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Meine US-Tastatur – Ein Tisch ist ein Tisch

Über eine Mail auf der Freiburger Linux User Group bin ich auf folgende Beschreibung gestoßen, die erklärt wie man sich unter Linux eine eigene Tastaturbelegung basteln kann: ingomar.wesp.name/articles/xkb-tastaturbelegung-in-x11-xorg-xfree86.

Ein wenig zur Vorgeschichte: Ein Feature von Windows, dass ich unter Linux immer noch vermisse, ist die eingabe von Zeichen über den Ziffernblock. Um z.B. echte Bindestriche zu bekommen, drückt man unter Windows die <Alt Gr> Taste, dann 0150 für den kürzeren oder 0151 für den Längeren. „Richtige Anführungszeichen“ gab es auch, da weiss ich aber den Code nicht mehr auswendig.

Unter Linux ist man da unverständlicherweise auf die Unterstützung der Anwendungen angewiesen. OpenOffice ersetzt die Anführungszeichen recht zuverlässig. Bei den Bindestrichen muss man schon ein Leerzeichen einfügen, damit die Autokorrektur zuschlägt. Da diese Leerzeichen zwar in Frankreich üblich sind, in Deutschland hingegen nicht, muss man diese dann wieder löschen.

Außerdem mag ich es nicht, so sehr auf solche Autokorrekturen angewiesen zu sein. Wenn ich richtige Anführungszeichen setzten will, dann will ich das selbst und bewusst tun.

Also habe ich mir also meine eigene Tastaturbelegung gebaut – so wie im Artikel beschrieben basierend auf dem US-Layout. Nach recht kurzer Eingewöhnungszeit schreibe ich damit wieder so schnell wie mit dem gewohnten Deutschen Layout. Manche Zeichen, wie [] oder {} erreiche ich jetzt einfacher wie bisher, andere etwas umstänglicher (z.B. Umlaute).

Der eigentliche Vorteil kommt von den Zeichen, die ich nun wieder bewusst eingeben kann: „“‚‘ – … einfach klasse!

Ob ich das Setup so lasse, weiss ich noch nicht genau. Denn ich merke, dass es schwerer wird, auf Tastaturen zu schreiben, die nicht „gepimpt“ sind. Also am Rezeptionsarbeitsplatz, zu Hause,…
Vielleicht sollte ich „meine“ Modifikationen doch auf dem deutschen Layout aufbauen. Dann sind die meisten Zeichen auf den entsprechend beschrifteten Tasten, und ich bin auch auf „normalen“ Tastaturen noch schnell.

Ich will ja nicht, dass es mit so ergeht wie dem Mann in der Geschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“.

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