Archive | Februar, 2010

Auf Facebook verstecken wir uns… hinter uns selbst!

Wie verhalten wir uns, in der Digitalen Anonymität? In den sogenannten “Socialen Netzwerken” in denen uns das Gegenüber nicht direkt erreicht, sondern nur über den Umweg von Tastatur und Bildschirm? Wie sehr verstellen wir uns, wie sehr lassen wir “die Sau raus”, oder nähern wir uns etwa unserem eigenen Idealbild an?

Wie eine Studie nahelegt (via ReadWriteWeb), sind wir auf Facebook unserem “echten Ich” ganz ähnlich. Eigentlich ist das auch nicht wirklich verwunderlich – denn das digitale Netzwerk bildet im Falle von Facebook ja das analoge Netzwerk ab – bzw. wird Teil davon. Die Grenzen zwischen “Internet” und “Echter Welt” sind für viele verschwommen – das Internet gehört zur echten Welt dazu.

Somit sind die meisten von uns im digitalen Raum also nicht wesentlich “besser” oder “schlechter” als in Fleisch und Blut.

Was hierbei dann beunruhigend wird, ist eher die Tatsache, dass man sich gar nicht mehr verstecken kann. Aber auch dies ist nicht auf die digitale Welt beschränkt, sondern schon längst sogar in der Wirklichkeit von Internetverweigerern angekommen…

Recht auf anonymes Bloggen? Von mir aus gerne.

Auch “Pseudonymes Bloggen” wäre ja schon klasse. Denn nicht alles will man gleich mit der eigenen Person in Verbindung gebracht haben. Das ist nicht immer unbedingt gleich “Illegales” oder “Schweinskram”. Das kann zum Beispiel auch eine Geschichte sein, die Rückschlüsse auf Familie oder Freunde zulässt.

Und nun wurde ein anonym bloggender Richter von einem unter echtem Namen bloggenden Anwalt in die Öffentlichkeit gezerrt. Ich finde, das hat nicht unbedingt Stil – aber über die rechtlichen Belanbge können die Herren ohne weiteres selbst streiten.

Nur in den Kommentaren dazu findet sich dann doch ein hartnäckiges Missverständnis:

Ich habe sehr viel Respekt für Udo, und dafür das er nicht anonym bloggt: Das ist sein Recht. Allerdings haben andere eben anders entschieden.

Da ist was verdreht: Es ist nicht Udo’s Recht, unter richtigem Namen zu bloggen. Es ist seine Pflicht. Zumindest wenn er das Blog selbst betreibt braucht er ein Impressum – so wie jeder andere Blogger auch. Und somit ist das nicht im Entscheidungsspielraum des Einzelnen, sondern wurde vom Gesetzgeber für uns alle entschieden.

Ob andere diese gewählte Anonymität/Pseudonymität ungefragt auflösen sollten/dürfen ist wiederum eine ganz andere Frage – wie gesagt, ich gehe davon aus, die beteiligten haben eine Rechtschutzversicherung :)

Einen Ansatz für das Bloggen von “heiklen Inhalten” liefern übrigens die Blogpaten.

Antispam-Bee Update

Wer sich wundert, warum so viel Spam durch den Filter kommt, der sollte seinem Spamfilter ein Update gönnen.

Bei mir waren in den letzten Tagen regelmäßig bis zu 100 Kommentare aufgelaufen, die Antispam-Bee nicht als Spam erkannt. Zum Glück landeten diese in der Approval-Queue – aber trotzdem war das ärgerlich.

Und welch Überraschung: Nach dem Update ist es wieder gut :)