Archive | Juli, 2009

Google 1 + 1 und nochmal 1 = “Will Photoshop run on Chrome OS?”

Da kommt ja so einiges aus dem Hause Google. Täglich neue Ankündigungen und Releases. Und ich sehe ind den Puzzleteilen recht interssante Möglichkeiten (für Google). Die Hauptfrage, die zu ChromeOS gestellt wird ist: “Will it run Word and Photoshop?“, also “Läuft auf Chrome OS auch Word? Läuft auf Chrome OS auch Photoshop?”.

Und diese beiden Fragen hat Google diese Woche beantwortet: “Yes, it will run Word and Photoshop – more or less.”

  • “Word” ist bei vielen Nutzern inzwischen das Wort für “Textverarbeitung”. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen – das ist inzwischen alles wunderbar schon mit Web-Anwendungen zu erledigen. Microsoft Word wird da ebensowenig benötigt wie “OpenOffice Word”.
  • Photoshop ist da schon ein anderes Kaliber. Große Datenmengen, aufwändige Berrechungen. Das schreit ja förmlich nach einem PC unter dem Schreibtich. Aber nun kündigt Google eine eigene Version eines NX-Servers an. Mit NX lassen sich Unix/Linux Anwendungen fernsteuern, ähnlich wie mit VNC, nur effektiver. Damit könnten daten- und rechenintensive Programme in den Google-Rechenzentrums-Containern ausgeführt werden – und von den Chrome-Dumb-Terminals bedient werden. Fehlende Features in der NX-Implementierung wie Samba-Tunneling werden in einem solchen Setup gar nicht mehr benötigt, da die Daten ja im Rechenzentrum lagern.
  • Photoshop ist aber kein Linux X11-Programm. Wie sollte es dann unter Chrome/Linux ausgeführt werden? Dafür könnte Adobe selbst sorgen. Denn Adobe ist einer der Partner von Google. Die Aussicht auf zentral gepflegte (und von Google lizensierte) Photoshop Installationen hört sich doch verlockend an. Bleibt nur die Frage, ob dieses Photoshop for Chrome dann auch auf normalen Linuxen läuft oder ob es auf die Google-GUI angepasst sein wird

Fehlende Puzzleteile? Ich vermisse nur noch eines: NX ist eine Technologie, die auf dem X11-Protokoll basiert. Google will aber für Chrome ein eigenes Grafiksystem entwickeln. Eigentlich doof, denn für X11 gibt es schon eine Menge Treiber. Also, mein Tip ist: ChromeOS wird unter der Haube doch X11 verwenden, mit einem eigenen Desktop Environment aufwarten und die Sache ist geregelt.

Oder im Rechenzentrum läuft X11/NX und der Client eben nur auf Chrome OS.

Ich hatte schon einmal von “Monopol ausweiten” gesprochen, oder?

Free GIMP Brushes

Eigentlich nichts besonderes, aber ich habe es gerade erst versucht: GIMP kann Photoshop-Pinsel ohne Änderungen nutzen.

Einfach eine der vielen Sammlungen von guten, kostenlosen Photoshop-Brushes herunterladen, und im Verzeichniss ~/.gimp-2.6/brushes entpacken:


stw@jaunty-32:~$ cd .gimp-2.6/brushes/
stw@jaunty-32:~/.gimp-2.6/brushes$ wget http://www.box.net/shared/static/ksv41tk15b.zip
stw@jaunty-32:~/.gimp-2.6/brushes$ unzip ksv41tk15b.zip

Und nach einem Neustart von GIMP stehen die Pinsel zur Verfügung:

Somit können auch Linuxnutzer auf das riesige Angebot von Paintshop-Pinseln zurückgreifen – Smashing hat da ja schon einiges zu bieten!

Das sollte auch mit gekauften Formen funktionieren – ich habe allerdings nur kostenlose getestet ;)

Google Chrome OS – Web-Apps on the Desktop

(The german version of this article is also available on my blog)

Finally, Google does what many of us were expecting for a while: The new and improved, revolutionary “Google Chrome OS” is announced. Why am I not overwhelmed by the news?

Maybe because the buzzwords in the announcement are pretty overused: Faster, better, more web-oriented, less virus-prone, more usable – we have heard all of this before.

They tell us the systems which run today’s webbrowser were developed without the internet. That is not completely correct: The Internet is rooted so deeply in UNIX/Linux, that it should be safe to say the internet was developed alongside with UNIX.

The user-interface, but also services like printing or logging of system events are done via the internet-protocol – even if there is only one PC involved. We can  access servers on the internet as if they were local harddrives. We can remotly control computer on the internet, as if they were standing under our own desk. Yes, usability can be improved, but all the basics are available. – “Those who don’t understand UNIX are condemned to reinvent it, poorly.” – Henry Spencer

And the fact that Google announces Chrome OS to be based on a Linux kernel also confirms that Linux alread has many of the promised features, like the lack of viruses, being internet based, etc.

So, Chrome OS is only yet another graphical user interface for Linux. Next to KDE, Gnome and all the lightweight windowmanagers – another one will arrive. The linux-community is tollerant. The linux-community has learned to live with alternatives.

The Google Browser – sorry, the Google Operating System is basically just another Webbrowser, running on a slim OS.  That also explains why GMail, Google-Docs and other web-applications went out of beta yesterday: They need them to be operative in order to be able to work with Chrome.

Why should we use ChromeOS? The applications run on every PC with a webbrowser. Those who want to migrate their complete workflow into the web and sell their soul to google can do that on Windows with the Internet Explorer, on Linux with Firefox or on Apple MacOS with Safari.

Oh, btw: Those who run a complete operating system also has access to alternatives beyond Google, and even beyond the Cloud. And I think that is the real motive behind Google OS: User Lock In.

Maybe I am doing Google wrong on this point, and maybe ChromeOS will be the best invention since the spoon. But right now, all of this looks like a monopolist, trying to step into another business field.

Not with me, thank you very much!

Google Chrome OS – Web-Apps auf dem Desktop

(Due to many visitors from Googleblog, I translated this article into english.)

So, nun macht Google endlich, was schon lange erwartet wird: Das neue, revolutionäre, einfach bessere “Google Chrome OS” ist angekündigt. Warum haut mich das gar nicht vom Hocker?

Vielleicht, weil das was in der offiziellen Ankündigung steht, inzwischen ziemlich ausgelutscht ist: Schneller, besser, Web-orientierter, virenfreier, benutzerfreundlicher – das Übliche.

Soso, die Betriebssysteme, auf denen Webbrowser laufen, wurden angeblich ohne das Internet entwickelt. Das stimmt so nicht ganz. Das Internet ist so tief in Unix/Linux verwurzelt, dass man sagen könnte, das Internet wurde mit Unix zusammen entwickelt.

Sowohl die grafische Benutzeroberfläche als auch Dienste wie das Drucken, oder auch das Protokollieren von Systemmeldungen über das Internetprotokoll erledigt werden – selbst wenn nur ein einziger Computer beteiligt ist. Man kann Server im Internet so ansprechen, als wären sie lokale Festplatten. Man kann Rechner im Internet fernsteuern, als seien sie direkt unter dem Schreibtisch. Ja, an der Benutzerfreundlichkeit kann man noch feilen – aber viele Grundlagen sind schon vorhanden. – “Those who don’t understand UNIX are condemned to reinvent it, poorly.” – Henry Spencer

Und dass Google selbst ankündigt, dass Chrome OS auf einem Linux-Kernel basiert bestätigt doch, dass viele der Features auch schon in normalem Linux vorhanden sind: Virenfreiheit, Ausrichtung auf das Internet, usw.

Chrome OS ist also nur eine weitere grafische Oberfläche für Linux. Da haben wir neben KDE und Gnome schon etliche Windowmanager – es kommt auf einen weiteren nicht darauf an. Linuxer sind tollerant. Linuxer haben gelernt, mit Alternativen umzugehen.

Der Google Browser – sorry, das Google Betriebssystem ist also im Grunde nichts als ein Webbrowser, der auf einem Abgespeckten Betriebssystem läuft. Das erklärt auch, warum GMail, Google-Docs und andere Web-Anwendungen von Google gestern aus dem Beta-Stadium entlassen wurden: Man brauch diese, um mit Chrome arbeiten zu können.

Aber warum dann überhaupt noch ChromeOS einsetzen? Die Anwendungen laufen auf jedem Rechner mit Webbrowser. Wer seinen kompletten Arbeitsablauf ins Web verlagern und an Google ausliefern will, der kann das auch mit Windows und dem Internet Explorer. Oder mit Linux und dem Firefox. Oder mit Apple MacOS und Safari.

Ach so: Wer ein komplettes Betriebssystem auf seinem Rechner hat, der hat Zugriff auf Alternativen jenseits von Google und sogar jenseits der Cloud. Und ich denke das ist das tatsächliche Ziel hinter Google OS: User Lock In.

Vielleicht tue ich Google damit unrecht, und Chrome OS wird tatsächlich die beste Erfindung seit dem Löffel. Aber momentan sieht das ganze nach einem Monopolisten aus, der seine Stellung auf einen weiteren Bereich ausweiten will.

Dankeschön, nicht mit mir.

Break Even (oder was man denn so nennt)

So, nun ist es mir tatsächlich gelungen: Die Werbeeinnahmen meiner privaten Blogs decken die Kosten für meinen Server.

Dabei würde ich auch bloggen, wenn dies nicht der Fall wäre. Aber trotzdem ist es ein gutes Gefühl.

Interessant dabei ist, dass der Break-Even-Point nicht mit dem SecondLife-Blog oder mit PimpmEee erreicht wurde, wie ich dies eigentlich am ehesten erwartet hätte. Das letzte Zünglein an der Waage war tatsächlich das Mischlingsblog – allerdings nachdem es von meiner Frau wiederbelebt wurde.

Und nun wisst ihr auch, wer familienintern den Ruhm beansprucht, die Bloggerei profitabel gemacht zu haben ;)

Literal Videos – Verbotene Kreativität

Wer noch Beispiele braucht, wie das momentane Urheberrecht die Kreativität der Bevölkerung behindert (oder mindestens in die Illegalität drängt), der findet diese bei Youtube unter dem Stichwort “Literal Videos“.

Klar sind bei weitem nicht alle dieser Clips künstlerisch wertvoll. Das Konzept, Liedertexte zu schreiben, die genau das mit Wirten Abbilden was im Musikvideo passiert ist aber äußerst einfallsreich. Und es verlangt einiges an Arbeit, bis der eigene Text auch auf die Orginalmelodie passt. (Manchmal werden auch Videos gedreht, die zum Orginaltext passen.)

Und auch Rick Astley darf nicht fehlen :)

Ach ja, und dann bin ich auch noch auf diese beiden Perlen aus den Achzigern gestoßen: “You spin me right round” von Dead or Alive sowie “Love Missile F1 – 11″ von Sique Sique Sputnik. Klasse, oder? :)

(via Blogpiloten)

MySQL-Tabellen reparieren – Marked as crashed and should be repaired

Ausführliche Anleitung zum Reparieren von MySQL-Datenbanken – hat mir heute prima geholfen:

http://blog.badmad.net/uncategorized/mysql-table-is-marked-as-crashed-and-should-be-repaired/

Firefox 3.5 für Ubuntu 9.04 Jaunty Jackalope

So toll die von Debian geerbte Paketverwaltung ist: Bei Versionssprüngen großer Softwarepakete hängt man immer ein wenig hinterher. So auch aktuell bei der neuen Version von Firefox.

Während man über die Mozilla-PPA-Repositories schon eine ganze Weile die Vorabversionen von FF3.5 testen kann, ist die Final nicht darauf zu finden – dafür schon die Alpha von 3.6… (Liegt das etwa an mir? Habe ich die falsche Quelle eingestellt?)

Also, jedenfalls sind hier die Schritte, wie man den aktuellen, veröffentlichten Firefox 3.5 auf Ubuntu (und wahrscheinlich auch vielen anderen Linux-Distributionen) installiert:

cp -r ~/.mozilla/firefox/ ~/firefox_backup
wget -O - http://releases.mozilla.org/pub/mozilla.org/firefox/releases/latest-3.5/linux-i686/de/firefox-3.5.3.tar.bz2 | tar xj -C ~
sudo mv ./firefox /usr/local/
sudo rm /usr/bin/firefox
sudo ln -s /usr/local/firefox/firefox /usr/bin/firefox

Und das machen diese Zeilen:

  1. Backup der Konfiguration und der Plugins erstellen
  2. Das Paket herunterladen und entpacken
  3. Das Installationsverzeichniss an den richtigen Platz verschieben
  4. Den bestehenden symbolischen Link zur alten Version entfernen
  5. Einen neue symbolischen Link zur aktuellen Version erzeugen

Nun sollte überall wo bisher Firefox 3.0 gestartet wurde die neue Version ans Werk gehen.

Viel Spaß!

Travian – Neustart in Welt 3

Die 24/7-Travianspieler wissen es sowieso schon. Aber für alle anderen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich bei Travian anzumelden.

Nie wieder wird es so einfach sein, unter die besten 5000 Spieler einer Welt zu kommen – zumindest bis wieder eine neue Runde startet. :)

Hier hat man noch die Chance, einigermaßen bei der Entwicklung mitzuhalten, und nicht (wie in den Welten im fortgeschrittenen Spielstadium) nur als Rohstofflieferanten für “die Großen” herhalten zu müssen.

Also, nach Travian geht’s hier entlang…