Stefan.Waidele.info

Sponsored Blogging

Ich bekam neulich eine Anfrage, ob ich an „Sponsored Blogging“ Interesse hätte – sprich, ob ich hier im Blog Artikel gegen Bezahlung veröffentlichen würde.

Meine Antwort darauf?

Kommt drauf an. Also z.B. auf die Themen, die Produkte, die Firmen, die
Texte und die Disclosure-Policy.

Grundsätzlich verneinen würde ich das nicht, aber die Hürden sind hoch.

All zu gute Erfahrungen habe ich mit diesem Thema ja auch nicht wirklich gemacht.

Dabei kam mir allerdings folgende Idee, wie man Sponsored Blogging realisieren könnte, ohne gleich „gekaufte Beiträge“ im Blog zu haben, die vom Thema her gar nicht passen – und die den Leser auch stören. Hier mein Konzept:

Blogsponsoren auf Zeit – Das LinkLift-Modell

Über Services wie LinkLift kann man Links in seinem Blog vermieten. Dafür bekommt man einen gewissen Betrag. Abgerechnet wird monatlich. Wenn der Werbekunde nicht mehr bezahlt, dann verschwindet auch der Link. Das ganze geschieht automatisch über ein WP-Plugin und ist echt praktisch.

Mein Vorschlag: Artikelsponsoren

Wenn es einem Kunden hauptsächlich um den dauerhaften Link geht könnte man sich auch über einen Zusatz in verschiedenen Artikeln Gedanken machen.

Nach dem Muster „Dieser Artikel wurde von XYZ gesponsort. Der Artikel stellt die Meinung des Autors dar – XYZ trägt keinerlei Verantwortung für dessen Inhalt.“ – Ich weiß, die Formulierung hat noch Potential zur Verbesserung 🙂

Die entsprechenden Links kommen für einen vorher bestimmten Zeitraum unter jeden Artikel (wahrscheinlich manuell per Copy & Paste) und bleiben dort mindestens für einen festgelegten Zeitraum stehen. (Oder werden dort vergessen, und bleiben noch länger – dann hat der Kunde Glück gehabt)

Die Vorteile?

  • Der Blogleser weiß, dass die Artikel vom Blogger und nicht vom Kunden kommen.
  • Der Blogger bleibt in Themenwahl und Inhalt frei.
  • Der Kunde bekommt mehrere, dauerhafte Links mit frei wählbarem Link-Text.

Die Preise?
Die Preisgestaltung würde von drei Faktoren abhängen:

  1. Dem Ranking des Blogs – Welches Ranking hierbei in Betracht gezogen wird, ist eigentlich egal. Da die meisten Link-Käufer jedoch auf Google’s Pagerank schielen, ist dieser wohl das naheliegenste Bewertungkriterium.
  2. Die Anzahl der Artikel, die mit dem Link versehen werden – Hier könnte ich mir auch Abmachungen wie „Eine Woche, jedoch mindestens 7 Artikel“ vorstellen.
  3. Wie lange die Links erhalten bleiben – sozusagen als Mindestdauer. Denn wer kann schon garantieren, dass sein Blog in einem, zwei oder in fünf Jahren noch so existiert wie es das heute tut? Der Blogger braucht einen Zeitpunkt, an dem er sagen kann: „Ich habe meine vertragliche Verpflichtung erfüllt.“ Und der Kunde hat eine Zusage: „Bis dahin bleibe ich mindestens verlinkt.

Eure Meinung?

Ist das ein Konzept, das der Bloglandschaft noch fehlt? Oder gibt es das schon und ich habe es einfach nocht nicht entdeckt? Wie hoch müsste der Preis sein – speziell in Relation zu den LinkLift-Preisen? Würde ein solches Modell für Euch als Blogger (oder auch als Kunden) in Frage kommen? Ist das Modell wirklich so „Leserfreundlich“ wie ich im Moment annehme?

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2 Comments

  1. Posted 30. September 2008 at 16:54 | Permalink

    Das hört sich nach Trigami an.

  2. Posted 30. September 2008 at 20:16 | Permalink

    Bei Triagami wird einem doch das Thema des Artikels und der Inhalt vorgegeben, oder?

    Ich dachte da an einen „Sponsoringhinweis“, der keinen Bezug zum Artikel hat.