Archive | März, 2009

CSS-Naked Day 2009

Ich hab’s bisher immer verpasst – für 2009 mach mir ich jetzt aber eine Erinnerung per “Modified Timestamp”: CSS Naked Day 2009 ist am 9. April!

Where did my Design go?

The idea behind this event is to promote Web Standards. Plain and simple. This includes proper use of (x)html, semantic markup, a good hierarchy structure, and of course, a good ‘ol play on words. It’s time to show off your .

E-Mail mit Thunderbird 3

Wer mein Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich Google Mail nicht mag.

Aber anscheinend wurde ein Feature von GMail in der neuen Version von Thunderbird nachprogrammiert, dass meine Art E-Mails zu scannen (also zu “sondieren”) grundsätzlich verändert hat. Seit ich Thunderbird 3.0 beta installiert habe, bearbeite ich meinen Posteingang hauptsächlich mit zwei Tasten: “a” für “Archivieren” und “Entf” aka. “Del” für “Löschen”.

  • Gelöscht werden alle Nachrichten, die nur über die ungestörte Funktion der Server informieren, sowie Spam, Werbung und die meisten Nachrichten aus der OSM und DokuWiki Mailingliste. Diese Listen sind öffentlich archiviert, und ich kann alle Diskussionen im Web wiederfinden.
  • Archiviert werden die Nachrichten und Diskussionen, die mir sehr interessant erscheinen und eventuell später einmal nützlich werden. Außerdem alle Nachrichten, die tatsächlich an mich oder von mir geschrieben wurden.

Der Druck auf die A-Taste legt die markierte(n) Nachricht(en) nach Jahr und Monat sortiert ab. Dies mag auf den ersten Blick chaotisch erscheinen, aber wie oft habe ich schon Mails in meiner “wohldurchdachten Ordnerstruktur” gesucht, und nicht gefunden. Die Suchfunktion über das ganze Archiv hat die Nachrichten dann meist wieder ans Tageslicht befördert – aus einer Rubrik, die beim Ablegen noch Sinn ergab – dieser Sinn beim Suchen jedoch nicht mehr einleuchtet.

Die Tatsache, dass ich nun eine volle Inbox sehr schnell auf eine verträgliche Größe eindampfen kann hilft enorm beim Umgang mit den Mail-Massen. Der Vorgang des Archivierens wird optimiert, denn die Suche wird vom PC viel gründlicher und oft auch schneller erledigt.

Also: Archivieren nach Datum, Suchen mit dem Rechenknecht. Das Prinzip gefällt mir. Wenn jetzt die Suche wie in versprochen auch noch optimiert wird, dann ist ja alles bestens!

PS: Dass man bei “Beta Software” auf eigene Gefahr handelt, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Tue ich hiermit aber trotzdem. Immerhin nennen die Entwickler die Beta-Builds liebevoll “Shredder”…

WordPress als Wiki

If all you have is a hammer, everything starts to look like a nail

Manche Werkzeuge können andere ersetzen. Manchmal ganz gut, manchmal weniger gut.

So ist das auch mit dem Web-Werkzeug “Content Management System” (“System zur Verwaltung von Inhalten/Webseiten”, kurz CMS), das vor einigen Jahren in zwei Spezialwerkzeuge aufgespalten wurde: Blogs und Wikis. Neben den spezialisierten Varianten, die zusammen das Web 2.0 ausmachen, gibt es weiterhin den klassischen Zweig, der sich für allgemeine Webseiten, meist nach Ausprägung des “Web 1.0″ anbietet.

Substitution, Runde Ia – Blog als Homepage, Wiki als Homepage

Schon recht früh im Web 2.0 (bevor der Begriff überhaupt aufkam?) gab es Projekte, die mit Blogs und Wikis in den Bereich der klassischen CMS vordrangen. Dies geschieht hauptsächlich durch Layouts, die die eigentlichen Merkmale der Web2.0-Werkzeuge vor dem Besucher der Website verstecken, und diese Stärken nur im Backend, also für den Verwalter bzw. für die Autoren ausspielt. Ich habe den Webauftritt des Hotel Krone sowohl als Wiki, als auch als Blog realisiert. (Natürlich nicht gleichzeitig :) )

Substitution, Runde Ib – CMS als Blog, CMS als Wiki

Auch die Hersteller von CMS haben sich nicht lumpen lassen: Es gibt kaum mehr ein System, dass innerhalb seiner Strukturen nicht auch das Bloggen unterstützt bzw. das Erstellen von Wikis ermöglicht. Ob diese Funktionen im Basissystem oder als Plugin realisiert werden ist unwichtig, wer ein Blog oder ein Wiki will, braucht deshalb nicht mehr von seinem gewohnten CMS umsteigen.

Substitution, Runde IIa – Wikis als Blog

Für mein Lieblings-Wiki “DokuWiki” gibt es ein Plugin, mit dem man bloggen kann. (Sogar mehrere) Wohl prominentestes Beispiel für dessen Anwendung ist der Hauptentwickler von DokuWiki Andreas Gohr. Wer sein Projekt hauptsächlich als Wiki realisiert und sich im DokuWiki-Backend wohl fühlt, der hat keinen Grund, sich reines Blogsystem zu installieren.

Substitution, Runde IIb – Blogs als Wiki

Der umgekehrte Weg ist noch nicht so gut vorbereitet, weshalb ich ihn hier etwas ausführlicher skizzieren will: Wie kann man eine WordPress-Installation zumindest Teilweise als Wiki ge- oder missbrauchen?

Was braucht WordPress, um ein Wiki zu sein?

Nicht viel, die meisten technischen Vorraussetzungen sind schon vorhanden. Der Rest ist Finetuning beim Theme und bei der Rechtevergabe. Hier die typischen Merkmale von Wikis, zusammen mit der möglichen Umsetzung in WordPress. Hierbei treffe ich noch keine Aussage, ob die Wiki-Seiten in WordPress als “Blogartikel” oder als “Pages” (oder gar gemischt) angelegt werden sollten.

  • Schnell
    In den meisten modernen WP-Themes ist jedem Artikel ein Edit-Link beigefügt. Ist ein Nutzer mit entsprechenden Rechten angemeldet, so kann der Artikel oder die Seite schnell bearbeitet werden
  • Einfaches Markup
    Einfaches Markup ist für Wikis wichtig. Realisiert wird dies in der Regel mit Auszeichnungssprachen wie Markdown oder systemspezifischen Regeln. Dies war sicher lange Zeit angebracht. Jedoch wird mit diesen “einfachen” Auszeichnungen auch eine weitere Zwischenschicht mit ihren eigenen Problemen geschaffen. Daher bietet sich eigentlich HTML als universelle Auszeichnungssprache an. Sie ist weit verbreitet und gut dokumentiert. Außerdem bieten sich Systemen, die HTML nutzen inzwischen gute WYSIWYG-Editoren an.
    Von daher ist die “Einfachheit” im WP-Backend gegeben. Wer nicht meiner Meinung ist, kann sich auch ein entsprechendes Plugin installieren.
  • Sicher (durch Versionsverwaltung)
    Jedes Wiki-System bietet eine Versionsverwaltung. Man kann die Bearbeitungsschritte von jedem Artikel nachverfolgen, miteinander Vergleichen und im Fehlerfall bzw. bei Vandalismus auch alte Versionen wieder herstellen. Dieses Feature hat inzwischen auch in WordPress Einzug gehalten, jedoch besteht hier noch Aufholbedarf. Die Revisionen der Artikel oder Seiten sollte auch für Leser sichtbar sein (Vielleicht ist dies schon gegeben – über Lösungsvorschläge wäre ich dankbar)
    Das Plugin “Display Revisions” könnte hier gute Dienste leisten. (Oder die Funktion wp_list_post_revisions() – aber darüber habe ich keine Dokumentation gefunden) – Auch the_modified_author() (ab WP2.8, via WPengineer.com) wird hier von Nutzen sein.
  • Offen – “Wiki as a Lifestyle”
    Dies ist keine technische Vorgabe für Wikis, sondern eine Entscheidung des Managements. Man kann auch WordPress so konfigurieren, dass sich jeder registrieren und danach drauflosschreiben kann. Die Tatsache, dass dies (meist sogar ohne Registrierung) bei Wikis meist die Voreinstellung ist und bei Blogsystemen meist gar nicht in Erwägung gezogen wird, ist für die technische Betrachtung nicht relevant. Es gibt sehr restriktiv geführte Wikis. Warum soll es keine offen geführten Blogs geben?
  • Einfaches Erstellen von Seiten
    In Wikis erstellt man eine neue Seite, indem man diese verlinkt. Beim ersten Klick auf den Link existiert die Seite noch nicht, aber das System bietet an, diese zu erstellen. A new page is born.
    Bei WordPress müsste man die Fehlerseite (“404.php”) so gestalten, dass ebenfalls die Option geboten wird, die noch nicht vorhandene Seite zu erstellen. Ich habe in meine 404.php folgenden Code eingefügt: <?php echo $_SERVER['REQUEST_URI'] ?> und bekomme nun die aufgerufene Seite angezeigt. Mit dieser Information und der Funktion wp_insert_post() müsste sich doch auch die Seite erstellen lassen. Die anwesenden WP-Cracks und PHP-Puzzler dürfen sich gerne zu Wort melden ;)
  • Index – Alle Seiten im Überblick
    Wo man schnell Seiten erstellen kann, kann es auch vorkommen, dass man den Überblick verliert. Bei Wiki-Systemen gibt es dann die Index-Funktion, die alle Seiten im Wiki anzeigt. Dies ist bei WordPress auch vorhanden – einfach das entsprechende Widget in die Sidebar und es ist egal, ob man einen Artikel oder eine Seite sucht. Über die Funktion wp_list_pages() müsste auch eine Umfangreichere Anzeige möglich sein.
  • Recent Changes
    Gibt es eine Möglichkeit, die Änderungen der Artikel oder Seiten als RSS zu abonnieren? Je größer die Zahl der Mitarbeiter im Wiki wird, desto wichtiger ist es, dass man sich schnell darüber informieren kann, wann und wo die letzten Änderungen vorgenommen wurden.
  • Backlinks
    Mithilfe von “Backlinks” kann man feststellen, welche andere Wikiseiten auf die soeben betrachtete verweisen. Diese Funktionalität wird in Wikisystemen durch eine sehr “teure” (d.h. in großen Wikis sehr aufwändige) Volltextsuche zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise könnte man wohl auch ein Blog durchsuchen. Aufgrund der schon vorhandenen Trackbacks besteht jedoch meist schon eine “dokumentierte Beziehung” zwischen verlinkten Seiten, die “Backlinks” weitgehend ersetzen kann.
  • Namespaces
    Viele moderne Wikis bieten mit Namensräumen eine Möglichkeit, die Inhalte zu gruppieren und zu strukturieren. Bei WordPress-Seiten ist dies mithilfe von Seiten und Unterseiten möglich. Bei Blogartikeln ist die Gliederung nach Kategorien/Unterkategorien oder Tags möglich. Durch URL-Einstellungen lassen sich auch bei Blogartikeln URLs der Form …/kategorie/unterkategorie/artikel realisieren.

Diese Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen, und auch die technischen Lösungen sind oft nur angedacht und noch nicht ausgearbeitet. Jedoch finde ich es spannend, wie sich die verschiedenen, spezialisierten CMS-Typen wieder aufeinander zubewegen.

Gerne lese ich Eure Ideen, Gedanken und Kritikpunkte zum Thema “Wikis in WordPress” hier in den Kommentaren oder auch per Mail.

Don’t force it…get a bigger hammer!

Dokumentierter Fall von Wahlfälschung mit Wahlcomputern

In Kentucky wurden unter Zuhilfenahme von Wahlcomputern Stimmen gefälscht. Die Verantwortlichen wurden festgenommen und verurteilt. Somit ist es nicht mehr so, dass Wahlen mit hilfe der Computer gefälscht werden könnte, sondern dass sie mit Computerhilfe gefälscht wurden.

Die Tatsache, dass die Wahlfälscher die nicht offensichtliche Bedienung und Social Engeneering nutzten und nicht auf technische Unzulänglichkeiten zurückgegriffen haben zeigt um so mehr, wie wichtig die Punkte “einfach” und “nachvollziehbar” sind, wenn man von “gleich”, “geheim” und “allgemein” redet.

(via @Nikurasu)

Passend dazu auch die Meldung über Trojaner auf Bankcomputern. (via Datenterrorist) Warum das im Zusammenhang steht? Die Firma Diebold stellt nicht nur Bankautomaten, sondern auch Wahlcomputer her. Auch wenn der Fall in Kentucky Modelle anderer Hersteller genutzt wurden.

Ruhige Laptops (und auch PCs)

Machmal nervt es ja schon: Da ist man in einer stillen Umgebung (z.B. in einem Vortrag) und der Laptop piepst – und zwar unabhängig davon, od man die Boxen laut oder leise eingestellt hat. Bei Linux Screw habe ich nun die Lösung gefunden:

sudo modprobe -r pcspkr

Dadurch wird der Treiber für den PC-Lautsprecher entfernt – Stille.

Wer nicht bei jedem Start den Befehl eingeben will, aber die Ruhe liebt, kann auch  in die Datei /etc/modprobe.d/blacklist die Zeile “blacklist pcspkr” einfügen.

Zensur in Deutschland aus politischen und wirtschaftlichen Gründen

Gefunden bei Netzpolitik:

In den abschließenden Verhandlungen mit dem Familienministerium in großer Runde ist laut Ansicht von eco-Vertretern ferner klar geworden, dass es den bislang beteiligten Ressorts einschließlich des Wirtschafts- und Innenministeriums nicht nur um die von Experten als wirkungslos erachteten Sperrungen im Bereich Kinderpornographie gehe. Von einer entsprechenden Beschränkung sei nicht mehr die Rede gewesen. Somit stünde die Tür offen für Blockadeforderungen etwa auch von Rechteinhabern im Kampf gegen Copyright-Verstößen im Netz oder von den Betreibern staatlich genehmigter Glücksspieleanbieter gegen die illegale Online-Konkurrenz.

Gefunden bei Oliver Gassner:

MUTO a wall-painted animation by BLU from blu on Vimeo.

Zusammenhang? Den habe ich noch nicht gefunden…

Gnome Do – Docky

Vor einer ganzen Weile habe ich Gnome Do installiert, weil es als ganz tolle Ausführung eines “Docks” gepriesen wurde. Aber was bekam ich statt dessen? Einen Schnellstarter, der auf Tastenbefehle hört. Das geht mit dem Terminal schneller – finde ich zumindest.

Kooldock war zwar ganz schick, stürzte aber zu oft ab.

Und dann, kurz befor ich Gnome Do wieder von meinem Rechner verbannen will, finde ich den entscheidenden Hinweis: Das Dock ist nicht das Hauptfeature von Gnome Do, sondern nur ein “Theme”, das aktiviert werden muss.

Also, die “Preferences” aufgerufen, “Appearance” aufgerufen und “Docky” als “Theme” eingestellt. Alles gut, sogar noch besser als Kooldock. Und nun kann ich wieder das obere Panel am Bildschirmrand auf “Auto Hide” stellen und weitere 20 Pixelreihen bzw. 25600 Quadratpixel zurückerobern :)

Screenshot: Gnome Do Docky

World of Warcraft nur für Erwachsene!

Zumindest der “Kriminologe Pfeiffer” fordert dies in einer N24 – Reportage “Süchtig nach PC Games – Jeder sechste 15-jährige ist abhängig” (Unter mediencenter.n24.de, dann “Panorama”). Als Begründung nennt er das hohe Suchtpotential.

Das muss in diesem Fall herhalten, weil WoW nämlich nicht als “besonders gewalttätig” gilt, und somit in der Diskussion um Killerspiele nicht wirklich “helfen kann”.

Also, wenn “hohes Suchtpotential” für eine Altersfreigabe ab 18 herhalten muss, dann bin ich dafür auch andere Dinge mit ebendiesem hohen Suchtpotential zu verbieten. Fangen wir beim Gameboy (der jetzt DS lite genannt wird) an: Tetris, Mario World und sogar Dr. Kawashimas Gehirnjogging erweisen sich in unserer Familie als große Versuchungen, deren Suchtpotential wir nur mit Mühe und eiserner Disziplin widerstehen können.

Machen wir direkt bei den Nachmittags-Serien oder “Telenovelas” weiter. Dann noch alle Gerichts- und Talkshows – hier ist neben der Suchtgefahr auch noch hohe Verdummungsgefahr mit einhergehendem Realitätsverlust gegeben.

Und wenn wir dann noch die Castingshows sowie Sportübertragungen (Fußball hat ein besonders hohes Suchtpotential gezeigt) mit dazu nehmen, dann bleibt nicht mehr viel, was für die Jugend übrig bleibt. Und uns auch nicht. Suchtpotential ist jedenfalls überall gegeben.

All diese hochgradig jugendgefährdenden Fernsehsendungen inklusive der ARD Sportschau sollten aus dem Programm verschwinden.

Ich spiele nicht World of Warcraft. Aber lieber Herr Pfeiffer: Games do not kill. Guns do.

(Bild wird aufgrund der CC-by-nc-sa Lizenz genutzt. Details bei Flickr.)