Archive | September, 2009

Das Experiment “Desktop im Web” – Wer mag mitmachen?

Aus technischen Gründen habe ich meinen Webserver von einem Hetzner-Rootserver auf einen anderen umgezogen. Bis ich herausfand, warum meine Webseiten nicht mehr erreichbar waren, hatte ich die Konfiguration so zerschossen, dass es einfach keinen anderen Ausweg mehr gab.

Jedenfalls habe ich nun einen Rootserver “zu viel” angemietet, und bis zum 31. Oktober bezahlt. Was also tun, mit ordentlich Rechenpower und “unlimited Bandwidth”?

Das Webtop-Experiment

Wie praktikabel ist es, den gesamten Arbeitsbereich ins Web zu verlagern? Access Anywhere. Hierzu gibt es ja schon einige Angebote wie Google-Mail/News/Docs/whatever und von den Mitbewerbern. Ebenfalls erfreuen sich “Webspeicherdienste” wachsender Popularität. Beidem gegenüber war ich bislang skeptisch eingestellt. Die Stichworte hierzu: Datenschutz, Abhängigkeit aka. “Lock In”

Bestandteile meines Webtops

Folgende Möglichkeiten sollten geboten werden:

  • Fernsteuerung von “normalen Desktop Applikationen” – Firefox, Thunderbird, OpenOffice.org, Inkscape, Gimp, Tweetdeck, …
  • Zugriff auf die Festplatte via SSHFS (unter Windows und Linux möglich
    daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Daten mit normalen Anwendungen zu bearbeiten oder mit “handelsüblichen” Programmen zu syncronisieren.
  • Syncronisation von Einstellungen (Lesezeichen, etc.) zwischen Webtop und Desktop
  • Kein Lock-In

Der letzte Punkt ist dadurch gegeben, dass ich auf dem Webserver ein normales Ubuntu-System installiert habe. Wer sich also an das Arbeiten in der Web-Umgebung gewöhnt, der ist nicht auf mich angewiesen – Server mieten, installieren und die Freiheit genießen.

Unter Ubuntu laufen dann auch die normalen Desktop-Anwendungen, die man auch vom heimischen Rechner gewohnt ist. Linux-User brauchen sich gar nicht umstellen, Windows-User werden es auch schaffen :)

Der Zugriff auf den Web-Desktop wird mit NoMachine realisiert: Auf dem Server läuft FreeNX mit dem Web-Companion. Somit kann man mit dem normalen NX-Client oder auch über einen Webbrowser auf den Webtop zugreifen. Dies funktioniert auf modernen Rechnern sogar in akzeptabler Geschwindigkeit. Mein Pentium4-Laptop ging bei der Aufgabe jedoch in die Knie :(

Die Einbindung in das Dateisystem des heimischen PCs übernimmt SSHFS. Hiermit wird das Remote-Dateisystem in den lokalen Verzeichnisbaum (unter Windows als Netzlaufwerk per Buchstaben) eingebunden. Linuxer installieren hierzu die Pakete für FUSE und SSHFS, Windows-Nutzer finden alles benötigte bei Dokan.net: Die Dokan-Library und Dokan-SSHFS.

Wer kann mitmachen?

Gerne würde ich auch anderen die Möglichkeit geben, dieses Setup zu testen.

  • Voraussetzungen? Experiemtierfreudigkeit & Leidensfähigkeit. Bereitschaft den NX-Client und oder SSHFS zu installieren.
  • Kosten? Keine – der Server ist bis Ende Oktober bezahlt. Ansonsten siehe “Feedback”, weiter unten.
  • Dauer der Aktion? Bis Ende Oktober bzw. bis Hetzner den Server vom Netz nimmt.
  • Garantien? Keine!
  • Feedback? Zwei bis drei Blogpostings von jedem Teilnehmer wären klasse (1 x zu Begin, 1 x Zwischenbericht und 1 x Fazit).
  • Ist am 31.10. wirklich Schluß? Allerhöchstwahrscheinlich. Wenn sich der Webtop bis dahin bewährt haben wird, können wir bis zum 22.10. noch darüber sprechen, ob wir den Server für einen weiteren Monat mieten möchten. Dann würde ich aber die Servermiete auf die Teilnehmer umlegen. (Natürlich nur auf die, die weitermachen wollen).

Wie kann man mitmachen?

Wer Interesse hat, kann dies hier in den Kommentaren schreiben. Ich sende Euch dann die Zugangsdaten zu – Mailadresse habe ich ja im Kommentar.

Selbstverständlich bin ich auch für jede andere Art von Feedback offen – also, immer her damit :)

PS: Ja, dieser Artikel entstand im Firefox auf dem Webtop über den NX-Client.

Neuinstallation Windows XP – Essential Downloads

Auch wenn es manchen hier vielleicht verwundert – aber ich habe auf einem PC Windows XP neu installiert. Warum das, wenn doch die (fast) ganze Familie eigentlich mit Linux zufrieden ist? Die Killerapplication ist Phase 6, ein Vokabel-Lernkasten. Gibt es viele? Auch als Freie Software? Stimmt. Aber für Phase 6 gibt es das offizielle Vokabular zu den Schulbüchern vom Verlag direkt dazu. Und bei 3 Kindern mit 3 Fremdsprachen ist “sorgfältig selbst eingeben” nicht wirklich praktikabel…

Also:

Was muss auf den XP-PC, damit man einigermaßen damit arbeiten kann?

Hier ist meine Liste:

  • Mozilla Firefox
    Der erste und einzige Einsatz für den IE sollte sein, den Firefox herunter zu laden.
    Folgende Plugins bzw. Extensions gehören für mich zum Firefox unbedingt dazu:

    • NoScript
      Schützt gegen viele Gefahren im Netz.
    • Session Manager
      Kann Fenster und Tabs einer Sitzung speichern, um später wieder genau diese Kombination zu öffnen
    • Fireshot
      Macht Screenshots von Webseiten, auch wenn diese nicht auf den Bildschirm passen.
  • Avira Antivir Personal Edition
    …schließlich ist das hier Windows…
  • Mozilla Thunderbird
    Irgendwie muss man ja E-Mails lesen.
  • Phase 6 – Update
    Die neuste Version kann man herunterladen – die Installation will aber die gekaufte CD sehen, bevor das Programm funktioniert.
  • OpenOffice.org
    Muss nicht wirklich erklärt werden, oder?
  • The GIMP
    Pixelgrafik & Fotobearbeitung
  • Inkscape
    Vektorgrafik – Ersetzt für mich CorelDRAW!
  • Picasa
    Fotoverwaltung von Google
  • KDE 4.2 bzw. das darin enthaltene Amarok 2
    Für MP3s und OGGs
    Installiere ich gerade zum ersten Mal. Aber unter Linux ist Amarok die Jukebox meiner Wahl. Wenn er sich unter Windows nicht bewährt, ´dann kommt eben Winamp auf die Platte (Update: Amarok stürtzt beim 1. Start ab – also doch WinAmp. Schade).
  • PuTTY – SSH-Client
    damit kann ich auf meine Server zugreifen. Und wenn ich eine Textkonsole habe, ist eigentlich fast egal, ob die GUI Gnome, KDE oder eben Windows heisst :)
  • SSHFS für Windows
    Unter Linux habe ich mich daran gewöhnt, meine Webserver bequem per SSHFS direkt im Verzeichnisbaum integrtiert zu haben. Das geht auch unter Windows: Die dazu notwendige FUSE-DLL gibt es unter der GPL, die darauf aufbauende SSHFS-Implementierung ist für Privatanwender kostenlos nutzbar.

Wie man sieht, ist es also fast kein Problem, auch unter Windows die gewohnten Programme und Arbeitsweisen beizubehalten :)

Du zahlst echt Geld für ein Barcamp??? #hotelcamp

Meine Anmeldung zum Hotelcamp hat prompt erstaute Reaktionen hervorgerufen:

Du zahlst echt Geld für ein Barcamp?? Interessant!

Ja, das tue ich. Und Ihr auch. Hotel, Anreise, Verpflegung (außer das obligatorisch gesponsorte Mittagessen), etc. Kein Barcamp-Besuch ist wirklich umsonst.

Was im Vorfeld des Hotelcamps für Mißstimmung sorgte, war aber die Teilnahmegebühr von 149€, welche “strukturelle Rahmenbedingungen” erhoben wird. ... Und anscheinend ist es tatsächlich so, dass auf Barcamps normalerweise kein “Eintritt” kassiert wird.

Was durch die verbindlichere Form der Anmeldung sicher geschehen wird: Die Zahl der NoShows wird wohl deutlich geringer ausfallen als normalerweise – ich rechne damit, dass wohl fast alle kommen werden. (Moment mal – ich finde gar keine Details zur Zahlung. Wird die Gebühr etwa erst beim Camp eingesammelt?)

Aber auch mir war (und ist) die Gebühr nicht sympathisch. Auch wenn jedes der bisherigen touristischen Barcamps ohne weiteres die 150€ wert gewesen wäre.

Warum habe ich mich also nicht schon viel früher angemeldet?

Weil meines erachtens die Mischung noch nicht richtig war. An den Tourismuscamps in Eichstätt und in Kaprun schätze ich den Austausch quer durch die “touristische Wertschöpfungskette” einerseits und die verschiedenen Betrachtungsweisen der unterschiedlichen “Betriebsgrößen”. Wo sonst kann ein ich als kleiner Hotellier aus dem Südschwarzwald auf Augenhöhe mit einem “ganzen Land“, mit Anbietern von Pauschalreisen, oder Bewertungsplattformen, mit Forschern und Beratern im Tourismus und noch mit vielen anderen sprechen? Nur auf den Tourismuscamps!

Ich selbst habe auf dem Castlecamp eine Session “Wirtestammtisch” vorgeschlagen – bei denen die Hotels in der Masse der anderen Teilnehmer untergingen. Im Frühjahr in Eichstätt war mein Vorschlag, eine Session nur für Hotelliers durchzuführen deshhalb zum Scheitern verurteilt, weil nicht genügent Hoteliers dabei waren.

Und prompt melden sich zum Hotelcamp genau diese “üblichen Verdächtigen” an. Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde genau die Mischung der verschiedenen im Tourismus beteiligten aller Größenordnungen gut und wichtig! 

Aber von einem Hotelcamp erwarte ich eine stärkere Ausrichtung auf Hotels – also Ketten und einzelne Häuser. Dies war bei einem Blick auf die Teilnehmerliste zu Begin nicht der Fall. (Jörg Schlottke hat sich wohl als neunter angemeldet, aber nicht als Hotellier ge-outed. Erste “richtige Hotelanmeldung” waren die Travel Charme Hotels, an 19. Stelle).

Inzwischen stimmt die Mischung!

Zumindest, wenn man dies aus der Teilnehmerliste ableiten kann. Mit grob gezählten 19 Hotels bzw. Ketten sind beim Hotelcamp deutlich mehr Leistungsträger mit im Boot als bei allen anderen Tourimuscamps (zusammen???).

Und das macht es für mich interessant und wertvoll. Deshhalb investiere ich das Wochenende, die Hin- und Rückfahrt und wenn es denn sein muss eben auch die 150€ Kostenbeteiligung.

Neues Handy – welches Übel hätten sie gerne?

Mein Nokia E90 wird bald zwei Jahre alt. Das kleine Außendisplay hat vor ca. 1/2 Jahr einen Knacks bekommen – selbst schuld, wenn man Handy und Schlüsselbund in der gleichen Hosentasche rumträgt.

Also stellt sich die Frage, welches Handy bis zum Herbst 2011 mein Begleiter sein wird. Wer hier mitliest, der weiß, dass das Palm Pre, ein Android-Gerät (aka Googlephone) und das iPhone um meine Gunst buhlen.

  • Palm Pre
    Neben der Tatsache, dass es das Palm Pre in Deutschland noch gar nicht gibt, hat mich auch meine USA-Reise sehr an dem Gerät zweifeln lassen. Ich wollte das Pre dort in einem Telefonladen anschauen und in der Hand halten – “Naw, we don’t have that here.” – Das gleiche Resultat auch in zwei weiteren Geschäften, bis mir endlich jemand auskunft gab: Das Palm Pre gibt es beim Mobilfunkanbieter “Sprint”. Sprint machte sich aber auf der ganzen Rundreise dermaßen rar, dass mir als ich dann endlich auf der 5th Avenue einen Sprint-Shop sah, sowohl Lust als auch Zeit fehlten, die Straßenseite zu wechseln.

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    Ich habe das Gefühl, dass Palm den Zeitpunkt verschlafen und den falschen Vertriebspartner gewählt hat, um das Pre gut am Markt zu plazieren. Schade, denn ohne eine breite Kundenbasis wird es wohl auch bei der Softwarevielfalt hapern.
  • Apple iPhone
    Nun gut, es ist von Apple. Aber man kann ja über seinen Schatten springen. ;)
    Aber dann hört man solche Dinge über die Vertragsgestaltung von t-mobile, und kommt nochmal ins Grübeln. Und wirklich “offen” ist die Plattform ja auch nicht.

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  • Google Android
    Wird es dann doch ein Android-Handy? Eigentlich sollte das ja für einen Linuxer genau die richtige Wahl sein… Wenn da nicht die Datenkrake Google dahinterstecken würde.

Pick your poison! Aber zum Glück habe ich ja noch ein wenig Zeit dazu. Und außerdem tut’s mein angestaubtes Symbian E90 ja auch noch eine Weile.

Geh (nicht) wählen!

Ist zwar von den Amerikanern recyclet, aber trotzdem wichtig. Auch für uns. Oder wie Gerals in seinem Kommentar bei Basicthinking schrieb: “Derzeit ist bei 50% Beteiligung jedes Kreuz 2 Kreuze wert…

Also: Do(n’t) Vote!

Urlaubsgrüße – mit Bildern

The Maid of the Mist

Urlaub in Amerika - Maid of the Mist

CN Tower, Toronto

Urlaub in Amerika - CN Tower, Toronto

Orange County Choppers in Toronto

Urlaub in Amerika - Orange County Choppers in Toronto

Nochmal an den Niagara-Fällen

Urlaub in Amerika - Nochmal Niagara Falls 1
Urlaub in Amerika - Nochmal Niagara Falls 2

Tag 1 – Frankfurt – Newark

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Airport Airinnerungen

Schon komisch, was man mit manchenOrten verbindet. Mit dem Frankfurter Flughafen, zum Beispiel.

Da werden Erinnerungen wach – etwa an den Buch- und Zeitschriftenladen in der Größe einer Bahnhofsbuchhandlug, der inzwischen mehreren größeren Versionen von sich selbst ersetzt wurde. Oder an das Flughafenrestaurant, in dem man die erste Mahlzeit auf europäischem Boden aß – nach 10 Monaten Shrimp & Seafood in Louisiana endlich wieder… Spaghetti Bolognaise :)

Schade, dass die Aussichsterasse geschlossen wurde. Ob sie der Terrorabwehr oder Umbaumaßnahmen zum Opfer fiel, werde ich wohl nicht erfahren

Und natürlich die riesige Tafel mit den Abflugszeiten, mit ihrem geklapper, wenn die Daten sich änderten. Es begann immer mit wenigen Buchstaben – Klapp Klapp. Dann einige mehr – Klappklapklapp. Und Sekunden später war die ganze Tafel nur noch ein Meer von rauschenden Klappbuchstaben, die sich auf wundersame Weise zu einer neuen, aber doch sinnvollen Auflistung umformten – Klappappappappappapp…

Was mir von den Flughäfen in Basel und Stuttgart in Erinnerung geblieben ist? Eigentlich nur, dass ich sie als Kind klein und langweilig empfand…