Eigentlich war ich ganz angetan vom Dienst Blip.fm (Beschreibungen bei Stylespion, Crackunit und Audio Freeware) – Jeder ist ein DJ und die Musik, die ich höre wird nach dem Follower-Prinzip zusammengestellt.

Doch wer sich damit auseinandersetzt und nachfrägt, woher eigentlich die ganze Chartmusik kommt, die via DSL aus den Brüllwürfeln kommt, der stellt fest, dass viele der Quellen alles andere als astrein sind.

Man mag zu den Kopierschutzbemühungen und zur Raubkopierkampagne der Filmindustrie stehen wie man will – aber ich denke die wenigsten Blip.fm User würden bewusst Musik per Tauschbörse herunterladen. Und trotzdem tun sie per Blip.fm nichts anderes: Viele Songs dürften ohne Einwilligung der Urheberrechtsinhaber auf offenen Servern. Das ist kein “Weitergeben unter Freunden”.

Und was sind “Blips” denn anderes als Links auf eben diese (oft illegalen) MP3s? Ja, es mag auch viele Songs auf Blip.fm geben, die unter einer CC Lizenz stehen, und somit ohne Probleme geblippt werden können – aber dann sollte man sichergehen, dass man selbst die URL raussucht – und die Lizenz im Blip erwähnt, um das “reblippen” zu ermöglichen.

Und somit stellt sich Blip.fm als zweischneidiges Schwert dar: Entweder als Abmahnfalle – da man sich Hinweise auf gestohlene Musik zu Eigen macht, oder aber die große Chance für freie Musik: Wenn die Blip-DJs sehen, dass man CC-Musik sehr viel angstfreier blippen kann als die momentanen Charts.

Ach ja: Zwischen dem Anhören im Browser (ohne Speicheroption) und dem dauerhaften Download der Blip.fm-Songs auf die eigene Festplatte liegt nur eine einzige Linux-Kommandozeile: “man curl && man grep && man cut && man xargs

Nochmal Ach ja: Ich mache mir nichts mehr zu Eigen – meine Blips sind alle gelöscht und werden bei gelegenheit mit CC-Musik wieder aufgefüllt

  1. Blip.fm – Abmahnfalle oder Chance für Freie Musik? http://tinyurl.com/d983s8

  2. Sehr interessant Stefan! Ich wusste bis jetzt nicht, dass so eine Internetseite mit diesen Möglichkeiten gibt. Danke für den Beitrag!