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Social-Media URLs im Druck

Beim Tourismus-Castlecamp in Zell am See – Kaprun kam es zur Sprache: Wie bewirbt man seine Online-Aktionen in einer traditionellen Branche – wie es der Tourismus immer noch zum großen Teil ist?

Eine Antwort darauf war: Mit Drucksachen!

Visitenkarten, Prospekte, Briefpapier – überall muss die Internetadresse drauf. Zell am See – Kaprun machte mit Lesezeichen (!) Werbung für sein Blog/Podcast und hat damit anscheinend ganz ordentlich Erfolg gehabt. Und so lange man genau einen Web-Auftritt hat, klappt das auch ganz prima -> http://Krone-Neuenburg.de

Und wie mache ich Printwerbung für meine Facebook-Fanpage?

Da fangen dann die Probleme an: Profile, Seiten oder Gruppen bei Social Networks haben meistens sehr lange, häßliche URLs. Wer druckt schon gerne unter seine Rechnung: „Waren Sie mit uns zufrieden? Wir freuen uns über Ihre Bewertung unter http://www.holidaycheck.de/hotel-Reiseinformationen_Hotel+Gasthof+Krone-hid_161279.html

Nicht ideal: Kurz-URLs

Die durch Twitter bekannt gewordenen Kürz-Dienste für Internetadressen sind für die Plazierung auf Drucksachen auch nicht ideal. Denn es geht nicht nur um eine möglichst kurze URL, sondern auch um gute Einprägsamkeit. Das kann auch http://tinyurl.com/cuz7l3 nicht bieten. Zumal: Wer weiß, wo die Gäste landen, wenn sie auch nur einen Buchstaben falsch eingeben…

Auch wenn http://tinyurl.com/krone-tbt besser zu merken ist, bleibt das Grundproblem: Wir wollen Werbung für den eigenen Betrieb machen – und nicht für TinyURL, is.gd oder Bit.ly machen.

Umleitungen von der eigenen Seite

Der wohl beste Ansatz, eine kurze, leicht zu merkende URL für die diversen Web 2.0 Dienste zu haben, ist die Umleitung von der eigenen Internetseite aus. Die Facebook-Fanpage erreicht man dann unter http://Krone-Neuenburg.de/facebook, die Bewertungsseiten via http://Krone-Neuenburg.de/tribsbytips bzw. http://Krone-Neuenburg.de/holidaycheck und die Flickr-Photos sind mit http://Krone-Neuenburg.de/flickr auch gut zu finden.

Die Adressen setzen sich aus zwei Elementen zusammen, die man gerne bewirbt: Erstens der eigenen URL, und zweitens dem Namen des Dienstes, den man nutzt.

Technische Umsetzung

Eine entsprechende Weiterleitung ist technisch nicht aufwendig:

  • WordPress:
    Für WordPress gibt es hierfür ein Plugin: Permalink Redirekt. Hiermit kann man bequem die Weiterleitungen in der WP-Admin-Oberfläche anlegen und pflegen.
  • HTML Meta-Redirect:
    Hier ist pro Umleitung eine Webseite notwendig. In den <HEAD>-Abschnitt dieser Webseite fügt man die folgende Zeile ein:
    <meta http-equiv="refresh" content="1;url=http://Zieladresse/">
    wobei „Zieladresse“ mit der URL der Seite ersetzt werden muss, auf die der Gast weitergeleitet werden soll.
  • htaccess
    Wer den Apache-Webserver nutzt, kann die Umleitung auch in der Datei .htaccess konfigurieren. Hierbei ist pro Umleitung eine Zeile notwendig:
    redirect 301 /von http://Zieladresse
    wobei „von“ mit dem Name des Dienstes zu ersetzen ist und „Zieladresse“ die vollständige, lange URL ist.
  • Andere CMS:
    Sicher gibt es auch in anderen Content-Management-Systemen die Möglichkeit, Weiterleitungen einzurichten. Wer welche kennt, kann dies gerne in den Kommentaren erklären.

Gesagt, getan!

Ab sofort gibt es auf meiner Hotelseite folgende Social-Media URLs:

Welche davon auf Briefkopf, Visitenkarte oder Hotelprospekt landen ist noch nicht sicher. Am ehesten die Bewertungsportale.

(Inspiriert von 5 Tips for Optimizing Your Brand’s Facebook Presence)

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