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Suchmaschinenranking 2.0 – StumbleUpon

Eigentlich wollte ich den Artikel von Oliver Gassner gar nicht ganz lesen. Aber mit dem Überfliegen von Artikeln bin ich erst heute Vormittag ganz übel aufgefallen

Also, ich lese den Artikel ganz, und bin noch hin und weg in wie vielen „Social Networks“ man sich aktiv bewegen kann, da lässt Oliver doch diesen Satz hier vom Stapel:

So wie heute Hyperlinks Google als Gradmesser der Relevanz von Inhalten dienen wird der Social Graph vom „nächsten Google“ genutzt werden. Wir sollten ihn nicht verwässern oder zuspammen lassen.

Also, wie könnten wir das machen? Die sozialen Verbindungen nutzen, um „Relevanz“ zu bestimmen? Und schon fallen die Bausteine –die es alle miteinander schon gibt– zusammen:

Nehmen wir einen Dienst wie StumbleUpon, mit dem man Webseiten beurteilen kann. Auch wenn StumbleUpon bislang nur „I like it“ und „No more like this“ kennt, sind die sogenannten Stumbles doch schon recht treffsicher auf meinen Geschmack zugeschnitten. Mit einer feineren Abstufung (etwa Schulnoten) wäre da sicher noch einiges herauszukitzeln.

Als nächstes nehmen wir einen Dienst wie Xing oder Facebook,
mit dem die Benutzer ihre Bekanntschaften pflegen. (Auch das hat StumbleUpon schon integriert. Dieses Feature ist dort aber nicht so prominent plaziert)

Und dann nehmen wir einen Suchmaschinenindex. Kann Google oder Yahoo sein. Oder wir bauen uns selbst einen. Die Größe spielt hier sogar gar nicht einmal die wichtigste Rolle. Dess Masse brauchen wir nur, wenn wir uns bei der Relevanz nicht sicher sind. Und die bekommen wir über die Empfehlungen und den Social Graph!

Ich suche nach einem Wort. Die Ergebnisse der normalen Suche im Index werden nun nach der Relevanz sortiert. Diese ergibt sich aus den Bewertungen der Ergebnisseiten, mit Gewichtung nach dem sozialen Netzwerk:

  • Wenn meine „Freunde“ eine Seite empfehlen, bekommt diese Pluspunkte.
  • Wenn „die Freunde meiner Freunde“ etwas empfehlen, dann gibt es auch Pluspunkte, aber nicht so viele.
  • Wenn „Unbekannte“ eine Seite empfehlen, gibt es keine Punkte, außer:
  • Wenn diese „Unbekannten“ gleiche Webseiten wie ich beurteilt haben, und die gleichen Noten wie ich gegeben haben, gibt es doch Pluspunkte

Also nochmal ins Reine gedacht: Für die Relevanz der Suchergebnisse ist ausschlaggebend, wie ähnlich die Beurteilungen der User sind, und wie nahe diese einander stehen.

Hier kann man dann sogar noch mit den Gewichtungen spielen: Wie stark wirkt sich die „soziale Nähe“ auf den Relevanzwert aus? Wie stark die „gleichen Beurteilungen“? Aber das ist dann Feinarbeit, die man eventuell sogar den Usern überlassen könnte.

Fazit?

Wenn Oliver mit seiner Aussage recht hat, dann hat StumbleUpon die besten Chancen, das nächste Google zu werden. Vielleicht sollten sie Facebook kaufen 🙂

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