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NoFollow, DoFollow, NoFollowAsYouDo, NoCommentIfNoFollow – wie weit kommen wir denn noch?

Bin gerade durch einen Artikel vom „Fiesen Admin“ daran erinnert worden, dass WordPress generell die Links in den Kommentaren mit einem „NoFollow“-Attribut auszeichnet. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, wird bei Wikipedia fündig.

Um die generelle „Entwertung“ der Kommentar- und Trackbacklinks in WordPress auszuschalten, gibt es das Plug-In mit dem Namen „NoFollow Free“ mit dem man genau einstellen kann, ob und wann die Links für Google und andere Suchmaschinen unnütz gemacht werden. (Es gibt auch noch „DoFollow„, Konnte ich aber über die Suche bei WordPress nicht mehr finden.)

Und wozu das ganze?

Manche Blogger legen Wert darauf, dass Kommentare und Trackbacks auch mit einem Link zurück „belohnt“ werden. Das fängt mit damit an, dass bei NoFollow-Blogs nocheinmal überdacht wird, ob man sich in die Diskussion einbringt oder nicht, und endet in Vorschlägen, die nach einem Plugin rufen, welches bei Kommentaren nachschaut, ob das Blog des Kommentierenden NoFollow setzt oder nicht, um dann entsprechend dem Grundsatz „Auge um Auge“ zu reagieren. (Finde den Kommentar nicht, aber der hier kommt schon nahe)

Wozu sind Links da?

Links sind in erster Linie für Menschen gemacht. Für die Leser eines Blogs, eines Artikels, eines Kommentars. Suchmaschienen haben sich diese Links dann angesehen und sich zu Nutze gemacht. Aber Links sind für Menschen. Zumindest diejenigen, über die wir hier sprechen.

Kommentare wie der folgende kann ich in so fern nur teilweise nachvollziehen:

Ich verlinke grundsätzlich keine Beiträge von NoFollow Blogs. Warum sollte ich etwas verlinken, dass mir ganz bewusst den vollwertigen Gegenlink verweigert? Sollte ich es doch tun, weil der Beitrag wirklich sehr gut ist, gibt es auch nur einen NoFollow Link. Ich sehe doch nicht ein einen Blog zusätzlich aufzuwerten wenn ich nichts zurückbekomme.

  1. Man bekommt etwas zurück: Und zwar einen Link, durch den der Leser des Kommentars sich ein besseres Bild des Schreibers machen kann, mit dem Leser auf das eigene Blog kommen, und vielleicht bleiben.
  2. Der Gegenlink wird oft (meist?) nicht bewusst verweigert, sondern unbewusst, weil WP diese Einstellung vorgibt.
  3. Was kostet mich ein Link? Nichts. Warum sollte ich mich beschweren, wenn ich diesen Gegenwert auch zurückerhalte? 🙂

Also doch NoFollow?

Warum denn? Nur weil Google es so will? Bringt ja doch nicht wirklich etwas. Also, deshalb habe ich NoFollow-Free installiert. Danke, Fieser Admin, für die Erinnerung. Ich versteh einfach die Aufregung darum nicht.

Es geht mir in erster Linie darum, dass Blogger ihre Links wieder als das ansehen, was sie sind: Dienst am Leser.

Fazit

Der langen Rede kurzer Sinn:

  1. Links sind in erster Linie für Menschen gemacht. Für die Leser eines Blogs, eines Artikels, eines Kommentars.
  2. Links sind eine Dienstleistung für den Leser

Und alles andere sollte doch nebensächlich sein, oder?

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3 Comments

  1. Posted 9. September 2008 at 10:27 | Permalink

    Ich schenke ja auch nicht nur den Leuten was, die mir etwas zurück schenken. Wie einseitig. Ich verlinke, wenn ich der Meinung bin, das könnte für meine Leser interessant sein. Alles andere ist mir egal.

  2. Posted 9. September 2008 at 11:46 | Permalink

    Meine Rede 🙂

  3. Posted 22. September 2008 at 17:37 | Permalink

    Da stimme ich ned ganz zu.

    Links nur für Menschen? Warum denn? Dienst am Leser, ok. Aber was nützt es denn, wenn der Blog nicht bekannt ist, den man gerade schreibt. Durch die Trackbacks gibt es einen Kommentar auf dem verlinkten Blog. Das ist doch durchaus positiv zu werten. Zumal vielleicht dieser Blog dann wieder weitere Infos bietet, die den Leser auch interessieren könnte.

    Was ich doof finde, ist wenn ein Blogger halt den Link nicht setzt, weil der andere Blog kein Trackback zu lässt. Da bin ich mit Dir einer Meinung. Das ist albern. Ich verlinke jeden Blog, egal ob Trackback oder nicht.

    Aber generell ausschließen ist doch auch nicht nötig. Warum? Klar ist das für Google immer (meistens) nett. Also warum nicht? Die Google-Krake ist nun mal im deutschsprachigem Raum die Nr. 1 wenn es darum geht, gefunden zu werden.

    Daher also: Her mit den Trackbacks. 😉