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Google 1 + 1 und nochmal 1 = „Will Photoshop run on Chrome OS?“

Da kommt ja so einiges aus dem Hause Google. Täglich neue Ankündigungen und Releases. Und ich sehe ind den Puzzleteilen recht interssante Möglichkeiten (für Google). Die Hauptfrage, die zu ChromeOS gestellt wird ist: „Will it run Word and Photoshop?„, also „Läuft auf Chrome OS auch Word? Läuft auf Chrome OS auch Photoshop?“.

Und diese beiden Fragen hat Google diese Woche beantwortet: „Yes, it will run Word and Photoshop – more or less.“

  • „Word“ ist bei vielen Nutzern inzwischen das Wort für „Textverarbeitung“. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen – das ist inzwischen alles wunderbar schon mit Web-Anwendungen zu erledigen. Microsoft Word wird da ebensowenig benötigt wie „OpenOffice Word“.
  • Photoshop ist da schon ein anderes Kaliber. Große Datenmengen, aufwändige Berrechungen. Das schreit ja förmlich nach einem PC unter dem Schreibtich. Aber nun kündigt Google eine eigene Version eines NX-Servers an. Mit NX lassen sich Unix/Linux Anwendungen fernsteuern, ähnlich wie mit VNC, nur effektiver. Damit könnten daten- und rechenintensive Programme in den Google-Rechenzentrums-Containern ausgeführt werden – und von den Chrome-Dumb-Terminals bedient werden. Fehlende Features in der NX-Implementierung wie Samba-Tunneling werden in einem solchen Setup gar nicht mehr benötigt, da die Daten ja im Rechenzentrum lagern.
  • Photoshop ist aber kein Linux X11-Programm. Wie sollte es dann unter Chrome/Linux ausgeführt werden? Dafür könnte Adobe selbst sorgen. Denn Adobe ist einer der Partner von Google. Die Aussicht auf zentral gepflegte (und von Google lizensierte) Photoshop Installationen hört sich doch verlockend an. Bleibt nur die Frage, ob dieses Photoshop for Chrome dann auch auf normalen Linuxen läuft oder ob es auf die Google-GUI angepasst sein wird

Fehlende Puzzleteile? Ich vermisse nur noch eines: NX ist eine Technologie, die auf dem X11-Protokoll basiert. Google will aber für Chrome ein eigenes Grafiksystem entwickeln. Eigentlich doof, denn für X11 gibt es schon eine Menge Treiber. Also, mein Tip ist: ChromeOS wird unter der Haube doch X11 verwenden, mit einem eigenen Desktop Environment aufwarten und die Sache ist geregelt.

Oder im Rechenzentrum läuft X11/NX und der Client eben nur auf Chrome OS.

Ich hatte schon einmal von „Monopol ausweiten“ gesprochen, oder?

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