Archive | März, 2008

April, April…

Achtung: Wer die April-c’t noch unvoreingenommen lesen will, sollte dies tun, bevor er diesen Artikel liest!

Das Schöne bei der Beschäftigung mit Computern ist, dass man sich ständig entlang der dünnen Linie zwischen Wahn und Wirklichkeit bewegt. So sind eigentlich in jeder Ausgabe jeder Computerzeitschrift einige Artikel, die man ohne weiteres für Aprilscherze halten könnte.

Die Ausgabe 8 der c’t wurde von mir jedoch mit Spannung erwartet – befindet sich darin doch der “offizielle Aprilscherz” Deutschlands – zumindest des technischen Teils der Republik. Und wie im letzten Jahr, buhlen mehrere Artikel um den Titel “c’t Aprilscherz 2008″. Hier die Nominierten:

  • Seite 30: Musikmesse – Partituren aus dem Audiosignal (Mein ganz heißer Favorit! Wenn ein Artikel schon mit den Worten beginnt: “Was lange unmöglich galt,…”
  • Seite 39: Unschuldig unter Verdacht: Verwechselte IP-Adresse (Hatte ich aber schon zuvor im Lawblog gelesen. Der Provider und die Staatsanwaltschaft dachten sich aber sicher: “April, April” – gar nicht lustig!)
  • Seite 66: Linux-Distribution für den Windows-Desktop (Hätte auch das Zeug zum Aprilscherz, wie die unzähligen Meldungen, dass Gates eine eigene Linux-Distribution herausgibt. AndLinux ist aber real – ich habe es vor einer Woche verzweifelt gesucht – unter den falschen Begriffen: Linux4Windows, LinuxForWindows, Ubuntu4Windows, UbuntuForWindows, Lin4Win,… Also nochmal: Das Ding heisst andLinux

Das alles hat zwar reichlich Potential – dieses verblasst jedoch, wenn man den echten “c’t Aprilscherz 2008″ dann tatsächlich gefunden hat:

Windows klickt für den Nutzer!

Ähnlich dem “Elektronischen Mönch” von Douglas Adams, der gebaut wurde, um für uns all das zu glauben, was unser Videorekorder für uns anschaut.

Windows soll uns also die Meldungen wegklicken, die wir laut Jakob Nielsen eigentlich gar nicht sehen sollten.

Zu erkennen war dieser Aprilscherz wie immer an:

  • Der Länge des Artikels – ca. zwei Seiten, nicht zu lang und nicht zu kurz
  • Etwas Geheimes/bisher Unmögliches wird aufgedeckt
  • Alltagsphänomäne werden einfach erklärt (“Was hast Du mit meinem Computer gemacht?”)
  • Einem c’t-Tool zum Download, damit Heise den Erfolg auch messen kann.

Wobei dieser Aprilscherz für meinen Geschmack etwas zu nahe an dem liegt, was wir Microsoft doch tatsächlich zutrauen würden, oder?

Sonntagslektüre: Marsianische Kopfhörer – ein “Best of”

Der Teaser mit den Kopfhörern für Marsianer hat mich dazu bewegt, den Artikel “Martian Headsets” von Joel Spolsky zu lesen. Die Stellen, die mich am meisten angesprachen, haben aber nichts mit dem Mars, Kopfhörern oder auch nur mit dem eigentlichen Thema des Artikels zu tun.

Mit Umsicht zu genießen: Ausflug ins Orchideen-Gebiet

Dieser Artikel kommt dann Mitte April per “modifiziertem Timestamp” bei der Kronen-Homepage in die rechte Spalte. Vielleicht habe ich bis dahin auch schon ein Orchideen-Photo geschossen.


Das Naturschutzgebiet “Totengrien” befindet sich zwischen der A5 und der Landstraße L378. Sie parken bei der Infotafel an der L378 oder beim Friedhof am Isteiner Klotz. Folgen sie dann der Landstraße ca. 500m in Richtung Istein, dann rechts.

Das Naturschutzgebiet “Galgenloch” befindet sich nördlich von Bad Bellingen – Abzweigung zum Rhein und zum Gewerbegebiet. Anschließend direkt wieder links abbiegen.

Beide Gebiete sind für ihren Orchideen-Reichtung bekannt. Bitte beachten Sie die Regeln in den Naturschutzgebieten. So dürfen die Wege nicht verlassen werden und Hunde sind nicht erlaubt. Alle Orchideen stehen unter Naturschutz – nur gucken, nicht anfassen!

Einige Sorten blühen bereits im April, die Hauptblütezeit ist jedoch von Mai bis Juli.

Mein eigener Einkaufszettel: William Gibson (Großes Update)

Infos zu William Gibson bei Wikipedia. Lesenswert ist auch das Interview, das Gibson der taz gegeben hat. Kann aber gut sein, dass ich warte bis es “Quellcode” als Taschenbuch gibt…

(inspiriert von Thosten Küper, der hat auch einen Link zu einem interessanten Artikel beim Spiegel)

Update (als Antwort auf Torstens Kommentar):
Wer noch nichts von Gibson gelesen hatte sollte mit der Neuromancer-Trillogie anfangen – also Neuromancer, Biochips und Mona Lisa Overdrive. In “Neuromancer” hat Gibson mehr oder weniger den Cyberspace (er nannte diesen “Matrix”) erfunden bzw. schon 1984 in einer Art und Weise beschrieben, dass er sowohl das WWW als auch Second Life vorweggenommen hat.

Wärend meines USA-Aufenthalts (1989/90) und in den Jahren danach habe ich die Trilogie sowohl auf deutsch und dann auf englisch gelesen zusammen mit allem, was der Buchhandel so hergab: “Cyberspace”, “Count Zero” (ist das “Biochips auf english?”), “Burning Crome” (Cyberspace auf english?). Dazu kam dann noch so ziemlich die komplette SF-Sammlung von Arthur C. Clarke (“2001″-Trilogie, “Rama”-Trillogie, Kurzgeschichten, etc.) sowie Douglas Adams (“Hitchhiker’s Guide to the Galaxy” – alle fünf Bände der Vierer-Trilogie :) .

Kurz gesagt: Ich habe viel von Gibson gelesen, könnte mich aber wahrscheinlich wieder von vorne durchlesen, und die meisten Bücher wieder “wie neu” empfinden.

Zwei Gibson-Bücher (nach Amerika) will ich noch hervorheben: “Die Differenz-Maschine” – Habe ich begonnen aber nicht fertig gelesen – “Steampunk” ist offensichtlich nichts für mich – und “Virtual Light”, das hat mir wieder richtig gut gefallen. Komischerweise, denn ich habe gerade erfahren, dass dies der zweite Teil der “Bridge”-Triologie ist – deren erster Teil “Idoru” nicht ganz so sehr zugesagt hatte…

Was man am Geldautomat lieber nicht sehen will

Shoppblogger Björn spekuliert hoffnungsvoll, was wohl ein Geldautomat bei einer Fehlfunktion an Bildschirmausgaben und Funktionen anbieten könnte. Leider muss ich ihn da enttäuschen:

Als ich vor einigen Wochen die Bareinnahmen des Tages zur Bank brachte, meinte der Automat, mich mitten wärend der Einzahlung mit folgender Meldung beglücken zu müssen:

Fehlermeldung 1 Geldautomat

Nach einiger Wartezeit und rumgerödel spuckte er dann meine Karte wieder aus. Über den Verbleib meines Geldes äußerte der Automat sich so:

Fehlermeldung 2 Geldautomat

(Am nächsten Tag bestätigte mir die Bank, dass meine Einzahlung mir zugeordnet wurde, und schon auf dem Konto sei.)

Brennerstörung und Warmduscher

Nicht nur beim Schnaps Obstbrand kann es zu “Brennerstörungen” kommen. Auch die Heizung wird von solchen Risiken nicht verschont. Besonders ungeschickt ist das natürlich, wenn der Brenner um 18:30 Uhr den Dienst verweigert.

Für die Küche und die Gäste, die abends duschen hat das warme Wasser im Speicher noch gut gereicht. Bei den Frühduschern kam dann heute morgen 14°C “warmes” Wasser aus dem Hahn mit dem roten Punkt drauf. Gar nicht lustig. So haben wir zwar Wasser gespart, aber die Gäste waren sehr “not amused”. Wenigstens war der Kaffee heiß.

Weiterer Punkt zu unseren Gunsten: Die drei Gebäudeteile sind mit drei getrennten Heizungen ausgestattet. Somit waren nur 1/3 der Gäste betroffen.

(Beiträge zum gleichen Thema in anderen Blogs: Knobelaufgabe am Ostermontag und Ofen anmachen)

Ext2-Treiber für Windows jetzt auch für Vista

Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber es ist trotzdem schön zu wissen:

Den Windows IFS-Treiber für das Ext2-Dateisystem (das normalerweise unter Linux zu Hause ist) gibt es jetzt auch für Vista.

“Es installiert einen Treiber im “reinen Kernel-Modus”, der Windows NT/2000/XP/2003/Vista so erweitert, dass es das Ext2-Dateisystem unterstützt. Da dies auf der selben Software-Ebene geschieht, auf der der Windows NT Systemkern auch alle von Haus aus unterstützen Dateisystemtreiber (z.B. für NTFS, FASTFAT, or CDFS for Joliet/ISO CD-ROMs) einbindet, können alle Anwendungen auf Ext2-Platten zugreifen. Ext2-Partitionen bekommen Laufwerksbuchstaben zugeteilt. Dateien und Verzeichnisse auf Ext2-Laufwerken erscheinen in den Auswahldialogen aller Anwendungen. Es besteht keine Notwendigkeit, Dateien hin und her zu kopieren, um mit ihnen arbeiten zu können.”

(Übersetzung von mir)