Stefan.Waidele.info

Zeitmaschine: Die 1980er

Die älteren unter den Lesern können sich noch gut daran erinnern. Und ich muss zugeben, dass ich auch schon ein wenig spät auf die Welt kam. Aber die zweite Hälfte der 1980er habe ich noch gut in Erinnerung.

Beim durchstöbern meiner digitalisierten Plattensammlung…wie bitte? „Plattensammlung“?

Ja, ich nenne das immer noch so. Auch wenn der Ordner auf der Festplatte schon „CD-Sammlung“ benannt ist. Bands veröffentlichen Platten. (CDs sind ja auch platt, genauso wie dieser Witz. Aber ich schweife ab…)

Jedenfalls bin ich beim „Playlistsurfen“ auf Marillion gestolpert. Deren bekanntestes Album „Misplaced Childhood“ durfte natürlich nicht in meiner Sammlung fehlen. Das Cover (30cm x 30cm!) war eine Wundertüte an abgefahrenen Ideen. Man konnte sich ohne weiteres Fragen, ob der Grafiker oder der Texter mehr geraucht hatte.

Und dann finde ich auf Youtube dieses Video:

Schaut Euch diese Stereoanlage an! Alleine das Vorhandensein eines Phono-Knopfes macht diese doch schon zur Antiquität. Und dann diese Andacht, mit der das Album aus der Schutzhülle, die Innenhülle aus dem Cover und dann, endlich die Schallplatte aus der Innenhülle geholt wird!

Das, kombiniert mit den Detailaufnahmen des Covers (ich dachte, es wäre ein Klappcover gewesen, also wie für eine Doppel-LP, aber nur eine Platte drin..?) lässt einen doch echt ins Schwelgen geraten. Ich kann dem Kommentator bei Youtube nur Recht geben:

you my friend; are a time machine. Instantly taking me back to when i was fifteen.
Und falls sich wundert, warum das Lied „Pseudo Silk Kimono“ ausgeblendet wird: Das ist bereits der Anfang des nächsten Liedes: „Kayleigh
Die ganze Platte war ohne Pause (außer der zwischen A-Seite und B-Seite) durchgespielt, mit fliesenden Übergängen zwichen den Stücken. Nicht nur im Studio, auch auf der Live-Version. So, und nun noch mein Tip zum ultimativen Genuss von „Misplaced Childhood“:
Stereoanlage richtig laut stellen und sich zwischen die Boxen auf den Boden legen. Augen schließen und mitsingen…

So, liebe Kinder, Teenager und Twens: Jetzt müsst ihr nur noch rüber zur „Ode an die Achtziger“ – aber die ist ja auch schon ein Stück Geschichte…

This entry was posted in Kinderweb, Opinons. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post. Both comments and trackbacks are currently closed.

One Comment

  1. Posted 13. Januar 2009 at 18:15 | Permalink

    Ja, und ich habe sie noch live gesehen mit Sänger Fish! Hach…