc.)

VPN in the USA… (Android)

So, da muss man also Facebook überlisten, dass man Places ausprobieren kann. (Danke @BenjaminBuhl und @Stefan_Niemeyer)

Also gut, ein VPS-Service in den USA muss her. Aber HotspotShield funktioniert nur auf dem iPhone :( Und die einzigen Suchtreffer für “HotspotShield Android” sind Jammerpostings, dass es nicht funktioniert. Klasse.

Die Suche nach einem anderen Service brachte USAIP.eu hervor. Diese haben eine Anleitung für Android – aber ohne die zugehörige Serveradresse. Und die Serveradresse in der Ubuntu-Anleitung funktioniert nicht. Also muss ich mich doch anmelden.

Zum Glück gibt es für Blogger einen Gratis-Zugang. Nun gut, nicht ganz umsonst, aber es kostet mich immerhin nur diesen Blogpost (und dann nochmal einen über meine Erfahrungen).