Archive | Mai, 2008

Zeitungen als Gratisbeigabe

Gute Hotels und Restaurants bieten Ihren Gästen gute Zeitungen an. Die Gäste selbst sehen dies bereits seit langem als kostenlosen Service, als Dreingabe an. Wir haben für unsere Gäste die “Badische Zeitung” und auch “Die Oberbadische” aboniert.

Immer öfter bekommen wir nachfragen, ob wir mit der einen oder anderen Zeitung/Zeitschrift gratis beliefert werden dürfen. Diese lehne ich meistens ab. Denn unsere Gäste wollen morgens meistens recht früh wieder weg. Entweder zur Arbeit, oder zur Weiterfahrt in den Urlaub. Da wurde die gratis gelieferte FAZ meistens unberührt ins Altpapier georfen. Schade drum – aber so war das nun einmal. Also habe ich das dreiwöchige Probeabo nach ungefähr einem viertel Jahr telefonisch gekündigt.

Was aber weiterhin (unbestellt und unbezahlt) geliefert wird, ist das Handelsblatt. Aber das ist wenigstens nicht so dick wie die Frankfurter Allgemeine. Das dessen Riesenformat einfach unpraktisch zum Lesen ist will ich ja gar nicht bemängeln. Oder – doch :)

Jetzt kam ein Schreiben, dass mich die “Stuttgarter Zeitung” bis Ende Oktober kostenlos beliefern will. Immerhin gibt man mir darin die Möglichkeit, mich gegen die Belieferung mit Altpapier zu wehren, indem ich mich bei einer Telefonnummer melde. Mal sehen, wenn’s zu viel wird ist da schnell angerufen, dann bestelle ich die Schwaben wieder ab.

Jedenfalls scheint es doch so, dass man als Hotel inzwischen nicht mehr allzuviel ausgeben muss, um seinen Gästen die erwartete Auswahl bieten zu können. Den Zeitungen ist es etwas wert, Ihre Leserzahl entsprechend mit Gratislieferungen zu erhöhen. Und Hotels gelten da wohl als Multiplikatoren. Somit ist man zwar noch nicht ganz auf dem Niveau der Gratis-Blätter und Stadtzeitungen angekommen, aber es sind doch schon erste Schritte in diese Richtung gemacht.

Ich gehe davon aus, dass hierdurch dem Leserrückgang aufgrund des Internets engegengesteuert werden soll. Mal schauen, ob diese Taktik aufgeht. Im Moment wird jedenfalls noch mehr nach der Tageszeitung als nach dem Internetterminal gefragt. Aber wie lange das noch so sein wird ist fraglich. Vielleicht haben wir in einigen Jahren nur noch eine Zeitung, aber dafür drei Internetterminals in der Rezeption. Wäre aber schade. Ich mag bedrucktes Papier.

Die Seitenleiste im Blog

Roger hat seine Leser gefragt, was wir von der Sidebar seines Blogs halten. Die Reaktionen sind mit einem “wir lesen die Artikel, nicht die Seitenleiste” recht flott zusammen zu fassen. Auch ich musste den Feedreader verlassen, um mir anzuschauen, über was wir da überhaupt reden.

Aber ich bin der Meinung, Roger hat die falschen Leute befragt. Denn die Seitenleiste ist nicht für die Stammleser eines Blogs. Diese sehen sie im Feedreader nicht, oder selbst wenn sie im Browser vorbeischauen, dann schauen sie an der Leiste vorbei :)

Die Seitenleiste ist für die Besucher des Blogs, die über Google oder einen Link hereinkommen und die sich zuerst einmal orientieren wollen.

Unter diesen Gesichtspunkt finde ich Rogers Seitenleiste gar nicht schlecht – sogar besser als meine Eigene. Ein “About-me” und auch die Flickr-Gallerie sind ganz oben – die Frage “Wer bloggt hier über was?” wird also schnell beantwortet. Die Zutaten, die man sonst so von einem Blog erwartet sind dann etwas weiter unten. Das macht aber nichts: Wenn ich die Kategorien oder die Blogroll sehen will, dann scrolle ich dafür auch gerne nach unten.

Selbst habe ich Rogers Seitenleite nur ein Mal benutzt, als ich anfing mich durch die Freiburger Blogosphere zu hangeln. Aber da war ich ja auch noch nicht Stammleser, sondern – ganz genau – Besucher.

Meine eigene Seitenleiste

Meine eigene Seitenleiste habe ich so organisiert: In der ersten Spalte sind die Dinge, die für den Benutzer wichtig oder nützlich sind. Also zuerst die “Pflichtangaben”: Impressum und Datenschutzerklärung. Auch meine Übersetzung der sed-Einzeiler ist da reingerutscht.

Danach kommt die Suchfunktion – meiner Meinung nach das beste Navigationsinstrument in Blogs. Wobei ich mit der WordPresseigenen Suchfunktion gar nicht zufrieden bin. Immer wieder finde ich Artikel nicht, obwohl ich weiß, dass diese da sein müssen. Eine Google-Suche mit den gleichen Stichworten (und “stefan waidele” als Zusatz) führt mich da dann aber ans Ziel. Vielleicht sollte ich das WordPress-Suchfeld mit einem Google-Suchfeld ersetzen. Aber ich mag die Datenkrake ja bekanntlich nicht so sehr…

Zweitnuützlichstes Instrument beim Bloglesen sind die “Tags”, gefolgt von den Kategorien. Der Kalender ist eigentlich überflüssig, und das nach Monaten geordnete Archiv dient lediglich der Angeberei.

In der zweiten Spalte habe ich haupsächlich die Werbung untergebracht, gefolgt von der Blogroll, Links auf meine eigenen Projekte und der “Meta-Sektion” – damit ich mich auch von unterwegs aus einloggen kann – die URL zum posten kann ich nicht auswendig :)

Ganz unten sind die neusten Kommentare – diese sollten vielleicht einen prominenteren Platz bekommen. Wobei ich ja nicht gerade mit Kommentaren überrant werde. Riecht das nach einem klassischem Henne-Ei-Problem?

Und bei Euch?

Was ist Euch bei Seitenleisten wichtig? In Eurem Blog oder bei anderen. Worauch achtet ihr und worüber ärgert Ihr Euch? Oder ist Euch das Thema egal?

Update/PS: Die Unterscheidung in “Besucher” und “Leser” ist in keiner Weise (ab)wertend. Es sind einfach zwei unterschiedliche Gruppen von Menschen die hier (oder andernorts) vorbeikommen.

Angestellt in SecondLife – Was sagt das Finanzamt?

Virtuelle Welten sind doch nur eine andere Erscheinungsform des echten Lebens.

Virtuelle Einnahmen sind nicht virtuell, wenn sich die Währung (wie L$) in echtes Geld tauschen läßt.

Virtuelle Banken müssen sich den echten Bankenregeln unterstellen und sind damit gar nicht mehr virtuell. Sie sind Banken, die ihre Geschäftsvorgänge in SecondLife abwickeln.

Und wie ist es, wenn man in SecondLife für jemanden arbeitet? Dann ist das auch nicht virtuell, sondern es ist echte Arbeit, die verrichtet werden muss. So sieht es zumindest das amerikanische Finanzamt. Die Menschen hinter den Avataren, die auf dem CSI-NY Sim für Electric Sheep andere Begrüßt haben, wurden laut SL-Herald in den Status von Angestellten “erhoben”.Mit ausschlaggebend war wohl die “Bezahlung außerhalb des Systems” per Überweisung oder Paypal, sowie die Tatsache, dass nach festen Zeitplänen gearbeitet wurde.

Äußerst unangenehm, wenn für SL-Arbeit im nachhinein Steuer und Sozialversicherung bezahlt werden müsste. Sowohl für die Arbeitnehmer, als auch für die Arbeitgeber. Auch Regelungen wie Kündigungsfristen, Formvorschriften und (in den USA) Mindestlöhne könnten die Beteiligten empfindlich treffen.

Es wäre interessant, Betrachtung der Situation hier in Deutschland zu bekommen. Es gibt es auch schon einen Eintrag in der Second Life Law-FAQ – der aber natürlich noch nicht vorhersehen kann, was deutsche Gerichte entscheiden werden

The Day After Muttertag

Nach dem Muttertag werden die Vorsätze ja ähnlich schnell vergessen wie nach Silvester…

Link: sevenload.com

Dieser Beitrag wurde schon im September 2007 per bearbeitetem Zeitstempel vorrausgebloggt.

Muttertag

Oder für alle die besser englisch können:

PixelExpo I & II discontinued

Erfahren habe ich es über Bernd’s Blog, denn wenn im Juni die Lichter auf den PixelExpo Sims ausgehen, dann braucht die RFH Köln einen neuen Platz für ihr German Tutorial.

Aber auch das ComMeta Convention Center (aka Corecon Convention Center) wir dann wohl unter einer anderen Adresse zu finden sein. Auf dem ComMeta Blog ist jedenfalls zu lesen, dass es nach einer Pause weitergehen wird. Von einem neuen Standort ist noch nichts zu lesen, aber ich gehe davon aus, dass man die Zeit bis “nach der Sommerpause” nutzen wird, das CCC andernorts neu zu errichten.

Bei den Business-Projekten (wenn es außer dem CCC noch mehr auf den PixelExpos geben sollte) gehe ich davon aus, dass die Nachfolge geklärt ist.

Um das German Tutorial wäre es jedoch sehr schade, falls sich kein weiterer Sponsor finden würde.

Note to myself: Linux Expo

Open Expo + Open Stage = Open Opportunities!

Am 25. und 26. Mai 2008 verwandelt sich das Kongresszentrum Karlsruhe erstmalig für zwei Tage zum Hotspot der deutschen Open Source-Community. Die Open Source Expo 2008 bietet die ideale Plattform für den Informations- und Ideenaustausch von Projekten, die auf Open Source basieren.

Egal ob Unternehmen, öffentliche Institutionen oder Forschung sowie Lehre – Open Source-Lösungen sind heute überall anzutreffen und der Marktanteil von Open Source wächst seit Jahren stetig. Auf der Open Stage – innerhalb der Expo – sowie im Dialog mit den zahlreichen Ausstellern, lernen Besucher die aktuellsten Anwendungen von Open Source-Software kennen und hochqualifizierte Fachexperten stehen hier dem interessierten Publikum Rede und Antwort.

(via http://www.pro-linux.de/news/2008/12426.html)

Warum ich kein EeePC-Buch schreibe…

Vor kurzem bin ich aufgrund meines Eee-PC Blogs “PimpmEEE” von einem Verlag (Von einem richtigen, den ich aus richtigen Buchhandlungen kenne!) angesprochen worden, ob ich mir vorstellen könnte ein Buch über den Asus Eee-PC zu schreiben.

Klar kann ich mir das Vorstellen. Schreibe ich doch schon eine ganze Weile über Linux im Allgemeinen und den Eee im Besonderen.

Also, Ideen gesammelt, Verdienstaussichten abgecheckt, Mindmap erstellt und diese in eine erste Gliederung überführt. Viel weiter kam ich dann aber doch nicht – denn es kam das Gerücht auf, dass das neue Modell nur noch mit Windows auf den Markt kommen würde (bzw. die Käufer der Linux-Version einen wesentlich schlechteren Deal bekommen). Somit war ich ziemlich genau drei Tage lang Autor :(

Die neuste Entwicklung, dass in Australien die Linux-Version sogar teurer ist als die mit Windows, bekräftigen mich in meiner Entscheidung.

Die Produktpolitik die Asus mit dem Eee-PC verfolgt macht es für mich als “Linuxer” auch nicht besonders attraktiv, für diese Plattform zu schreiben. Asus hat mit Xandros die Linux-Distribution ausgewählt, die am schwierigsten auf Desktops (also paralell zum Eee) zu installieren ist. Nicht weil die Installation selbst so komplex wäre. Es liegt schlicht und ergreifend daran, dass Xandros die “Open Circulation” auf ihren Webseiten so versteckt, dass man sie nicht downloaden kann.

Das Developement Kit für den Eee-PC ist auch nicht vom Asus-Server herunterzuladen. Es liegt dort zwar bereit, aber die Anbindung ist so lausig, dass ich es bei drei Versuchen nicht geschafft habe, das Paket herunterzuladen. Bei Sourceforge hatte ich dann mehr Erfolg. Das das Developement-Kit auf weitgehend freien Komponenten basiert, und man wahrscheinlich jede beliebeige Distribution zum Schnüren von Paketen für den Eee-PC verwenden könnte, wird nicht erwähnt. Aber das sind dann nur noch Details.

Nein, der Asus ist zwar ein nettes Schnuckelchen, den ich inzwischen nicht mehr missen möchte. Aber aktive Unterstützung werde ich wohl nicht mehr bieten. Der Eee-PC ist für mich nur noch ein kleiner Laptop, auf dem entweder Linux oder Windows läuft – und somit nichts Besonderes.

Also ein Buch über Linux für Windows-Umsteiger – ohne Ausrichtung auf den Eee-PC?

Ich denke nicht. Da gibt es im Netz und auf Papier ja schon einige Alternativen. Mit LinuxBasics.org betreibe ich ja schon selbst ein solches Projekt.

Wobei sich gerade eine andere Idee entwickelt. Vielleicht schreibe ich doch noch mein eigenes Buch – aber zu einem ganz anderen Thema. Aber da muss ich zuerst die Mindmap und die Gliederung fertig haben, bevor ich Euch das verrate ;)

Free Burma revisited

Und wieder ist die Freiheit das eines der Probleme in Burma…

Siehe SWR3 (und wahrscheinlich auch anderswo)

Free Burma!

8. Mai – Kapitulation, aber wir schlagen uns ganz wacker!

In Frankreich gibt es ja zu fast jedem Kriegsende einen Feiertag. Zumindest hat man manchmal den Eindruck. Und selbst unsere franzäsischen Freunde wissen nicht immer, welcher Sieg welches Kriegsende denn jetzt gefeiert gedacht wird.

Nachdem wir am 1. Mai so überrascht wurden, haben wir jetzt für den 8. Mai dienstplantechnische Vorkehrungen getroffen. Die Reservierungen kommen in immer kürzeren Abständen, aber wir werden dem Ansturm gewachsen sein.

Und wenn jetzt noch die Sonne scheint, kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen.