Archive | April, 2009

Social-Media URLs im Druck

Beim Tourismus-Castlecamp in Zell am See – Kaprun kam es zur Sprache: Wie bewirbt man seine Online-Aktionen in einer traditionellen Branche – wie es der Tourismus immer noch zum großen Teil ist?

Eine Antwort darauf war: Mit Drucksachen!

Visitenkarten, Prospekte, Briefpapier – überall muss die Internetadresse drauf. Zell am See – Kaprun machte mit Lesezeichen (!) Werbung für sein Blog/Podcast und hat damit anscheinend ganz ordentlich Erfolg gehabt. Und so lange man genau einen Web-Auftritt hat, klappt das auch ganz prima -> http://Krone-Neuenburg.de

Und wie mache ich Printwerbung für meine Facebook-Fanpage?

Da fangen dann die Probleme an: Profile, Seiten oder Gruppen bei Social Networks haben meistens sehr lange, häßliche URLs. Wer druckt schon gerne unter seine Rechnung: “Waren Sie mit uns zufrieden? Wir freuen uns über Ihre Bewertung unter http://www.holidaycheck.de/hotel-Reiseinformationen_Hotel+Gasthof+Krone-hid_161279.html

Nicht ideal: Kurz-URLs

Die durch Twitter bekannt gewordenen Kürz-Dienste für Internetadressen sind für die Plazierung auf Drucksachen auch nicht ideal. Denn es geht nicht nur um eine möglichst kurze URL, sondern auch um gute Einprägsamkeit. Das kann auch http://tinyurl.com/cuz7l3 nicht bieten. Zumal: Wer weiß, wo die Gäste landen, wenn sie auch nur einen Buchstaben falsch eingeben…

Auch wenn http://tinyurl.com/krone-tbt besser zu merken ist, bleibt das Grundproblem: Wir wollen Werbung für den eigenen Betrieb machen – und nicht für TinyURL, is.gd oder Bit.ly machen.

Umleitungen von der eigenen Seite

Der wohl beste Ansatz, eine kurze, leicht zu merkende URL für die diversen Web 2.0 Dienste zu haben, ist die Umleitung von der eigenen Internetseite aus. Die Facebook-Fanpage erreicht man dann unter http://Krone-Neuenburg.de/facebook, die Bewertungsseiten via http://Krone-Neuenburg.de/tribsbytips bzw. http://Krone-Neuenburg.de/holidaycheck und die Flickr-Photos sind mit http://Krone-Neuenburg.de/flickr auch gut zu finden.

Die Adressen setzen sich aus zwei Elementen zusammen, die man gerne bewirbt: Erstens der eigenen URL, und zweitens dem Namen des Dienstes, den man nutzt.

Technische Umsetzung

Eine entsprechende Weiterleitung ist technisch nicht aufwendig:

  • WordPress:
    Für WordPress gibt es hierfür ein Plugin: Permalink Redirekt. Hiermit kann man bequem die Weiterleitungen in der WP-Admin-Oberfläche anlegen und pflegen.
  • HTML Meta-Redirect:
    Hier ist pro Umleitung eine Webseite notwendig. In den <HEAD>-Abschnitt dieser Webseite fügt man die folgende Zeile ein:
    <meta http-equiv="refresh" content="1;url=http://Zieladresse/">
    wobei “Zieladresse” mit der URL der Seite ersetzt werden muss, auf die der Gast weitergeleitet werden soll.
  • htaccess
    Wer den Apache-Webserver nutzt, kann die Umleitung auch in der Datei .htaccess konfigurieren. Hierbei ist pro Umleitung eine Zeile notwendig:
    redirect 301 /von http://Zieladresse
    wobei “von” mit dem Name des Dienstes zu ersetzen ist und “Zieladresse” die vollständige, lange URL ist.
  • Andere CMS:
    Sicher gibt es auch in anderen Content-Management-Systemen die Möglichkeit, Weiterleitungen einzurichten. Wer welche kennt, kann dies gerne in den Kommentaren erklären.

Gesagt, getan!

Ab sofort gibt es auf meiner Hotelseite folgende Social-Media URLs:

Welche davon auf Briefkopf, Visitenkarte oder Hotelprospekt landen ist noch nicht sicher. Am ehesten die Bewertungsportale.

(Inspiriert von 5 Tips for Optimizing Your Brand’s Facebook Presence)

Was ist ein Blogstöckchen? (Definition)

Da der entsprechende Wikipedia-Artikel wegen “Irrelevanz” gelöscht wurde – hier meine Defnition (Verbesserungsvorschläge gerne in den Kommentaren):

Ein Blogstöckchen (kurz: Stöckchen) ist eine Aktion mit dem Ziel Blogs und Blogger besser miteinander zu vernetzen, und dabei ein bestimmtes Thema gemeinsam zu bearbeiten. Im Gegensatz zur Blogparade, bei der das Thema von den Teilnehmern in der Regel recht offen interpretiert werden kann, sind Blogstöckchen stärker organisiert. Folgende Elemente sind meist Bestandteile eines Stöckchens:

  • Vorgegebene Fragen
    Die in den Artikeln der Teilnehmern behandelten Fragen sind vom Initiatior vorgegeben und werden von den weiteren Teilnehmern kopiert. Hierbei kann es im Laufe der Zeit zu Veränderungen kommen, das Grundgerüst bleibt jedoch das selbe.
  • Teilnehmer werden eingeladen
    Wer die Fragen eines Stöckchens beantwortet, nennt am Ende seines Artikels weitere Blogger, die als nächstes an der Aktion Teilnehmen sollen. Hierdurch erhält die Aktion ein wenig “Kettenbriefcharakter” – jedoch ohne die negativen Eigenschaften von Kettenbriefen (keine Abzocke, keine Drohungen, etc.)
    Dieser Aufruf wird meist als “Weiterwerfen” bezeichnet. Fehlt ein Entsprechender Aufruf bei einem der Teilnehmer, dann “lässt er das Stöckchen liegen”. Nicht eingeladene Blogger können aber auch das Stöckchen “aufnehmen” und auch ohne ausdrückliche Einladung an der Aktion teilnehmen.
  • Kein Vorherbestimmtes Ende
    Die Aktion hat kein bestimmtes Enddatum.

Beispiele für Blogstöckchen:

Stricken? S T R I C K B L O G S ! ! !

Zu Grundschulzeiten habe ich gestrickt. Eigentlich ganz gerne. Meinen Opa hat es ganz enorm belustigt, wie ich die Nadeln verkrampft umeinandergewickelt habe. Da es damals noch keine bezahlbaren Videokameras und erst recht kein YouTube gab, kann ich leider keine entsprechenden Beweise einbetten.

Nun gut, ich habe mich dann auch bald wieder anderen Hobbies zugewandt – und im Internet ist man ja auf der sicheren Seite.

Und dann bin ich über mehr Zwischenstationen, als man eigentlich erklärn kann auf diesen Anblick in Coolcats Blogroll gestoßen:

Ein Weltbild ist zusammengebrochen: Es gibt nicht nur ein Strickblog, es gibt offensichtlich mehrere davon…

Vielleicht sollte ich auch mal wieder anfangen ;)

Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

1992 habe ich das Buch gelesen – zumindest zum Teil.

Daraus entstand meine Ansicht, dass selbst wenn man der momentanen Regierung das Vertrauen entgegenbringt, dass sie die Grundrechtsbeschneidungen wirklich nur zum Guten und Edeln nutzen würde, also selbst dann wenn Überwachung und Zensur wirklich nur zur Verhinderung von schweren Verbrechen genutzt würden, dass selbst dann dieser vertrauenswürdigen Regierung diese Recht nicht eingeräumt werden sollten.

Denn dieser Regierung wird eine neue folgen. Eine andere, die keiner von uns kennt, und die nur wenige vorherahnen können. Und dieser noch unbekannten Regierung wird eine weitere folgen, und wieder eine. Und irgendwann in dieser Kette wird eine Regierung kommen, der ich nicht mehr vertrauen kann. Die auch ganz objektiv nicht vertrauenswürdig ist. Und dann, allerspätestens dann ist es so weit: Das Prinzip der Gewaltenteilung muss stark und wirksam sein – und die Bürger müssen die Möglichkeit haben, dass sie Einfluss auf die Regierung nehmen.

Wo kämen wir denn da hin? Wenn plötzlich die Bürger beeinflussen,
und dann auch noch die eigene Regierung?

So weit sind wir schon gekommen. Wer kontrolliert die Executive, wenn die Parlamentsmehrheit von eben dieser Exekutiven geführt wird? Die Bürger etwa? Momentan sicher nicht.

Die Presse, die sich ja gerne als viertes Standbein der Gewaltenteilung sieht. Aber welche Interessen steuern die Presse?

Wärend der letzen Jahre haben wir im Internet erahnen können, wie es aussehen könnte, wenn die Bürger nicht mehr als undefinierte Masse auftreten, sondern jeder, individuell und trotzdem gemeinsam seine Meinung kund tun kann. Klar gibt es Meinungsführer, Nachläufer und die stille Mehrheit. Aber jeder hat die Möglichkeit, seine Meinung weltweit kundzutun.

Das Internet könnte immer mehr das leisten, was in der Vergangenheit durch ausgeworfene Flugblätter getan wurde: Meinungen, die der herrschenden Schicht nicht genehm sind könnten darüber verbreitet werden – schnell und mit großer Reichweite. Der GAU jeder Regierung, die den Kontakt zur demokratischen Wirklichkeit verloren hat. Der GAU, oder aber die Medizin.

Aber selbst in der sogenannten Freien Welt sind kräftige Mechanismen im Gang, diese Möglichkeit des “unbequemen publizierens” einzuschränken und zu unterbinden. Und die klassische Presse hält still. Kein Aufschrei, kaum Widerspruch. Zu sehr sieht man “im Internet” den Konkurrenten, der Zeitungsverlage schließen lässt, der dem Fernsehen Konsumentenzeit wegnimmt. Oder greifen dort schon die subtilen Mittel der Kontrolle, die schon weit vor dem harten Wort “Zensur” beginnen? Hoffentlich nicht.

Im Laufe der letzten Jahre wurde die “Tagline” meines Blogs immer mehr zur Gewohnheit. Inzwischen ist sie für mich wichtiger denn je: “Die Pressefreiheit gilt nur für diejenigen, die auch eine Presse haben.

Blogs sind Druckerpressen der kommenden Gesellschaft. Blogartikel sind die Flugblätter der Gegenwart und der Zukunft.

Also, dann frischen wir doch wieder einmal die Erinnerung auf – was hat Henry Thoreau damals geschrieben? Vielleicht sollte ich mir den Text auf meiner eigenen Festplatte abspeichern, bevor das Project Gutenberg auf die Sperrliste kommt… Denn wenn ich mich recht entsinne, hat Thoreau sogar zur Steuerverweigerung aufgerufen!

The government itself, which is only the mode which the people have chosen to execute their will, is equally liable to be abused and perverted before the people can act through it. Witness the present Mexican war, the work of comparatively a few individuals using the standing government as their tool; for in the outset, the people would not have consented to this measure. This American government—what is it but a tradition, though a recent one, endeavoring to transmit itself unimpaired to posterity, but each instant losing some of its integrity? It has not the vitality and force of a single living man; for a single man can bend it to his will. It is a sort of wooden gun to the people themselves.

(Gibt es auch als Audiobook für verschiedene Player – Deutsche Übersetzung habe ich leider nicht gefunden, gibt’s aber beim Buchhändler)

So, und jetzt fehlt mir der kluge Schlußsatz, der hier eigentlich hinsollte. Vielleicht fällt mir später einer ein :)

Ein schwarzer Tag für Deutschland

Die Nachfolgenden Generationen werden Kopfschüttelnd auf uns zurückblicken und fragen: “Warum haben die Deutschen nicht reagiert, als man ihnen ihre Grundrechte nahm?

Und die zukünftigen Geschichtslehrer werden mit den Schultern zucken und sagen: “Keine Ahnung – eigentlich hätten doch gerade die Deutschen aus ihrer eigenen Geschichte gelernt haben sollen.

Und wenn dann die bedrückende Geschichtsstunde vorrüber sein wird, dann werden die Schüler rausrennen auf den Pausenhof und nicht mehr darüber nachdenken.

PS: Seit wann beschließt eigentlich “das Kabinett” die Gesetze? Wärend meiner Schulzeit war das Parlament die gesetzgebende Kraft. Ich muss wohl ein paar Adressen rauskramen.

ZDF-Mediathek Videos herunterladen (Download)

Update 18. Mai 2010: Eine Aktuelle Version dieses Artikels (Stand: Mai 2010) befindet sich hier: ZDF-Mediathek Videos herunterladen (Download) – Mai 2010

Update (26.09.2009): Der Kommentar von Ronald Wölfel stellt den momentanen Stand der Dinge sehr gut dar und ist sicherlich hilfreicher als der Artikel selbst!

Update: Das ZDF hat sein Seitenlayout geändert. Inzwischen sind keinerlei Hinweise auf .ASX oder MMS: mehr im Seitenquelltext enthalten. Anscheinend übernimmt das Flash-Plugin nun das Dekodieren der Stream-URL – eine möglichkeit zum Download gibt es anscheinend micht. Wer einen Tip hat kann ja diesen in den Kommentaren hinterlassen.

Wie man Youtube-Videos auf die eigene Festplatte speichert, ist ja schon hinlänglich bekannt: Pwnyoutube ist wohl die einfachste Option. Und wie man die FLV-Dateien in ein brauchbares Format wandelt steht in “How to convert YouTube videos to DivX or XviD

Aber wie bekommt man die Videos aus der ZDF-Mediathek ins eigene Archiv, bevor die Sendungen nach 14 Tagen wieder aus dem Netz genommen werden? Auch kein Problem :)

Wie paedda1 erklärt, benötigt man die URL des gestreamten Videos, welche wiederum in einer ASX-Datei versteckt ist. Im Gegensatz zur verlinkten Erklärung muss man aber keine DLLs aus zweifelhaften Quellen installieren. Das ZDF zeigt den Link zur ASX direkt mit an:

Somit reicht es, den Link mit einem Rechtsklick und dem entsprechenden Menüpunkts in die Zwischenablage zu kopieren. Und diese URL fügt man dann in folgenden BASH-Einzeiler ein:

curl http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/090421_1816_hko.asx | grep mms: | cut -d" -f4 | xargs -n1 mplayer -dumpstream -dumpfile zdf-mediathek.wmv

Wobei die URL “http://…asx” mit derjenigen des gewünschten Videos und der Dateiname “zdf-mediathek.wmv” mit dem gewünschten Speicherort zu ersetzen ist.

Voraussetzungen sind “curl” und “mplayer“, welche aber bei den meisten Linux-Distributionen dabei sein sollten, und eigentlich auch auf Apple Mac laufen sollten. (Den Tip mit dem mplayer habe ich bei HowtoForge gefunden)

Schade, dass der Link offensichtlich im Flash-Teil der Webseite ist, und somit nicht im Seitenquelltext erscheint. Sonst könnte man den Zwischenschritt über die ASX-URL sparen.

Internetsperren sind Wirksam #Zensursula

Vielleicht nicht für den Opferschutz, aber für die Einführung eines Zensurmechanismus ist dies auch nicht relevant.

Im Gegenteil: Wenn “wir” jetzt behaupten die Sperren wären nicht wirksam, dann schwächen wir die Anti-Zensur-Argumentation. Und wenn dann eine “nicht wirksame Zensur” eingeführt wurde, kann diese später wirksam gemacht werden. Dann ist das nur noch ein Detail – Zensur haben wir dann ja schon, sie wird nur “repariert”.

Also: Egal ob die Sperren etwas taugen oder nicht – sie dürfen nicht sein!

Außerdem ist es wohl deutlich Wahlkampf-Wirksamer wenn in den Protestartikeln der volle Name “Ursula von der Leyen” steht – und nicht nur #Zensursula