Archive | September, 2008

Wenn die Benutzer Firefox nicht mehr trauen können, ist Firefox tot…

(via ProLinux.de: Mozilla-Chefin erklärt Pläne zur Datensammlung)

Die Mozilla-Vorsitzende Mitchell Baker hat einige Beispiele gegeben, welche Daten Firefox sammeln könnte.

  • Die Datenmenge, die bestimmte Websites ausliefern.
  • Popularität von Websites (in Form von Visits und Pagehits)
  • Download Statistiken

MaMrs. Baker schwingt sich sogar zum Retter des freien Internets auf: Ohne diese Daten wären die Vorgänge im Internet nicht zu verstehen. “Geheimnisstuerische Firmen” erhebten diese bereits (stimmt). Man bräuchte sie aber öffentlich.

Welche Daten will Mozilla also da erheben? Wem gehören die Daten?

Darüber wird ja immer wieder diskutiert: Gehören meine “Bewegungsdaten” im Internet mir – oder den Websites auf denen ich mich bewege?

Als Nutzer beanspruche ich meine Browser-History, denn diese beschreibt, was ich getan habe. Als Site-Betreiber beanspruche ich meine Server-Statistiken, denn das ist es, was ich ausgeliefert habe. Der Nutzer kann mit seinen Daten nicht auf die Popularität der Website schließen, und der Websitebetreiber kann den Benutzer nur nach den Aufrufen auf seiner eigenen Site beurteilen.

Egal wie man diese Frage beantwortet: Es versuchen sich weitere “Mitspieler” zwischen diese beiden Positionen zu drängen. Da ist ganz offensichtlich Google mit Google Analytics und Chrome. Auch “Popularitätsdienste” wie StumbleUpon oder Besucherzähler wie Blogoscoop, die jeden Seitenaufruf an ihre Server melden sammeln kräftig Daten. Was Microsoft mit dem InternetExplorer macht, weiß ich nicht.

Und nun formuliert auch noch Mozilla Begehrlichkeiten. (Als Robert Basic im November sein Mißtrauen gegen die Mozilla Foundation formulierte, tat ich es noch als FUD ab. Heute nicht mehr)

Man-in-the-Middle-Datensammler

Diese “Man-in-the-Middle-Datensammler” füllen Ihre Festplatten mit Daten, die dem Nutzer gehören. Und die dem Sitebetreiber gehören. Sie sammeln von vielen Nutzern und vielen Sites.

Wer auch immer diese Daten hat (auch wenn es “die Öffentlichkeit” sein sollte) ist der Big Brother von Nutzern und Seitenbetreibern. Anfangs würden die Daten bestaunt werden, wenn man nicht mehr auf geschätzte Daten zurückgreifen müsste, um Websites miteinander zu vergleichen. Man könnte tatsächliche (oder eher: hochgerechnete) Reichweite von Webseiten ablesen.

Aber wer sind denn die Seitenbetreiber der Zukunft? Im Web 2.0, im Read-Write-Web oder wie auch immer man es nennt, wird die Trennung zwischen Lesern und Schreibern aufgehoben. Die Grenze zwischen Betreibern und Benutzern einer Plattform verschwimmt. Und wer hat trotzdem alle Daten? Die “Man-in-the-Middle-Datensammler”!

Das ist es, was Google Analytics aus Datenschutz-Sicht so gefährlich macht. Und deshalb sollte kein Browserhersteller solche Daten erheben. Auch wenn als Ziel die freie Wissenserweiterung formuliert wird. Es wäre wohl bei manchen auch eine Gewissenserweiterung notwendig.

Oder wie OliverMMS es fomuliert: Die Frage sollte nicht sein, ob es nützlich ist, sondern ob es notwendig ist.

Oder eben: “If the user can’t trust firefox, firefox is dead…

PS: Der Blogoscoop-Zähler verschwindet hiermit aus meinem Blog.

Greylisting – Funktioniert mein Mailserver noch?

Um die Aufregung klein zu halten: Ja, mein Mailserver funtioniert noch.

Allerdings habe ich seit dem Wochenende das sogenannte “Greylilsting” konfiguriert – und seither ist SPAM in meinem Postfach praktisch nicht mehr existent! Mit einem so krassen Erfolg hätte ich nicht gerrechnet. Boa ey!

Ich schicke mir manchmal sogar selbst Nachrichten von meinem geheimen Gmail-Account (das ich für solche Testzwecke habe). Aber der Server läuft. Nur die Werbung kommt nicht mehr durch.

Ich liebe es!

Hier noch ein paar Seiten, die mir bei der Konfiguration behilflich waren:

Sponsored Blogging

Ich bekam neulich eine Anfrage, ob ich an “Sponsored Blogging” Interesse hätte – sprich, ob ich hier im Blog Artikel gegen Bezahlung veröffentlichen würde.

Meine Antwort darauf?

Kommt drauf an. Also z.B. auf die Themen, die Produkte, die Firmen, die
Texte und die Disclosure-Policy.

Grundsätzlich verneinen würde ich das nicht, aber die Hürden sind hoch.

All zu gute Erfahrungen habe ich mit diesem Thema ja auch nicht wirklich gemacht.

Dabei kam mir allerdings folgende Idee, wie man Sponsored Blogging realisieren könnte, ohne gleich “gekaufte Beiträge” im Blog zu haben, die vom Thema her gar nicht passen – und die den Leser auch stören. Hier mein Konzept:

Blogsponsoren auf Zeit – Das LinkLift-Modell

Über Services wie LinkLift kann man Links in seinem Blog vermieten. Dafür bekommt man einen gewissen Betrag. Abgerechnet wird monatlich. Wenn der Werbekunde nicht mehr bezahlt, dann verschwindet auch der Link. Das ganze geschieht automatisch über ein WP-Plugin und ist echt praktisch.

Mein Vorschlag: Artikelsponsoren

Wenn es einem Kunden hauptsächlich um den dauerhaften Link geht könnte man sich auch über einen Zusatz in verschiedenen Artikeln Gedanken machen.

Nach dem Muster “Dieser Artikel wurde von XYZ gesponsort. Der Artikel stellt die Meinung des Autors dar – XYZ trägt keinerlei Verantwortung für dessen Inhalt.” – Ich weiß, die Formulierung hat noch Potential zur Verbesserung :)

Die entsprechenden Links kommen für einen vorher bestimmten Zeitraum unter jeden Artikel (wahrscheinlich manuell per Copy & Paste) und bleiben dort mindestens für einen festgelegten Zeitraum stehen. (Oder werden dort vergessen, und bleiben noch länger – dann hat der Kunde Glück gehabt)

Die Vorteile?

  • Der Blogleser weiß, dass die Artikel vom Blogger und nicht vom Kunden kommen.
  • Der Blogger bleibt in Themenwahl und Inhalt frei.
  • Der Kunde bekommt mehrere, dauerhafte Links mit frei wählbarem Link-Text.

Die Preise?
Die Preisgestaltung würde von drei Faktoren abhängen:

  1. Dem Ranking des Blogs – Welches Ranking hierbei in Betracht gezogen wird, ist eigentlich egal. Da die meisten Link-Käufer jedoch auf Google’s Pagerank schielen, ist dieser wohl das naheliegenste Bewertungkriterium.
  2. Die Anzahl der Artikel, die mit dem Link versehen werden – Hier könnte ich mir auch Abmachungen wie “Eine Woche, jedoch mindestens 7 Artikel” vorstellen.
  3. Wie lange die Links erhalten bleiben – sozusagen als Mindestdauer. Denn wer kann schon garantieren, dass sein Blog in einem, zwei oder in fünf Jahren noch so existiert wie es das heute tut? Der Blogger braucht einen Zeitpunkt, an dem er sagen kann: “Ich habe meine vertragliche Verpflichtung erfüllt.” Und der Kunde hat eine Zusage: “Bis dahin bleibe ich mindestens verlinkt.

Eure Meinung?

Ist das ein Konzept, das der Bloglandschaft noch fehlt? Oder gibt es das schon und ich habe es einfach nocht nicht entdeckt? Wie hoch müsste der Preis sein – speziell in Relation zu den LinkLift-Preisen? Würde ein solches Modell für Euch als Blogger (oder auch als Kunden) in Frage kommen? Ist das Modell wirklich so “Leserfreundlich” wie ich im Moment annehme?

Googlewerbung in Google-Mail

So, da hätten wir wieder mal ein schönes Beispiel für Kontextabhängige Werbung: Ich sende von meinem Google-Account eine Mail an das Hotel Krone, um den neu konfigurierten Mail-Server zu testen. Die Mail kommt an, alles Prima.

Außer der Tatsache, dass Google nun mir (also dem potentiellen Gast, der mir per Gmail eine Anfrage geschickt haben könnte) nun Werbung für das “Landhotel Krone, Woauchimmer” (via TripAdvisor) einblendet:

Kronenwerbung in GMail

Mag ja sein, dass das datenschutztechnisch gerade noch in Ordnung ist, weil die Daten ja nur von Google analysiert werden und ich wahrscheinlich auch irgendwo meine Einwilligung dazu gegeben habe.

Trotzdem ist es creepy…

Mutige Kommunikation (Old School)

Die Winzergenossenschaft Auggen kommuniziert mit offenem Visir: Ruft man außerhalb der Öffnungszeiten an, verrät einem der Anrufbeantworter die Telefonnummern des Geschäftsführers und des 1. Vorstands.

Das ist eine Erreichbarkeit, von der man selbst im Web 2.0 nur träumen kann.

Ich habe meinen Wein dann aber doch per Anrufbeantworter bestellt, und habe die beiden Chefs nicht wegen 120 Litern Gutedel am Wochenende gestört :)

Making of beta.Krone-Neuenburg.de

Hier eine kleine Linksammlung, die ich mehr für mich selbst als für sonst jemanden mache. Für die neue Homepage der Krone verwende ich bislang folgende Software:

  • WordPress
  • Das Starscape-Theme – Da muss ich hier und da noch Hand anlegen. Die Krone nach links, die Texte eindeutschen und oberhalb des Suchfeldes kommt eine Anzeige von wechselnden Bildern hin. Aber im Großen und Ganzen gefällt mir das schon gut.
  • Das Nextgen-Gallery Plugin, mit dem zugehörigen Sidebar-Widget und den Erweiterungen NextGEN FlashViewer und dem Airtight Autoviewer (Der TiltViewer ist zwar cool ohne Ende, aber pass nicht so ganz zur Zielgruppe :) )
  • Das Random Image Widget behalte ich im Hinterkopf – ich gehe aber davon aus, dass ich mit NextGEN hinkommen werde.
  • Subscribe-Remind ist ein sehr einfaches Plugin, das einen Text am Ende jedes Artikels anhängt. Schon nach meiner ersten Bearbeitung ist nicht mehr viel vom Ursprünglichen Plugin übrig geblieben :)
    Gibt es eine Abfrage, mit der man den Text nur in der Artikelansicht und nicht auf Übersichtsseiten anzeigen kann?
  • Democracy – Für Umfragen und ähnliches
  • Soll ich die AJAX-Shoutbox (2-Wege-Kommunikation aka Chat) oder Twitter (Einbahn-Kommunikation) im Sidebar einbinden?
  • Apropos Veranstaltungskalender: Hier bin ich mir unschlüssig, wie ich den Arbeitsablauf gestalten will: Einerseits wäre eine seperate Lösung à la Plone sehr schön (Artikeltext, Publikationsdatum, Enddatum), die dann per RSS in die Sidebar kommt. Andererseits ist schweres Geschütz. Vielleicht reicht auch eine ICS-Basierte Lösung wie ICS Calendar in Kombination mit dem Calender JCM zum Erstellen der Dateien auch schon ausreichend.
  • Zwei weitere Plugins, von denen ich nicht weiß, ob ich sie überhaupt benötige sind das KB Advanced RSS Widget und die Page Sidebars

So, jetzt kann ich wenigstens wieder die ganzen offenen Tabs im Firefox schließen… :)

Madeline Evans – Leaving on a Jetplane…

Madeline EvansAls sie mich im Sommer 1990 an den Flughafen fuhr, gerade als wir auf die Interstate abbogen, spielten sie im Radio “Leaving on a Jetplane“. Wir heulten Rotz und Wasser bis fast zum Flughafen.

Und seither, bei jedem Anruf fragte sie mich: “Bub, when will you be coming back to me?” Und ich sagte jedes Mal: “I’ll be back next year, for sure.” – “I luv ya, bub” – “Luv ya, too”

Die Frage, wann ich zurückkomme hat sich nun erledigt. Denn auch wenn es noch viele schöne Erinnerungen und auch noch Freunde “on the bayou” gibt – gestern habe ich erfahren, dass Madeline im Februar gestorben ist:

Madeline Adam Evans, 83, a native of Hyange, France, and resident of Houma, died at 5:45 p.m. Thursday, Feb. 28, 2008.
Evans

Graveside service will be at 1:30 p.m. Tuesday at St. Joseph Cemetery.

She is survived by one niece, Josetta Lapeyrouse and husband, Dreus, of Chauvin; two great-nephews, Stephen Lapeyrouse and wife, Arlene, and Armond Lapeyrouse and wife, Melisa; her great-great-nieces and nephews, Nicholas, Nicole, Caleb, Michael and Marlene Lapeyrouse; her great-great-great-nephew, Landon Lapeyrouse; and her friends on the Bayou.

She was preceded in death by her parents, Jean Adam and Margarite Schemil Adam; one brother; eight sisters; and one great-nephew, the Rev. Gus Lapeyrouse.

She was a homemaker and a parishioner of St. Joseph Catholic Church.

Chauvin Funeral Home is in charge of arrangements.

(Published: Saturday, March 8, 2008 at 7:01 a.m. – HoumaToday.com)