Eigentlich wollte ich hier lang und breit ausführen, dass man keinen “einfachen” Syntax für Web-Texte mehr braucht – HTML ist einfach genug, weitreichend bekannt und es gibt eine Menge gute WYSIWYG-Editoren dafür.
Außerdem: Stellt Euch vor, all die Entwicklungszeit, die in den Wiki-Syntax Parser gesteckt wird, ginge in andere Features… Beängstigend.
Blogs kommen ohne eigenen Syntax aus – warum nicht auch Wikis?
Und warum sollte ich dazu mehr schreiben, als in zwei oder drei Tweets Platz hat?
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> Außerdem: Stellt Euch vor, all die Entwicklungszeit, die in
> den Wiki-Syntax Parser gesteckt wird, ginge in
> andere Features… Beängstigend.
Sehe ich nicht so.
Bei HTML-Code ist ein hoher Aufwand erforderlich, um gefährliche Inhalte (JavaScript usw.) herauszufiltern und Angriffe über XSS, CSRF usw. zu verhindern.
Wiki-Syntax ist viel sicherer, da alles verboten ist, was nicht explizit erlaubt ist.
der wiki-Markup-Code macht nur historisch betrachtet Sinn. Einfacher Code für einfache Features, geht auch ohne viel Lernen ohne wysiwyg.
Die Welt dreht sich weiter, alte Zöpfe bleiben. Wer im Mediawiki mal Tabellen mit Layout-Optionen gebaut hat, weiss, dass heute wiki-Markup weit entfernt von der Einfachheit der ersten Tage ist.
Heute wäre XML für die Wiki-Inhalte wesentlich praktischer, in vielerlei Hinsicht. Aber es braucht einen einfachen und guten wysiwyg-Editor für alle wiki-Nutzer und eine Migrationsstrategie für die alten Datenbestände.
Und Freiwillige, die funktionierenden Code umschreiben, damit er das gleiche nur mit anderen Datenformaten tut.