Stefan.Waidele.info

Attraktive Autos…

heute morgen wird im Radio die IAA besprochen. Ein „Zukunftsforscher“ erklärt, dass Gadgets bei Jugendlichen das Auto als Statussymbol abgelöst haben. Die Vertreter der Automobilindustrie haben aber noch keine Angst: Neuwagen werden hauptsächlich von 30 bis 40-jährigem gekauft. Und ausserdem ist man ja voll im Trend: Facebook ist ins Armaturenbrett integriert und das Navigation ist herausnehmbar und App-Fähig. (Ich glaube, fast wäre dem Herren der Ausdruck „neumodischer Kram“ herausgerutscht)

Kann es sein, dass nach der Musikindustrie, den Buch- und Zeitungsverlagen eine weitere Industrie das Internet bzw. Die On-Demand-Kultur falsch einschätzt?

Man wird Autos nicht herunterladen können. Sie sind zu sehr in der Real-World verhaftet. Daimler, Porsche, BMW und Volkswagen werden also wohl nicht so sehr gebeutelt werden wie Zeitungen. Aber sind Apps auf dem Navigation und FB im Auto wirklich das, was wir wollen? Ich denke nicht. Denn „Navigation“ ist kein Gadgets sondern eine Anwendung. Eine App, die wegen der speziellen Hardwareanforderung (Akkulaufzeit und Location) eben noch ein extra Kästchen benötigt.

Hier meine Liste der Dinge, die ein Auto zur Multimediamaschine machen:

  • Strom!
    Handys und Tablets wollen aufgeladen werden. Auch wenn ich von der Akkulaufzeit meines iPads sehr begeistert bin – unterwegs sind mir ein paar Prozent mehr Füllstand wichtig. kein Autohersteller kann Ladegeräte für alle Gadgets bereitstellen. Aber ein USB-Anschluss an jedem Sitzplatz und ein, zwei normale Steckdosen wären echt Klasse. Ich behelfe mir momentan mit Spannungswandler und Mehrfachsteckdose.
  • Internet!
    Mein Auto soll nicht auf Facebook chatten oder Google-Maps herunterladen. Aber mein Laptop soll das können. Das Auto sollte hierfür die Infrstruktur herstellen und per Mobilfunknetz für Verbindung sorgen. Diese kann dann per WLAN an alle Geräte im Wagen weitergegeben werden. Hätte in ein verölteres Handy und einen entsprechenden Mobilfunkvertrag, würde ich mir mit Tethering behelfen…
  • Safe!
    Wenn die Familie unterwegs ist, dann sind mit Laptop, Kameras, Navi, GPS-Empfänger usw. schnell mal 2k€ an Elektronik im Wagen. Die will dann immer mitgeschleppt werden. Gäbe es einen sicheren (also: Versicherbaren) Platz im Auto, an dem Wertsachen eingeschlossen werden könnten, wäre das eine erhebliche Erleichterung. Ich behelfe mir momentan mit einem großen Rucksack, einem gesunden Rücken und einer Portion Mut.
Wenn es nach mir ginge, wären die genannten Punkte kein Extra, sondern eine Commodity. Also eine selbstverständlichkeit in jedem Wagen.
Und was fehlt Euch in den Autos, die heute zu kaufen sind? Was sollte unbedingt mit rein? Ich bin auf Eure Kommentare gespannt!
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