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Internetfilter fördern Kindesmissbrauch

Wer wegen der deutschen Gesetzgebung erwägt auszuwandern, der kann nun auch Australien von seiner Liste der Zielländer streichen:

Dieser Plan zwingt Internetprovider einen „Sauberen Datenstrom“ auszuliefern.
Die Regierung wird zwei „Blacklists“ erstellen
[…]
Von den ca. 1300 Webadressen werden nur 3 wegen ihrer pädphilen Einstufing wegen blockiert. Eine große Zahl der restlichen Sites werden wegen Nacktheit, Gewalt, Verbrechen oder „Sexuellen Fantasien“ blockiert – obwohl sie aber eigentlich dem gesetzlich erlaubt sind.

Der Netzwerkexperte Mark Newton erklärt, warum eine solche technische Lösung nicht funktionieren kann. Hierfür listet er eine Reihe von Argumenten (kann nicht funktionieren, zu teuer, schlechte Realisierung) die in der Feststellung gipfelt:

Ein Internetfilter fördert Kindesmissbrauch!

Newtons Argument: Selbst wenn ein solches system technisch perfekt und bezahlbar umgesetzt würde, wäre es unvermeidbar, dass die geheimen Listen der gesperrten Seiten durch ein Leck öffentlich würden.

Diese Listen wären dann für die entsprechenden Zielgruppen ein Empfehlungsschreiben, mit denen Pädophile viele Seiten überhaupt erst finden könnten.

Ach ja – nur um das klarzustellen: Es geht mir hier nicht darum, Pädophilie schönreden zu wollen. Es geht mir auch nicht darum, Pornosites im Internet zu erhalten. Aber wenn mit diesen Vorwänden Zensurmöglichkeiten geschaffen werden, wird diese Zensur unweigerlich auch auf andere Bereiche übergreifen, die weitaus mehr Bürger betreffen werden.

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One Comment

  1. Detlef
    Posted 29. November 2008 at 17:19 | Permalink

    True word.

One Trackback

  1. By Filtern gegen Kinderpornos? « Gefährderblog on 29. November 2008 at 10:36

    […] Ein weiteres Argument: Die Liste gesperrter Webseiten wird früher oder später an die Öffentlichkeit gelangen – man […]