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Live Preview: Netzsperren

Man mag ja von den neusten (letzten?) Wikileak-Enthüllungen halten, was man will. Es mag auch sein, dass die wirklich wichtigen Enthüllungen in der Die-haben-gesagt-der-Guido-sei-doof-Hysterie untergegangen sind. Und es mag auch sein, dass die Sache mit den Netzsperren auch über den JMStV und seiner Filtersoftware auf Providerebene ganz offiziell kommt.

Aber was wir jetzt schon sehen können ist, was passiert, wenn Webseiten gefiltert werden: Wikileaks wird zunächst aus dem Amazon-Wölkchen geworfen (nicht Zensur, sondern um die Amazon-Infrastruktur vor DDoS-Angriffen zu schützen. Schon klar, ne?), und verliert auch noch seinen DNS-Dienstleister (ebenfalls keine Zensur, sondern wegen der DDoS…).

Aber Server sind Massenware, und DNS ist ja auch nur ein schnelleres Telefonbuch. Und woher bekommt man die aktuelle IP-Adresse vom Wikileak-Server? Klar über Twitter.

Und somit zeigt sich wiedereinmal, dass das Internet “Zensur” als Netzstörung behandelt und darum herum arbeitet. Aber inzwischen mache ich mir nicht mehr so sehr um die Freiheit im Internet Sorgen. Ich denke, wir müssen uns eher um unsere Gesellschaft sorgen machen…