Archive | November, 2008

Mamma Mia! Es geht wieder los…

Ich gebe es offen zu: Ich war in Stuttgart bei “Mamma Mia” – und es hat mir gefallen. Am Donnerstag kam die bei Amazon vorbestellte DVD mit dem Kinofilm ins Haus.

Es ist faszinierend,

  • wie man eine Story (und sei sie auch noch so [flach|vorhersehbar|bauerntheatrisch]) um vorhandene Hits einer Band herumschreiben kann.
  • wie gut die Abba-Lieder immer noch sind.
  • dass Pierce Brosnan tatsächlich singen kann :)
  • wie sehr erwachsene Frauen “quitschen” können – und sei es nur im Film

Wir wissen noch nicht, wen wir alles zur “Mamma-Mia Mitsing Party” einladen werden, aber es wird sicher lustig :)

Notiz an mich selbst: Basel-Tatoo 2009

Ab Dezember 2008 soll es Karten für das Basel Tatoo 2009 geben.

Diese findet vom 18. bis 25. Juli statt.

Tatoo kommt von „Doe den Tap toe!“ – was ich als Laie als „Mach den Zapfhahn zu“ übersetzen würde, was ja auch der ursprünglichen Bedeutung des Zapfenstreichs entspricht.

Geschenktip: Afrika-Fotokalender 2009

Wer noch ein Geschenk für den einen oder anderen Verwandten sucht, der wird vielleicht bei Laafi fündig.

Der Verein Laafi finanziert Projekte im Gesundheitsbereich in einer der ärmsten Regionen der Welt. Er arbeitet dabei mit lokalen Partnern aus den Projektdörfern zusammen, die die Projekte initiieren, umsetzen und zum Teil auch mitfinanzieren.

Kalenderblatt April 2009 (c) Helge Fahrenberger, used by permission

Seit 2003 veröffentlicht der Verein einen Fotokalender mit schönen Bildern – die auch alle schon vor dem Kauf angeschaut werden können. Was mir daran besonders gefällt? Dass im Gegensatz zu den Fotos anderer Projekte (die jetzt vor Weihnachten regelmäßig in der Post zu finden sind) nicht mit ausgehungerten Kindern auf die Tränendrüse gedrückt wird.

IMO versteht es Laafi auf ansprechende und sachlich Weise zu sagen: “Hey, hier ist eine exterm arme Region. Dort wird Hilfe gebraucht” und dabei trotzdem Gesichter zu zeigen, die das Ausdrücken, was Menschen rund um den Globus bewegt: Freude, Wettkampf, Stolz, Sympathie, Unverständniss, Begeisterung und auch die Frage nach dem, was kommen wird.

Also, wer für 10€ einen guten Zweck unterstützt, bekommt dafür auch noch ein Weihnachtsgeschenk, “das sich verbraucht”. Also eines, was nach 12 Monaten durch die nächste Version ersetzt werden kann. Hey, Helge: Gibt es bei Euch auch Abos? :)

PS: Ja, diese Seite ist Werbung. Nein, sie wurde weder von Helge noch von Laafi bestellt, erbeten und erst recht nicht bezahlt. Ich finde das Projekt gut, und will es mit diesem Blogpost unterstützen.

Internetfilter fördern Kindesmissbrauch

Wer wegen der deutschen Gesetzgebung erwägt auszuwandern, der kann nun auch Australien von seiner Liste der Zielländer streichen:

Dieser Plan zwingt Internetprovider einen “Sauberen Datenstrom” auszuliefern.
Die Regierung wird zwei “Blacklists” erstellen
[...]
Von den ca. 1300 Webadressen werden nur 3 wegen ihrer pädphilen Einstufing wegen blockiert. Eine große Zahl der restlichen Sites werden wegen Nacktheit, Gewalt, Verbrechen oder “Sexuellen Fantasien” blockiert – obwohl sie aber eigentlich dem gesetzlich erlaubt sind.

Der Netzwerkexperte Mark Newton erklärt, warum eine solche technische Lösung nicht funktionieren kann. Hierfür listet er eine Reihe von Argumenten (kann nicht funktionieren, zu teuer, schlechte Realisierung) die in der Feststellung gipfelt:

Ein Internetfilter fördert Kindesmissbrauch!

Newtons Argument: Selbst wenn ein solches system technisch perfekt und bezahlbar umgesetzt würde, wäre es unvermeidbar, dass die geheimen Listen der gesperrten Seiten durch ein Leck öffentlich würden.

Diese Listen wären dann für die entsprechenden Zielgruppen ein Empfehlungsschreiben, mit denen Pädophile viele Seiten überhaupt erst finden könnten.

Ach ja – nur um das klarzustellen: Es geht mir hier nicht darum, Pädophilie schönreden zu wollen. Es geht mir auch nicht darum, Pornosites im Internet zu erhalten. Aber wenn mit diesen Vorwänden Zensurmöglichkeiten geschaffen werden, wird diese Zensur unweigerlich auch auf andere Bereiche übergreifen, die weitaus mehr Bürger betreffen werden.

Online Thesaurus aka. Sysnonymwörterbuch

Nicht nur bei den Online-Übersetzungshilfen kommt Schwung in den Markt – auch bei den Sysonymwörterbüchern gibt es einen beachtlichen Mitspieler: OpenThesaurus.de

Was mich bei OpenThesaurus-Projekt natürlich besonders begeistert ist die Tatsache, dass hier neben Wikipedia und OpenStreetMap ein weiteres Projekt wächst, dass durch die Weisheit der Massen sehr aktuell und qualitativ hochwertig Informationen frei (und nebenbei auch kostenlos) verfügbar macht.

Referrer-Spam – gibt’s das?

Bei manchen Browsern – aber auf jeden Fall bei Linux-Tools wie “wget” oder “curl” lässt sich der HTTP-Referrer vom Benutzer angeben. Ich habe schon eine Weile den Verdacht, dass dies manche Spammer nutzen, um speziel am Monatsanfang Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Aufmerksamkeit bei wem? Die Angabe, auf welcher Seite der Besucher war, als er auf einen Link klickte bekommt doch niemand zu sehen? Doch – und zwar der Webmaster der verlinkten Seite.

Screenshot AWStatsBeim Anschauen der Zugriffsstatistik meines Blogs fallen mir ab und zu “neue” Referrer auf. Ich werde neugierig und will wissen, wer hier auf meinen Artikel verlinkt hat und besuche die Seite. Nicht alle benutzen Trackbacks und manchmal funktionieren sie auch nicht :)

Und dann passiert es auch, dass ich auf Seiten lande, aber “meinen Link” weit und breit nicht finde. Und da diese Websites besonders am Monatsanfang in meiner Statistik auftauchen (also wenn man mit recht kleinen Zahlen noch in die Top-10 kommt) habe ich den Verdacht, dass dies bei manchen Spammern zur Methode geworden ist. Die Zahlen wachsen dann übrigens im Monatsverlauf auch nicht mehr, was meinen Verdacht erhärtet. Diesen Monat sind das zum Beispiel die Einträge auf Platz 1, 9 und 10 des obigen Screenshots. Alle tauchten ganz am Monatsanfang auf, und blieben dann bei Ihren 44 bzw. 10 Zugriffen stehen. (Wäre ja auch zu schön, wenn ich dauerhaft bei (nein, NICHT mit!) Katy Perry verlinkt wäre :)

Wie geht es Euch? Bemerkt ihr auch “Referrer-Spam”? Bin ich paranoid bzw. größenwahnsinnig? Oder ist das Ganze ein bekanntes Phänomen, von dem ich bislang noch nichts wusste? Bald beginnt der Dezember, vielleicht fällt Euch am Ersten ja vielleicht etwas auf.

Open-Source Prinzipien in der Kirche

Einfach Klasse – wobei man natürlich entsprechend technisch angehaucht sein sollte :)

Lange Zeit bot sie aber auch kostenpflichtigen Support bei Bedienfehlern an, was ein Entwickler sehr heftig kritisierte. Obwohl das Forking nicht seine Absicht war, entwickelte es sich aus seiner Kritik. Übrigens wurde er aufgrund seiner Ausführungen aus der Foundation ausgeschlossen. Einen kostenpflichtigen Support gibt es heutzutage nicht mehr, dafür aber eine monatliche, einkommensgebundene Nutzungsgebühr.

(via Basic Thinking)

Drive-In Cache: So nicht! :)

ZielkoordinatenAuf dem Weg zur Krone bin ich vor kurzen nicht schlecht erschrocken: Da hat doch einer die beiden Kategorien “Drive-In” und “Parking available” in der Beschreibung des Nepomukcaches ein wenig zu wörtlich genommen.

Ich verrate jetzt nicht, mit welchem Rad der Jeep praktisch direkt auf der Dose parkt. Es sei nur soviel gesagt: Bei einer Genauigkeit von 3 Metern steht er direkt auf den Zielkoordinaten… :)

Linux ist eben kein System für Bastler…

lukUHLuss hat gerade Linux von seinem Arbeitsplatzrechner verbannt – und meiner Meinung nach sogar aus nachvollziehbaren Gründen: Wenn man World of Warcraft spielen will, musikalisch in den fortgeschrittenen Amateurbereich vordringt oder Videos bearbeiten will, dann sieht es unter Linux nicht so rosig aus. Alles klar, kein Problem, mit Windows fährt man da einfach besser.

Ich bin im Gegensatz zu lukUHLuss jedoch schon seit langem der Meinung, dass Linux bereit für den Desktop ist. (Den Artikel habe ich vor fast fünf Jahren geschrieben)

Auch wenn Linux noch ein wenig brauchen wird, um auch für den Spiele/Multimedia-Desktop die erste Wahl zu sein, bin ich inzwischen sogar so weit, dass ich sage: Wer Windows benutzt, muss mehr Zeit dafür haben, um an der Konfiguration herumzuspielen als man das bei Linux braucht. Und vor allem: Wenn ich unter Linux etwas einstelle, dann bleibt diese Einstellung auch so, wie ich das will.

Momentan habe ich mit zwei Windows-Rechnern zu tun, bei denen das eben nicht der Fall ist. Beim einen wird permanent das Fax zum Standartdrucker erklärt, und beim anderen behauptet die Fotobuch-Software, sie hätte keine Internetverbindung, obwohl der Rechner wunderbar ins Netz kommt (wahrscheinlich ein falsch gedrückter Knopf bei der “Personal Firewall”. Und zur Krönung traf ich dann heute noch einen Berater, der seinem Kunden wegen Virenangst die wichtige Excel-Tabelle nicht heute geben kann, sondern erst nach dem Virenscan sendet.

Mit solchen Dingen brauche ich mich unter Linux doch gar nicht beschäftigen! Ich will einfach ein System, das funktioniert. Ich will mich nicht um die ganzen technischen Probleme und Einzelheiten kümmern. Ich will mit meinem PC arbeiten. Und deshalb benutze ich hauptsächlich Linux.

(Und wenn ich dann tatsächlich Basteln will, dann geht das unter Linux auch noch viel besser :)