Mozilla Contacts: “Meine Daten” vs. “Deine Privatsphäre”

Das Mozilla-Projekt bringt es auf den Punkt: Im Adressbuch (aka. Freundesliste aka. Follower aka …) verläuft die Grenze zwischen “meinen Daten” und “Deiner Privatsphäre”. Das erfährt man immer wieder schmerzhaft, wenn die eigene E-Mail Adresse zusammen mit 500 anderen im CC-Feld statt im BCC-Feld landet.

Proprietäre Dienste lösen die Spannung dadurch, dass Sie “meine Daten” vor mir selbst schützen. So ist es z.B. mir nicht erlaubt, meine Kontaktliste bei Facebook herunter zu laden.

Und genau hier zeigt sich dann auch der Wert von OpenSource Software: Die Kontrolle des Nutzers über die Daten wird bei Freier Software nicht eingeschränkt. Nur wenn der Nutzer die Daten bequem dort nutzen kann, wo er sie benötigt, sind diese wirklich wertvoll. Und nur wenn der Benutzer die Datem bestimmungsgemäß (an Dienste und Programme) freigeben kann, sind diese auch sicher. (Ausnahme: Bedienungsfehler, s.o.)

Und genau da setzt Mozilla Contacts an. Und obwohl die Beta bei mir noch nicht wirklich sinnvoll funktioniert, bin ich sehr gespannt, was aus dem Projekt wird.

(via The Next Web)

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One Response to “Mozilla Contacts: “Meine Daten” vs. “Deine Privatsphäre””

  1. Malte (comdoxx) 18. March 2010 at 07:34 #

    Das meines Erachtens wichtigste bzw. schlimmste hast Du gar nicht geschrieben, denn umgekehrt geht es nur zu gut: Du kannst Deine Kontaktliste nicht herunterladen, aber Dein Adressbuch hochladen, damit automatisiert nach Deinen Bekannten gesucht werden kann.
    Das funktioniert nicht nur offensichtlich, sondern es kann passieren, dass Du (als dritter, der kein Adressbuch hochgeladen hat) beispielsweise Freunde vorgeschlagen bekommst, die Du zwar tatsächlich kennst, aber mit denen Du keinen Kontakt hast und das kommt so: Person A lädt sein Adressbuch hoch, in dem sich Person B und C befinden. B wird aber dennoch nicht als Kontakt hinzugefügt, weil der Kontakt vielleicht nicht eng genug war. B seinerseits bekommt aber Person C als Kontaktvorschlag, weil es ja den “versteckten, gemeinsamen Kontakt” in Form der Person A gibt.

    Ich habe dafür leider nicht mehr die Quelle, aber in der Form habe ich es mal irgendwo gelesen.

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