Heute morgen hat mich ein iPhone von der Titelseite des Handelsblatt angelächelt. Dieser Heilsbringer der Verlagsbranche ist dann auch das richtige Foto, wenn es darum geht, den neuen Trend zu Bezahlinhalten in der Verlagsbranche zu preisen. Eigentlich macht das schon Sinn, dass man für Qualitätsjournalismus auch bezahlt. Da spreche ich gar nicht dagegen. Aber beim folgendem Satz musste ich dann doch schmunzeln:

“Das beste Restaurant der Stadt geht unter, wenn es am Hintereingang Speisen verschenkt”

Stimmt schon. Aber warum lese ich diesen Satz in einer Papierzeitung, die mir seit ca. 3 Jahren kostenlos täglich ins Haus geliefert wird? Warum habe ich jede Woche 3 Exemplare des “Kicker” zu verschenken? Warum musste ich mich gegen die 2 Exemplare “Die Süddeutsche” wehren als der Altpapiercontainer regelmäßig überquoll? Warum bekomme ich zwei “Oberbadische” zum Preis von Einer? Oder, was eigentlich viel absurder ist: Warum bezahle ich für die “Badische Zeitung” eigentlich noch den vollen Abo-Preis?

Eigentlich kann ich doch nur annehmen, dass die “Normalität” in der Verlagsbranche schon lange darin besteht, dass an der Hintertür die Zeitungen verschenkt werden.

PS: Ich würde ja gerne auf den Artikel bei Handelsblatt.com verlinken, aber er ist noch nicht online. Zumindest nicht im kostenlosen Angebot :)

Update: Netzwertig.com und Neunetz.com behandeln das Interview sehr ausführlich.
Nochmal Update: Thomas Knüwer, der  bis 2009 für das Handelsblatt arbeitete hat den Artikel auch analysiert – sehr lesenswert bei Indiskretion Ehrensache.