Archive | Juli, 2011

Mein Blog ist unersetzlich!

Zumindest für mich.

Auch wenn neue Dienste und soziale Netzwerke immer wieder sehr verlockend sind: Meine Artikel kommen auf’s Blog. Denn nur da habe ich sie noch, wenn Google irgendwann mal “nicht mehr ist”. ;)

Egal, ob Sperre wg. TOS (Pseudonym) oder Einstellung des Dienstes (WAVE sollte auch schon einmal Blogs ablösen), oder einfach weil der nächste coole Dienst um die Ecke kommt: Was bei mir auf dem Server ist, bleibt bei mir.

Etwas anderes ist es, per Zusammenfassung hier bei G+ (und auch FB, Twitter & MySpace) die interessierte Leser zu den Artikeln zu bringen – und auch die Diskussion in den Netzwerken statt in den Blogkommentaren zu führen.

G+ ersetzt also nicht das Blog, aber evt. die Kommentarfunktion.

Also: Wer seine Meinung kund tun will, soll das bitte bei G+ tun :)

Ctrl-X Ctrl-S, Ctrl-X Ctrl-C unter Windows 7

Seit einiger Zeit habe ich meinen persönlichen Arbeitsplatz wieder unter Windows. Eigentlich ist das ja gar nicht so tragisch, denn neben den “wichtigen Geschäftsprogrammen” (nur für Windows) gibt es ja die Software, die ich nutze auch für Windows kompiliert. LibreOffice, Inkscape, The GIMP. Alles da.

Heute ist eine weitere Ergänzung dazugekommen: Der Texteditor “Emacs”. Warum auch immer, aber ich hatte ich den Eindruck, dass man in Microsoft-Country nur Notepad++ als ordentlichen Editor nutzt. Aber der Artikel über Emacs unter MacOS brachte mich dazu einmal nachzuschauen, und siehe da: Es gibt “Emacs.exe“!

Die Installation ist denkbar einfach: Runterladen, an den gewünschten Pfad entpacken und …/bin/addpm.exe aufrufen. Fertig.

Und schon funktionieren die gewohnten Tastenkombinationen wieder!

Google-Plus und der Privatsphärenirrtum

So, da ist es also: Google-Plus, oder eben G+. Es ist besser. Cooler. Man ist wieder unter sich. Early-Adaptors und wer gerne einer sein möchte. Und alle schwärmen vom Plus an Kontrolle, die man mit Google im Vergleich zu Facebook hat.

Und tatsächlich: Wärend bei Facebook die Standarteinstellung so ist, dass man für alle “Freunde” (also Kontakte) schreibt, so kann und muss man bei Google-Plus angeben, wer das jeweilige Update sehen kann. “Circles” werden diese Gruppen genannt, in die man seine Kontakte einteilen kann. Einen für die Familie, einen für die Freunde, einen für berufliche Kontakte. Kein Partyfoto mehr dort wo man es nicht haben möchteaber halt:

So einfach ist das nicht! Die Verschiedenen Kreise definieren wer meine Nachricht sehen kann. Um beim Beispiel zu bleiben, kann ich mein “wildes Partyfoto” an den Circle “Party-People” senden. Weder “Familie”, “Church-Folks” noch “Seriös/Dienstlich” bekommen das Bild direkt zu Gesicht.

So kommen die Party-Fotos zum Chef!Aber genau da hört meine Kontrolle auch auf – wie bei allem, das ich ins Internet stelle. Denn wenn einer meiner Party-Freunde das Bild weiterleitet (also: Mit seinen Kontakten oder gar der Öffentlichkeit “teilt”), kann das Bild ganz schnell wieder genau dort sein, wo ich es eigentlich nicht haben möchte. Dann darf ich dem Baptistenpfarrer erklären, warum ich ausgerechnet auf dem Oktoberfest über die Gefahren des Alkohols spreche. Und meine Frau sieht, dass ich heimlich das “No Ma’am” T-Shirt angezogen habe. Und Oma bekommt das Tatoo direkt über meinem Bauchnabel zu sehen, das ich so gut vor ihr verstecken konnte…

Ja, ich kann angeben, dass der Beitrag nicht weitergeleitet wird. Aber trotzdem kann man Bilder speichern und neu posten. Oder gar ausdrucken! Alles was im Internet ist kann weiterverteilt werden. Dagegen gibt es keinen Schutz. Denn das Internet ist genau dazu gebaut worden: Um Daten zu verbreiten.

Ich mag Google-Plus. Sehr sogar. Aber wir sollten uns nicht dem Irrtum hingeben, dass unsere Privatsphäre bei Google besser geschützt ist als bei Facebook. Beide Datenkraken wollen nur unser bestes: Unseren Social Graph und ein möglichst genaues Bild davon was wir im Web und in der Welt tun. Und in diesem Punkt hat Google nun wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Ich werde G+ wohl intensiv nutzen. Aber im Bewustsein, dass alles was dort reingeht öffentlich ist. Und zwar nicht erst “vor dem Richterstuhl“, sondern schon deutlich früher :)

PS: Wer über diesen Artikel diskutieren will, kann das gerne hier in den Kommentaren, aber auch bei Google-Plus tun :)
PPS: Jeffrey kommt auf anderem Weg zum ähnlichen Schluss: Experiment: Privatsphäre auf Facebook nutzlos