Archive | Dezember, 2009

Mehrwertsteuer-Umstellung mit Fidelio 7.11 – ohne Support

Vorerst letzes Update, 13.01.2010:

Es funktioniert einfach nicht. Eigentlich ein Armutszeugniss, dass solch Grundlegende Funktionen nicht implementiert sind, auch wenn die Software schon 10 Jahre alt ist. Auch damals gab es schon verschiedene Mehrwertsteuersätze, und eigentlich hätte man dort schon das Lunchpaket entsprechend zu 7% verbuchen können. Aber wir haben ja keine Arrangements mit Lunchpaket angeboten, und deshhalb haben wir die fehlende Funktionalität nicht bemerkt. Nun gut, nach 10 Jahren ist das wohl kein Garantiefall mehr.

Wie habe ich das Problem für mich gelöst?

Einfach den Preis im “Preiscode” zu reduzieren stellt für mich keine Lösung dar, denn dann hat man folgende Probleme:

  • Die Mitarbeiter bekommen in allen Bildschirmmasken den Zimmerpreis ohne Frühstück angezeigt. Da wir aber bewusst die Preise inklusive Frühstück kommunizieren, müsste dieses immer wärend jeden Gastgesprächs im Kopf addiert werden. Hierdurch ergibt sich ein riesiges, dauerhaftes Fehlerpotential. (Die Mitarbeiter können rechnen. Aber man darf es nicht vergessen, und auch der Betrag ist ja je nach Belegung verschieden)
  • Auch auf den Bestätigungen würde zunächst der Preis ohne Frühstück angegeben. Auch wenn dieses in einem Zusatz erwähnt wird, ist es nicht die Art und Weise, wie wir unsere Preise mitteilen möchten.

Also bin ich wie folgt vorgegangen:

  • Ich habe nun 2 Package-Elemente: FR – Frühstück (19%, in F&B-Warengruppe, seperat drucken, wird zum hinterlegten Preis aufgebucht) und FRIN – (7%, in Logiswarengruppe, seperat drucken, wird ebenfalls aufgebucht)
  • Der Preis von “FR” ist 5€ pro Person – unser Frühstücksanteil
  • Der Preis von “FRIN” ist -5€ pro Person – also der negative Betrag unseres Frühstückanteils
  • Beide Elemente werden dem Preiscode beigefügt.
  • Im Preiscode ist der Preis inkl. Frühstück hinterlegt.

Hierdurch ist bei jeder Gästekommunikation sichergestellt, dass der korrekte Preis angezeigt wird. Sowohl am Bildschirm als auch in der Bestätigung. Auf der Rechnung erscheinen nun pro Tag 3 Zeilen (z.B. beim Doppelzimmer):

  • Logis … 85€
  • Frühstück … 10€
  • Frühstück inklusive … -10€

Das ist zwar nicht die schönste Lösung, aber die mit den wenigsten Fehlerquellen. Wenn es beim Check-Outschnell gehen muss, ist die Rechnung in Ordnung (also korrekt), wenn man Zeit hat, kann man noch eine “schöne” Rechnung daraus machen, indem man von der Logis den Frühstücksteil absplittet und die beiden “Hilfsbuchungen” in ein anderes Rechnungsfenster schiebt.

Außerdem habe ich mir von HS/3 eine Demo-Version heruntergeladen und ein Angebot angefordert. Denn eines ist sicher: Bei der nächsten Änderung egal welcher Art, fliegt mir mein Fidelio 7 hier um die Ohren. Und für ein Update auf die Suite 8 fehlt mir echt das Vertrauen in den “Marktführer”.

Der restliche Artikel ist somit eigentlich hinfällig, ich lasse ihn aber trotzdem stehen – wer weiß, was kommt :)

Update, 2. Januar 2010: Ich habe den Artikel überarbeitet. So wie hier beschrieben funktioniert es bei mir. Die Änderungen sind Fett & Kursiv hervorgehoben. Kein Grund, Fidelio 7 zum alten Eisen zu werfen :)

Update, 3. Januar 2010: Gestern hat’s funktioniert, heute nicht! Zum Mäusemelken!

Dieser Artikel ist keine Anleitung, sondern eine Gedankenstütze für mich selbst. Falls er für andere nützlich sein sollte, so freut mich das sehr. Wenn es nicht so klappt, wie ich das denke, dann ist das nicht meine Schuld.

“Micros Fidelio 7″ ist eine weitverbreitete Buchungssoftware für Hotels. Das Programm wird wohl meistens zusammen mit einem entsprechenden Support-Vertrag verkauft. Diesen habe ich jedoch schon vor einigen Jahren gekündigt, da ich mir meist sehr gut selbst helfen konnte. Bei den beiden Anrufen, bei denen ich wirklich nicht weiter wusste hatte auch die ansonsten sehr kompetente und freundliche Hotline auch keinen wirklichen Rat. Ein mal musste ich hören: “Windows XP wird von uns nicht unterstützt. Bitte verwenden Sie wie in der Orginalinstallation Windows 95“. Dieses Problem hat dann der lokale Windows- & Netware Fachmann für mich erledigt. Das andere mal war nach einem Absturz die Datenbank zerschossen. Hier empfahl die Hotline (sichermit gutem Grund): “Backup zurückspielen“. Aber mein altes dBase/FoxPro Handbuch hat mich auch hiervor bewahrt. ;)

Nachdem ich dann den Dateiserver von Novell nach Samba migriert hatte, ging ich davon aus, dass mir von offizieller Seite eh’ nicht mehr geholfen wird – zumindest nicht zu den Standardpreisen :)

Die Euro-Umstellung habe ich dann auch alleine bewältigt. Und heute habe ich auch zusammengesucht, was ich für die Mehrwertsteuer-Umstellung am 1. Januar 2010 benötige.

Die Preiscodes (Stammdaten -> Preimanagement -> Preiscodes -> Preisdetails) habe ich bereits an die neuen Preise angepasst (inkl. Frühstück!). Das Package-Element “Frühstück” hat den Haken bekommen, dass es seperat gedruckt werden soll (Stammdaten -> Preimanagement -> Package Elemente). Somit wird schon ab heute nach den “neuen Regeln” das Frühstück getrennt vom Zimmerpreis ausgewiesen werden. Achtung: Dieses Package-Element darf nicht über die “Preisdetails” sondern über Stammdaten -> Preimanagement -> Preiscodes -> Preiscodes editieren hinzugefügt werden! Dann wird auch in der Buchungsmaske und bei den Bestätigungen der richtige Preis inkl. Frühstück angegeben.

Bei der Warengruppe “Logis” (Stammdaten -> Finanzen -> Warengruppen) ist unter MwSt. der Code “1″ (also 19%) hinterlegt. Diesen muss ich dann am 31.12.2009 dann auf “2″ (also 7%) ändern. Welcher Steuersatz hinter den Kürzeln verborgen ist, kann man unter Hoteldaten (Stammdaten -> Verschiedenes -> Hoteldaten) nachlesen oder auch verändern.

So, dann müsste ja eigentlich alles klappen, mit dem Steuergeschenk zum neuen Jahr – welches wir übrigens zu 2/5 an unsere Gäste weitergeben.

Einen guten Rutsch wünscht

Stefan

Facebook – Mafia Wars & Farmville ausblenden

Bisher habe ich immer einen Bogen um den “Verbergen” Knopf umgegangen. Ehrlich gesagt: Ich habe ihn noch nie ausprobiert. Bis heute.

Aber mit zunehmender Anzahl an Kontakten (von denen ich mich weigere, sie “Freunde” zu nennen), steigt auch die Anzahl der Mafia Wars, Farmville, Happy Pet, My little Aquarium und Was-weiß-ich-denn Anwendungen (von denen ich mich weigere, sie “Spiele” zu nennen).

Also, keine Angst: Wenn man auf “Verbergen” klickt, kann man auswählen, ob man die Person oder die Anwendung verbergen will:



Endlich Ruhe…

Bei Facebook habe ich diese Anleitung selbstverständlich auch gepostet: http://www.facebook.com/album.php?aid=44377&id=1029929607&l=45662df390

Ein RFID-Empfänger für’s Handy – RFID for the Masses!

An RFID werden wir wohl nicht mehr vorbeikommen. Und genügend beängstigende Szenarien sind ja schon beschrieben worden. Warum denkt aber keiner an die Anwendungen, die entstehen könnten, wenn jeder einen kompakten portablen RFID-Empfänger besitzen würde. Am besten im Handy integriert so wie der Webbrowser und die Fotokamera. “RFID for the Masses” sozusagen…

  • Tourismus:
    Sehenswürdigkeiten, Statuen, Historische Bauwerke – alles touristisch Interessante könnte mit einem RFID-Chip getaggt werden. Über die eindeutige “ID” des Chips kann das Handy nach den Informationen suchen, und den Benutzer darauf aufmerksam machen. Die Informationen können über das Internet in verschiedenen Sprachen und auch als Audio- oder Videoguide zur Verfügung gestellt werden.
    Die Beschränkung auf 10m Empfangsradius pro Chip könnte auf großen Plätzen mit mehreren Chips umgangen werden. Ähnliche Konzepte werden bereits mit QR-Codes oder per GPS & Kompass (Google Goggle) realisiert - würden mit der RFID-Technik jedoch deutlich benutzerfreundlicher.
    Hotelzimmer könnten die Aussicht selbst erklären. Und Hotelflure könnten den Gästen den besten Weg zum Wellnessbereich zeigen. Alles über das Handy, das der Gast selbst mitbringt. (Und natürlich weiterhin durch eine sinnvolle, übersichtliche Beschilderung :)
    (Ich sehe gerade, ich habe schon vor einem halben Jahr darüber geschrieben)
  • Qualitätsmanagement – auch im heimischen Kühlschrank:
    Man stelle sich vor: Einmal das Handy vor den geschlossenen Kühlschrank halten, und man erhält eine Liste mit den darin enthaltenen Verpackungen – und wie lange die einzelnen Lebensmittel noch haltbar sind. Nur ein weiterer Klick, und man bekommt Rezeptvorschläge, die sich mit den entprechenden Zutaten zubereiten lassen. (Den Füllstand der Packungen muss man allerdings noch selbst bestimmen :)
  • Schlüsselfinder – nicht nur für Schlüssel:
    In den 80ern waren sie die Hits: Schlüsselanhänger, die auf den Pfiff  gehorchten! Durch ein Piepsen machten sie auf sich aufmerksam und jeder wusste sofort, wo der Schlüssel war. Mit einem RFID-Handy könnte man im “Topfschlagprinzip” durch die Wohnung laufen, und verlegte Gegenstände zumindest auf 10m genau orten.
  • RFID in der Waschmaschine:
    Die Trommel erkennt selbst, ob Wolle oder Leinen eingeworfen wurde und stellt das Waschprogramm entsprechend ein. Bei einem einzelnen (oder wenigen) Wollsocken in der Kochwäsche wird entsprechend gewarnt.

Bestimmt gibt es noch mehr praktische Anwendungen für einen RFID-Chip im Handy. Die wirklich interessanten werden wahrscheinlich erst erdacht, wenn die technik verfügbar ist. Ich fänd’s jedenfalls klasse, wenn die RFID-Technik nicht nur den totalen Verlust der Privatsphäre mit sich bringen würde (das wird sicher geschehen), sondern auch für jeden direkt nützlich wäre.

Habt ihr noch andere “RFID-Anwendungen für die Masse”?

(Dieser Artikel wurde inspiriert von meinem Kommentar bei Tourismuszukunft)

Das Motorola Milestone ist da :)

Für “Auspackvideos” bin ich zu ungeduldig. Aber die gibt es ja bei YouTube. (Wie kann man nur so lange so ruhig bleiben?)

Also, Milestone (aka Droid) ausgepackt, an den Mikro-USB Stecker angeschlossen, um den Akku zu laden, und anschalten. Wie erwartet muss man sich direkt bei seinem Google-Konto anmelden – und das schlägt direkt fehl!

“Es kann keine stabile Datenverbindung zum Server hergestellt werden.”

Telefonieren kann ich, auch der Webbrowser kann auf Internetseiten zugreifen. Da mir die Fehlermeldung nahelegt, beim Kundendienst anzurufen, wähle ich brav die Vodafone-Nummer. Nach ca. 2 x 10 Minuten Warteschleife (1x bin ich rausgeflogen) konnte ich der immer noch ahnungslosen Call-Center-Mitarbeiterin (bzw. dem technischen Mitarbeiter, der im Hintergrund noch nach der Ursache forschte) sagen, worin die Lösung lag: Nach nur 2 Minuten Googeln war klar: Zuerst Datum und Uhrzeit stellen, dann verbinden. Das steht zwar auch im Handbuch, allerdings habe ich mich darauf verlassen, dass man der vom Provider übermittelten Daten trauen kann. Kann man nicht. Datum & Uhrzeit also von Hand stellen, dann klappt das auch mit dem Verbinden :)

Und auch den Trick, wie man die Datenverbindung so einstellt, dass auch Linux auf den Speicher des Milestone zugreifen kann, findet man im gleichen Forum.

Und, wie ist’s?

Was soll ich sagen: Die Bedienung geht leicht und locker von der Hand, der Google-Kalender wird voll unterstützt Es werden alle Kalender (also die für die 6-Köpfige Familie, der Kronen-Kalender, der Kulturkulinarische Kalender und auch die Müllabfuhrtermine, SC-Freiburg Spielplan und die Deutsch-französischen Feiertage) in jeder beliebigen Kombination anzeigen, wie man das auch von der Weboberfläche gewohnt ist. Auch das Adressbuch von Google-Mail ist immer auf dem aktuellen Stand – wie praktisch, dass ich vor dem Handy-Wechsel die gespeicherten Telefonnummern vom Nokia E90 Communicator mit GMail syncronisiert habe.

Wie erhofft/erwartet funktioniert beim Milestone (im Gegensatz zum Droid) das vom iPhone bekannte “Pinch to Zoom”.

Und welche Apps habe ich als erstes heruntergeladen?

Ganz klar: Als erstes das Kugellabyrinth “Labyrinth Lite“, das die Bewegungsensoren so schön nutzt. Der Flipper begeistert mich nicht so sehr – meine “zarten Fingerlein” verdecken beim klicken zu viel vom Bildschirm.

Ansonsten finden sich TwiDroid und Twigee als Twitter-Clients, der ConnectBot als SSH-Client, ein Metronom (leider ohne “Tap-Funktion”), der WiFinder und Opera Mini (warum eigentlich) sowie “Calvin and Hobbes” unter den heruntergeladenen Programmen.

Alles eigentlich ganz brauchbar, zumindest so weit man das nach nur wenigen Stunden so sagen kann. Falls es die eine oder andere Anwendung verdient, werde ich entpsrechende Beiträge hier schreiben.

Motorola Milestone aka Droid

Ich habe mich ja schon lange damit auseinandergesetzt, welches mein nächstes Handy wird. Das Nokia E90 habe ich mir gekauft, kurz bevor das iPhone herauskam. Somit hatte ich nun zwei Jahre Zeit, mich damit auseinander zu setzen. Ganz grob gesagt, waren die Argumente die folgenden:

  • iPhone: Cool, ausgereift -> aber Apple, mit dem ganzen goldenen Käfig, der mit der Benutzerfreundlichkeit kommt.
  • Android: Geeky, Linux, offen -> aber Google, man holt sich Big Brother in die Hosentasche
  • Palm Pre: Offen, schön, weder Google noch Apple – eigentlich perfekt. Aber nicht zu bekommen. Ich sehe keine Chance für Palm, einen relevanten Marktanteil zu bekommen. Und Marktanteil ist wichtig, wenn es um die Anwendungen geht.
  • Nokia E90 Communicator: Funktioniert, kann eigentlich alles, was ein Handy braucht, hat einen festen Platz in meiner Hosentasche (und sogar einen ziemlich großen. Aber man merkt dem E90 sein Alter an: Der GPS-Chip ist zwar vorhanden, lieferte aber noch nie ein brauchbares Signal. Der Bildschirm ist klein, der Browser ist mit manchen modernen Websites überfordert, und so weiter, und so fort. Von dem abgeschabten Deckel des Batteriefachs und dem Riss im kleinen Display wollen wir ja noch gar nicht reden…

Mein Wahl fiel heute auf das Milestone von Motorola, welches in den USA mit leicht anderen technischen Daten als “Droid” im Handel ist. Das Smartphone ist das erste mit Android 2.0 und wohl das Beste, was man im Google-Universum momentan haben kann. Die Bedenken, dann ich meine persönlichen Daten bei Google speichern werde habe ich bei Seite geschoben. In letzten Zeit hat sich der Google-Kalender als sehr praktisch für mich erwiesen – und mit Wave bin ich schon viel öfter beim großen Bruder angemeldet, als mir das aus Datenschutz-Sicht lieb ist.

Also, das Milestone ist auf dem Weg zu mir – und ich bin gespannt, wie es sich im Alltag benutzen lassen wird.

Im “iPhone 3GS vs Motorola Droid: DogFight, Pt 3” habe ich jedenfalls schon das sehr beruhigende Fazit vernommen:

“Droid is more geared towards the geek than to the mainstream consumer
[...]
For some people this is the promised land.”

Wir werden sehen :)

Wenn Facebook eine Nation wäre – If Facebook was a country

Facebook hat inzwischen über 350 Millionen Nutzer.

Dank eurer Hilfe nutzen bereits mehr als 350 Millionen Menschen auf der ganzen Welt Facebook, um sich online über ihr Leben auszutauschen.

(Ein offener Brief von Mark Zuckerberg, dem Gründer von Facebook, 02.12.2009)

Grund genug, die Bevölkerungstabelle aus der Wikipedia zu aktualisieren:

  1. Volksrepublik China: 1.339 Millionen (etwa 19,7 % der Weltbevölkerung)
  2. Indien: 1.171 Mio. (etwa 17,2 %)
  3. Europäische Union: 500 Mio.
  4. Facebook: 350 Mio. (2. Dezember 2009)
  5. USA: 307 Mio. (etwa 4,5 %)
  6. Indonesien: 243 Mio. (etwa 3,6 %)
  7. Brasilien: 192 Mio. (etwa 2,8 %)

Kommt also darauf an, ob man die EU auch als “Nation” anerkennt oder nicht: Facebook käme auf Platz 3 oder Platz 4. Deutlich vor den USA.

PS: Wenn wir gerade beim Thema sind: Die Fanpages für meinen Heimatort, mein Hotel, meine Lieblingsmahlzeit und meine Lieblingsbeschäftigung könnten noch ein paar Fans gebrauchen, damit es endlich die Vanity-URL gibt ;)