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Social-Media-Bestandteile einer Event-Homepage

Sei es ein Barcamp, ein Messestand, der Launch eines Programmes oder ein Event anderer Art – heute werden diese Veranstaltungen immer im Internet beworben. Doch es steht auch ein ganzer Werkzeugkasten mit Programmen bereit, die eine Event-Homepage zur Planungszentrale und zum Dreh und Angelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit werden lassen können. In den letzten Tagen habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wie eine Event-Homepage aussehen sollte, damit möglichst viele Effekte des „Mitmachwebs“ ermöglicht, gefördert und maximiert werden können.

Hierbei geht es nicht darum, möglichst viele Buzzwords in einer Eventankündigung unterzubringen. Es geht darum, Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich zu Informieren und sich mit anderen zu vernetzen, ohne dass das Organisationsteam selbst vermittelnd tätig werden muss.

Auch wenn es sehr unterschiedlich gelagerte Veranstaltungen gibt, so sollten folgende Elemente auf der Startseite (ohne zu klicken und ohne zu scrollen) schnell zu finden sein:

  • Name, Ort und Zeit der Veranstaltung
  • Link zu „weiteren Offiziellen Seiten“ (z.B. Cache-Listing bei einem Geocaching-Event)
  • Link zum Blog und RSS-Feed
  • Link zum Wiki
  • Kontaktinformationen

    Diese Kontaktmöglichkeiten sollten aber nur dann angegeben werden, wenn sie auch tatsächlich schon genutzt werden und für die Zielgruppe zumindest ansatzweise relevant sind. Und: Nicht nur wegen des Events registrieren und dann ungepflegte Accountleichen verlinken.
    Bei zu vielen unterschiedlichen Diensten kann man auch einen Link auf eine entsprechende Seite angeben.

  • Gemeinsames Tag für Seiten wie Flickr
    Dieses sollte recht eindeutig mit der Veranstaltung zusammenhängen. „Tourismuscamp09“ ist hier zum Beispiel eine gute Wahl, denn es kommt meist nicht auf die Anzahl der Buchstaben an. Bonuspunkte bekommen alle, die die Bilder mit diesem Tag auch irgendwo in der Seite einbetten.
  • Kurzes Hashtag für Twitter.com
    Dieses sollte in erster Linie kurz sein, damit die 140 Zeichen Nachrichtenlänge nicht unnötig gefüllt werden. Dies kann auch zu Lasten der Eindeutigkeit gehen – man sollte nur auf „saisonale Eindeutigkeit“ achten.
    So würde #tcamp 10 Zeichen pro Nachricht sparen – das sind über 7%! Verwechslungen zum Tourismuscamp 2008 oder 2010 wären nicht zu befürchten, da Twitter eine sehr kurzlebige Plattform ist. Bei einer Zeitgleichen durchführung eines „Taubenzüchtercamps“, „Tenniscamps“ oder eines „Twittercamps“ wäre eine andere Lösung zu finden (oder man muss den Kanal durch schiere Masse dominieren 🙂
    Auch Tweets kann man in die Seitenleiste der Webseite einbinden -> Bonus
  • Informationen für Blogger als Blogartikel
    • Ja, es muss ein Blog erstellt werden.
    • Es sollte einen „Projektartikel“ geben, in dem alle wichtigen Punkte zusammengefasst und die zentralen Informationsseiten verlinkt werden.
    • Blogger sollten dazu eingeladen werden, in ihren Blogs auf diesen Artikel zu verweisen.
    • Diese Seite fungiert als Sammelstelle für eingehende Trackbacks zu Event im Allgemeinen und macht somit eine manuelle Zusammenstellung der verlinkenden Seiten sehr viel einfacher – vielleicht sogar unnötig.
    • In regelmäßigen Abständen sollten Zusammenfassungen der Planungsfortschritte in diesem Blog erscheinen.

    Da man sowieso ein Blogsystem pflegen muss, bietet es sich auch an, dieses für die Erstellung des gesamten Internetauftritts zu verwenden.Dadurch erleichtert sich auch die Erstellung eines RSS-Feeds

  • Wiki
    • Ja, es muss ein Wiki erstellt werden. 🙂
    • Intern kann ein geschützter Bereich des Wikis zu Planungszwecken genutzt werden.
    • Man kann die Teilnehmer schon sehr früh in die Planung einbeziehen.
      (z.B. Sessionvorschläge, oder Wer-bringt-was-mit)
    • Die Teilnehmer können sich selbst organisieren
      (z.B. Mitfahrgelegenheiten)

Mit diesen Komponenten sollte man eigentlich ganz gut aufestellt sein. Man bietet interessierten die Möglichkeit, im Web 2.0 über die Veranstaltung zu berichten und sich mit anderen zu vernetzen, ohne dass das Organisationsteam selbst vermittelnd tätig werden muss.

Die Informationen sollten so ins Design/Theme/Template der Seite integriert sein, dass sie – zumindest als Link – auf jeder Seite erscheinen, denn es ist nicht gesagt, dass die Besucher immer durch den Haupteingang kommen.

Ausblick:

Bein einem solch umfangreichem Pflichtenheft ist es gut zu wissen, dass alles, was ich oben aufgeführt kostenlos in guter Qualität Verfügbar ist. Man kann sich die Software auf der eigenen Webpräsenz installieren, oder Dienste in Anspruch nehmen. Ersteres bietet mehr Möglichkeiten, ein einheitliches Design realisieren zu können – letzteres bietet den Vorteil, dass man sich nicht um die Technik kümmern muss.

Somit steht eigentlich einem gut vernetzen Event nichts mehr im Wege. Wenn das Angebot nun noch ein Attraktives ist, dann kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen, oder?

Fahrplan:

  1. Domain registrieren – oder auch nicht
  2. Blogsoftware installieren
  3. Theme/Template/Design auswählen
  4. Wikisoftware installieren
  5. Wiki ins Blog integrieren
  6. Tag/Hashtag auswählen
  7. Alle Daten ins Layout

Hört sich das wie eine Artikelserie an? Ich verspreche vorerst noch nichts…

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3 Comments

  1. Posted 12. Januar 2009 at 19:19 | Permalink

    Event-Homepage-was drauf? http://is.gd/fdMK – Was fehlt? @edei @RobGreen @Daniel_Amer @EdWohlfahrt @joebertl @reinhardlanner @Offenbacher

  2. Reinhard
    Posted 12. Januar 2009 at 20:45 | Permalink

    hallo stefan,
    super beitrag! da wird einem erst bewusst, welche chancen aber auch welche aufgaben die webentwicklung bietet.
    werde das gleich mal auf eine veranstaltung anwenden und falls mir was ein-,auf- oder umfällt sag ich dir bescheid.
    lgr

  3. Posted 12. Januar 2009 at 20:46 | Permalink

    eventpage 2.0 – schöne zusammenstellung RT @stwaidele: Event-Homepage-was drauf? http://is.gd/fdMK – Was fehlt?