Ich glaube denen wirklich, dass es eine Panne ist/war. Denn richtig gutes Viralmarketing kann man nicht machen. Es passiert.
(via @pixeljunkie)
Ich glaube denen wirklich, dass es eine Panne ist/war. Denn richtig gutes Viralmarketing kann man nicht machen. Es passiert.
(via @pixeljunkie)
Wenn es in Deutschland ca. 80 Mio. Menschen und ca. 40 Mio. Schusswaffen gibt – hat dann statistisch jeder zweite Deutsche eine Waffe? Wohl kaum, denn für eine solche Aussage müsste man wissen, wie viele Menschen eine Waffe besitzen. Und das wurde nicht erwähnt. Aus den gegebenen Zahlen kann man höchstens folgern, dass statistisch jeder Deutsche 0,5 Schusswaffen besitzt. Aber das hört sich bei weitem nicht so spektakulär an.
Und genauso schwachsinnig ist es nun, dass die Medien den Innenminister anschwärzen, er habe von Beweisen der Ankündigung im Internet gesprochen. Wer hat denn die Screenshots gemacht, die über die Sender gingen? (update: Anscheinend die Polizei, oops) Aber trotzdem: Wer geiert denn nach jedem noch so kleinem Detail aus dem Leben des jungen Mannes, um ihn als “tickende Zeitbombe”, “blutrünstigen Killer” oder “Psycho” darzustellen?
Und wie unmenschlich, brutal und herzlos sind die Medien selbst, wenn “immer wieder neue Kerzenmeere” rund um die Schule entstehen, weil “die Menschen die Ruhe suchen” – und zwar die Ruhe vor den Kamerateams. Also, ihr Fernsehsender: Zeigt mir etwas anderes! Nicht weil mir die Geschehnisse egal sind – sondern weil ihr nichts sinnvolles dazu beitragen könnt.
Passend dazu: Stefan Niggemeiers Artikel “Pöbeljournalismus” (via Bloggold)
Seit gestern habe ich hier im Blog die Statistik-Software Piwik laufen. Seit heute morgen auch auf Krone-Neuenburg.de und RubysRudel.de
Viel Daten sind da noch nicht zusammengekommen, aber diese erste Stichprobe zeigt doch eine wunderschöne Verteilung meiner geocachenden Lesern:

Betriebssysteme und Browser – alles ganz klassisch verteilt und in gleichen Teilen. Friede, Freude, Eierkuchen
(Hier in meinem Privatblog ist der Firefox deutlich vorne, bei der Krone ist es der IE – nichts wirklich Überraschendes, aber trotzdem finde ich den Screenshot nett)
Wenn Piwik eine Zeit lang läuft, werde ich es mit meinem bisherigen Statistikpaket AWstats vergleichen. Aber dazu ist es noch zu früh.
(PS, für meinen geplanten Vergleichsartikel: via Netzlogbuch)
ich finde es richtig klasse, aber auch immer erstaunlicher mit welchen Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten man Euch eine Freude machen kann. Jetzt habt ihr also Copy’n'Paste und seit neustem auch die Vorfreude auf Multitasking. Aber das hat ja auch auf dem Mac ein wenig länger gedauert, als bei anderen Betriebssystemen.
Viele Grüße,
Euer Stefan
Eigentlich ist es mir ja schon klar, das Akismet einge Daten “nach Hause” zu den eigenen Servern überträgt. Die Datenschutzerklärung, wie sie “Playground” für notwendig erachtet, wird somit sicher nicht umsonst sein.
Was mit aber mehr zu denken gibt: Warum muss so viel übertragen werden? Eigentlich sollten doch die Daten aus dem Kommentar-Formular sowie die IP-Adresse ausreichen, um einen Kommentar zu bewerten. Aber anscheinend werden eine ganze Latte von Daten übertragen:
- comment_post_ID
- comment_author
- comment_author_email
- comment_author_url
- comment_content
- comment_type
- comment_parent
- user_ID
- user_ip
- user_agent
- referrer
- blog
- HTTP_HOST
- HTTP_USER_AGENT
- HTTP_ACCEPT
- HTTP_ACCEPT_LANGUAGE
- HTTP_ACCEPT_ENCODING
- HTTP_ACCEPT_CHARSET
- HTTP_KEEP_ALIVE
- HTTP_CONNECTION
- HTTP_REFERER
- CONTENT_TYPE
- CONTENT_LENGTH
- PATH
- SERVER_SIGNATURE
- SERVER_SOFTWARE
- SERVER_NAME
- SERVER_ADDR
- SERVER_PORT
- REMOTE_ADDR
- DOCUMENT_ROOT
- SERVER_ADMIN
- SCRIPT_FILENAME
- REMOTE_PORT
- GATEWAY_INTERFACE
- SERVER_PROTOCOL
- REQUEST_METHOD
- QUERY_STRING
- REQUEST_URI
- SCRIPT_NAME
- PHP_SELF
- REQUEST_TIME
Gut, bei manchen könnte man noch eine Nützlichkeit annehmen (z.B. der Referrer oder der benutzte Browser). Aber warum auch ausführliche Infos zu Server und Nutzereinstellungen mitgeliefert werden, ist mir schleierhaft.
So, es wird wohl Zeit, dass ich mich nach einem neuen Anti-Spam-Plugin umschaue…
Wer im Web unterwegs ist, der wird von einer vielzahl von Diensten beobachtet, getrackt und analysiert. Deshalb sollte das Firefox-Plugin “NoScript” eigentlich auf keinem Computer fehlen. Es erlaubt bzw. verbietet die Ausführung von JavaScript auf Webseiten nach den Vorgaben des Benutzers.
Für anderweitige Überwachungsversuche durch unsichtbare Elemente auf Webseiten ist das Plugin “Ghostery” zuständig. Es kann zwar die Tracker nicht an der Arbeit hindern, aber zumindest kann es die Beobachter sichtbar machen. Schon interessant, wer einem beim Browsen alles über die Schulter schaut…
Es scheint so, als hätte ich ein weiteres Plugin, das bei jeder Installation direkt mit auf die Platte kommt.
(via ReadWriteWeb)
Details – wie so oft beim Scobelizer – hier in diesem Video!
Ich habe das Video jetzt zwei mal hintereinander angeschaut, und kann es einfach nicht fassen!
Weitere Reaktionen im Web.
“Cloud Computing” ist in aller Munde. Damit bezeichnet man, dass Daten und Programme nicht mehr auf dem eigenen Computer gespeichert und ausgeführt werden, sondern im Internet. Das Internet wurde/wird in Schaubildern oft als “Wolke” dargestellt – daher der Name.
Die Vorteile des Speicherns und Arbeitens im Netz sind (anscheinend?) bessere Verfügbarkeit, ortsunabhängigkeit und leichtere Wartung (weil der Nutzer sich nicht um Programinstallationen, kaputte Computer und Updates kümmern muss).
Ein weiterer Begriff, der in Richtung Cloud Computing geht ist “Software as a Service“, also Software als Dienstleistung oder kurz SaaS. Dabei muss diese Software nicht unbedingt über das Internet bedient werden, was aber an den folgenden Problemem nur wenig ändert.
Um diese Frage zu beantworten, muss man sich vor Augen führen, wo der Internetnutzer von Heute bereits mit dem Cloudcomputing in Berührung kommt. Denn die meisten Webanwendungern werden noch gar nicht unter diesem Buzzword beworben.
Unsere Daten – zumindest die Fotos – speichern wir bei Flickr, Panoramio, Photobucket oder einem ähnlichen Dienst. Unser Adressbuch haben wir bei Facebook, Xing oder WasauchimmerVZ. Man bloggt bei WordPress.org oder Blogger.com. Manche Betriebe wickeln die gesamte Unternehmensplanung über SaaS ab. Marketinganktivitäten laufen bei modernen Betrieben immer mehr über Social Networks, z.B. über eine Facebook Fanpage. Aber auch kleinere Annehmlichkeiten werden von der Wolke angeboten: Bookmarklisten, Kurze Webadressen, Microblogs (welche oft die Rolle von E-Mails oder SMS übernehmen).
Und dann liest man immer wieder von Vorfällen wie diesem:
Seit heute ist die Fanpage Geschichte. Facebook hat sie gelöscht
Hier handelte es sich um eine “nostalgische” Fanpage, auf der Screenshots von Windos 3.1 gesammelt wurden. Es geht mir in meiner Betrachtung nicht um die Frage, ob diese Gruppe berechtigt gelöscht wurde oder nicht. Es geht mir um folgende Punkte:
Ein weiterer Fall ist der von “Superbertram“, der durch Löschung seines Flickr-Accounts eigenen Angaben zu Folge 250.000 Bilder verloren hat.
Schon wieder Facebook, aber als einer der großen Player muss man wohl damit leben, dass Mißgeschicke auch entsprechendes Echo finden:
also
“Wenn Daten, so unwichtig sie auch sein mögen, aus der Wolke verschwinden, dann ruft das danach, ernsthafte Fragen nach Vertrauen und Fähigkeiten zu stellen”
Mit dem gleichen Problem mussten die Teilnehmer bei SecondLife zurechtkommen, als im großen Hype immer wieder gekaufte virtuelle Gegenstände aus dem Inventar von Avataren verschanden. Denn in Vitruellen Welten sind Daten und Güter gleich.
Ein weiteres Beispiel ist “Linkup” – ein Online-Speicherdienst, der 45% der Daten der Benutzer verloren hatte und somit schließen musste. Oops.
Erfolg ist ja ganz schön. Aber wenn Internetanbieter zu schnell zu viel Erfolg haben, dann bekommen auch die Nutzer ein Problem. Das hat man bei Twitter gesehen, das hat man bei MySpace gesehen, das hat man bei SecondLife gesehen und das hat man auch bei jeder Website gesehen, die in den Hochzeiten von Slashdot auf deren Titelseite landete – “We’ve been slashdotted” war einige Zeit gleichbedeutend mit “Unsere Seiten sind aufgrund zu hohem Ansturms nicht mehr erreichbar”.
Und dann? Dann steht der Nutzer da, und kann seine kurzen Webadressen nicht mehr aufrufen, oder das für Werbung und Verkauf so wichtige Profil ist nicht erreichbar, oder man kann seinem SL-Job nicht nachgehen und verliert Honorar manchmal vielleicht sogar in echten Dollars, und nicht in Lindens.
Legitimation ist ein großes Wort. Das Volk ist souverän und legitimiert die Regierung. Die Regierung muss sich vor dem Volk rechtfertigen. So sollte es zumindest sein.
Aber in der Cloud fehlt diese Kontrolle der Anbieter durch die Nutzer. Was der Anbieter eines Dienstes entscheidet, das ist so. Da werden Benutzerkonten (z.B. Robert Scoble) oder Seiten (z.B. Windows 3.1) gelöscht. Eine Begründung braucht man nicht geben, denn dieses Vorgehen ist ja durch die Geschäftsbedingungen gedeckt. Und somit braucht man die “Ungehorsamen” ja auch nicht vorher anzuhören.
Und wenn es den Nutzern nicht passt? Pech gehabt. Geht doch wo anders hin. Aber genau das ist oft nicht leicht, wenn man seine Daten, seinen “Social Graph” oder auch nur seine Fotos nicht ohne weiteres mitnehmen kann. Nur wenige haben das Glück, so bekannt zu sein wie Scoble, der seinen Account wieder zurückbekam.
Wärend die User auf alle nur erdenkliche Arten Daten, Wissen, Content ins Internet pumpen, gibt es oft keine Möglichkeit, diese Informationsflut anzuzapfen. Klar, man kann darauf zugreifen – ein Export in großem Stil ist jedoch äußerst selten möglich. Genau dadurch halten die Anbieter die Kunden bei der Stange: Man hat schon so viel in eine Plattform gesteckt, dass es sich nicht lohnt, diese zu wechseln, selbst wenn es bessere bzw. solche mit besseren Nutzungsbedingungen gibt.
Geschlossene Wolkendecken schlagen auf’s Gemüt. Ebenso wie Cloudcomputing mit großen, übermächtigen Anbietern. Egal, ob diese Google, Facebook oder Microsoft heißen. Wir brauchen eine Infrastruktur, mit der jeder seine eigene Wolke haben kann. Auf dem eigenen Server, wenn er will. Oder bei einem Anbieter nach Wahl. Und wenn der Anbieter nicht spurt, dann wechselt man eben.
So wie wir heute Webspace oder Server anmieten, so sollte auch die Cloud sein. Ich will mein Adressbuch und mein Blog und mein Mikroblog und wasauchimmer selbst hosten können. Wer das nicht mag, für den soll es Anbieter geben, zwischen denen jeder wählen und wechseln kann.
Oder wir es Martin im Kommentar bei Helge schreibt:
Viele kleine Wölkchen, die im lauen Sommerwind am blauen Himmel entlangziehen – das ist der Traum, den ich für’s Web 3.0 Träume…
Alles von Firmen, die eine recht große Userebasis haben – und somit zu den “Großen” gehören.
Wer die Wolke besitzt auf der die meisten sitzen, der ist Herrscher über Wettbewerb & Meinungsfreiheit. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es im Rahmen der Wikileaks-Skandale eine Reihe von Diensten gab, die versuchten, den Streit zwischen Assange und der US-Regierung von den eigenen Servern weg zu halen. Dabei ist es egal, ob dies aus politischen, wirtschaftlichen oder aus gemischten Gründen geschah. Jedenfalls waren alle, die sich um Schadensbegrenzung mühten, plötzlich mitten drin in der Auseinandersetzung.
Und zu den Cloud-Diensten, die wir alle fast selbstverständlich nutzen, gehört nun auch ganz offensichtlich der Zahlungsverkehr.
Bei manchen Browsern – aber auf jeden Fall bei Linux-Tools wie “wget” oder “curl” lässt sich der HTTP-Referrer vom Benutzer angeben. Ich habe schon eine Weile den Verdacht, dass dies manche Spammer nutzen, um speziel am Monatsanfang Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Aufmerksamkeit bei wem? Die Angabe, auf welcher Seite der Besucher war, als er auf einen Link klickte bekommt doch niemand zu sehen? Doch – und zwar der Webmaster der verlinkten Seite.
Beim Anschauen der Zugriffsstatistik meines Blogs fallen mir ab und zu “neue” Referrer auf. Ich werde neugierig und will wissen, wer hier auf meinen Artikel verlinkt hat und besuche die Seite. Nicht alle benutzen Trackbacks und manchmal funktionieren sie auch nicht
Und dann passiert es auch, dass ich auf Seiten lande, aber “meinen Link” weit und breit nicht finde. Und da diese Websites besonders am Monatsanfang in meiner Statistik auftauchen (also wenn man mit recht kleinen Zahlen noch in die Top-10 kommt) habe ich den Verdacht, dass dies bei manchen Spammern zur Methode geworden ist. Die Zahlen wachsen dann übrigens im Monatsverlauf auch nicht mehr, was meinen Verdacht erhärtet. Diesen Monat sind das zum Beispiel die Einträge auf Platz 1, 9 und 10 des obigen Screenshots. Alle tauchten ganz am Monatsanfang auf, und blieben dann bei Ihren 44 bzw. 10 Zugriffen stehen. (Wäre ja auch zu schön, wenn ich dauerhaft bei (nein, NICHT mit!) Katy Perry verlinkt wäre
Wie geht es Euch? Bemerkt ihr auch “Referrer-Spam”? Bin ich paranoid bzw. größenwahnsinnig? Oder ist das Ganze ein bekanntes Phänomen, von dem ich bislang noch nichts wusste? Bald beginnt der Dezember, vielleicht fällt Euch am Ersten ja vielleicht etwas auf.