Stefan.Waidele.info

Tagespraktikum?

Wer denkt sich denn so etwas aus?

Gerade hat eine Freundin angerufen. Ob ihr Sohn bei uns ein „Tagespraktikum“ machen könne.

Wie bitte? Da werden junge Schüler für einen Tag (bzw. „Zwei Tage, aber ihr könnt Euch auch zwei verschiedene Berufe anschauen„) in Betriebe geschickt, und etwas über ihren Wunschberuf herauszufinden! Wie soll das denn gehen? Außer: „Stell dich hier hin, schau mir zu und pass auf, dass Du nicht in den Weg kommst.“ Kann da doch nicht viel anderes laufen. Alleine die Sicherheitsunterweisung und der Betriebsrundgang nehmen schon fast eine Stunde Zeit in Anspruch.

Also, liebe Lehrer: Um in einen Beruf wirklich „hineinzuschnuppern“ braucht es mindestens eine Woche. Und auch für Betriebe wird es erst dann interessant.

So, das musste mal gesagt werden.

This entry was posted in Alltagsweisheiten, Azubi-Corner, Kronenblog, Opinons. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post. Both comments and trackbacks are currently closed.

3 Comments

  1. Posted 28. Juni 2008 at 13:34 | Permalink

    Tagespraktika sind echt nen bisschen lächerlich 😉

    Besonders in der IT-Branche.

    Musste aber auch schon mal während meiner Schulzeit eins machen. Und zwar im Altenheim.
    Auch wenn es sich Tagespraktikum genannt hat. Es war kein Praktikum, nur ein Tag mal miterleben wie es da so abgeht.

    Wie wenig Zeit die teilweise für die einzelnen Personen haben und wieviel Verwaltungsaufwand da noch hinter steckt. Für mich war es ne ganz sinnvolle Erfahrung aber den Zweck eines Praktikums hat dieser Tag sicherlich nicht erfüllt.

  2. Posted 28. Juni 2008 at 15:42 | Permalink

    Wenn sie lächerlich sind, dann liegt es an den Betrieben. Für viele Kinder und Schüler sind Berufe und Berufsalltag grauste Theorie. Und in so einem Praktikumstag kann der Schüler sehen, was überhaupt eine Hotelfachfrau, ein Mechatroniker, eine Krankenschwester tut. Einen ersten Eindruck/Einblick…

    Wenn eine Firma allerdings nicht in der Lage ist, solch einen Tag vernünftig zu organisieren, dann sollte er die Finger davon lassen. Ruckzuck ist es negative Werbung für den Betrieb und den Beruf.

    Und einen Tag auch deshalb, damit die Kinners die Möglichkeit haben, verschiedene Berufsbilder anzuschauen…

  3. Posted 27. Oktober 2008 at 10:27 | Permalink

    Ich hab dein Eintrag grad erst gefunden und muss sagen du hast natürlich Recht. Die sollten das eher Betriebsführung nennen. Was ich aber gut finde ist, dass ihr immer an die Sicherheitsunterweisung denkt. =) Sehr vorbildlich. Ich glaub es gibt viele Unternehmen die sich da garnicht die Mühe machen würden für einen Schüler der nur einen Tag da ist.