Archive | Dezember, 2011

Chormusik vs. Volksbankwerbung

Es ist ja nicht so, dass ich in der Lage wäre Chormusik zu beurteilen, auch wenn ich zu Jugendzeiten in einem Chor mitgesungen habe – meist irgendwo zwischen Bass und Tenor, je nach dem neben wem ich gerade stand…

Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die unverständlichkeit des Texts einiges dazu beigetragen hat, dass “Wie weit willst Du geh’n?” in die Volksbankwerbung kam. Denn im Orginal “Hungriges Herz” ist es sehr gut verständlich – aber eigentlich nichts für einen Banken-Werbespot.

Ist aber auch egal. Ich freu mich immer, wenn ich bei der VoBa in der Warteschleife bin :)

Und apropos freuen: Halleluja!

Social-Seating meets Dating-Websites

via Jens Oellrich auf Facebook:

Fenster oder Gang? Hühnchen oder Lasagne? Beim Fliegen kann man sich vieles aussuchen, nur den Sitznachbarn nicht. Was bisher dem Zufall überlassen ist, will KLM nun planbar machen – mittels sozialer Netzwerke wie Facebook.

Denken wir das einmal ganz konsequent zu Ende, in einer Zeit, in der man bei manchen Fluggesellschaften nicht überrascht wäre, wenn eine seperate Toilettengebühr erhoben würde:

Beim Check-In wird man nicht nur freundlich auf die Möglichkeiten des Priority Boarding hingewiesen, sondern auch auf das Priority Social Seating:  ‎”In unserem Standardpreis ist das Social-Seating mithilfe von Facebook oder Google+ inbegriffen. Gegen Aufpreis beziehen wir partnerbörse.ru sowie andere Dating-Sites in den Algorithmus mit ein. In der Business-Class ist die XING-Option inklusive.”

Gar nicht auszudenken, wenn man das jetzt noch mit Ebay verknüpft und die ledigen Flieger um den Platz neben der Blondine (und selbstverständlich auch umgekehrt) bieten lässt. Und das Objekt der Begierde darf mitbieten, um sich freizukaufen.
Ich bin gleich wieder da, muss nur kurz rüber zum Patentamt… ;)

Autokorrektur…auch nach 20 Jahren immer noch lustig

Schon in den 80ern, als Textverarbeitung massentauglich wurde, gab es einige witzige Ersetzungsvorschläge, die die Runde machten. Damals wurden aber die Verschlimmbesserung nicht ungefragt eingesetzt. Und wenn, dann konnte man davon ausgehen, dass das Druckerzeugnis noch einmal kurz überflogen wurde. (Ja, ich weiß: Es wurde nicht korrekturgelesen. Aber man hatte wenigstens die Chance.)

In Zeiten von Mini-Touchscreen-Tastaturen und SMS sind die Folgen jedoch um einiges gravierender – und noch lustiger.

Ich bezweifle zwar, dass Steve Jobs bzw. das Appl’sche Puritätsministerium erlaubt, dass Worte wie “Pussy”, “Kill”, “Cock” und “Jizz” überhaupt in der Autokorrektur vorhanden sind. Und wenn, dann nur auf der Blacklist um vom Empfänger eine Bestätigung zu einzufordern die besagt, dass man mit “17+ Inhalten” umgehen kann.

Wie auch immer, mit den Seiten “Damn You Autocorrect“, “Wrong Number Texts” und dem deutschen Pendant “Geliebte Autokorrektur” kann man ohne weiteres drei bis vier Stunden schmunzelnd – und manchmal auch laut lachend – verbringen.

Viel Spaß damit!

PS: Mein Favorit ist immer noch “Your mom and I are going to divorce next month.” – “What??? Why! Call me please?” – “I wrote Disney and this phone changed it. We are going to Disney.

Herbtshopping…

Seitdem ich bei Amazon einige Produkte mit eindeutigem Apple-Bezug gekauft habe, bin ich offensichtlich in eine andere Kundengruppe eingeteilt worden. Man bietet mir per E-Mail äußerst stylische Küchengeräte von Russel Hobbs an. Bei manchen kann ich am Foto alleine nicht wirklich erkennen, welche Aufgabe die einzelnen Gadgets erledigen sollen. Aber sie sehen klasse dabei aus :)

Unzertrennlich!Ich fürchte, dass meine alte, braune Lederjacke da wohl nicht mehr ganz zum iMage passt…

Hemd und Hose passen ja zusammen, die Krawatte konnte ich schon vor der App binden (aber jetzt weiß ich, wie der Knoten genannt wird!).

Aber was ist in diesem Herbst der Trend bei  Herrenjacken? Da gibt es ja viele unterschiedliche Modelle, von glänzend und schwarz bis hin zu Strick oder Leder. Da hat Mann die Möglichkeit, genau die Jacke zu wählen, die ihnen auch am Besten gefällt. Ich will mich ja in der eigenen Jacke wohl fühlen – und das nicht nur diesen Herbst. Es ist also nicht empfehlenswert, eine Jacke nur zu kaufen, weil sie gerade besonders modisch oder trendy ist, denn nicht jeder Trend passt zu mir. Auch wenn mich schon einige der Jacken, die man im Angebot von Esprit findet schon interessieren würden.

Jacken und Mäntel sind ja ohne weiteres in der “iPreisklasse” angesiedelt. Aber man kauft ja auch nicht nur für eine Saison. Meine Jacken und ich sind in der Regel über viele Jahre ein festes Team. Da darf man ruhig mal ein wenig mehr für eine schöne Jacke ausgeben, denn der schöne Spruch, „Wer billig kauft, kauft zwei Mal“, trifft bei Bekleidung exakt zu. Jetzt hoffe ich nur noch, dass XXL auch passt :)

Wenn das mit dem “iLifestyle” so weitergeht, muss ich mich wohl bald nach einem neuen Auto umschauen…