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Jeden Tag, eine gute Tat. Oder mindestens eine Straße

OpenStreetMap.org ist das neue Lieblingsspielzeug vieler Touristiker. Auch ich habe mich vor einer Weile angemeldet und damit begonnen, Neuenburg am Rhein ein paar Details hinzuzufügen.

Stadtplan Neuenburg, OSM, Stand 12. Juli 2008Denn wenn OSM wirklich die Wikipedia unter den Landkarten werden soll, dann ist noch viel Arbeit notwendig. Aber diese wird getan werden. Denn mit der Zeit werden immer mehr Geschäftsleute (wie ich) oder Tourismusdestinationen oder auch einfach Städte merken, dass es einen Vorteil bietet bei OSM mit möglichst genauen Daten geführt zu werden.

Welchen Vorteil habe ich davon?

  • Sobald ich den Ortskern von Neuenburg am Rhein in OSM eingegeben habe, kann ich meine eigenen Landkarten für die Hotelgäste ausdrucken. Diese Freiheit bringt Unbekümmertheit! Oder traut ihr Euch, einen Screenshot wie diesen hier von Google-Maps in Eurem Blog einzubinden? Kein Problem mit freien Inhalten! Ein ganz großes No-Go bei Google-Maps bzw. kostenpflichtig bei Virtual Earth.
  • Die Daten sind nicht weggeschlossen („Lock In“). Jeder kann die OSM-Daten im XML-Format exportieren und unter der CC-by-SA weiterverbreiten. Einige GPS-Geräte arbeiten anscheinend schon optional mit OSM-Karten. Diese Exportfunktion macht mir Übringens auch BikeMap/RunMap so sympathisch. (Dort als GPX-Datei)
  • Ich kann die wichtigen „Points of Interest“ für meine Gäste der Karte hinzufügen
  • Also „Early Adaptor“ bzw. „Early Contributor“ ist die Krone schon weitaus früher in OSM hinterlegt als die Kollegen im Ort
  • Von den Daten, die ich eingebe, profitiert „die Allgemeinheit“ – und nicht nur eine amerikanischen Datenkrake.

Und nun?

Ich nehme mir also hiermit vor, jeden Tag mindestens eine Straße in OpenStreetMap einzugeben. Da ich nicht jeden Tag dazu kommen werde, hoffe ich mindestens im Wochenschnitt auf diesen Wert zu kommen. Heute habe ich schon einmal mit 10 Straßenabschnitten eine gute Grundlage geschaffen.

Und der Haken an der Sache?

Ich habe nur einen einzigen entdeckt: „Die“ haben OSM natürlich auch schon unterwandert…

Und Luftbilder?

Freie Luftbilder gibt es bei OpenAerialMaps.org – womit Google-Maps dann langfristig wirklich ausgedient haben sollte 🙂 (via Landkartenblog)

Und Routing?

Eine Routing-Hilfe (also: Navigation) findet sich unter www.openrouteservice.org. Diese Lösung basiert auf den Daten von OpenStreetMap.org und findet Wege für Fußgänger und Radfahrer (und Autos?). Federführend bei diesem Projekt ist die Universität Bonn.

Und …?

Wer noch mehr Services kennt, die schon heute auf OSM setzten, kann diese ja in den Kommentaren erwähnen. Dankeschön schon im Voraus

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One Comment

  1. Posted 14. Juli 2008 at 10:13 | Permalink

    merci für den tip.
    das man eine gute alternative…
    werd mein örtchen auch mal einpflegen…